Liebe Besucherinnen und Besucher,

aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ihr Team von Sack Fachmedien

Knip | Tibor (zweite Serie) 3: Verrat im Dschungel | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 14, 342 Seiten

Reihe: Tibor

Knip Tibor (zweite Serie) 3: Verrat im Dschungel


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-86305-312-3
Verlag: Verlag Peter Hopf
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 14, 342 Seiten

Reihe: Tibor

ISBN: 978-3-86305-312-3
Verlag: Verlag Peter Hopf
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Diese werkgetreue Umsetzung als Roman umfasst den Inhalt des dritten und vierten und zugleich letzten Abenteuers der zweiten Serie aus den Piccolo-Großband Comicheften 59-90 von Hansrudi Wäscher. Tibor ist gerade erst von seiner Expedition zu den Nandi-Bären zurückgekehrt, als ihn Major Bradstone bittet, dem jungen afrikanischen Staat zu helfen, der sich gegen Aufständische behaupten muss. Mitten im Urwald wurde ein Regierungsflugzeug mit belastendem Material abgeschossen, und Tibor muss die Maschine zusammen mit dem Piloten vor den Aufständischen erreichen, um die Dokumente zu bergen ... Nachdem er endlich in seinen Dschungel zurückkehren kann, wird er mit zwei skrupellosen Abenteurern konfrontiert, die den Häuptling der Kogonkas durch ihre Zaubertricks so sehr in ihren Bann ziehen, dass er sich über Tibors Anweisung hinwegsetzt und bereit ist, den Frieden im Dschungel zu brechen. Schlimmer noch: Tibor wird selbst durch Hypnose zu einer willfährigen Marionette der Abenteurer und wird von den Tieren des Dschungels verstoßen ...

Knip Tibor (zweite Serie) 3: Verrat im Dschungel jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


EINS


Tibor verfolgte, wie Professor Lambertin über die Savanne auf die Polizeistation zuschritt. Wie versprochen wachte er über die beiden Käfige, die vom Unterholz geschützt im Schatten der Bäume standen. Hinter den hölzernen Gitterstäben konnte er die beiden jungen Nandi-Bären beobachten, die die ungewohnte Umgebung aufmerksam betrachteten und immer wieder leise Laute ausstießen.

Nach den entbehrungsreichen Wochen auf der Suche nach den legendären Tieren war er froh, wieder in seinen Dschungel zurückzukehren. Er atmete befreit auf und nahm die vertrauten Geräusche und Eindrücke in sich auf.

Neben ihm hielt Kerak Wache und achtete darauf, dass sich kein vorwitziges Raubtier den Bärenjungen näherte. Am Keckern und Rascheln über ihm konnte er hören, wie Pip und Pop rastlos in den Ästen umherturnten.

Es verging eine gute halbe Stunde, bevor sich das Tor der Station öffnete und ein Lastwagen direkt auf seinen Standort zuhielt. Auf dem offenen Aufbau konnte er über ein halbes Dutzend bewaffneter Polizisten ausmachen. Tibor lächelte. Offenbar hatte der Professor mit gewohnter Vehemenz den Einsatz von ausreichend Männern gefordert.

Eine Staubwolke hinter sich herziehend, erreichte der Lastwagen die äußersten Ausläufer des Dschungels und kam mit quietschenden Bremsen zum Stehen. Sofort sprangen die Männer vom Heck.

Tibor konnte den Professor nicht unter ihnen ausmachen. Vielleicht hatte Major Bradstone ihn gebeten, sich nach den Strapazen der letzten Wochen in der Station auszuruhen. Dafür verfolgte er, wie der Major selbst aus dem Fahrerhaus stieg und die Männer mit knappen und präzisen Befehlen anleitete.

Es vergingen nur Minuten, bis die beiden Käfige im Heck des Lastwagens verstaut waren. Tibor nickte zufrieden und erhob sich. Als hätten sie nur auf dieses Zeichen gewartet, huschten Pip und Pop über die Äste und hüpften auf Keraks Schultern.

»Das wäre überstanden«, meinte Tibor zu seinen Freunden. »Lasst uns gehen. In ein paar Tagen sind wir wieder zu Hause!« Er griff nach einer Liane, als ihn ein Ruf in der Bewegung verharren ließ.

»Tibor! Tibooor! Sind Sie noch hier? Warten Sie!«

Das war unverkennbar Major Bradstones Stimme. Er runzelte die Stirn. Was wollte der Kommandant der Polizeistation von ihm? Kerak warf ihm einen Blick zu und grunzte unwillig.

»Tibor, hören Sie mich? Ich muss Sie sprechen. Es ist sehr wichtig!«, rief der Major ein weiteres Mal.

Tibor kannte den altgedienten Offizier schon seit Jahren und wusste, dass sich dieser nur dann mit solch einer Dringlichkeit an ihn wandte, wenn es wirklich wichtig war.

»Wartet hier«, sagte er zu seinen Freunden und griff nach einer weiteren Liane, mit der er sich zurückschwingen konnte.

»Oh je«, stieß Pop aus. »Ich fürchte, es wird noch eine Weile dauern, bis wir wieder in unserem Dschungel sind …«

Tibor lächelte. »Ich lasse mich nicht aufhalten, Freunde!«

Mit diesen Worten schwang er sich durch die Luft und erreichte die offene Lichtung, an der Major Bradstone auf ihn wartete. Der Offizier wirkte sichtlich erleichtert, als er ihn erblickte.

»Gott sei Dank! Ich fürchtete schon …«

»Ich wollte nicht unhöflich sein«, antwortete Tibor, noch bevor er auf dem Boden aufkam. »Sie wissen ja, dass ich mich in zivilisierter Umgebung nicht mehr sehr wohlfühle. Was gibt es, Major?«

Er ging auf den älteren Mann zu und reichte ihm die Hand.

»Sie glauben nicht, wie sehr ich mich freue, Sie erwischt zu haben!«, erwiderte Bradstone und schlug ein. »Seit Wochen versuche ich, mich über die Außenposten mit Ihnen in Verbindung zu setzen. Nur Sie können mir helfen!«

Tibor sah ihn erstaunt an.

Der Major legte ihm die Hand auf den Rücken und wies mit der anderen auf das Unterholz. »Kommen Sie. Wir gehen noch etwas tiefer in den Busch. Niemand darf etwas von diesem Gespräch erfahren.«

Tibor bedachte ihn mit einem nachdenklichen Blick. »Das hört sich ja sehr geheimnisvoll an.«

Bradstone sah sich um. »Wo sind Ihre Affen? Ich möchte, dass sie aufpassen.« Sein Blick ging suchend umher. »Damit wir nicht belauscht werden«, fügte er an.

Tibor konnte sich auf das Verhalten des Offiziers keinen Reim machen. Dennoch legte er eine Hand an den Mund.

»Kerak, Pip und Pop, kommt her!«

Nur wenige Augenblicke darauf landete der Gorilla mit den beiden Äffchen auf seinen Schultern auf der Lichtung. Tibor bat sie, sich zu verbergen und die Umgebung im Auge zu behalten, dann nahm er zusammen mit dem Major im Schutz von mehreren dicht beieinander stehenden Bäumen auf einer Wurzel Platz.

»Jetzt dürfen Sie unbesorgt sprechen«, richtete er sich an den Offizier. »Niemand kann sich unbemerkt nähern.«

Bradstone warf einen schnellen Blick über seine Schulter, bevor er nickte. »Gut«, antwortete er und atmete tief durch.

*

Kerak streifte durchs Gebüsch. Seine Augen sahen sich aufmerksam um, und seine Nase witterte nach jedem unbekannten Geruch. Pip und Pop turnten über ihm durch die Bäume und konnten auf diese Weise einen größeren Bereich im Blick behalten. Sollten sie etwas Verdächtiges wahrnehmen, würden sie ihn umgehend warnen.

Kerak schob den Unterkiefer vor. Immer, wenn dieser alte Zweibeiner etwas von Tibor wollte, dann lag Gefahr in der Luft. Wären sie doch nur schneller verschwunden …

Er hing dem Gedanken noch nach, als er nur wenige Meter vor sich eine Bewegung im hohen Gras gewahrte. Es war keine Raubkatze, dessen war er sich sofort bewusst. Wer immer dort durchs Gras schlich, verursachte durch seine Bewegungen viel zu viel Aufmerksamkeit. Und nur einen Augenblick später sah er einen Zweibeiner, der ganz ähnlich gekleidet war wie der, mit dem Tibor sprach.

Er schnaubte.

Na warte, Freundchen …

Der Zweibeiner kroch auf allen vieren durch das Unterholz. Dabei achtete er darauf, so wenige Geräusche wie möglich zu machen. Kerak musste selbst aufpassen, dass er keinen Zweig unter seinen Pfoten zertrat, um sich nicht zu verraten. Schritt für Schritt kam er im Rücken des Zweibeiners näher.

Der Gorilla verfolgte, wie der Zweibeiner auf die Stimmen von Tibor und dem anderen Zweibeiner zuhielt, die verhalten zu ihm durchdrangen.

Er beschloss zu handeln. Mit einem Satz sprang er durch die Luft, stieß ein dumpfes Grollen aus und riss eine Pranke hoch. Er packte den Kopf des Zweibeiners und drückte ihn fest in das Erdreich.

Der Zweibeiner schrie unterdrückt auf. Kerak packte ihn am Kragen seines Hemdes und hob ihn mühelos an. Kreischend zappelte der Zweibeiner in der Umklammerung. Aus seinen Fingern löste sich ein Revolver, der mit einem dumpfen Geräusch auf dem Erdboden landete.

*

Tibor erkannte das Grollen auf Anhieb. Dann hörte er den Schrei. Auch der Major fuhr herum.

»Kerak hat jemanden erwischt!«, stieß der Sohn des Dschungels aus und sprang auf. »Schnell!«, rief er Bradstone zu. »Am Wagen hat man die Hilferufe sicher auch gehört. Ich möchte nicht …«

Er ließ den Satz unvollendet und hastete durch das Dickicht. Und seine Befürchtungen bewahrheiteten sich. In dem Augenblick, in dem er die Stelle erreichte, an der Kerak einen Mann in Polizeiuniform fest in seiner Umklammerung hielt, brachen auf der anderen Seite der Lichtung zwei Männer durch das Unterholz.

»Schießt, schießt!«, kreischte der Mann in Keraks Griff. »Das Untier bringt mich um!«

Die beiden Männer, die unverkennbar auch der Dschungelpolizei angehörten, zögerten keine Sekunde und nahmen ihre Repetiergewehre in Anschlag. Sie zielten direkt auf den Gorilla.

»Halt!«, rief Tibor ihnen zu und winkte mit einer Hand.

Die Polizisten zögerten einen Augenblick, und Tibor hatte nicht vor, die Zeit ungenutzt verstreichen zu lassen. »Hierher, Kerak!«, forderte er seinen Freund mit eindringlicher Stimme auf. »Und lass den Zweibeiner los!«

Major Bradstone erreichte die Lichtung und stellte sich zwischen den Gorilla und die beiden Polizisten. Er musste nach dem anstrengenden Spurt nach Atem ringen.

»Sie können mit den übrigen Männern in die Station zurückkehren«, erklärte er zwischen zwei Atemzügen. »Es ist alles in Ordnung!«

Die Blicke der Polizisten gingen zwischen ihrem Vorgesetzten und dem Gorilla, der den Mann losließ, hin und her.

»Aber …«, setzte einer von ihnen zu einer Erwiderung an.

Bradstone winkte ab. »Gehen Sie«, ordnete er an. »Ich komme später nach.«

Die beiden Männer waren sichtlich verblüfft, doch sie folgten der Anordnung und gingen zum Lastwagen zurück. Der Mann, den Kerak ertappt hatte, hob seinen Revolver vom Boden auf und wollte sich ihnen anschließen.

»Halt! Sie nicht, Sergeant Byrne!«, rief der Major.

»Ich … ich verstehe nicht …«, stammelte der Angesprochene und fuchtelte mit den Armen herum. »Ich muss ins Lazarett. Der Schock …«

Bradstone stemmte die Hände in die Hüften. »Halten Sie die Luft an, Mann!«, fuhr er ihn an. »Warum spionieren Sie hinter mir her?«

Sergeant Byrne nahm unwillkürlich Haltung an und schluckte. »Ich hatte nicht spioniert, Sir. Ich protestiere! Ich bin Ihnen gefolgt, weil ich in Sorge um Sie war! Plötzlich sprang mich dieses Untier an …« Er wies anklagend auf Kerak.

Der Major musterte ihn mit einem strengen Blick.

»Gehen Sie, Sergeant!«, forderte er ihn schließlich auf und sah dem Unteroffizier nach, bis er zwischen den Farnbüscheln verschwunden war.

»Ich würde viel darum geben, wenn ich erfahren könnte, ob Sergeant Byrne die Wahrheit gesagt hat«, richtete er sich an Tibor und seufzte.

»Das lässt sich...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.