Klaviermusik mit Orchester | Sonstiges | 978-3-7957-6376-3 | www.sack.de

Sonstiges, Deutsch, 60 Seiten, Noten | Studienpartitur (Rückendrahtheftung), Format (B × H): 190 mm x 265 mm, Gewicht: 164 g

Reihe: Eulenburg Studienpartituren

Klaviermusik mit Orchester

(Klavier: linke Hand). op. 29. Klavier und Orchester.
Erscheinungsjahr 2006
ISBN: 978-3-7957-6376-3
Verlag: Schott

(Klavier: linke Hand). op. 29. Klavier und Orchester.

Sonstiges, Deutsch, 60 Seiten, Noten | Studienpartitur (Rückendrahtheftung), Format (B × H): 190 mm x 265 mm, Gewicht: 164 g

Reihe: Eulenburg Studienpartituren

ISBN: 978-3-7957-6376-3
Verlag: Schott


Paul Hindemith (1895-1963) komponierte die Klaviermusik (Klavier: linke Hand) mit Orchester op. 29 in einer Zeit überbordender musikalischer Aktivitäten, die auch nachhaltige Veränderungen in seinem Leben mit sich führten. 1921 hatte er mit den Uraufführungen der Einakter Mörder, Hoffnung der Frauen op. 12 und Das Nusch-Nuschi op. 20 in Stuttgart sowie des 3. Streichquartettes op. 16 in Donaueschingen einen spektakulären Durchbruch als Komponist erzielt. Werke wie der Einakter Sancta Susanna op. 21, die Kammermusik Nr. 1 op. 24 Nr. 1 oder die Suite 1922 op. 26 für Klavier wiesen ihn als radikalen Avantgardisten aus. Er galt nun als der führende deutsche Komponist seiner Generation, ein Ruf, den er mit einer Fülle neuer Werke in nahezu allen Genres – darunter auch Ballett-, Film- und Unterhaltungsmusiken sowie Parodiestücke – nachhaltig festigten konnte. Zur Uraufführung des 3. Streichquartettes gründete Hindemith zudem das Amar-Quartett, in welchem er die Bratsche spielte und mit dem er zahlreiche Uraufführungen von Werken etwa von Pfitzner, Webern, Habá, Krenek, Jarnach oder Weill betreute. 1922 wurde er in den Programmausschuss der Donaueschinger Kammermusikaufführungen gewählt und konnte dort als die programmatisch treibende Kraft die Musikentwicklung jener Jahre nachhaltig beeinflussen. Zudem schloss der renommierte Schott-Verlag in Mainz mit ihm einen Generalvertrag über die Publikation seiner Werke ab, der es ihm ermöglichte, seine Stelle als Konzertmeister im Orchester der Frankfurter Oper zum April 1923 zu kündigen und als freier Komponist und Interpret zu arbeiten.
Hindemiths Ruf und frischer Ruhm vervollständigte auch der erste Kompositionsauftrag, den er in dieser Zeit erhielt: Paul Wittgensteins (1887-1961) gut dotierter und auf dem Höhepunkt der Inflation vor allem auch mit harter Währung ($) honorierter Auftrag zu einem konzertanten Werk für Klavier linke Hand und Orchester. Der aus einer der reichsten Familien Österreichs stammende Pianist Paul Wittgenstein, der im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verloren hatte, wollte mit solchen Aufträgen, die er dann auch u.a. an Korngold, Strauss, Franz Schmidt, Britten, Prokofieff oder Ravel vergab, über ein speziell für ihn geschriebenes Repertoire an Werken verfügen; und Hindemith wiederum kam in jenen Jahren grundsätzlich zur Überzeugung, dass ein Komponist nur Werke anfertigen sollte, wenn er weiß, für welchen Bedarf er schreibt. Die Zeiten des steten Für-sich-Komponierens sind vielleicht für immer vorbei. Hindemith hatte im Juni/Juli 1922 die Komposition des Liederzyklus’ Das Marienleben nach Gedichten von Rainer Maria Rilke aufgenommen, dann jedoch im Herbst des Jahres das Ballett Der Dämon op. 28 komponiert. Im November wollte er offensichtlich die Komposition des Marienlebens weiterführen, doch scheint er am 5. Dezember 1922, anlässlich eines Konzertes des Amar-Quartettes in Wien, mit Wittgenstein den Kompositionsauftrag verabredet und besprochen zu haben (entsprechende Dokumente sind allerdings nicht überliefert). Hindemith unterbrach nun neuerlich die Komposition des Marienlebens und stellte zunächst den auf den 22. Februar 1923 datierten zweiten Teil (Sehr lebhafte Halbe), dann am 27. Februar den dritten Teil (Trio. Basso ostinato. Langsame Viertel, nur sehr wenig Ausdruck) der Klaviermusik mit Orchester fertig. Der Schlussteil (Finale. Bewegte Halbe) folgte im April 1923. Hindemith kündigte diese drei Teile dem Auftraggeber in einem Brief vom 9. Mai 1923 mit den Worten an: Lieber Herr Wittgenstein, morgen früh geht die Partitur von den drei letzten Sätzen Ihres Konzertes an Sie ab. Den ersten konnte ich immer noch nicht herausschreiben, weil ich furchtbar viel zu arbeiten habe – damit Sie aber nicht so lange warten brauchen, bekommen Sie das fertig geschriebene Stück, etwa 80% des Ganzen. [.] Es würde mir leid tun, wenn Ihnen das Stück keine Freude machen würde – vielleicht ist es Ihnen anfänglich ein wenig ungewohnt zu hören – ich habe es mit grosser Lie

Klaviermusik mit Orchester jetzt bestellen!

Zielgruppe


Orchestermusiker, Pianisten, Dirigenten, Studenten, Bibliotheken, Musikwissenschaftler

Weitere Infos & Material


1. Einleitung - 2. Sehr lebhafte Halbe - 3. Trio. Basso ostinato - 4. Finale


Hindemith, Paul
„Schöpferische Kraft lässt sich nicht anerziehen, aber die Bereitschaft zum Empfang der göttlichen Gabe in Gestalt eines stets willigen und zu höchsten Leistungen fähigen Handwerks lässt sich erwerben.“ 1921 gehörte er zu den Mitbegründern der Donaueschinger Musiktage, 1927 war er bereits Professor für Komposition an der Berliner Hochschule für Musik: Paul Hindemith (1895–1963). Der einst als Bürgerschreck Verschriene fand in den 20er Jahren zur Neuen Sachlichkeit und gelangte schließlich zur Skepsis gegenüber einem als hemmungslos empfundenen Fortschrittsdenken der jungen Komponistengeneration. Sein spätes Ideal eines vorwiegend tonal gebundenen Satzes stieß seinerseits auf Ablehnung der musikalischen Avantgardebewegung. Ihr Theoretiker Theodor W. Adorno brandmarkte diese Entwicklung als „fatale Wendung zum Offiziellen“ und gab damit das Signal zu einer Jahrzehnte dauernden Isolation Hindemiths und seiner Musik. Ein veränderter Blick auf die Musikgeschichte lässt Hindemith heute den Rang eines führenden Komponisten des 20. Jahrhunderts, eines herausragenden Dirigenten, Pädagogen und Musikphilosophen einnehmen und eines der meistgespielten Komponisten des 20. Jahrhunderts.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.