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Klinik | Endspurt Klinik: Gynäkologie, Geburtshilfe | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 160 Seiten

Reihe: Thieme

Klinik Endspurt Klinik: Gynäkologie, Geburtshilfe

Skript 13
4. vollständig überarbeitete Auflage 2024
ISBN: 978-3-13-244504-8
Verlag: Thieme
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Skript 13

E-Book, Deutsch, 160 Seiten

Reihe: Thieme

ISBN: 978-3-13-244504-8
Verlag: Thieme
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sicher durchs 2. Staatsexamen! In Endspurt Klinik sind alle prüfungsrelevanten Themen gut strukturiert und verständlich zusammengefasst, ohne überflüssiges Drumherum. So sparst du Zeit und kannst dich gezielt vorbereiten.

  • Vom IMPP seit Frühjahr 2012 geprüfte Inhalte sind im Text hervorgehoben.
  • In den IMPP-Fakten-Kästen werden alle Prüfungsthemen komprimiert dargestellt – die Anzahl der Ausrufezeichen zeigt an, wie häufig der Inhalt gefragt wurde
  • Lerntipps, Merke-Boxen, Praxistipps und weitere Hervorhebungen bieten dir Unterstützung beim Lernen.
  • Lerne im Zusammenhang: Leitsymptome, die spezifische Pharmakologie und auch spezielle Themen der klinischen Chemie, Chirurgie, Radiologie und Pathologie sind bei den jeweils passenden Fachgebieten/Organsystemen einsortiert.
  • Jedes Skript ist in überschaubare Lernpakete unterteilt, abgestimmt auf den Lernplan in via medici, wo du auch die passenden IMPP-Fragen kreuzen kannst. Unser Lernplan bringt dich in 100 Tagen zur 2. ÄP.

In der 4. Auflage wurden alle Inhalte auf den aktuellen Stand gebracht und neue Frageninhalte eingearbeitet.

Im ersten Teil enthält dieses Skript die komplette Gynäkologie einschließlich gutartiger und bösartiger Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane sowie die Themen Zyklus und Klimakterium. Der zweite Teil umfasst die Geburtshilfe und alles, was du über Physiologie und Pathologie der Schwangerschaft, der Geburt und des Wochenbetts für die Prüfung wissen musst. Außerdem findest du hier bei der Planung und während einer Schwangerschaft relevante Aspekte der Humangenetik.

Mehr Infos zu via medici, Aktualisierungen zu den Skripten und zahlreiche Prüfungstipps gibt’s unter thieme.de/endspurt-klinik.

Klinik Endspurt Klinik: Gynäkologie, Geburtshilfe jetzt bestellen!

Zielgruppe


Studenten


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1 Leitsymptome und Fehlbildungen


1.1 Unterbauchschmerzen


C. Scholz

Gynäkologische Ursachen von Unterbauchschmerzen: siehe ? Tab. 1.1 .

Tab. 1.1 Gynäkologische Ursachen von Unterbauchschmerzen

Ursache

Begleitsymptome und Befunde

Diagnostik

akute Unterbauchschmerzen

Adnexitis, z.B. bei Gonorrhö

Fieber, Erbrechen, druckschmerzhafte Adnexe, ziehender Schmerz, Fluor genitalis, Portioschiebeschmerz

gynäkologische Untersuchung, Labor (CRP?, Leukozytose), Sonografie (freie Flüssigkeit)

Extrauteringravidität

sekundäre Amenorrhö, Schmierblutung, Portioschiebeschmerz, positiver Schwangerschaftstest

ß-hCG, Sonografie

stielgedrehtes Ovar

plötzlicher Schmerz (nach Lagewechsel), druckdolenter Tumor im Unterbauch, Erbrechen, Peritonitis

Sonografie (Zyste), CT

Mittelschmerz

Eisprung, einseitiger Schmerz in der Mitte des Zyklus

Anamnese, Sonografie (wenig freie Flüssigkeit)

ovarielles Überstimulationssyndrom

Aszites, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Abwehrspannung, bei schwereren Formen: Dyspnoe, Hydrothorax

Anamnese (assistierte Reproduktion, Medikamente), Palpation, Sonografie

Zystenruptur

plötzlicher Schmerz

negativer Schwangerschaftstest, Anamnese (bekannte Zyste?), Sonografie (freie Flüssigkeit)

chronische Unterbauchschmerzen

Endometriose

Dysmenorrhö, Blutungsstörungen, Dyspareunie, evtl. unerfüllter Kinderwunsch

Laparoskopie

Adhäsionen

Adnexitis, Operationen in der Vergangenheit

Anamnese, Laparoskopie

Malignome

evtl. Blutungsauffälligkeiten, Fluor genitalis

Palpation, Kolposkopie, Sonografie, CT, Laparoskopie

psychosomatisch

häufig multiple Beschwerden

Ausschlussdiagnose

Unterbauchschmerzen in der Schwangerschaft: u.a. Uteruswachstumsschmerz, Extrauteringravidität, drohende Frühgeburt oder Abort, Erkrankungen der Plazenta, Amnioninfektion, Uterusruptur. Es müssen immer auch andere gynäkologische oder nicht gynäkologische Ursachen in Betracht gezogen werden. Dabei ist zu beachten, dass die Schmerzlokalisation sich durch die Verdrängung der Bauchorgane infolge des vergrößerten Uterus verändert. Die Appendix verlagert sich beispielsweise vom rechten Unterbauch nach oben in den rechten Mittel- bis Oberbauch.

1.1.1 Diagnostik


Anamneseerhebung:

  • Lokalisation des Schmerzes

  • zeitliche Abfolge

  • Schmerzcharakter

  • Faktoren, die den Schmerz beeinflussen

  • Fieber, Veränderungen des Stuhlgangs oder des Menstruationszyklus, Übelkeit, Brechreiz.

Die Auskultation des Abdomens kann Hinweise geben, darf aber nicht überbewertet werden. Auch bei normalen Darmgeräuschen können schwere Darmerkrankungen vorliegen.

Die Palpation des Abdomens sollte behutsam erfolgen, damit nicht eine reflektorische und damit nicht verwertbare Abwehrspannung provoziert wird.

Die rektale sowie gynäkologische Untersuchung sind obligat.

Im Labor werden Entzündungsparameter und Blutbild erhoben (BSG, CRP, Leukozyten, Erythrozyten), je nach Verdacht auch weitere Parameter (Leberwerte, Kreatinin, Elektrolyte, Lipase). Bei Frauen ist ein Schwangerschaftstest obligat. Der Urin wird auf Zeichen einer Harnwegsinfektion untersucht.

Es schließen sich bildgebende Verfahren, v.a. die Sonografie an. Eine Rektoskopie, Koloskopie oder auch Hysteroskopie kann notwendig werden. Die Laparoskopie ist zur Diagnose und teilweise auch operativen Therapie bei vielen gynäkologischen Erkrankungen, aber auch bei Appendizitis indiziert.

IMPP-Fakten

! Neben Unterbauchschmerzen sind Symptome der Adnexitis bei Gonorrhö: Fieber, Portioschiebeschmerz und Ausfluss, evtl. Dysurie. Ein anamnestischer Hinweis kann ungeschützter Geschlechtsverkehr sein.

! Bei der stielgedrehten Ovarialzyste kommt es zu plötzlichen Unterbauchschmerzen nach Lagewechsel. Im Unterbauch ist ein druckdolenter Tumor tastbar. Die Zyste ist sonografisch nachweisbar.

! Bei Endometriose können neben chronischen Unterbauchschmerzen auch Dysmenorrhö und Dyspareunie bestehen. Diagnostisch kommt die Laparaskopie zum Einsatz.

! Bei weiblichen Patienten mit Unterbauchschmerzen gehört zur Diagnostik eine ausführliche Anamnese, ein Ultraschall, Laborkontrollen und ein Schwangerschaftstest.

1.2 Fluor genitalis


C. Scholz

Definition:

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