E-Book, Deutsch, 629 Seiten
Reihe: SAP Press
Klempien / Scheller / Schlüter Konsolidierung mit SAP
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-8362-8202-4
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 629 Seiten
Reihe: SAP Press
ISBN: 978-3-8362-8202-4
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Alle aktuellen SAP-Konsolidierungswerkzeuge in einem Buch! Konsequent an den einzelnen Ablaufschritten der Konsolidierung ausgerichtet, lernen Sie SAP SEM-BCS, SAP EC-CS, SAP Business Planning and Consolidation (BPC) und das neue SAP S/4HANA for Group Reporting im Detail kennen. Sie erfahren nicht nur, welches Tool sich für welchen Einsatzzweck eignet, sondern auch, wie Sie dieses jeweils einrichten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen . Das anschauliche Praxisbeispiel eines Musterkonzerns mit Teilkonzernlogik und verschiedenen Währungen unterstützt Sie dabei, die Funktionen und das Customizing der einzelnen Werkzeuge zu verstehen.
Aus dem Inhalt:
- Vorsystemanbindung
- Datenmodell und Stammdaten
- Datenbeschaffung
- Manuelle Anpassungen
- Validierungen
- Währungsumrechnung
- Konzernverrechnungen
- Kapitalkonsolidierung
- Saldenvortrag
- Workflow-Unterstützung
- Reporting
- Ablauf des Abschlussprozesses
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1. Einleitung ... 17
1.1 ... Lösungsangebot von SAP für Konsolidierung ... 17
1.2 ... Neue Trends im Accounting ... 19
1.3 ... Unterstützung im Entscheidungsprozess ... 20
1.4 ... Zielgruppe ... 21
1.5 ... Danksagung ... 22
2. Vorgehensweise für den Vergleich ... 23
2.1 ... Der Konsolidierungsprozess als Ausgangspunkt ... 23
2.2 ... Anforderungen an eine systemgestützte Konsolidierung ... 24
2.3 ... Schwerpunkte für den Vergleich ... 39
2.4 ... Beispielsachverhalt für den Vergleich ... 42
3. Ansatzpunkte für eine automatisierte Vorsystemanbindung ... 47
3.1 ... Vorteil einer automatischen Datenmeldung ... 48
3.2 ... Voraussetzungen im ERP-System ... 50
3.3 ... Datenquellen im ERP-System ... 68
3.4 ... Verfahren einer automatischen Datenbeladung ... 96
4. SAP SEM-BCS und EC-CS ... 107
4.1 ... Systemarchitektur ... 107
4.2 ... Datenmodell und Stammdaten ... 109
4.3 ... Prozess der Verarbeitung ... 123
4.4 ... Datenbereitstellung ... 132
4.5 ... Validierungen in SAP SEM-BCS und EC-CS ... 148
4.6 ... Anpassungsbuchungen in SAP SEM-BCS und EC-CS ... 157
4.7 ... Währungsumrechnung ... 167
4.8 ... Konzernverrechnungen ... 184
4.9 ... Kapitalkonsolidierung ... 199
4.10 ... Saldovortrag ... 212
4.11 ... Versionierung ... 217
4.12 ... Workflow-Unterstützung ... 218
4.13 ... Reporting ... 222
4.14 ... Integration zur Planung ... 227
4.15 ... Vorgehen aus Anwendersicht ... 227
5. SAP Business Planning and Consolidation -- Standard-Modell ... 257
5.1 ... Systemarchitektur ... 257
5.2 ... Datenmodell und Stammdaten ... 263
5.3 ... Prozess der Verarbeitung ... 280
5.4 ... Datenbeschaffung ... 289
5.5 ... Validierungen ... 298
5.6 ... Manuelle Journalbuchungen ... 310
5.7 ... Währungsumrechnung ... 316
5.8 ... Konzernverrechnungen ... 327
5.9 ... Kapitalkonsolidierung ... 335
5.10 ... Saldovortrag ... 344
5.11 ... Versionierung ... 348
5.12 ... Arbeitsstatus ... 351
5.13 ... Workflow-Unterstützung durch Business Process Flows ... 356
5.14 ... Reporting ... 364
5.15 ... Integrationsaspekte zur Planung ... 377
5.16 ... Vorgehen aus Anwendersicht ... 385
6. SAP Business Planning and Consolidation -- Embedded-Modell ... 409
6.1 ... Systemarchitektur ... 410
6.2 ... Datenmodell und Stammdaten ... 421
6.3 ... Prozess der Verarbeitung ... 446
6.4 ... Datenbeschaffung ... 452
6.5 ... Validierungen ... 465
6.6 ... Währungsumrechnung ... 473
6.7 ... Anpassungsbuchungen ... 480
6.8 ... Konzernverrechnung ... 484
6.9 ... Kapitalkonsolidierung ... 489
6.10 ... Saldovortrag ... 490
6.11 ... Versionierung ... 493
6.12 ... Arbeitsstatus ... 494
6.13 ... Workflow-Unterstützung ... 496
6.14 ... Reporting ... 498
6.15 ... Integration zur Planung ... 506
6.16 ... Vorgehen aus Anwendersicht ... 508
7. SAP S/4HANA for Group Reporting ... 521
7.1 ... Zielbild und Vorteile einer integrierten Konsolidierungslösung ... 521
7.2 ... Systemarchitektur ... 523
7.3 ... Unterschiede zu bisherigen Konsolidierungslösungen ... 525
7.4 ... Benutzeroberfläche ... 526
7.5 ... Datenmodell und Stammdaten ... 528
7.6 ... Konsolidierungsprozess und Prozessverfolgung ... 540
7.7 ... Datenbeschaffung ... 542
7.8 ... Datenvalidierung ... 551
7.9 ... Manuelle Buchungen ... 558
7.10 ... Währungsumrechnung ... 565
7.11 ... Eliminierung konzerninterner Vorgänge ... 569
7.12 ... Kapitalkonsolidierung ... 573
7.13 ... Sonstige Funktionen ... 579
7.14 ... Plandatenkonsolidierung ... 579
7.15 ... Reporting ... 582
7.16 ... Konfiguration ... 592
7.17 ... Typische Pfade zu SAP S/4HANA for Group Reporting ... 596
7.18 ... Ausblick auf zukünftige Entwicklungen ... 597
8. Bewertung der Lösungen ... 599
8.1 ... Kriterien für die Bewertung ... 599
8.2 ... Fazit ... 608
Anhang ... 609
A ... Wichtige SAP Hinweise ... 611
B ... Literaturtipps ... 615
C ... Die Autoren ... 617
Index ... 619
2.2 Anforderungen an eine systemgestützte Konsolidierung
Wenn Sie vor der Entscheidung zur Auswahl eines Konsolidierungssystems stehen, werden Sie üblicherweise Erwartungen oder Wünsche haben, die mit der Implementierung verbunden sind. Sprechen wir mit den Projektbeteiligten, so werden, sei es in der Phase der Evaluierung oder wenn es um die Optimierung bestehender Systeme geht, die folgenden Punkte an erster Stelle genannt:
-
Zeitersparnis bei der Erstellung des Abschlusses durch
-
Erhöhung der Datenqualität
-
Automatisierung der Datenmeldung
-
Automatisierung von Konsolidierungsschritten
-
-
Flexibles Reporting
-
Flexibler Umgang mit geänderten Anforderungen
-
Verarbeitung mehrerer Berichtsanlässe bis hin zur Managementkonsolidierung
Wie soeben dargestellt, muss, um diesen Anforderungen gerecht zu werden, die Konsolidierung als Prozess betrachtet werden, der bereits bei den Einzelgesellschaften und deren Datenmeldung beginnt.
Es reicht nicht, dass man die vermeintlich beste Konsolidierungslösung nutzt, die hochautomatisiert alle Schritte abarbeiten kann. Wenn Sie die Erwartung haben, viele Schritte automatisiert im Konsolidierungssystem durchführen zu können, um Zeit zu sparen, dann müssen Sie auch für die Qualität der Meldedaten sorgen. Aus den Erfahrungen in vielen Konsolidierungsprojekten konnten wir feststellen, dass der Qualität der Meldedaten oft eine höhere Bedeutung zukommt als zum Beispiel einer komplett automatisierten Kapitalkonsolidierung oder einer automatischen Zwischenergebniseliminierung.
Qualitativ hochwertige Daten helfen, den Abschlussprozess zu beschleunigen, indem die Abstimmarbeiten wesentlich vereinfacht werden und gleichzeitig der mögliche Aufwand zur Anpassung der Meldedaten reduziert wird.
Wenn dann zusätzlich noch die Möglichkeit besteht, auch die Datenmeldung weitestgehend zu automatisieren, dann können hier Einsparungen im Abschlussprozess gegenüber einer manuellen Verarbeitung im Bereich von mehreren Tagen erzielt werden.
Das Konsolidierungssystem an sich sollte es erlauben, so viele Prozessschritte wie möglich automatisiert zu verarbeiten. Das wird im Rahmen der Konzernverrechnungen, wie z. B. der Schuldenkonsolidierung oder Aufwands- und Ertragseliminierung, auch leicht möglich sein. Anders verhält es sich da schon bei komplexeren Vorgängen wie der Kapitalkonsolidierung. Hierbei sind oft für eine volle Automatisierung eine Vielzahl an Informationen notwendig, sodass immer die Frage nach Aufwand und Nutzen einer Automatisierung gestellt werden sollte.
Wenn Sie sich für ein Konsolidierungssystem entscheiden, stehen insbesondere auch die Möglichkeiten, die das Reporting bietet, im Mittelpunkt. Sie haben Anforderungen, die die Fachabteilung in Bezug auf die Analysemöglichkeiten der Daten hat, aber natürlich auch Vorstellungen der Berichtsempfänger im Top-Management zu erfüllen.
Alle hier vorgestellten Lösungen bieten ein Reporting, das die Anforderungen im Grunde erfüllt. Der Unterschied liegt wie so oft in der Art und Weise, also der Einfachheit, mit der man zum Ziel kommt. Die zentrale Frage lautet häufig: Kann die Fachabteilung das Reporting selbst erstellen oder wird in jedem Fall die Hilfe der IT benötigt, um die Reports zu erstellen? Ein weiterer Aspekt im Berichtswesen ist auch die Verbindung bzw. Integration mit den Office-Produkten von Microsoft, insbesondere Excel, aber auch PowerPoint und Word für die redaktionelle Aufbereitung der Reports je nach Zielgruppe.
Nichts ist beständiger als der Wandel. Das gilt auch für die Konzernstrukturen. Das bedeutet, dass ein Konsolidierungssystem in der Lage sein sollte, Änderungen der Organisationsstruktur, der Zusammensetzung der Konsolidierungskreise zu erfüllen. Andererseits sollte es auch möglich sein, Plan-Ist-Vergleiche aufzustellen oder die Auswirkungen möglicher Wechselkursschwankungen auf das Konzernergebnis zu simulieren. Hier geht es um den Aspekt, ob und wie schnell und flexibel eine Softwarelösung Sie hierbei unterstützen kann.
Inzwischen ist es fast der Regelfall, dass das einzusetzende Konsolidierungssystem nicht nur für den legalen Abschluss vorgesehen ist, sondern dass weitere Anforderungen wie Plankonsolidierung und Managementkonsolidierung im Anforderungskatalog stehen. Hier bekommt dann insbesondere auch die gute Integrationsfähigkeit der Datenquellen für z. B. eine Plankonsolidierung eine große Bedeutung im Auswahlprozess für eine Lösung.
Das Schaubild in Abbildung 2.2 demonstriert dementsprechend die Ansatzpunkte für eine IT-gestützte Optimierung im Konzernabschlussprozess. Diese Punkte allein bringen bereits die gewünschte Zeitersparnis im Abschlussprozess. Im Verlauf der Vorstellung der einzelnen Systeme wird dementsprechend darauf eingegangen.
Abbildung 2.2 Ansatzpunkte für eine IT-Unterstützung im Konsolidierungsprozess
Daneben gibt es aber weitere Optimierungsmöglichkeiten, die oft im Zusammenhang mit dem Fast-Close-Ansatz genannt werden und die weitestgehend organisatorischer Art sind, wie Vorverlagerung der Abschlusstätigkeiten, Vereinfachung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Das ist aber nicht Gegenstand dieses Buches. (Wir werden in diesem Buch auch nicht speziell auf die einzelnen Rechnungslegungsvorschriften im Detail eingehen, weil es hierzu genügend einschlägige Literatur gibt.)
Ansatzpunkte für die IT-Unterstützung sind demnach:
| 1 | Sicherstellung der notwendigen Datenqualität bereits im Quellsystem |
| 2 | Automatisierung der Datenübertragung vom Quell- in das Konsolidierungssystem |
| 3 | möglichst hohe Zahl an automatischen Eliminierungsvorgängen |
| 4 | flexibles Reporting |
| 5 | Unterstützung mehrerer Versionen bzw. Berichtsanlässe |
2.2.1 Qualität der Meldedaten
Wenn Sie wollen, dass die Konsolidierungslösung die einzelnen Schritte möglichst automatisch verarbeiten kann, hat das wiederum entscheidende Implikationen für die Datenmeldung. Wenn Sie beispielsweise bisher Excel für die Konsolidierung eingesetzt hatten, erfolgt die Eliminierung oft z. B., indem Werte aus einer Summenbilanz einfach mit »–1« multipliziert werden – in einer sogenannten Konsolidierungsspalte. Oder es gibt einige Nebenrechnungen, die dann in das Gesamtergebnis einfließen. Das geht natürlich nur bei einer überschaubaren Anzahl von Gesellschaften.
Dieses Vorgehen ist aber für Wirtschaftsprüfer nicht immer nachvollziehbar und aufgrund manueller Zwischenschritte sicher auch fehlerbehaftet. Außerdem stößt es mit der Zunahme der Anzahl der Gesellschaften an Grenzen. Oft ist auch das Knowhow im Umgang mit reinen Excel-basierten Konsolidierungslösungen auf einen oder sehr wenige Mitarbeiter in der Konzernbuchhaltung begrenzt, was dann ein erhebliches Risiko für die Kontinuität des Abschlussprozesses darstellt.
Ein Konsolidierungssystem dagegen arbeitet in der Regel die verschiedenen Vorgänge für Gesellschaften, die sich in einem Konsolidierungskreis oder Scope befinden, paarweise ab. Das bedeutet, dass das System, wenn es Eliminierungen ausführt, prüfen muss, ob der betreffende Datensatz zu berücksichtigen ist. Für jeden Konsolidierungsschritt gibt es Regeln oder Methoden, die vorher im Customizing festzulegen sind. Diese Regeln arbeiten im Wesentlichen so, dass es eine Kombination von auslösenden Merkmalen je Meldedatensatz geben muss, die letztlich das Programm veranlassen, eine Aktion durchzuführen.
Zwei wesentliche Merkmale sind hierbei die Partnergesellschaft und die Bewegungsart, die oft als Trigger oder Selektionsbedingung solcher Regeln dienen. Damit wird klar, dass die Qualität der einzelnen Konsolidierungsschritte und auch die Notwendigkeit von Nacharbeiten oft von der Vollständigkeit und inhaltlichen Richtigkeit dieser Merkmalsausprägungen abhängt. In Kapitel 3, »Ansatzpunkte für eine automatisierte Vorsystemanbindung«, werden Möglichkeiten aufgeführt, die zeigen, wie die Qualität bereits im SAP-ERP-Quellsystem sichergestellt werden kann.
Die Akzeptanz dieser automatischen Datenanbindung beim fachlichen Anwender (siehe Abschnitt 2.2.2, »Automatisierung der Datenmeldung«) hängt ebenfalls wesentlich von der inhaltlichen...




