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E-Book, Deutsch, 366 Seiten

Köhler Genossen - Freunde - Junker

Die Mikropolitik personaler Beziehungen im politischen Handeln der Weimarer Republik
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-8353-4212-5
Verlag: Wallstein Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Die Mikropolitik personaler Beziehungen im politischen Handeln der Weimarer Republik

E-Book, Deutsch, 366 Seiten

ISBN: 978-3-8353-4212-5
Verlag: Wallstein Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Wie prägten persönliche Kontakte und Netzwerke die Politik der Weimarer Republik? Die Weimarer Republik steht als erste gesamtdeutsche Republik für den Versuch, in der Hochphase der Moderne einen demokratischen, bürokratischen und sozialen Staat zu etablieren. Dabei gelang es den demokratischen Parteien jedoch nicht, Deutungshoheit über die politische Debatte zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund wirft Volker Köhler einen Blick auf die Bedeutung personaler Beziehungen beim Verteilen staatlicher Ressourcen. An drei Beispielen - der sächsischen Sozialdemokratie, Konrad Adenauers als Kölner Oberbürgermeister und dem Verteilungskampf um die Millionen des Subventionsprogramms Osthilfe - wird deutlich, dass Freundschaften und Seilschaften, Abhängigkeiten und gemeinsame Erfahrungen auch die Politik der Weimarer Republik prägten. Dabei zeigt sich, dass personale Beziehungen - oder Mikropolitik - nicht nur bei Junkern und Wirtschaftseliten, sondern gerade in der Parteiorganisation der SPD eine große Rolle spielten. Der Autor entwirft eine erste systematische Typologie der Mikropolitik der Weimarer Jahre und erklärt über die daraus abgeleiteten Erkenntnisse Unwahrscheinlichkeiten in der politischen Entwicklung jener Jahre.

Volker Köhler, geb. 1984, ist seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Darmstadt und Redaktionsleiter der Neuen Politischen Literatur.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Umschlag;1
2;Titel;4
3;Impressum;5
4;Inhalt;6
5;Einleitung;10
5.1;Warum Mikropolitik? Warum Weimar?;12
5.2;Auswahl der Fallbeispiele;21
5.3;Quellensituation;25
5.4;Methode 1: Theoretisches Modell;29
5.5;Methode 2: Untersuchungsschritte;33
5.6;Ausgangshypothesen und Gliederung;44
6;I. Rahmenbedingungen politischen Handelns in der Weimarer Republik;46
6.1;I.1. Interessenverbände, Parteien, Milieus: Organisation von Politik;47
6.2;I.2. »Volksgemeinschaft« und Autorität: Reden u?ber Politik;56
6.3;I.3. Korruption und Krise: Kontrastfolie in Debatten und Praktiken;60
7;II. Genossen und Minister. Das »rote Sachsen« (1918-1923);65
7.1;II.1. Rollen und Rollenerwartungen;76
7.1.1;Parteigenosse;77
7.1.2;Privatperson;83
7.1.3;Repräsentant des Staats;87
7.2;II.2. Kommunikation von Mikropolitik;91
7.2.1;Deutungen von Mikropolitik zwischen Angriff und Rechtfertigung;94
7.2.2;Kultur der Mikropolitik;103
7.2.3;Sozialpolitik und mikropolitischer Gabentausch;114
7.3;II.3. Partei, Republik und Organisationsmikropolitik: Zusammenfassung;123
8;III. Freunde und Familie. Konrad Adenauer als Oberbu?rgermeister von Köln (1917-1933);126
8.1;III.1. Rollen und Rollenerwartungen: Adenauer als weak tie?;131
8.1.1;Katholik und Privatmann;132
8.1.2;Vom Bu?rokraten zum Bu?rgermeister;136
8.1.3;Politiker;140
8.1.4;Wirtschaftsfreund;148
8.2;III.2. Kommunikation von Mikropolitik;155
8.2.1;Deutung von Mikropolitik in öffentlichen Äußerungen Adenauers;156
8.2.2;Kultur der Mikropolitik;159
8.2.3;Repräsentation und mikropolitischer Gabentausch;177
8.3;III.3. Wirtschaftskrise und Bankschulden: Korruptionsfall um Adenauer ?;183
8.4;III.4. Person und Organisation: Zusammenfassung;189
9;IV. Junker und Bu?rokraten. Die Osthilfe (1928-1933);194
9.1;IV.1. Regierungsprogramm als Mikropolitik: Die Entwicklung der Osthilfe 1928-1936;198
9.2;IV.2. Rollen und Rollenerwartungen;209
9.2.1;Agrarier und Industrielle;210
9.2.2;Verwaltung und preußische Republikaner;218
9.2.3;Pommern, Musterbeispiel der Mikropolitik;226
9.3;IV.3. Kommunikation der Mikropolitik;235
9.3.1;Deutung der Mikropolitik in Ritualen und Rechtfertigungsschreiben;236
9.3.2;Kultur der Mikropolitik;247
9.3.3;Die Unvereinbarkeit von Organisationsmikropolitik und personaler Mikropolitik;263
9.4;IV.4. Starke Männer und schwache Bu?rokraten? Zusammenfassung;268
10;V. Mikropolitik im Kontext der Zwischenkriegszeit;272
10.1;V.1. Wahlen und politischer Alltag;274
10.2;V.2. Land und Stadt;278
10.3;V.3. »Chirurgen« und »Fu?hrer«;281
10.4;V.4. Eine »demokratische Patronage«? Weimarer Besonderheiten?;283
11;VI. Unwahrscheinlichkeiten verstehen. Typologie der Mikropolitik;291
11.1;VI.1 Personale Verflechtung und Gabentauschketten: Formen von Mikropolitik;292
11.1.1;Freundschaft und Klientelismus;293
11.1.2;Organisation und Personen;296
11.1.3;Region und Zentrum, weak ties und Milieus;300
11.1.4;Staatliche Ressourcen und Gabentauschketten;304
11.2;VI.2. Gemeinwohl und Legitimation: Regeln der Mikropolitik;308
11.2.1;Gemeinwohlvorstellungen;308
11.2.2;Regeln und Regelverstöße: Mikropolitik legitimieren;312
12;Fazit und Ausblick;318
13;Dank;325
14;Abku?rzungsverzeichnis;328
15;Verzeichnis der zitierten Weimarer Zeitungen;329
16;Quellen- und Literaturverzeichnis;330
17;Personenverzeichnis;365


Köhler, Volker
Volker Köhler, geb. 1984, ist seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Darmstadt und Redaktionsleiter der Neuen Politischen Literatur.



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