Knoll / Schilliger / Schwager | Wisch und weg! | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 192 Seiten, Gewicht: 325 g

Knoll / Schilliger / Schwager Wisch und weg!

Sans-Papiers-Hausarbeiterinnen zwischen Prekarität und Selbstbestimmung
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-03777-718-3
Verlag: Seismo Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Sans-Papiers-Hausarbeiterinnen zwischen Prekarität und Selbstbestimmung

E-Book, Deutsch, 192 Seiten, Gewicht: 325 g

ISBN: 978-3-03777-718-3
Verlag: Seismo Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Mit Hoffnungen und Wünschen verlassen sie ihr Herkunftsland, um sich die Grundlage für eine bessere Zukunft zu schaffen. Hier erwartet sie ein Alltag, der geprägt ist vom irregulären Aufenthalt, von Prekarität in allen Arbeits- und Lebensbereichen wie auch von der Notwendigkeit, das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Die Rede ist von den rund 8’000 Sans-Papiers, die im Kanton Zürich in schätzungsweise jedem 17. Privathaushalt meist stundenweise als Hausarbeiterinnen beschäftigt werden. Mit Reinigungsarbeiten halten sie Wohnungen in Schuss und tragen durch Betagtenpflege und Kinderbetreuung einen beträchtlichen Teil zur gesellschaftlichen Reproduktionsarbeit bei. Sie leben marginalisiert, aber dennoch inmitten der Gesellschaft. Ihre Angst, verhaftet und ins Herkunftsland zurückgeschickt zu werden, ist omnipräsent. Dieses Buch bietet einen Einblick in ihren Alltag und lässt Frauen zu Wort kommen, die sonst meist ungehört bleiben. Dabei werden vielfältige Strategien des Widerstands und des Umgangs mit Prekarität sichtbar. Schliesslich möchte das Buch politische Perspektiven zu irregulärer Migration und Care- Arbeit in Privathaushalten formulieren.

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Weitere Infos & Material


1;Umschlag;1
2;Inhalt;6
3;Dank;12
4;Vorwort;14
5;1 Einleitung;16
5.1;1.1 Aufbruch ins Ungewisse – Ankunft im Privathaushalt;16
5.2;1.2 Arbeit in der Schattenwirtschaft;18
5.3;1.3 Empirische Befunde zu Sans-Papiers und irregulären Hausarbeiterinnen in der Schweiz;19
5.4;1.4 Ausgangslage, Forschungsinteresse und theoretische Perspektiven der Studie;24
6;2 Methodik: Zugang zum Untersuchungsfeld und Vorgehensweise;28
6.1;2.1Zugang zum Feld;28
6.2;2.2Instrumente der Erhebung;29
6.3;2.3Begrifflichkeiten;32
7;3 Triebkräfte der Migration;35
7.1;3.1Migration als eigensinnige Praxis;35
7.2;3.2Einreise: Netzwerke und transnationale Brücken;39
7.3;3.3 Weltmarkt fu?r weibliche Arbeitskräfte;42
8;4 Die Produktion irregulärer Migration: Wer wird wie zum Sans-Papiers?;45
8.1;4.1 Europäisches Grenzregime – Festung mit DienstbotInneneingängen;45
8.2;4.2 Schweizer Migrationspolitik und -praxis: Die Schaffung prekärer Arbeitskräfte;47
8.3;4.3 Dynamik der Irregularisierung;49
9;5 Lohnarbeit von Sans-Papiers im Privathaushalt: Dimensionen und Hintergründe;54
9.1;5.1Umfang der bezahlten Hausarbeit durch Sans-Papiers im Kanton Zürich (KOF-Studie);54
9.2;5.2Versorgungslücke im Haushalt – und wer sie füllt;55
9.3;5.3 Suche nach Arbeit – Vermittlung und Rekrutierung;60
10;6 Arbeitssituation;64
10.1;6.1Fragmentierte Arbeit – zwischen Zeitsouveränität und Flexibilitätszumutung;66
10.2;6.2Arbeit in der Prekarität;69
10.3;6.3Arbeit in der Intimität des Privaten;82
10.4;6.4Widerstandsstrategien: Informelle Lohnabsprachen und Wechseln der ArbeitgeberInnen;94
11;7 Angst als ständige Begleiterin;99
11.1;7.1Bedrohung durch Verhaftung und Ausschaffung;99
11.2;7.2Dasein als Delikt: Kriminalisierung und Ausschaffungspraxis;102
12;8 Bedrohte Gesundheit, bedrohliche Krankheit;105
12.1;8.1Gesundheitliche Probleme;105
12.2;8.2(Zu) Teures Recht auf Gesundheit;107
13;9 Zeit und Raum für sich;112
13.1;9.1Wenig Raum und Privatsphäre;112
13.2;9.2Soziale Netze und Freizeit;114
14;10 Transnationale Lebenspraxis und Lebensplanung;120
14.1;10.1Ökonomische und familiäre Brücken zwischenhier und dort;120
14.2;10.2Hierbleiben, zurückkehren? Transnationale Zukunftsperspektiven;123
15;11 Zwischen Autonomie und Unterwerfung: Versuch einer Typologie;131
15.1;11.1Die Widerständige;131
15.2;11.2Die Dienstleisterin;138
15.3;11.3Die transnationale Mutter;142
15.4;11.4Die Fügsame;148
16;12 Fazit: Der Privathaushalt als Mikro-;153
17;13 Politische Perspektiven;162
17.1;13.1Organisierung der vermeintlich Unorganisierbaren;162
17.2;13.2Schritte in die Zukunft;166
18;14 Literaturverzeichnis;170
19;Anhang;178
20;Übersicht interviewte Sans-Papiers-Hausarbeiterinnen;180
21;Quantitative Bedeutung der “Sans-Papiers” für die externe Hausarbeit in Privathaushalten im Kanton Zürich;182


Alex Knoll (1979) studierte Soziologie, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Zürich und arbeitet seit 2010 als Diplomassistent und Doktorand am Departement Erziehungswissenschaften der Universität Fribourg. Sarah Schilliger (1979) studierte Politik, Soziologie und Philosophie an der Universität Zürich und arbeitet seit 2006 als wissenschaftliche Assistentin und Lehrbeauftragte am Institut für Soziologie an der Universität Basel. Bea Schwager (1961) hat die Sans-Papiers-Anlaufstelle Zürich SPAZ aufgebaut und leitet diese seit 2005. Daneben ist sie Ko-Präsidentin des Vereins für die Rechte illegalisierter Kinder, welche die gesamtschweizerische Kampagne 'Kein Kind ist illegal' durchgeführt hat. Zuvor hat sie während mehr als 10 Jahren als Geschäftsleiterin und Projektkoordinatorin in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet.



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