Kingsley | Always have | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 293 Seiten

Reihe: Always You Serie

Kingsley Always have

Der neue Bestseller von Top-Autorin Claire Kingsley
2. Auflage 2022
ISBN: 978-3-96797-111-8
Verlag: MORE by Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der neue Bestseller von Top-Autorin Claire Kingsley

E-Book, Deutsch, Band 1, 293 Seiten

Reihe: Always You Serie

ISBN: 978-3-96797-111-8
Verlag: MORE by Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Kylie hat genug von unzähligen Dating Desastern und will sich endlich richtig verlieben. Aber kein Mann lässt ihr Herz so richtig höherschlagen. Außer Braxton. Er ist nicht nur ihr bester Freund, sondern auch ein unverbesserlicher Frauenheld - da sind Ärger und Verdruss vorprogrammiert. Niemals würde Kylie etwas mit ihm anfangen, auch, wenn er noch so charmant ist ...

Braxton kann sich über Erfolg bei den Frauen nicht beschweren. Nur ist leider keine wie sie - Kylie, seine beste Freundin. Die Einzige, die er will, aber er kann es ihr nicht sagen. Also bleibt er ihr Freund und beobachtet, wie sie sich mit anderen Männern verabredet, immer voll Sorge, dass der nächste Mann ihr Herz für immer gewinnt.

Kylie zu lieben, setzt ihre Freundschaft aufs Spiel. Sie zu verlieren, könnte mehr sein, als Braxton ertragen kann.



Claire Kingsley schreibt Liebesgeschichten mit starken, eigensinnigen Frauen, sexy Helden und großen Gefühlen. Ein Leben ohne Kaffee, E-Reader und neu erfundene Geschichten ist für sie nicht vorstellbar. Claire Kingsley lebt mit ihrer Familie im Pazifischen Nordwesten der USA.

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Weitere Infos & Material


Kapitel 1
Kylie


Es ist zehn Minuten vor Mitternacht, und ich habe keine Ahnung, wo mein Date steckt.

Das ist das Problem, wenn dich deine beste Freundin ausgerechnet auf einer Silvesterparty verkuppeln will. Zum Jahreswechsel hat wirklich jeder eine Verabredung, und alle erwarten von dir, dass du jemanden hast, den du um Mitternacht küssen kannst. Ich bin umgeben von Paaren, die trinken, sich unterhalten und einander küssen, um in vermeintlich unbeobachteten Momenten die Hände an Stellen wandern zu lassen, an denen sie in der Öffentlichkeit nichts zu suchen haben. Aber ich lehne mich an die Kücheninsel im Haus meiner besten Freundin Selene und gebe wahrscheinlich keine gute Figur ab, während ich den Blick über die Partygäste schweifen lasse auf der Suche nach … Wie hieß er noch gleich?

Steven. Genau, Steven.

Eigentlich hatte alles ganz gut angefangen. Er sah gut aus in seinem blauen Pullover und den Jeans. Kantiges, glatt rasiertes Kinn. Alles in allem kein übler Typ. Ich habe mich heute für ein schwarzes Minikleid und dazu fantastische rote High Heels entschieden. Warum auch nicht, schließlich gibt es etwas zu feiern, und meine roten Schuhe sind heiß. Das dunkle Haar trage ich offen und gewellt, weil ich mich damit sexy fühle, und ich glaube, ich habe endlich den Smokey-Eyes-Look so hingekriegt, dass ich nicht aussehe, als hätte ich ein Veilchen. Als Selene uns einander vorgestellt hat, ließ Steven den Blick über meinen Körper wandern, und ihm schien zu gefallen, was er sah. Wir haben uns Drinks geholt und uns ein wenig unbeholfen unterhalten – wie man das nun mal so tut, wenn beide Parteien miteinander verkuppelt werden sollen und nicht genau wissen, ob es eine gute Idee war, der Sache zuzustimmen.

Nach zwei Drinks beugte er sich vor und mir fiel auf, dass er wirklich gut roch. Dann teilte er mir mit, dass er Buchhalter ist, und ich hätte mich beinahe an meinem Bier verschluckt. Selene will mir einen Buchhalter andrehen? Andererseits habe ich ihr erst kürzlich mitgeteilt, dass ich damit aufhören muss, mich mit den falschen Kerlen einzulassen. Heiße Typen mit sensationellen Bauchmuskeln, die wahre Hengste im Bett sind, sorgen zwar für ordentlich Spaß, gehören jedoch nicht zu den Männern, die man mit nach Hause nimmt, um sie seinem Vater vorzustellen. So ungern ich es zugebe, ich bin keine zwanzig mehr – verdammt, nicht mal mehr Mitte zwanzig, und die Dreißig rückt unaufhaltsam näher. Vielleicht ist es an der Zeit, erwachsen zu werden und damit aufzuhören, bösen Jungs mit Superschwänzen hinterherzuhecheln, und ich sollte mir stattdessen jemanden suchen, der verantwortungsbewusst ist. Und reif. Tatsächlich ist das einer meiner guten Vorsätze fürs neue Jahr.

Steven passte gut in dieses Schema, aber je länger ich mich mit ihm unterhielt, desto mehr merkte ich, dass ich rein gar nichts für ihn empfand. Ich verspürte nicht das geringste Verlangen, ihm näherzukommen und ihn versehentlich-absichtlich zu berühren. Auch die Versuchung, das Kinn zu heben und mir die Lippen zu lecken, um seine Aufmerksamkeit auf meinen Mund zu lenken, stellte sich nicht ein, ebenso wenig wie die Suche nach Ausreden, um eine Hand auf seinen Arm zu legen.

Ehrlich gesagt war mir vor allem langweilig.

Was natürlich keine Entschuldigung dafür ist, dass er einfach kurz vor Mitternacht verschwindet und mich mir selbst überlässt.

Die Musik wummert aus den Lautsprechern; vor vielleicht einer Stunde wurde das Wohnzimmer zur Tanzfläche umgewandelt. Dort entdecke ich Selene, die mit ihrem Freund Nathan zu einem schnellen Lied mit gutem Beat tanzt, aber die beiden verhalten sich wie zwei Teenager auf der Abschlussparty und bewegen sich langsam und so, als wären sie allein. Ich freue mich für Selene. Anfangs war ich mir bei Nathan nicht sicher. Er kam mir zu sehr wie ein Bad Boy vor – also genau Selenes Typ, was nicht immer etwas Gutes ist –, doch inzwischen halte ich ihn für einen netten Kerl.

Selene und ich sind seit unserer Kindheit beste Freundinnen; mein Vater war der Anwalt ihrer Familie. Sie und ihr Zwillingsbruder Braxton haben ihre Eltern mit gerade mal zehn Jahren verloren, und mein Vater verwaltete danach treuhänderisch den Besitz und das beachtliche elterliche Vermögen. So verbrachte ich viel Zeit damit, das große Haus zu erkunden, und zu dritt stellten wir allerlei Unsinn an. Wir haben uns im Laufe der Jahre nie auseinandergelebt und sind heute sogar enger befreundet als damals, als wir noch Kinder mit ewig verschorften Knien waren.

Abermals lasse ich den Blick auf der Suche nach Steven über die Menge schweifen und entdecke dabei Hope, die aussieht, als würde sie mir am liebsten an die Gurgel gehen. Hope ist Braxtons Freundin, und sie hasst mich mit einer Leidenschaft, die ich durch den ganzen Raum spüre. Ich tue so, als hätte ich sie nicht bemerkt. Sie verabscheut mich seit unserer ersten Begegnung vor etwa einem Monat. Ihr Zorn berührt mich jedoch nicht im Geringsten. Schließlich reden wir hier von Braxton, dessen Beziehungen nie lange halten. Sein Jagdinstinkt ist viel zu ausgeprägt, als dass er sich dauerhaft mit jemandem einlassen könnte.

Ich gebe Hope noch einen Monat, vielleicht zwei, wenn sie ihm regelmäßig einen bläst.

Jedenfalls habe ich keine Ahnung, warum sie ausgerechnet mich derart verabscheut – schließlich sind Braxton und ich nur beste Freunde. Vielleicht geht sie davon aus, wir wären Freunde mit gewissen Vorzügen, aber so war es nie zwischen mir und Brax. Wir haben nie auch nur geknutscht. Das ist eine der wichtigsten Säulen unserer Freundschaft – der Grund, warum dieses Mann-Frau-Freunde-Ding überhaupt funktioniert, obwohl Braxton den Eindruck erweckt, er würde am liebsten mit der Hälfte aller Frauen in Seattle ins Bett gehen. Aber wir beide haben diese Grenze nie überschritten.

Nicht, dass ich nie darüber nachgedacht hätte. Braxton ist nicht der Typ Mann, in dessen Nähe man sich lange aufhält, ohne sich irgendwann zu fragen, wie es wohl wäre, ihn zu küssen. Oder mit ihm zu schlafen. Denn wenn es einen Mann auf dieser Welt gibt, der absolut fickbar ist, dann ist das Braxton Taylor.

Aber das überlasse ich dem stetigen Strom an Frauen, die in seinem Leben auf- und wieder abtauchen. Ich bleibe lieber in der Friendzone.

Selene und Nathan verlassen die provisorische Tanzfläche. Selenes Haus ist unglaublich. Sie lebt noch immer in dem Gebäude, in dem sie und Braxton aufgewachsen sind, einer gottverdammten Villa in Phinney Ridge. Braxton bestand darauf, dass sie das Anwesen behält, und hat sich nach dem College eine Wohnung im nahen Greenwood gekauft. Von außen sieht das Haus unauffällig aus – wie eines dieser magischen Harry-Potter-Zelte. Von der Straße betrachtet wirkt es ganz normal, aber wenn man es betritt, raubt es einem den Atem. Sechs Schlafzimmer, ein riesiger Wohn-, Ess- und Küchenbereich mit hohen Decken, ein altmodisches Arbeitszimmer und eine tolle Aussicht aus dem ersten Stock. Braxton und ich wohnen zwar nicht hier, aber unsere alten Zimmer aus Collegezeiten haben wir bis heute behalten. Selene wollte immer, dass ich zu ihr ziehe, weil das Haus viel zu groß für eine Person ist, aber ich lebe lieber allein. Außerdem fühlt es sich nicht richtig an, mich einfach von ihr aushalten zu lassen, obwohl beide Geschwister weiß Gott mehr als genug Geld haben. Meine Wohnung liegt etwa zehn Minuten entfernt, aber wenn es sich anbietet, übernachte ich hier. Heute zum Beispiel – obwohl es leider so aussieht, als müsste ich allein schlafen.

Selene stellt sich neben mich, während Nathan am Tresen Drinks zubereitet.

»Super Party, was?«, fragt sie. »Wo ist Steven?«

Sie sieht toll aus in ihrem schimmernden goldfarbenen Top, dem schwarzen Rock und dem hochgesteckten braunen Haar. Ihre Figur ist die eines Victoria’s-Secret-Models – groß und schlank, ohne dass sie dafür hungern muss, samt einer fantastischen Oberweite.

»Keine Ahnung«, antworte ich. »Vielleicht ist er auf die Toilette gegangen.«

»Dann solltest du ihn lieber suchen«, rät mir Selene. »Es ist fast Mitternacht.«

Jemand schaltet den Fernseher für den Neujahrscountdown ein. Nathan reicht Selene ihren Drink, und sie verschwinden wieder in der Menge.

Ich beschließe, eine Runde zu drehen, um nach meinem Date zu suchen. Der Typ könnte doch wenigstens dafür sorgen, dass ich nicht als Einzige auf dieser Party das neue Jahr allein einläuten muss. Wir müssen ja nicht knutschen, aber es wäre schön, wenigstens jemanden zum Anstoßen zu haben. Er hat mir nicht einmal gesagt, wo er hinwill, sondern nur Bin gleich zurück gemurmelt. Aber das ist jetzt mindestens zehn Minuten her.

Zwischen den Tanzenden kann ich ihn nicht entdecken, und an den im Esszimmer aufgebauten Snacks steht er auch nicht. Das Badezimmer im Erdgeschoss ist leer, bis sich eine Frau vor mich drängelt, eilig hineinhuscht und die Tür schließt. Die Tür zum Arbeitszimmer ist geschlossen – Selene möchte nicht, dass es jemand betritt –, aber ich sehe zur Sicherheit trotzdem mal nach. Ebenfalls leer. Ich werfe sogar einen Blick in mein Schlafzimmer, das nicht weit von der Küche entfernt liegt, aber dort ist auch niemand.

Im Eingangsbereich stoße ich auf ein Pärchen, das eng umschlungen neben der Garderobe herumknutscht, aber keiner der beiden ist Steven. Ich weiß zwar nicht, warum er nach oben gegangen sein sollte, trotzdem beschließe ich, dort nachzusehen. Die breite Treppe führt zu einer Balustrade. Ich werfe einen prüfenden Blick von oben hinab, kann ihn jedoch nirgends entdecken.

Die Musik ist...



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