Kirk | Ein Happy End für uns zwei | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 11, 130 Seiten

Reihe: Digital EditionRx for Love

Kirk Ein Happy End für uns zwei


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0637-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 11, 130 Seiten

Reihe: Digital EditionRx for Love

ISBN: 978-3-7515-0637-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Den perfekten Mann zum Heiraten zu finden, steht ganz oben auf Mitzis Liste. Dumm nur, dass ausgerechnet der attraktive Bad Boy Keenan McGregor ihr Herz höher schlagen lässt. Denn jemand wie er ist vielleicht der Richtige für heiße Küsse, aber nicht für ein Happy End. Was jetzt?



Solange sie denken kann, liebt Cindy Kirk das Lesen. Schon als kleines Mädchen in der ersten Klasse hat sie einen Preis dafür gewonnen, hundert Bücher gelesen zu haben! 1999 war es so weit: Ihr erster eigener Roman erschien bei Harlequin. Seitdem muss die Autorin ihr Lieblingshobby Lesen damit unter einen Hut kriegen, dass sie selbst leidenschaftlich gerne Geschichten erzählt. Aber für ihren großen Traum nimmt Cindy Kirk das gern in Kauf. Schauen Sie auf ihre Webseite www.cindykirk.com.

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2. KAPITEL

Ehe sich ihre Lippen treffen konnten - schob Keenan Mitzi sanft, aber bestimmt von sich. Überrascht riss sie die Augen auf.

Mit einer Kopfbewegung deutete er auf den Mistelzweig. „Sich nur wegen diesem Ding da küssen? Nein!“

In Mitzi kroch die Schamesröte hoch. Es kam selten vor, dass ein Mann sie zurückwies. Allerdings war sie selbst auch selten derart impulsiv.

„Sie haben recht“, sagte sie lächelnd. „Ich weiß gar nicht, was gerade in mich gefahren ist.“

Mit dem Handrücken streichelte er ihre Wange. „Ich fand es ja selbst unglaublich verlockend.“

Seine zarte Berührung verstärkte noch ihre Sehnsucht nach einem Kuss. Aber sie würde sich hüten, es erneut zu versuchen.

Das war auch nicht nötig, denn er nahm ihr Gesicht in beide Hände und küsste sie sachte auf den Mund.

Verwirrt und leicht benommen blinzelte Mitzi ihn an.

Er schien die Frage in ihrem Blick zu bemerken. „Wir haben uns geküsst, weil wir es wollten, nicht wegen irgendwelcher Blätter und Beeren.“

Vielleicht lag es ja auch am Vollmond, der wie ein riesiger Lampion am Himmel hing, überlegte sie. Oder weil sie noch nie einen Ex-Häftling geküsst hatte.

Bei diesem Gedanken schrak sie zusammen. Sie hatte sich doch vorgenommen, nicht mehr wild herumzuflirten, sondern ernsthaft nach einem Partner Ausschau zu halten. Und als solcher käme Keenan McGregor für sie garantiert nicht infrage.

Wozu hatte sie sich denn all die Jahre angestrengt, um sich von ihrer Familie zu lösen? Als Teenager hatte sie genau wie ihre Mutter und ihre Schwester eher leichtlebige Jungs bevorzugt, mit denen sie Spaß haben konnte. Die Ernsthaften hatten sie nie interessiert.

Gut, diesen Keenan McGregor kannte sie nicht genügend, um sich ein Urteil zu erlauben, doch spontan würde sie ihn zur ersten Kategorie zählen.

Und so stellte sie sich ihre Zukunft nicht vor - das Bild ihrer Schwester stand ihr als abschreckendes Beispiel vor Augen. Die hatte zwei Kinder von verschiedenen Männern und musste jeden Penny dreimal umdrehen.

Nicht umsonst hatte sie selbst studiert, hart gearbeitet und ganz gezielt ein besseres Leben angestrebt. Sie war glücklich mit ihrem Leben und sie würde sich keinen Mann suchen, der nicht in ihr Konzept passte – und sei er noch so attraktiv.

Keenan bemerkte sofort den Zweifel in ihren schönen blauen Augen. Bestimmt war ihr plötzlich klar geworden, dass sie einen entlassenen Sträfling geküsst hatte.

Er konnte sie gut verstehen, doch das Bedauern darüber ballte sich wie ein Kloß in seinem Magen zusammen. Wenn sie ihm nur eine Chance gäbe, könnte vielleicht eine schöne Beziehung entstehen, das spürte er.

Allerdings hatte er im Moment sowieso andere Sorgen, als sich für Frauen zu interessieren. Erst musste er wieder hier ankommen. Bisher standen seine Sachen noch immer unausgepackt im Gästezimmer seiner Schwester.

Am Montag würde er in Joels Baufirma anfangen und sich dann eine kleine Wohnung suchen. Auch wenn Ryan und Betsy ihm angeboten hatten, bei ihnen wohnen zu bleiben – er verspürte den dringenden Wunsch, sich schnellstmöglich wieder ein eigenes Leben aufzubauen.

Er sah Mitzis unschlüssigen Blick. „Ich mische mich dann mal unter die Leute“, sagte er, um ihr zuvorzukommen. „Hat mich gefreut, Sie kennenzulernen.“ Er betrachtete sie lächelnd. „Und danke für den Willkommenskuss.“

Mit einem Augenzwinkern drehte er sich um und verschwand im Haus.

Ungläubig blickte Mitzi ihm nach. Gerade hatte sie sich einen schönen Satz zurechtgelegt, um sich höflich von ihm zu verabschieden, und nun war ihr Keenan zuvorgekommen.

Er hatte sie einfach stehen lassen und ihr zu allem Überfluss noch zugezwinkert. Sie ballte die Hände zu Fäusten. Ein solches Benehmen ließ Mitzi sich von keinem Mann bieten. Sie würde hineingehen und ihn zur Rede stellen …

Schnell merkte sie, dass sie völlig überzogen reagierte. Wie würde sie denn dastehen, wenn sie ihrer spontanen Eingebung folgen würde? Jemandem nachzulaufen hatte sie doch gar nicht nötig.

Sie trat an das Geländer und sog tief den Blumenduft ein, um sich zu beruhigen. Erst nach einer Weile bemerkte sie, dass ihre Freundin Kate neben ihr stand.

„Gerade bist du doch mit Keenan zusammen rausgegangen, und jetzt ist er allein wieder reingekommen“, sagte Kate mit betont gleichgültiger Miene.

„Ja, er wollte seine Freunde begrüßen, und ich wollte lieber noch ein bisschen draußen bleiben.“ Triumphierend stellte sie fest, dass ihre Stimme ganz lässig geklungen hatte.

Kate stupste sie mit dem Ellenbogen an. „Er ist ein toller Typ, oder?“

Mitzi zuckte die Achseln. „Ja, wem’s gefällt. Ich finde ihn ein bisschen arrogant.“

Kaum hatte sie das gesagt, meldete sich ihr schlechtes Gewissen. Es war ungerecht, so über ihn zu reden.

Kate schien überrascht. „Hoffentlich bekommt Joel mit ihm keine Probleme. Er hat ihn eingestellt, weil alle ihn empfohlen haben.“ Sie biss sich auf die Lippen. „Wenn er sich Kunden gegenüber schlecht benimmt …“

Mitzi wusste, dass es zwischen Kate und Joel keine Geheimnisse gab. Bestimmt würde Kate ihrem Mann von Mitzis Bemerkung brühwarm berichten. Ein schlechter Anfang für Keenan, und es wäre ihre Schuld.

„Nein, nein, ich übertreibe, er ist nicht wirklich arrogant“, sagte sie schnell und merkte, wie sie unter Kates prüfendem Blick rot wurde.

„Und wieso hast du es dann gesagt?“

„Wir haben uns geküsst, und danach hat er mich einfach stehen lassen!“, stieß sie hervor.

Kates besorgte Miene wandelte sich schlagartig in Belustigung. „Du hast ihn geküsst?“

„Hast du Probleme mit deinen Ohren?“, fragte Mitzi mürrisch.

„Aber ihr habt euch doch gerade erst kennengelernt.“

„Ein Kuss, Kate“, sagte Mitzi aufgebracht. „Ich war nicht mit ihm im Bett.“

Aufmerksam studierte Kate das Gesicht ihrer Freundin. „Aber du hättest nichts dagegen.“

Zuerst wollte Mitzi wütend werden, doch dann musste sie lachen. „Na ja, er ist schon ein heißer Typ. Und trotzdem nichts für mich.“

„Denkst du etwa immer noch an diesen schrecklichen Fußballer?“

Ein Kellner kam vorbei, und Mitzi nahm sich ein Glas Champagner vom Tablett. Genüsslich trank sie einen Schluck. „Diese falsche Ratte? Nein, der kann mir gestohlen bleiben. Aber ich will nicht schon wieder einen Fehler machen.“

Kate trank ebenfalls von ihrem Champagner. „Du meinst also, es wäre ein Fehler, sich mit Keenan einzulassen.“

„Er hat im Gefängnis gesessen, Kate.“

„Unschuldig!“

„Trotzdem, ich brauche einen seriösen Mann, einen wie …“, sie senkte die Stimme zu einem Flüstern, „… Tim Duggan.“

Tim Duggan war Arzt und Witwer mit Zwillingstöchtern.

„Ja, der ist nett“, erwiderte Kate vorsichtig, als ob sie ihre Worte abwog. „Wir haben letztes Jahr zusammen in einem Ausschuss für Medizinethik gearbeitet. Würde mich freuen, wenn es mit euch was würde. Obwohl, ihr beide als Paar …“, sie schüttelte den Kopf, „… kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.“

„Und wieso nicht?“, fragte Mitzi leicht pikiert. „Weil er in einer Eliteschule war und ich im Eastend von L. A. aufgewachsen bin?“

In Kates Augen zuckte es, doch sie blieb ruhig. „Nein, weil er sehr ruhig und familienbewusst ist. Er lebt praktisch nur für seine Töchter.“

„Warum sollte ich nicht auch familienbewusst sein?“

„Komm, Mitzi, du hast bei Tim noch nie einen zweiten Blick riskiert.“

„Aber ich würde ihn gern näher kennenlernen.“ Mitzi bemühte sich, nicht allzu sentimental zu klingen. „Ich bin es leid, immer nur auf die falschen Männer hereinzufallen. Schließlich werde ich auch nicht jünger.“

„Ben Campbell war doch kein Reinfall“, erinnerte Kate ihre Freundin. „Mit ihm warst du mindestens ein Jahr zusammen.“

„Nein, Ben ist wirklich ein netter Kerl, und ich mag ihn sehr. Aber wir haben uns ja nur gestritten.“

„Mit Poppy scheint er jedenfalls glücklich zu sein.“ Kate deutete mit dem Kopf zum anderen Ende der Terrasse.

Erst jetzt bemerkte Mitzi, dass es sich bei dem eng umschlungenen Paar in der Ecke um ihren Verflossenen und seine Frau handelte.

„Ja, sieht so aus“, gab Mitzi widerstrebend zu. „Aber was willst du damit sagen? Dass ich diejenige bin, die schwierig ist?“

„Nein“, sagte Kate in sanftem Ton. „Du hast einfach noch nicht den Richtigen gefunden.“

„Genau. Und deshalb habe ich heute Morgen eine Liste angelegt, auf der genau steht, wie ich mir meinen Zukünftigen vorstelle.“

Kate war nicht überrascht. Mitzi legte mit Vorliebe Listen an.

„Und welche Eigenschaften auf deiner Liste treffen nicht auf Keenan McGregor zu?“

Mitzi trank einen Schluck, um ihre Verlegenheit zu überspielen. Die Liste zu schreiben, war eine Sache gewesen, aber wenn sie jetzt darüber reden sollte …

„Erfolgreich! Spätestens mit dreißig sollte ein Mann etwas im Leben erreicht haben. Keenan ist charmant und sieht gut aus, aber erfolgreich ist er garantiert nicht.“

„Du irrst dich!“

Mitzi wirbelte herum.

Betsy Harcourt, Keenans Schwester, hatte so dicht hinter ihr gestanden, dass sie garantiert jedes Wort von ihrer Unterhaltung mit Kate mitbekommen hatte.

Mitzi...



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