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Kratt | Verfolgte der Vergangenheit (Seday Academy 8) | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 8, 379 Seiten

Reihe: Seday Academy

Kratt Verfolgte der Vergangenheit (Seday Academy 8)

Knisternde Dämonen-Fantasy für Academy-Fans über eine toughe Protagonistin, die sich zu behaupten weiß
19001. Auflage 2019
ISBN: 978-3-646-30107-6
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Knisternde Dämonen-Fantasy für Academy-Fans über eine toughe Protagonistin, die sich zu behaupten weiß

E-Book, Deutsch, Band 8, 379 Seiten

Reihe: Seday Academy

ISBN: 978-3-646-30107-6
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



**Wenn deine Vergangenheit dich zu verschlingen droht...** Cey ist fassungslos, als sie erfährt, wie sehr sie die letzten Wochen über getäuscht worden ist. Von Wut getrieben, macht sie sich auf die Suche nach einem Mann, der seine Spuren perfekt zu verbergen weiß. Nur wenn sie Erfolg hat, vermag sie ihre Freunde der Seday Academy und viele Unschuldige zu retten. Die Mission muss einfach gelingen, denn sie ist die einzige Chance auf eine friedvolle Zukunft. Doch dafür muss die außergewöhnliche J'ajal gemeinsam mit ihrem Mentor Xyen einen gefährlichen Weg einschlagen... Eine actionreiche Fantasy-Reihe mit Suchtfaktor: Karin Kratt erschafft eine toughe Kämpferin, die sich in einer düsteren Welt zu behaupten weiß. Stark, unnahbar und unwiderstehlich!   //Dies ist ein Roman aus dem Carlsen-Imprint Dark Diamonds. Jeder Roman ein Juwel.//   //Alle Bände der Fantasy-Bestseller-Reihe:  -- Gejagte der Schatten (Seday Academy 1)   -- Verborgen in der Nacht (Seday Academy 2)   -- Erschaffen aus Dunkelheit (Seday Academy 3)  -- Gefangene der Finsternis (Seday Academy 4)  -- Entfesselt durch Rache (Seday Academy 5)  -- Verdammte des Schicksals (Seday Academy 6)  -- Geboren aus Vergeltung (Seday Academy 7)  -- Verfolgte der Vergangenheit (Seday Academy 8) -- Gezeichnete der Erinnerung (Seday Academy 9) -- Beseelt von Hoffnung (Seday Academy 10) -- Die E-Box der erfolgreichen Fantasy-Reihe »Seday Academy«: Band 1-4 -- Die E-Box der erfolgreichen Fantasy-Reihe »Seday Academy«: Band 5-8 -- Sammelband der romantischen Fantasy-Serie »Seday Academy« Band 1-8 -- Sammelband der romantischen Fantasy-Serie »Seday Academy« Band 1-10// Diese Reihe ist abgeschlossen.

Nach ihrem Studium fand sich die lesesüchtige Mathematikerin Karin Kratt in der Bankenbranche wieder. Doch so sehr sie Zahlen auch zu schätzen weiß, die Macht von Buchstaben begeistert sie weitaus mehr. Seit ihrer Teenagerzeit nutzt sie jede freie Minute, um ihre Ideen auf Papier zu bannen. Träume, die auf Streifzügen durch die südhessischen Wälder entstehen oder beim Herumtoben mit ihren drei ebenfalls lese- und fantasiebegeisterten Kids.
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Kapitel 1


Ein schmales Rinnsal Blut sickerte aus dem Schnitt an Xyens Hals. Er fuhr herum, starrte ungläubig auf den glatzköpfigen, bulligen Seday, der vor seinen Augen zusammenbrach und dessen Stirn von einem tiefen Krater verunstaltet wurde. Donald.

Jener Mann, der ihn und seine Begleiter bereits beim Betreten der Katakomben unter Sing Sing am liebsten tot gesehen hätte. Zu diesem Zeitpunkt war Donald jedoch von einer stählernen Zellentür und einem Häftlingsayaro von seinem innigen Wunsch abgehalten worden, jedes Mitglied seiner Organisation abzuschlachten.

Callan und Jay vermuteten, eine neuartige EMP-Waffe wäre daran schuld, dass die ausgeklügelten Sicherheitssysteme oder überhaupt jegliche Art von Technik in dem berühmt berüchtigten Hochsicherheitsgefängnis fünfzig Kilometer nördlich von New York City nicht mehr funktionierten.

Dieser Ort, wo Xyen auf den Befehl seines Anführers hin eine simple Befragung hatte durchführen sollen, beherbergte oberirdisch menschliche Gefangene und wurde unterirdisch schon seit Jahrzehnten für Seday-Verbrecher genutzt.

Die heutige Nacht hatte – wie so viele simple Vorhaben in jüngster Zeit – eine verhängnisvolle Wendung genommen: Der Ausfall der Technik hatte einen brutalen Gefangenenaufstand ausgelöst, bei dem bereits ein Wärter namens Nic schwer verletzt worden war und ein weiterer Wärter höchstwahrscheinlich in großer Gefahr schwebte.

Das alles ist Zachriels Werk!, hämmerte es unaufhörlich in Xyens Schädel. Er neigte keineswegs zu vorschnellen Schlussfolgerungen, aber in Verbindung mit Craven Dantes düsteren Worten – demjenigen Insassen, dessen emotionalen Zustand er hatte beurteilen sollen und der sich vor wenigen Augenblicken selbst getötet hatte – war die Wahrscheinlichkeit doch sehr hoch, dass Cey mit ihrer düsteren Vorahnung richtiggelegen hatte.

Cey hatte ihn nicht zum Gefängnis fahren lassen wollen, das war ihr mehr als deutlich anzumerken gewesen. Trotzdem hatte sie sich nicht gegen Tajynos Anweisung ausgesprochen. Sie hatte allerdings darauf bestanden, Xyen fast alle seiner Männer mitzugeben, während sie lediglich mit Lee und vier ihrer Schatten sowie ihren Brüdern eine bunt gewürfelte Einsatztruppe unter Kontrolle halten musste. Wächter, Dämonen, menschliche FBI-Agents, Hunters USF-Team – sie alle sollten dabei helfen, den führenden Kopf des New Yorker Schwarzmarkthandels, Máximo Quiros, zu eliminieren und dadurch Zachriel einen möglichen wichtigen Versorgungsweg abzuschneiden.

Da sein vermeintlich ungefährlicherer Part schon zu einem solch verheerenden Tumult ausgeartet war, wollte Xyen sich lieber nicht zu genau ausmalen, welcher Bedrohung Cey und ihre Freunde gerade ausgesetzt waren. Aber das warnende Gefühl in seinem Inneren, so schnell wie möglich wieder zu der jungen, einzigartigen J’ajal zu stoßen, die er über alles liebte, wurde drängender und drängender.

Ihr werdet alle sterben! Der Schlüssel wird zerbrechen!

Xyen verscheuchte Cravens verstörendes Mantra aus seinen Gedanken und warf einen raschen Blick über die Schulter in den Meditationsraum, in dem Nathan noch immer mit weit aufgerissenen Augen neben Cravens Leichnam kniete. Dann wandte er sich wieder den beiden Gestalten zu, die nicht weit von ihm entfernt im Flur standen.

Von Landon, der ihm und Nathan den Rücken hätte freihalten sollen, war keine Spur zu entdecken. Er hatte ihm nicht das Leben gerettet, hatte Donald nicht mit einem einzigen gezielten Schuss niedergestreckt, als er und Nathan sich von Cravens Selbstmord zu sehr hatten ablenken lassen, um noch auf ihre Umgebung zu achten.

Freilich hätte Donald gar nicht mehr bei Bewusstsein sein dürfen, denn das Seday’sche Sicherheitspersonal von Sing Sing hatte schon vor etlichen Minuten manuell bedienbare Ventile geöffnet, um die Katakomben mit einem Betäubungsgas zu fluten. Und Donald trug keine Atemschutzmaske wie Xyen selbst oder Nathan oder die beiden Neuankömmlinge, aber er hatte denselben Trick angewandt wie auch Craven – er hatte in einen mit Luft gefüllten Müllbeutel geatmet, in welcher die Konzentration des Narkotikums noch recht gering gewesen sein musste.

Der Beutel lag nun am Boden, dicht neben den ausgefahrenen, rot verfärbten Krallen von Donalds rechter Hand.

»Okadias. Resic.« Xyen spürte weder die Präsenz des ziegenbärtigen Hayran-Anführers, der für keine einzige Sekunde den Blick von ihm nahm, noch die seines dunkelhaarigen Schützlings. Erst als er die beiden so betrachtete, wie Cey es ihm bei zahllosen Getarnte-Präsenz-Suchtrainings beigebracht hatte, nahm er ein schwaches Flimmern wahr.

Okadias reagierte weder auf die intensive Musterung noch auf die knappe Begrüßung.

»Was hältst du von einer kleinen Tragödie?«, erkundigte er sich stattdessen bei Resic und seine dunkelgrauen Augen blitzten freudig auf. »Ich erschieß schnell noch diesen trotteligen Seday und wir schieben das irgendeinem Häftling in die Schuhe?«

»Mich wirst du dann aber ebenfalls erschießen müssen!«

Aus den Augenwinkeln registrierte Xyen, wie Nathan, ohne zu zögern, neben ihn trat. Sein Stellvertreter war nicht mehr länger schockiert, sondern unglaublich wütend. Wegen der verpassten Chance, genauere Informationen von Craven zu Cey zu erhalten, Donalds überraschendem Angriff, Okadias Worten oder höchstwahrscheinlich allem zusammen.

Rotschwarze Schlieren trübten Nathans Aura und Xyen streckte rasch die Hand aus, um seinen Freund bei Bedarf zurückhalten zu können. Sich auf einen bewaffneten Hayran zu stürzen, war keine sehr empfehlenswerte Taktik, um sich abzureagieren.

»Er wird uns nicht erschießen«, verkündete er ruhig. »Nicht wahr, Resic?«

Der Dämonenwächter verzog das Gesicht, als hätte er in eine Zitronenscheibe gebissen. »Nicht heute«, bestätigte er langsam, worauf Okadias enttäuscht die Pistole senkte.

»Gut, dann verschwinden wir eben wieder. Verreckt bloß nicht, bevor ich euch beim nächsten Aufeinandertreffen endlich abknallen kann! Sonst wäre ich echt frustriert!«

»Cey hat euch geschickt«, platzte es aus Nathan heraus, der aufgrund seines Zorns offenbar erst jetzt die einzig logische Schlussfolgerung für die unerwartete Hilfe zog. »Wie habt ihr denn hier hereingefunden? Und wann habt ihr mit Cey gesprochen? Geht es ihr gut? Könnt ihr uns ein Handy leih–«

»Wagt es ja nicht, uns in diesen ganzen Scheiß noch tiefer reinzuziehen!«, unterbrach Okadias mit hartem Klang in der Stimme. Er legte seine Hand auf Resics Rücken, eine eindeutig beschützende Geste, und schob den Wächter sachte zu einer der Zellen, die rechts und links den Gang säumten.

Resic schien zuerst noch etwas sagen zu wollen, aber dann blickte er nur kurz ins Leere und beeilte sich, durch die Zellentür zu schlüpfen.

Kaum waren die beiden Hayran vom Flur verschwunden, stürmte Landon um die Ecke. »Xyen? Nathan? War das ein Schuss? Mit wem redet ihr da?«

Er kam schlitternd zum Stehen, starrte auf Donalds Leiche und die oberflächliche Wunde an Xyens Hals, die sich bereits im Heilprozess befand und nur noch minimal blutete. Fassungslosigkeit und Wut wallten in Landon auf, heftiger, als Xyen es jemals bei ihm erlebt hatte.

»Wo warst du?«, wollte Nathan aufgebracht wissen, doch Landon hörte ihm gar nicht erst zu.

»Wer war hier?«, knurrte er und sah sich hektisch um. »Habe ich Ceys Namen gehört?« Sein Blick glitt zurück zu Donald, dann entdeckte er Craven durch die offene Tür des Meditationsraums und stieß einen obszönen Fluch aus. »Ich werde unseren Kollegen sofort melden, dass hier jemand mit einer Knarre herumrennt!«

Er war bereits wieder losgestapft, noch bevor er zu Ende gesprochen hatte. Nathan sah ihm völlig perplex hinterher. »Das war ja schräg.«

Xyen wunderte sich ebenfalls, aber bevor er etwas sagen konnte, vernahm er Jays lautlose Stimme. Zusammen mit Nine hatte sein Sicherheitschef in einem anderen Gang nach Nics vermisstem Wärterkollegen Ausschau halten sollen.

»Wir haben ihn gefunden! Wie es aussieht, wurde er von drei Häftlingen überwältigt, aber er hat nur eine Beule am Hinterkopf und ist ansonsten unverletzt. Das Narkotikum hat seine Angreifer rechtzeitig außer Gefecht gesetzt.«

»Sehr gut!«, erwiderte Xyen. Zumindest eine Sorge hatten sie nun weniger.

»Seid ihr bereits auf dem Rückweg?«, wollte Jay abschließend wissen und Xyen bejahte. Sie hatten hier alles getan, was sie konnten, jetzt mussten sie schleunigst nach New York City zurückkehren.

Nathan und er gingen los, ohne sich noch einmal nach Okadias und Resics Versteck umzudrehen. Wenn die beiden Hayran auf welche Weise auch immer Zugang zu den Katakomben gefunden hatten, würden sie es auch irgendwie wieder nach draußen schaffen.

Während er Nathan von Jays erfreulicher Meldung berichtete, spürte Xyen erneut eine geistige Berührung und überrascht wandte er sich um. Eine der Zellentüren stand nun nicht mehr nur zur Hälfte, sondern komplett offen.

»Warte kurz«, bat er Nathan und lief stirnrunzelnd zurück. Er sah in den Raum und obwohl sich niemand mehr darin aufhielt, musste Xyen lächeln. Ein Smartphone lag direkt hinter der Tür auf dem Boden. So tief unter der Erde hatte es zwar keinen Empfang, aber an sich funktionierte das Gerät.

»Danke, Resic«, murmelte Xyen, hob das Handy auf und drückte es gleich darauf Nathan in die Hand. »Achte darauf, unauffällig zu telefonieren, sobald wir oben sind, ja?«

Sein Freund nickte, angespannt und hoffnungsvoll zugleich. Am liebsten hätte Xyen das Handy ja selbst benutzt, aber er blieb lieber auf der Hut.

Sobald Nathan und er sich wieder mit Jay und...



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