Kraft | Zum Ende der Komödie | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 456 Seiten

Kraft Zum Ende der Komödie

Eine Theoriegeschichte des Happyends
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-8353-2191-5
Verlag: Wallstein Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

Eine Theoriegeschichte des Happyends

E-Book, Deutsch, 456 Seiten

ISBN: 978-3-8353-2191-5
Verlag: Wallstein Verlag
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Die Philosophie der Komödie: von Aristoteles bis Roberto Benigni. Trotz ihrer 2.000 Jahre alten Tradition liegt bisher noch keine Theoriegeschichte der Komödie vor. Stephan Kraft konzentriert sich in seiner Studie auf ein zentrales Element, das in der Theoriegeschichte der Komödie omnipräsent ist: das Happyend. Mal ist es als Voraussetzung der Lachwirkung nur Mittel zum Zweck, mal dient es als religiös oder geschichtsphilosophisch überhöhtes Ziel, und mal stellt es einen höchst irritierenden und gerade deshalb produktiven Störfaktor dar. Der konsequente Blick auf die Theoriegeschichte des Happyends lässt eine bislang unentdeckte Philosophie der Komödie aufscheinen, die sich mit der seit vielen Jahren diskutierten Philosophie der Tragödie vergleichen lässt. Kraft gibt einen fundierten Überblick über die antiken, die mittelalterlichen und die frühneuzeitlichen Debatten. Auf der Basis intensiver Textstudien etwa von Lessing, Lenz, Herder und Schiller, sowie den Brüdern Schlegel, Schelling und Hegel, Hauptmann, Sternheim und Hofmannsthal, Hacks, Dürrenmatt und schließlich der Diskussion um Roberto Benignis Film 'Das Leben ist schön' entwirft Kraft seine Theoriegeschichte des Happyends.

Der Autor Stephan Kraft, geb. 1968, lehrt Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bonn und arbeitet an einer kommentierten Edition des Briefwechsels von Gottfried Benn und Friedrich Wilhelm Oelze. Veröffentlichungen u.a.: Geschlossenheit und Offenheit der 'Römischen Octavia' von Herzog Anton Ulrich (2004); Grenzen im Raum - Grenzen in der Literatur (Mithg., 2010).
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1;Umschlag;1
2;Titelseite;4
3;Impressum;457
4;Inhaltsverzeichnis;8
5;1. Einführung: Eine erste Annäherung an das Ende;12
6;2. Vom Mittel zum Ziel: Zur Rolle des Komödienhappyends in der traditionellen Poetik;30
6.1;2.1 Das Finale in der antiken Komödienpoetik: Aristoteles, der »Tractatus Coislinianus«, Cicero, Quintilian, Horaz;33
6.2;2.2 Das Finale in der spätantiken und mittelalterlichen Komödienpoetik: Diomedes, Aelius Donatus, Evanthius, Dante Alighieri;47
6.3;2.3 Exkurs zur Methode: Die Komödie – eine Gattung im Spannungsfeld zwischen Extrempositionen;58
6.4;2.4 Das Finale in der Komödienpoetik der Renaissance: Francesco Robortello, Giovanni Giorgio Trissino, Antonio Riccoboni, Julius Caesar Scaliger;60
6.5;2.5 Das Finale in Komödienpoetiken des 17. und frühen 18. Jahrhunderts: Jakob Masen, Sigmund von Birken, Pierre Corneille, John Dryden, Nicolas Boileau, Johann Christoph Gottsched;68
7;3. Multiplikationen des Endes: Zur Interaktion von Theorie und Praxis der Komödie bei Denis Diderot und Gotthold Ephraim Lessing;84
7.1;3.1 Happyend, Untergang oder ein Drittes? Diderots »Fils naturel« ;85
7.2;3.2 Zurück zu den Quellen: Lessings Rezension der »Brüder« von Karl Franz Romanus, erster Teil;95
7.3;3.3 »Die Intrigue ist längst zu Ende, …«: Lessings Rezension der »Brüder« von Karl Franz Romanus, zweiter Teil;102
7.4;3.4 »… aber das fortwährende Spiel der Charaktere läßt es uns kaum bemerken«: »Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück« ;113
8;4. Eine Gattung des Verschwindens: Komödientheorie im Sturm und Drang und in der Klassik;128
8.1;4.1 »Das ist eine Komödie! ächzen die alten Frauen«: J. M. R. Lenz’ »Anmerkungen übers Theater«;129
8.2;4.2 Vom Ende der Komödie als von ihrem Verschwinden als Gattung: J. M. R. Lenz’ »Rezension des Neuen Menoza«;141
8.3;4.3 Vom Verschwinden des komischen Konflikts in der Selbstaufhebung: Zur Komödie in Johann Gottfried Herders »Adrastea«;152
8.4;4.4 Vom Verschwinden der Komödie im ästhetischen Zustand: Friedrich Schiller;161
9;5. Die Rückkehr zum Anfang und die Auflösung des Endes: Aristophanes und die Komödientheorie der Romantik;182
9.1;5.1 Das Vorläufige der Komödie: Zum traditionellen Aristophanesbild;183
9.2;5.2 Über einen Neueinsatz im späten 18. Jahrhundert: Johann Georg Sulzer;193
9.3;5.3 Eine ästhetische Rettung: Friedrich Schlegels Aufsatz zur aristophanischen Komödie ;202
9.4;5.4 Ein Versuch, größere Linien zu ziehen: August Wilhelm Schlegels »Vorlesungen über dramatische Kunst und Literatur« ;213
9.5;5.5 Wieder einmal das Ende der Gattung: Friedrich Schlegels weitere Überlegungen zur Komödie ;229
9.6;5.6 Einsprüche: Christian Gottfried Körner und Karl Wilhelm Ferdinand Solger;241
10;6. Das Ende der Komödie, das Ende der Kunst und das Ende der Geschichte: Komödientheorie im deutschen Idealismus;250
10.1;6.1 Notwendigkeit und Freiheit, Subjekt und Objekt: Die Komödie in Friedrich Schellings »Philosophie der Kunst«;253
10.2;6.2 G. W. F. Hegels frühe Konzeption der Komödie: Der Naturrechtsaufsatz;263
10.3;6.3 Die aristophanische Komödie als Ende und Vollendung der Kunstreligion: G. W. F. Hegels »Phänomenologie des Geistes«;275
10.4;6.4 Hegungen des Endes: G. W. F. Hegels »Vorlesungen über die Ästhetik«;285
10.5;6.5 Ein vergessenes Zwischenspiel: G. W. F. Hegel und die Komödie seiner Zeit;297
10.6;6.6 Das Ende der Komödie und das Ende der Geschichte: Karl Marx;315
11;7. Die Gattung als Proteus: Diskussionen über das Ende der Komödie im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ;324
11.1;7.1 Das Angebot der Komödie, ihr Ende zugleich kein Ende sein zu lassen: Gerhart Hauptmanns »Biberpelz«;327
11.2;7.2 Das Angebot der Komödie, die Dinge am Ende ganz anders gewesen sein zu lassen: Carl Sternheims »Bürger Schippel«;345
11.3;7.3 Das Angebot der Komödie, den Menschen am Ende mit dem Bedingten zu versöhnen: Hugo von Hofmannsthal, »Der Schwierige« und »Die Ironie der Dinge«;359
12;8. Nach der Tragödie: Ein dreifacher Epilog mit Peter Hacks, Friedrich Dürrenmatt und Roberto Benigni;380
12.1;8.1 Von der kämpferischen Satire zum posttragischen Elysium: Peter Hacks und die sozialistische Komödientheorie;382
12.2;8.2 Von der Komödie als der Gattung der »schlimmst-möglichen Wendung«: Friedrich Dürrenmatt und die Unmöglichkeit der tragischen Tröstung;394
12.3;8.3 Von einem notwendigen Happyend, das dennoch keines sein darf: Die Komödie als Kippfigur bei Roberto Benigni;404
13;9. … und nach dem Happyend? – Ein Schlusswort;428
14;Siglen und Literatur;432


Kraft, Stephan
Stephan Kraft, geb. 1968, ist seit 2013 Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Universität Würzburg.
Veröffentlichungen u.a.: Geschlossenheit und Offenheit der »Römischen Octavia« von Herzog Anton Ulrich (2004); Grenzen im Raum – Grenzen in der Literatur (Mithg., 2010).



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