E-Book, Deutsch, 218 Seiten
Klinger Menschentiefen
5. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7575-4146-0
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Gedichte
E-Book, Deutsch, 218 Seiten
ISBN: 978-3-7575-4146-0
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Die in der Kindheit und Jugend erscheinenden Fragen führten zur Entwicklung eines Roten Fadens, der sich in der philosophischen Suche nach Sinn, Erkenntnis und Verstehen zeigte. Doch nicht nur Philosophie, auch Psychologie, Religion und die humanistischen Autoren der zahlreichen Jahrhunderte, seit der griechischen Antike, waren und sind eine Quelle der Beachtung und Inspiration. Das eigene Schreiben, zu Zwecken der Reflexion und Seelenhygiene, begann mit Mitte 20, Gedichte mit Mitte 40. - 'Die Freiheit ist ein hohes Gut, doch wir mäandern zumeist zu unserer Erfüllung und suchen den Roten Faden zu entwickeln. Manchmal verheddern wir, aber, wenn wir den Anfang und das Ende im Blick haben, können wir beides geordnet zusammen bringen.' - Wer die feinen Fragen beachtet, wird verstehen können.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Über die Liebe
Vertrauen, Mitgefühl, Kraft und Verstehen
mit ihrem Fehl und Verstand
1 Hoffnung
Ein Mensch einst keine Hoffnung hatte,
es nagte ihm sein Geist, als Ratte,
er suchte nicht mehr nach dem Glück
und wollte auch kein weiteres Stück.
Da kam ein anderer Mensch hinzu,
belebte seine innere Ruh’,
vertrieb den Trott der Tagesmühen,
ließ Buntes in dem Herzen blühen;
ein Lichtchen und ein Schimmer war
ihm plötzlich in der Seele da.
Es nährten nun die beiden dies,
Vertrauen, das ihr Herz bewies,
und nach und nach die Hoffnung kam,
der er sich wieder froh annahm.
2 Vertrauen
Ein Mensch zuweilen offen schaut,
wie klarer er der Welt vertraut,
ohn’ Vorurteil und auch gerecht
authentisch bleibt und vielmals echt.
Er wird gefordert von den Ecken,
die innig in der Neigung stecken,
von Kanten eines garstigen Wortes
der Welt misstrauischerem Ortes.
So sieht er sich gedrängt zuweilen
und will sich nicht damit beeilen,
zu viel zu sagen und zu meinen,
denn das Vertrauen kann auch scheinen.
Nun, schließlich froh ist hier zu sagen,
was manche Klugen auch erfragen:
Vertrauen braucht die Offenheit,
die mehr ist als Betroffenheit.
3 Opfer und Liebe
Ein Mensch, befragt, erzählt von Liebe:
im Tode sie uns noch auch bliebe,
wenn einer opfert sich und Leben,
dass der Familie er will geben,
im Sinne, dass in seltener Weise,
der Feind erfordert diese Preise,
erpresst im Kriege diesen Mann,
dass die Familie leben kann.
Der Mensch meint viel zu wissen nun,
für Liebe müsste Mann dies tun,
beachtend nicht, dass jener Feind,
vielleicht dies nicht recht ehrlich meint
und dann, mit ihm, auch Frau und Kind
dem Tode weiht, wohl ganz bestimmt.
Genauer ist nun zu verstehen:
Die Liebe will gemeinsam gehen,
sie will nicht auf ein Opfer zielen,
gesund, gemeinsam, lebend spielen. –
Nun aber, doch, es sei gerufen:
Die Liebe gibt es auch in Stufen.
So zeigte dieser Mensch die seine,
sprach aus Moral den Wert alleine,
hielt für die höchste, diese Liebe
und suchte auch, dass sie ihm bliebe.
4 Erfolg und Liebe
Ein Mensch geht heut’ Erfolgen nach,
sein Ehrgeiz liegt im Geist nicht brach,
er strebt, im Geiste, nach den Siegen,
die besser ihm erscheinen als Lieben.
So packt ihn auch die Gier zuweilen,
er will nicht an den Fragen feilen,
die eine Liebe uns zumuten
auf all den Wegen hin zum Guten.
Der Mensch gestaltet Leben leicht,
er meint, das viele Geld nur reicht
dem guten Leben froh, sublim,
im Wirken für ein gutes Team.
Die vielen Teams im Welttheater
auch wollen alle gelten aber.
Dem Mensch wird so der Kampf geboren,
das beste Handeln sich erkoren
und dann gemeint, die Liebe sei
im Boot des Lebens stets dabei.
Doch etwas noch sich hier anbietet,
was nirgends sich ganz einfach mietet:
Das Boot der Liebe sticht in See,
nimmt mit, zum Glück, den guten Klee,
der dann des Bootes Leck abdichtet,
damit Erfolg es nicht vernichtet.
5 Befolgen
Ein Mensch befolgt Gesetz und Regeln,
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