E-Book, Deutsch, 70 Seiten
Reihe: Classics To Go
Koch Ri-Ra-Rutsch Alte und Neue Kinderreime
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-98826-279-0
Verlag: OTB eBook publishing
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 70 Seiten
Reihe: Classics To Go
ISBN: 978-3-98826-279-0
Verlag: OTB eBook publishing
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Ri-ra-rutsch ist ein weitverbreiteter Kinderreim, der seit dem 19. Jahrhundert überliefert ist. Der Vers ?Ri ra rutsch, wir fahren in der Kutsch?? ist spätestens seit 1831 in gedruckter Form nachgewiesen. Das Zitat erschien damals ohne weiteren Kontext, sein Ursprung wurde als berlinisch angegeben. Der Vers findet sich seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in verschiedenen Kinderreimen mit unterschiedlichen inhaltlichen Zusammenhängen. In Kinderreigen bzw. bewegten Singspielen stellen sich die Kinder paarweise nebeneinander auf, fassen sich über Kreuz an den Händen und gehen miteinander im Kreis. Der Vers ?Ri ra rutsch, wir fahren in der Kutsch?? markiert die Stelle, wobei sie im letzten Vers kehrt machen. In anderen Singspielvarianten erfolgt beim Wort ?Kutsch? ein Richtungswechsel, und bei ?Rutsch? eine erneute Drehung.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Kind und Mutter.
Mein Kindlein ist nicht feil.
Seht mir mal mein Kindchen an Mit den blonden Zottellöckchen, Blaue Aeuglein, rote Bäckchen. Leutchen, habt ihr auch so eins? Leutchen, nein so habt ihr keins! Kam einmal ein reicher Mann, „Hunderttausend blanke Taler, Alles Gut der Erde zahl er —“ „Nein, er kriegt gewiß nicht meins, Kauf er sich wo anders eins!“ Claudius. Das Brüderchen.
Das Hänschen klein, das Hänschen klein, Ist ein gar herzig Brüderlein! Vier Zähnchen hat’s, wie Mandelkern, Und Aeuglein, heller als ein Stern; Schön kirschrot ist der kleine Mund, Das ganze Kerlchen kugelrund. Es spricht in sieben Sprachen Und weiß doch nichts zu sagen. Es strampelt schon nach Noten, Kutschiert flott auf dem Boden. Kommt jemand mal gelaufen, Will unser Hänschen kaufen, Verspricht uns einen Sack voll Geld Und schenkt uns auch die halbe Welt, Dann lachen wir ihm ins Gesicht: „Das Bubi? Nein — das kriegst du nicht.“ L. Sommer. Hemdenmatz.
Da sitzt ein kleiner Hampelmann, Der hat zerrissne Hosen an, ei, ei! Und schlüpft der Hansel um das Haus, Schlupf! Schwenkt ein winzig, weißes Hemdenzipfelchen heraus — etsch! Und alle Piepvögelein schrein: „Hansel, steck’s nein, steck’s nein!“ Aber der Lump, der Spatz schreit: „Hemdenmatz, Hemdenmatz!“ Ad. Holst.
Die ersten Hosen.
Hans hat Hosen an, Und die sind bunt, und ein Mützchen auf, und das ist rund. Kunterbunte Höschen, Frack mit roten Schößchen! Hans hat Hosen an, Und die sind bunt. Storch, Storch, bester, Bring mir ’ne kleine Schwester, Storch, Storch, guter, Bring mir ’nen kleinen Bruder. Anna Kathrein.
Unsre Anna Kathrein, ist noch so klein, Die humpelt und pumpelt auf allen vier Bein. Aber wird sie erst groß, heida! dann gehts los, Dann singt sie und springt sie, das wird mal famos. Du, Anna Kathrein, stecks Lutscherchen rein! Sonst kommt der Wauwau und beißt dich ins Bein. Ad. Holst.
Unsre lieben Hühnerchen.
Unsre lieben Hühnerchen Verloren ihren Hahn, Hatten ihm zu leide Doch wirklich nichts getan. Wie trauerten die Hühnerchen, Daß sie ihn nirgends sahn, Den lieben guten Hahn! Unsre lieben Hühnerchen, Die fanden ihren Hahn, Wie er ging spazieren Auf einem grünen Plan. Wie freuten sich die Hühnerchen Daß sie ihn wieder sahn, Den lieben, guten Hahn! Unsre lieben Hühnerchen, Die führten ihren Hahn Voller Freud’ und Jubel Hoch auf den Hausaltan. Wie war’n entzückt die Hühnerchen, Als da zu krähn begann, Der liebe Hahnemann. Hoffmann von Fallersleben.
Ri-Ra-Rutsch.
Ri Ra Rutsch, Wir fahren mit der Kutsch’, Wir fahren mit der Extrapost, Wo es nur drei Kreuzer kost’t. Ri Ra Rutsch, Wir fahren mit der Kutsch’. Volks- und Kinderreime. Ball der Tiere.
Mich dünkt, wir geben einen Ball, Sprach die Nachtigall. So? Sprach der Floh. Was werden wir essen? Sprachen die Wespen. Nudeln! Sprachen die Pudeln. Was werden wir trinken? Sprachen die Finken. Bier! Sprach der Stier. Nein, Wein! Sprach das Schwein. Wo werden wir denn tanzen? Sprachen die Wanzen. Im Haus! Sprach die Maus.
Das Wunderschloß.
Ich wünsch’ mir was. „Was ist denn das?“ Das ist ein Schloß aus Marzipan, Mit Türmen aus Rosinen dran Und Mandeln an den Ecken, Ganz zuckersüß und braun gebrannt, Und jede Wand, Die ist aus Zimt und Zuckerkand, Da kann man schön dran lecken! Und Diener laufen her und hin Mit Mus und Marmelade, Und oben in dem Schlosse drin, Sitzt meine Frau, die Königin, Die ist aus Schokolade! Ad. Holst. Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann In unserm Haus herum di dum, Er rüttelt sich, er schüttelt sich, Er wirft sein Säckchen hinter sich. Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann In unserm Haus herum. Des Knaben Wunderhorn. Fritzchens ganze Familie.
Ich heiße Fritz, Unser Hund heißt Spitz, Miezevater unser Kater. Papa heißt Papa, Mama heißt Mama; Meine Schwester heißt Ottilie: Das ist unsre ganze Familie. Wir hätten gern noch eine Kuh Und ein Pferd dazu. Emil Weber. Heile, heile Segen!
Heile, heile Segen! Morgen gibt es Regen, Uebermorgen Schnee: Dann tut’s nicht mehr weh. G. Hahn. Wenn das Kind hungrig ist.
Eia, popeia, Koch’ dem Kindchen Breia, Tu’ ein wenig Zucker dran, Daß ihn das Kindchen essen kann. Fünf Engel haben gesungen, Fünf Engel kommen gesprungen: Der erste bläst das Feuer an, Der andre stellt das Pfännchen dran; Der dritte schütt’t das Süppchen ein, Der vierte tut brav Zucker drein; Der fünfte sagt: ’s ist angericht’t, Iß, mein Kind, und brenn’ dich nicht! Volks- und Kinderreime.
Wenn die Suppe heiß ist.
Stich dich nicht und brenn’ dich nicht, Suppe ist zu heiß. Schneider, wenn du reiten willst, Setz’ dich auf die Geiß! Kindlein, willst du Suppe essen, Mußt das Blasen nicht vergessen. Bim, bam, beier, Die Katz’ mag keine Eier. Was mag sie dann? Speck aus der Pfann’? Ei, wie lecker ist unsre Madam! Auto.
Rabumsel, Rabamsel, Der Omnibus fährt, Rabumsel, Rabamsel, Ohne Schiene und Pferd; Rabumsel, Rabamsel, Ueber Pflaster und Grund, Wer drin sitzt, dem schüttelt Die Zunge im Mund. Rabumsel, Rabamsel, Nun steigen wir ein, Rabumsel, Rabamsel, Nach Frankreich hinein. Rabumsel, Rabamsel, Nach Frankreich ist’s weit. Und der Franzmann macht die Tür zu, Hat für Kinder keine Zeit. Carl Ferdinands. Das hölzerne Männchen.
Das ist das hölzerne Männchen: Das ist die Tür vom Haus vom hölzernen Männchen: Das ist das Schloß von der Tür vom Haus vom hölzernen Männchen: Das ist der Schlüssel vom Schloß von der Tür vom Haus vom hölzernen Männchen: Das ist das Bändchen vom Schlüssel vom Schloß von der Tür vom Haus vom hölzernen Männchen: Das ist die Maus, die genagt hat am Bändchen vom Schlüssel vom Schloß von der Tür vom Haus vom hölzernen Männchen: Das ist die Katz’, die gefressen hat die Maus, die genagt hat am Bändchen vom Schlüssel vom Schloß von der Tür vom Haus vom hölzernen Männchen! Das ist das Kind, dem die Katze gehört, die die Maus gefressen ...... Volks- und Kinderreime. Nasenbluten.
Karlinchen, Karlinchen, deine Nase ist rot. Geh’, wein’ nicht, geh’, grein nicht, das hat keine Not. Und ist auch dein Näschen und Schürzchen voll Blut: Bis du mal zu Tanz gehst, ist’s längst wieder gut. M. Schmerler. Tanzliedchen.
Zwei Takte geschritten, Zwei Takte im Sprung, Die blonden...




