E-Book, Deutsch, 186 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 225 mm
Reihe: Gender Studies
Kretschmer Sexualität als Machtinstrument
1. Auflage - Neueauflage 2025
ISBN: 978-3-8394-5368-1
Verlag: transcript
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Selbstwirksamkeit zwischen Dominanz und Resistenz
E-Book, Deutsch, 186 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 225 mm
Reihe: Gender Studies
ISBN: 978-3-8394-5368-1
Verlag: transcript
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Meine Motivation rührt daher, dass Sexualität im akademischen wie öffentlichen Diskurs nach wie vor weitestgehend ausgeklammert wird. Zwar sprechen wir gelegentlich über sexualisierte Gewalt, Pornografie, Einvernehmen oder queere Sichtbarkeit, doch die philosophische Tiefe dieser Themen bleibt in der Regel unbeleuchtet. Genau hier setzt mein Buch an, denn ich bin davon überzeugt, dass wir dringend ein differenziertes Verständnis von Sexualität als Machtinstrument entwickeln müssen.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Neu ist insbesondere die Verbindung des relationalen Machtbegriffs (Foucault) mit normativ-kritischen Perspektiven (Feminismus). Auf dieser Basis kann Sexualität nicht nur als Spiegel gesellschaftlicher Machtverhältnisse, sondern auch als aktiver Motor jener Prozesse verstanden werden. Damit verschiebt das Buch den Fokus weg von der Frage, ob Macht in der Sexualität wirkt, und hin zu der Frage, wie Macht in Sexualität wirkt und wie sich etablierte Strukturen durch sie transformieren lassen.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Das Thema gewinnt zunehmend an Bedeutung. Doch gerade im deutschsprachigen Raum ist das Feld der Sexualität bislang noch kaum erforscht worden. Während international feministische, intersektionale und queere Perspektiven auf Sexualität intensiv diskutiert werden, bleiben diese Debatten in Deutschland hinterher. Mein Buch schlägt hier eine Brücke, indem es theoretische Expertise mit gesellschaftlicher Relevanz verbindet und neue Impulse und Anknüpfungspunkte schafft.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Ich sehe einen großen Wert im Austausch mit Akteur*innen aus der Praxis: Feministische Aktivist*innen, Fachpersonen der sexualpädagogischen Arbeit, Vertreter*innen queerer Communitys sowie politisch engagierten Organisationen. Sie alle sind täglich mit Fragen sexualisierter Machtverhältnisse konfrontiert und bringen Perspektiven ein, die theoretische Überlegungen vertiefen und in gesellschaftliche Handlungspraxis übersetzen.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine Verbindung aus feministischer Theorie, klassischer Machtkritik und queer-anarchistischer Forschung.




