E-Book, Deutsch, 498 Seiten
Reihe: SAP Press
Koch / Krancz Apps entwickeln mit SAP Build Apps
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-8362-9141-5
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Das Praxishandbuch
E-Book, Deutsch, 498 Seiten
Reihe: SAP Press
ISBN: 978-3-8362-9141-5
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Apps bauen kann ganz leicht sein – das verspricht SAP mit der neuen No-Code-Plattform SAP AppGyver. Mit diesem Praxishandbuch steigen Sie ohne Vorkenntnisse in die App-Entwicklung ein und lernen Schritt für Schritt , wie Sie Anwendungen erstellen, die Ihre Kolleginnen und Kollegen begeistern. Im Handumdrehen werden Sie betriebswirtschaftliche Apps für Ihre Abteilung aufbauen, gestalten, mit Daten versorgen und veröffentlichen.
Aus dem Inhalt:
- No-Code und Low-Code
- Entwicklungsumgebung Composer Pro
- AppGyver-Plattform
- Datenhaltung
- Benutzeroberfläche gestalten
- Controls
- REST und OData
- Mobile Apps und Web-Apps
- Beispielapps für häufige Anforderungen
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Vorwort des Autorenteams ... 17
Einleitung ... 19
1. Employee Central -- Überblick und Implementierung ... 25
1.1 ... Employee Central auf einen Blick ... 26
1.2 ... Employee Central in die Systemlandschaft einbinden ... 34
1.3 ... Implementierung vorbereiten ... 37
2. Grundlagen der Arbeit in Employee Central ... 51
2.1 ... Mitarbeiterstatus ... 51
2.2 ... Ereignisse und Ereignisgründe ... 54
2.3 ... Workflows nutzen ... 66
2.4 ... Geschäftsregeln ... 101
3. Grundlagenobjekte ... 115
3.1 ... Was sind Grundlagenobjekte? ... 115
3.2 ... Kategorien von Grundlagenobjekten ... 117
3.3 ... Verknüpfungen und Vererbung bei Grundlagenobjekten ... 123
3.4 ... Grundlagenobjekte konfigurieren ... 125
3.5 ... Daten für Grundlagenobjekte erstellen ... 134
4. Planstellenmanagement ... 141
4.1 ... Mit Planstellen arbeiten ... 142
4.2 ... Planstellenmanagement einrichten ... 155
4.3 ... Planstellenmanagement im Zusammenspiel mit weiteren SAP-SuccessFactors-Modulen ... 164
4.4 ... Übersicht über die Firmenstruktur ... 166
5. Mitarbeiterdaten ... 171
5.1 ... Zeitscheiben und Historie nutzen ... 172
5.2 ... Ansichten auf Mitarbeiterdaten ... 174
5.3 ... Self-Services für Mitarbeitende und Vorgesetzte ... 198
5.4 ... Transaktionen zur Pflege des Mitarbeiterlebenszyklus ... 203
5.5 ... Konfiguration ... 209
6. Zusatzleistungen ... 213
6.1 ... Globale Zusatzleistungen ... 213
6.2 ... Grundlagen der Konfiguration ... 214
6.3 ... Globale Zusatzleistungen in ESS ... 218
6.4 ... Länderspezifische Zusatzleistungen ... 222
6.5 ... US-spezifische Zusatzleistungen ... 224
7. Zeitmanagement ... 227
7.1 ... Übersicht über das Zeitmanagement ... 227
7.2 ... Abwesenheit ... 238
7.3 ... Arbeitszeiterfassungsbogen ... 259
7.4 ... Employee Central Time Tracking ... 261
8. Weitere Beschäftigungsarten abbilden ... 271
8.1 ... Grundlegende Konzepte ... 272
8.2 ... Auslandseinsatz ... 272
8.3 ... Mehrfachbeschäftigung ... 285
8.4 ... Auswirkungen von mehreren Beschäftigungsverhältnissen auf andere Module und Prozesse ... 290
8.5 ... Kontingentarbeitende ... 296
9. Dokumentgenerierung ... 301
9.1 ... Dokumentgenerierungsvorlage erstellen ... 302
9.2 ... E-Mail-Einstellungen für eine Dokumentgenerierungsvorlage erstellen ... 305
9.3 ... Inhalte von Feldern in der Dokumentvorlage zuordnen ... 306
9.4 ... Ein Dokument generieren ... 309
10. Reporting ... 317
10.1 ... Bericht-Center ... 318
10.2 ... Überblick verfügbarer Reporttypen im Bericht-Center ... 319
11. Rollenbasierte Berechtigungen ... 355
11.1 ... Einführung in rollenbasierte Berechtigungen ... 356
11.2 ... Berechtigungsgruppen verwalten ... 362
11.3 ... Berechtigungsrollen verwalten ... 366
11.4 ... Berechtigungspflege für MDF-Objekte ... 374
11.5 ... Berechtigungen im Kontext von Employee Central ... 376
11.6 ... Best Practice: Einfachheit, Klarheit und Skalierbarkeit ... 382
12. Erweiterbarkeit ... 387
12.1 ... Metadata Framework ... 388
12.2 ... MDF-Erweiterungen ... 391
12.3 ... Eine Erweiterung erstellen ... 394
12.4 ... Daten mit einer Standarderweiterung pflegen ... 418
12.5 ... Erweiterung einer Standard-MDF-Erweiterung ... 420
12.6 ... SAP Business Technology Platform ... 422
13. Daten und Schnittstellen für Employee Central ... 427
13.1 ... Vorüberlegungen zu Datenimporten für die Migration ... 428
13.2 ... Daten importieren ... 432
13.3 ... Daten exportieren ... 465
13.4 ... Berechtigungen für Importe und Exporte pflegen ... 472
13.5 ... Daten aus SAP ERP Human Capital Management migrieren ... 476
14. Employee Central mit anderen SAP-SuccessFactors-Modulen integrieren ... 477
14.1 ... Benutzerdatendatei ... 479
14.2 ... SAP SuccessFactors Recruiting ... 481
14.3 ... SAP SuccessFactors Onboarding ... 484
14.4 ... SAP SuccessFactors Succession ... 485
14.5 ... SAP-SuccessFactors-Stellenprofile ... 485
14.6 ... SAP SuccessFactors Learning ... 487
14.7 ... SAP SuccessFactors Compensation/Variable Pay ... 487
14.8 ... SAP SuccessFactors Workforce Analytics ... 489
14.9 ... SAP SuccessFactors Employee Central Payroll ... 490
15. Employee Central Payroll ... 493
15.1 ... Vorabüberlegungen zur Einbindung von Employee Central Payroll ... 494
15.2 ... Daten aus Employee Central zur Nutzung in Employee Central Payroll ... 504
15.3 ... Kerndaten von Employee Central Payroll ... 518
15.4 ... Abrechnungsaufgaben in Employee Central zur Pflege von Daten in Employee Central Payroll verwenden ... 533
15.5 ... Gehaltsabrechnung über das Payroll Control Center verwalten ... 537
15.6 ... Besonderheiten beim Einsatz von Employee Central Payroll ... 550
16. Tipps für den Betrieb und Ausblick ... 557
16.1 ... Tipps für den Betrieb ... 557
16.2 ... Aktueller Einsatz und Ausblick ... 562
Das Autorenteam ... 567
Index ... 569
1 Überblick
Das Versprechen von No-Code-Plattformen ist, dass sie die Softwareentwicklung genauso einfach machen wie die Verwendung von Microsoft Word oder PowerPoint. In diesem Kapitel zeigen wir Ihnen, inwiefern dieses Versprechen eingehalten wird, und stellen Ihnen die Low- bzw. No-Code-Optionen von SAP vor.
Den Hype um Low-Code- und No-Code-Plattformen hat in der IT-Branche jeder mitbekommen, ob Managerin, Entwickler, Projektleiterin oder Endanwender. Das Versprechen von No-Code-Plattformen ist es, die Entwicklung von Software derart zu vereinfachen, dass die durchschnittlichen Geschäftsanwender*innen als Citizen Developer Projekte selbst umsetzen können. Der Clou dabei ist, dass kein Ingenieur- oder Entwicklerteam benötigt wird und die Entwicklung damit ohne zusätzliche Kosten realisiert werden kann. Im Gegensatz zu No-Code-Plattformen erfordern Low-Code-Plattformen immer noch Programmierkenntnisse, versprechen aber eine Beschleunigung der Softwareentwicklung, indem sie Entwickler*innen die Arbeit mit vorgefertigten Codekomponenten ermöglichen. Auf die Unterschiede zwischen Low Code und No Code wird in Abschnitt 1.1, »Was bedeutet Low Code/No Code?«, eingegangen. Damit Sie eine fundierte Entscheidungsgrundlage für einen No-Code- oder Low-Code-Ansatz haben, bringen wir Ihnen in Abschnitt 1.2, »Welche Vorteile bringt Low Code/No Code im SAP-Umfeld?«, die Vorteile von Low Code und No Code sowie die Einsatzszenarien im SAP-Umfeld näher. In Abschnitt 1.3, »Was ist SAP Build Apps?«, erfahren Sie, worum es sich bei SAP Build Apps handelt. In Abschnitt 1.4, »Was ist SAP Build?«, geben wir Ihnen dann einen Überblick über das Portfolio von SAP Build, zu dem SAP Build Apps mittlerweile gehört. Auch wenn das Buch den Titel »Apps entwickeln mit SAP Build Apps« trägt, möchten wir Ihnen in Abschnitt 1.5, »Was ist SAP Fiori?«, mit SAP Fiori Elements dennoch eine Low-Code-Alternative aus dem Hause SAP nicht vorenthalten. Diese ist vor allem dann sinnvoll, wenn Ihre Anforderungen zu komplex für den No-Code-Ansatz sind.
1.1 Was bedeutet Low Code/No Code?
Die Low-Code-/No-Code-Landschaft ist sehr komplex und umfasst zahlreiche Lösungen sowie verschiedene Plattformen und auch segmentierte Teilbereiche. Low-Code-/No-Code-Plattformen haben zahlreiche Vorteile, bringen aber auch einige Herausforderungen mit sich. Auf beides gehen wir in diesem Abschnitt ausführlich ein. Viele Verfahren entstehen gerade erst und sind teilweise noch unausgereift. Dies ist ein entscheidender Nachteil, der oft als Argument gegen diesen Ansatz verwendet wird. Bei der traditionellen Programmierung gibt es einen enormen Erfahrungsschatz und dokumentierte Best Practices. In vielerlei Hinsicht steckt Low Code/No Code hingegen noch in den Kinderschuhen. Mit diesem Buch möchten wir Ihnen zeigen, wie weit die No-Code-Entwicklung im SAP-Umfeld bereits gediehen ist und wie Sie damit auch scheinbar komplexe Anforderungen vergleichsweise einfach umsetzen können.
Im Zusammenhang mit Low-Code-/No-Code-Anwendungen prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Gartner, dass die Erstellung von Low-Code-Anwendungen bis zum Jahr 2024 mehr als 65 % aller App-Entwicklungsfunktionen ausmachen wird, wobei etwa 66 % der großen Unternehmen mindestens vier Low-Code-Plattformen verwenden werden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter https://www.gartner.com/en/documents/3956079
Die Bedeutung der No-Code- und Low-Code-Plattformen hat in kürzester Zeit signifikant zugenommen. Die Gartner-Prognosen zeigen, dass es sich kein Softwarehersteller auf Dauer leisten kann, Low Code und No Code außer Acht zu lassen. Diese Entwicklungen scheinen der heilige Gral der IT-Branche zu sein und erfreuen sich sowohl beim Management als auch in den Fachabteilungen immer größerer Beliebtheit. Doch was ist der Grund dafür? Während knappe IT-Ressourcen nach einfacheren Wegen der Anwendungsentwicklung rufen, steigen die Digitalisierungsanforderungen in den Fachabteilungen stetig an. Zudem verlangt es die wirtschaftliche Dynamik in den Märkten von Unternehmen, schnell Prozesse und Lösungen zu entwickeln, um die Time-to-Market, also die Zeit, die Sie benötigen, um eine Anwendung von der Idee bis zum Produktivstart zu bringen, nicht zu verpassen und die Kunden weiterhin zu binden.
An dieser Stelle möchten wir Ihnen zwei Personas, also zwei typische Benutzerprofile in der Softwareentwicklung vorstellen:
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Professionelle Entwicklerinnen und Entwickler
Professionelle Entwickler*innen sind Personen, die über die Fähigkeit und das Fachwissen verfügen, Software für kommerzielle Zwecke zu erstellen, zu warten und zu aktualisieren. Dies geschieht durch das Schreiben von Codezeilen. Sie sind oft darin bestrebt, ihre Produktivität durch Low-Code-Entwicklungstools zu steigern. -
Citizen Developer
Citizen Developer sind Personen, die mithilfe von Entwicklungs- und Laufzeitumgebungen neue Geschäftsanwendungen erstellen. Der Einsatz der Entwicklungs- und Laufzeitumgebungen muss von der IT-Abteilung des Unternehmens genehmigt und entsprechend lizenziert werden. Die entwickelte Software wird entweder vom Citizen Developer selbst oder auch von anderen Usern verwendet. Citizen Developer nutzen hauptsächlich visuelle Entwicklungswerkzeuge, die im Bedarfsfall durch gelegentliches Scripting oder durch Codeschnipsel ergänzt werden.
Falls Sie sich fragen, was genau der Unterschied zwischen Low Code und No Code ist, sind Sie nicht allein. Um ehrlich zu sein, haben uns die Begriffe anfangs sehr verwirrt. Doch wir bringen an dieser Stelle Licht ins Dunkel. Auch die Gartner-Analysten Jason Wong, Paul Vincent und Akash Jain haben sich diese Frage gestellt und sind zu dem folgenden Ergebnis gekommen (Quelle: Wong, Jason (2021): https://appian.com/resources/resource-center/analyst-reports/gartner-quick-answer-low-code-vs-no-code-dev-tools.html, [zuletzt abgerufen am 22.11.2022]):
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No Code ist ein Marketingbegriff, der Werkzeuge für nicht professionelle Entwickler*innen impliziert.
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Low-Code-Werkzeuge unterstützen häufig Scripting-Funktionen, die über einen reinen No-Code-Ansatz hinausgehen.
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Werkzeuge mit der gleichzeitigen Bezeichnung Low Code und No Code sind häufig nur im Ansatz Low-Code-Werkzeuge.
No Code bedeutet zwar, dass keine Programmiersprache verwendet wird, trotzdem aber ein gewisses Maß an technischem Fachwissen bei der Anwenderin oder dem Anwender erforderlich ist. Aus Marketingsicht werden mit No-Code-Werkzeugen in der Regel die bereits erwähnten Citizen Developer und Nicht-Entwickler*innen adressiert und explizit keine professionellen Entwickler*innen. Psychologisch betrachtet lässt der Begriff No Code diese Werkzeuge so für Nicht-Entwickler*innen zugänglicher erscheinen. Da diese Werkzeuge den Ansatz verfolgen, ohne Programmierung auszukommen, sind die Anpassungsmöglichkeiten jedoch begrenzt. Nicht alles, was mit klassischer Programmierung erzielt werden kann, ist auch mit No Code möglich.
Wie bereits erwähnt, gibt es eine Vielzahl von guten Gründen, sich genauer mit den Low-Code-/No-Code-Entwicklungen zu beschäftigen. Einige Vorteile sind:
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Höhere Produktivität
Bei einer gleichen Anzahl von Mitarbeitenden wird effizienter gearbeitet als ohne Verwendung des No-Code-/Low-Code-Ansatzes. Denn mit der No-Code- und Low-Code-Automatisierung können Unternehmen wichtigere Aufgaben priorisieren, anstatt sich mit sich wiederholenden Tätigkeiten aufzuhalten, wodurch die Produktivität deutlich erhöht wird. -
Geringere IT-Komplexität
Gerade für Mitarbeitende, die zwar über fundierte Fachkenntnisse verfügen, aber keinen Bezug zur Programmierung haben, sind No Code und Low Code von großem Vorteil. Über grafische Benutzeroberflächen und standardisierte Bausteine erstellen sie Anwendungen ohne jegliche Programmierkenntnisse. -
Erhöhte Flexibilität
Sie möchten schnell individuelle Änderungen an Prozessen vornehmen? Das ist kein Problem mit No Code und Low Code! Der Markt ist ständig im Wandel. Nur wer flexibel reagieren und sich gut anpassen kann, ist stets im Vorteil. -
Minimaler Einsatz von Ressourcen
Da No-Code- und Low-Code-Technologien keine langen bzw. überhaupt keine Codezeilen erfordern, können Prozesse in sehr kurzer Zeit automatisiert werden. Dies hat weniger Zeitaufwand für die Mitarbeitenden zur Folge. Zusätzlich wird dadurch die Motivation der Mitarbeitenden gefördert. -
Wirksame Governance
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Viele Unternehmen müssen sich regelmäßig mit wechselnden Vorschriften auseinandersetzen. No-Code- und Low-Code-Plattformen helfen dabei, alle Vorschriften einzuhalten. Damit bleiben Sie auch in Zeiten großer Veränderungen risikosicher.




