Korbel | Traumgirl auf Hawaii | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Korbel Traumgirl auf Hawaii


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-5931-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-5931-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Nicht weit entfernt von der kleinen hawaiianischen Insel Molokai geschieht es: Lilly Kokoa entdeckt von ihrem Segelboot aus einen verletzten Mann, der schiffbrüchig im Pazifik treibt. Sofort nimmt sie ihn an Bord. Er hat anscheinend sein Gedächtnis verloren. Aber dafür meint Lilly zu wissen, wer er ist: der berühmte Schauspieler Cameron Ross! Bildet sie es sich nur ein oder herrscht zwischen ihnen wirklich eine sehr erotische Anziehungskraft? Eigentlich darf das nicht sein, denn Cameron ist mit der schönen Dulcy verheiratet - auch wenn er sich im Moment nicht daran erinnern kann. Und er will auch nicht daran erinnert werden, als sie nach einem gefährlichen Abenteuer - sie entgehen nur knapp einer Entführung - endlich Molokai erreichen.



Die preisgekrönte Bestsellerautorin Eileen Dreyer, auch bekannt als Kathleen Korbel, hat seit 1986 22 Bücher veröffentlicht. Bevor sie Schriftstellerin wurde, war Kathleen Korbel als Unfall - Schwester tätig. Sie gewann 1987 den ersten Award für eine ihrer Veröffentlichungen. Seitdem hat sie Sechs weitere Romantic Times Awards und fünf RITA® - Awards gewonnen. Kathleen Korbel lebt ihr Leben lang schon in St. Louis, Missouri und ist seit über 30 Jahren verheiratet. Beide haben zwei Kinder und mehrere Haustiere. Als leidenschaftliche Reisende hat sie schon in den besten irischen Pubs der Welt gesungen. Sie mag es für jedes Buch zu recherchieren und dabei ihre unstillbare Neugier zu befriedigen. Sie zählt einige Filmproduzenten, Polizisten und olympische Athleten zu ihren Freunden und zieht aus diesen Beziehungen immer wieder neue Inspirationen für ihre Bücher.
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1. KAPITEL

Er war nicht verschwunden, er befand sich nur am falschen Ort. Zumindest nahm er das an, da er sich nicht daran erinnern konnte, wie er hierher gekommen war. Oder weshalb. Oder wann. Er wusste nur, dass er auf dem Rücken im Wasser lag und zum tiefblauen Himmel hinaufschaute. Und dass sein Kopf schmerzte. Und sein Bein. Außerdem noch die Rippen auf der rechten Seite. Aber abgesehen davon, fand er, ging es ihm ausgezeichnet.

Er versuchte sich aufzusetzen, aber dadurch wurden die Kopfschmerzen nur schlimmer. Er schloss die Augen, doch auch das half nicht. Er war durstig, ihm war schwindelig, und er war ein wenig seekrank.

Er war spät dran. Das wusste er. Irgendwo sollte er jetzt sein und irgendetwas tun. Etwas Wichtiges. Aber was immer das auch war, es fiel ihm nicht ein. Andererseits bemühte er sich auch nicht sonderlich, sich zu erinnern, denn es war viel zu anstrengend. Vermutlich sollte er lieber herausfinden, wo er war.

Das Floß. Er sollte sich das Floß anschauen, auf dem er lag. Vielleicht würde ihm das einen Hinweis liefern. Er machte die Augen wieder auf.

Nein, kein Hinweis. Es war nur ein großes, aufblasbares weißes Floß, auf dem er lag … im Smoking. Und barfuß. Auf seinem Bauch lag ein großer schwarzer Stetson. Und um ihn herum war nichts als Wasser.

Das reichte. Wenn er die Augen offen hatte, brachte ihn das nur noch mehr durcheinander. Also schloss er sie wieder. Zusätzlich legte er sich den Stetson aufs Gesicht, um es vor der Sonne zu schützen.

Er war nicht sicher, wie lange er so dahintrieb. Minuten? Stunden? Tage? Er schwitzte und spürte, wie sein Hals und seine Hände unter der heißen tropischen Sonne verbrannten. Trotzdem fand er nicht die Kraft, sich zu bewegen. Es war einfach zu beruhigend, im Wasser zu treiben. Der leichte Wind trocknete den Schweiß auf seiner Brust. So lag er träge da, ließ sich von der Sonne rösten und fragte sich, wo er jetzt stattdessen sein sollte.

„Hallo? Können Sie mich hören?“

Er hörte sie, und ignorierte sie. Wahrscheinlich war sie eine umwerfend attraktive Frau in einem zu seinem Smoking passenden Abendkleid.

Dieser Gedanke brachte ihn fast zum Lachen. Die Sonne grillte offenbar wirklich sein Gehirn.

„He! Ist alles in Ordnung mit ihnen?“

Ihre Stimme war jetzt lauter. Vielleicht war sie eine Meerjungfrau? Oder ein dressierter Delfin, dem man das Sprechen beigebracht hatte. Falls das Wesen, das mit ihm redete, ihm nicht erklären konnte, was los war, interessierte es ihn nicht, ob es sich um eine Frau, eine Nixe oder einen Delfin handelte.

„Verschwinden Sie.“ Er hörte sich elend an.

Überraschtes Lachen. „Wieso?“ Es klang, als sei das Wesen, dem die Stimme gehörte, ganz nah. „Warten Sie etwa auf Ihre Verabredung?“

Er machte sich weder die Mühe aufzusehen, noch den Hut zu lüften. Ihm war auch so schon schwindelig genug. „Könnte durchaus möglich sein.“

Erneutes Lachen. „Ich bezweifle, dass irgendjemand mit Ihnen tanzen will, so, wie Sie aussehen.“

„Seien Sie nicht albern“, erwiderte er. „Ich trage meine besten Sachen … glaube ich zumindest.“

„Sie glauben es?“

Er zuckte die Schultern. „Momentan kann ich das nicht mit Sicherheit sagen, außer dass mein Kopf mich umbringt. Haben Sie zufällig Aspirin dabei?“

„Was halten Sie davon, wenn ich Sie an Land bringe und wir Ihnen welches besorgen?“

Jetzt machte er doch die Augen auf. „Land? Es gibt Land?“

„Natürlich gibt es hier Land. Was meinen Sie, woher ich komme?“

„Aus den Tiefen des Meeres?“ Er hob den Hut so weit an, dass er in die Richtung blinzeln konnte, aus der die Stimme kam. Alles, was er erkennen konnte, war leuchtende Farben und geometrische Formen. Grelle Gelb- und Orangetöne in überlappenden Dreiecken, Meeresblau, kleinere Formen in flimmerndem Schwarz, Dunkelbraun und Hellrot, die sich vor und zurück bewegten und ihm irgendwie vertraut vorkamen. Er deutete es als wohlgeformte Frau in einem kleinen Segelboot, gemalt von Picasso.

Er schüttelte den Kopf und ließ den Hut wieder sinken. „Lassen Sie mich in Frieden weiterrösten.“

„Das werden Sie auch, wenn Sie nicht an Land kommen“, warnte die Fremde ihn.

Er spürte, dass sie dem Floß einen leichten Stoß versetzte, und versuchte das Schaukeln zu ignorieren. Keine Nixe, dachte er. Nixen duften nicht nach Kokosnussöl und Mandelblüten. „Woher weiß ich denn, wie Mandelblüten riechen?“, fragte er sich laut.

Da die Frau immer noch damit beschäftigt war, etwas zu tun, was das Floß zum Schaukeln brachte, ignorierte sie seine Frage. „Kommen Sie, Sie müssen an einen sicheren Ort. Können Sie mir erzählen, was passiert ist?“

„Ich bin von einem Boot gefallen.“

„Das habe ich mir fast gedacht. Was für ein Boot war das?“

Er runzelte konzentriert die Stirn. „Keine Ahnung.“

Das schien sie nicht zu stören. „Wahrscheinlich ist es während des Sturms passiert. Sie haben Glück, dass Sie so nah ans Land getrieben wurden. Würden Sie jetzt bitte den Hut fortnehmen und die Augen aufmachen? Sie müssen mir helfen, Sie auf mein Boot zu bringen.“

Er seufzte, denn er war unglaublich müde, obwohl er nur gelegen hatte. Wie lange eigentlich? Er erinnerte sich an Dunkelheit und den Schock, ins kalte Wasser zu fallen.

„Sie können mich wohl nicht einfach abschleppen, oder?“

„Nicht mit dem Segelboot“, bestätigte sie. „Außerdem habe ich hier Wasser für Sie, wenn Sie rüberkommen.“

Wasser. Das brachte ihn dazu, die Augen wieder zu öffnen. Es brachte ihn auch dazu, sich zu bewegen, obwohl man das Ergebnis nicht besonders anmutig nennen konnte.

„Ich habe Durst“, gab er zu und merkte erst jetzt richtig, wie heiser er klang. Benommen setzte er sich auf und wäre beim ersten Versuch, in das schmale kleine Segelboot zu gelangen, fast ins Wasser gestürzt.

„Oh Mann!“, rief seine Retterin überrascht. Mit einer Hand hielt sie das Floß fest, während sie ihm die andere entgegenstreckte. „Sie haben Blut auf dem Gesicht. Ich glaube, Sie haben einen ganz schönen Schlag abbekommen.“

Er schüttelte den Kopf und wäre erneut fast ins Wasser gefallen. Er glaubte, dass er normalerweise ziemlich behände war. Davon war jetzt allerdings nichts zu merken. „Es tut jedenfalls ziemlich weh.“

Er hatte es gerade geschafft, sich zu ihrem Boot hinüberzulehnen, als sie plötzlich losließ. „Oh nein“, flüsterte sie, als Boot und Rettungsfloß zusammenstießen und dann voneinander wegtrieben. „Sie sind …“

Er schluckte Wasser, bevor sie ihn hochzog.

„Habe ich etwas falsch gemacht?“, fragte er prustend.

Sie war erstarrt, als hätte sie gerade miterlebt, wie er von den Toten auferstand. „Sie sind Cameron Ross!“, rief sie und ließ das Floß beinah noch einmal los.

Er blinzelte. „Sie wissen, wer ich bin?“

Sie lachte – es klang entzückend melodisch. „Das soll wohl ein Witz sein. Wer weiß das nicht?“

Er runzelte die Stirn und betrachtete die Blutflecken auf seinem ehemals sicher blütenweißen Smokinghemd. Dann sah er wieder zu der vermutlich sehr hübschen jungen Frau, die seinen Arm festhielt, und versuchte zu grinsen. „Ich.“

Lilly hatte sich an diesem Nachmittag auf ein paar Stunden Ruhe und Frieden gefreut. Und auf einen ruhigen Segeltörn nach Hause, nachdem sie ein paar Tage in der alten Hütte auf Molokai Abstand zur Familie und zum Job gesucht hatte. Sie hatte der Enge auf Oahu und dem Lärm der vielen Menschen wenigstens für kurze Zeit entrinnen wollen.

Heute hatte sie nur den Wind, das Wasser und den Himmel genießen wollen. Stattdessen hatte sie Cameron Ross gefunden.

„Kommen Sie“, drängte sie ihn und gab sich Mühe, vernünftig und entschlossen zu klingen, obwohl sie innerlich bebte. Am liebsten hätte sie laut gekichert, obwohl das albern war.

Er sah fantastisch aus. Seine Züge waren so markant und rau, wie immer behauptet wurde, und seine dunklen Haare waren eine Spur zu lang. Er hatte wundervolle große blaue Augen, eine Kerbe im Kinn, ein perfekt geformte Nase und eine breite Brust. Und dieses Prachtexemplar trieb auf einem Rettungsfloß im Meer. Wer wollte da noch behaupten, das Leben habe nichts Interessantes zu bieten?

Er sah nicht ganz genau so aus wie in den Filmen, aber das machte nichts. Ihr Cousin Koki, der bei „Magnum“ mitgespielt hatte, versicherte ihr stets, dass niemand in Wirklichkeit so aussah wie auf der Leinwand. Jedenfalls war Cameron Ross so attraktiv, dass Lilly weiche Knie bekam.

Was nicht besonders hilfreich war, wenn er verletzt, verwirrt und verloren auf einem Rettungsfloß auf dem Ozean trieb. Daher riss sie sich zusammen und streckte die Hände aus – nicht nach Cameron Ross, dem Filmstar, sondern nach dem verletzten Mann, der ihre Hilfe brauchte.

„Kommen Sie rüber, dann kriegen Sie Wasser“, lockte sie ihn. „Sie haben ordentlich was auf den Kopf bekommen. Wahrscheinlich können Sie sich deshalb an nichts erinnern. Sobald ich Sie an Land gebracht habe, können wir uns Ihre Verletzungen anschauen. Ist Ihnen vielleicht schwindelig oder so?“

„Ja, in meinem Kopf dreht sich alles“, antwortete er heiser und müde.

Sie packte seine starken Arme und lehnte sich zurück, bis sein Gesicht fast an ihrem Hals lag und sie seine Beine an Bord ziehen konnte. Er musste wirklich verwundet sein. Sie hatte Cameron Ross mit der Anmut eines Balletttänzers bei einer...



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