E-Book, Deutsch, 200 Seiten
Krug Kleine Geschichte des Hörspiels
3. überarbeitete und erweiterte Auflage 2020
ISBN: 978-3-7445-2004-1
Verlag: Herbert von Halem Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 200 Seiten
ISBN: 978-3-7445-2004-1
Verlag: Herbert von Halem Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Hans-Jürgen Krug, Dr., arbeitet als Publizist und Medienwissenschaftler in Hamburg. Er war Mitglied der Jury ?Hörspiel des Monats/Hörspiel des Jahres?, des ?Günter-Eich-Preises? und der Gründungsjury des ?Deutschen Radiopreises?. 2004 realisierte er ?Ätherdramen? (Doppel-CD, WDR 2004), die erste akustische Geschichte über 80 Jahre Radiokunst, 2006 mit Studentinnen und Studenten des Studiengangs ?Medienkultur? an der Universität Hamburg die dreiteilige O-Ton-Collage ?Radiokultur in Hamburg? (Tide). 2016 initiierte und produzierte er die erste lokale Mediengeschichte ?Jenseits der Zentren. Radio im Hinterland und in Wittgenstein? (Radio Siegen/Bürgerfunk). Seine letzten Publikationen sind u.a. ?Rapider Wandel. Über Medien und Massenmedien? (2015) und ?Grundwissen Radio. Eine Chronik des Massenmediums? (2019). [http://hansjuergenkrug.blogspot.com]
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Sozialwissenschaften Medien- und Kommunikationswissenschaften Medienwissenschaften Fernsehen & Rundfunk
- Geisteswissenschaften Literaturwissenschaft Literaturgeschichte und Literaturkritik
- Geisteswissenschaften Literaturwissenschaft Literarische Gattungen
- Geisteswissenschaften Theater- und Filmwissenschaft | Andere Darstellende Künste Filmwissenschaft, Fernsehen, Radio Radio
Weitere Infos & Material
KLEINE CHRONOLOGIE DES HÖRSPIELS
1924Das erste Hörspiel, Hans Fleschs Groteske , wird am 24. Oktober aus Frankfurt/M. live urgesendet.
1929Die Deutsche Stunde in München sendet Ernst Johannsens Weltkriegshörspiel . Es wird rasch ein Welterfolg.
1929Bertolt Brechts wird während des Baden-Baden Musikfestes uraufgeführt. Die Musik ist von Paul Hindemith und Kurt Weill. Es spielt das Frankfurter Rundfunkorchester.
1929Friedrich Wolfs Polarhörspiel (Deutschlandsender) gilt als das bisher stärkste Hörspiel des deutschen Rundfunks.
1930Am 13. Juni wird Walter Ruttmanns zwölfminütige akustische Montage erstgesendet.
1930Die Werag strahlt am 11. Juli Eduard Reinachers aus. Das Spiel wird rasch zum Vorbild für Hörspieltheorie und -praxis.
1930Alfred Döblins wird produziert, aber zum geplanten Termin am 30. September nicht gesendet. Es ist die erste mehrmediale Produktion eines Stoffes: als Buch (Berlin Alexanderplatz), Film und Hörspiel.
1930Hermann Pongs publiziert die erste wissenschaftliche Arbeit zum Hörspiel .
1931Das Arbeitslosenhörspiel des Arbeiterschriftstellers Karl August Düppengießer wird – in der Regie von Ernst Hardt – von der WERAG urgesendet.
1932Richard Kolb veröffentlicht seine Aufsatzsammlung und beeinflusst damit über Jahrzehnte Hörspielproduktion und -diskussion.
1933Am 1. Mai, dem ›Tag der nationalen Arbeit‹, wird während eines Radiotages auch die von Hans Jürgen Nierentz ausgestrahlt und über Lautsprecher bis in die kleinsten Dörfer übertragen. Das Stück gilt den Zeitgenossen als richtungsweisend.
1935Am 3. Juni wird Hans Rothes Hörspiel urgesendet. Es wird rasch zu einem der beliebtesten Hörspiele.
1935In Berlin wird der erste Hörspielkomplex eingerichtet: Regiezelle, Sendesaal, schalltoter Raum.
1938Das Magnetofon wird für die Hörspielproduktion immer wichtiger.
1938Hans Kriegler und Kurt Paquet veröffentlichen .
1940Der Großdeutsche Rundfunk sendet am 8. Mai von Günter Eich.
1945Das erste Hörspiel nach dem 2. Weltkrieg kommt aus Berlin. Der Berliner Rundfunk sendet von Josef Pelz von Felinau.
1947Ursendung von Wolfgang Borcherts (NWDR, 13. Februar). Der Termin gilt als Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels.
1949Erstmals werden für ein Hörspiel mehr als 1.000 DM Honorar an den Autor gezahlt.
1949Der Hessische Rundfunk startet seine Dialekthörspielserie . Autor ist Wolf Schmidt.
1950Die neue Ultrakurzwelle und Regisseur Fritz Schröder-Jahn (NWDR) ermöglichen einen ganz neuen Inszenierungsstil.
1951Der NWDR sendet Günter Eichs Hörspiel am 19. April 1951. Während der Ursendung kommt es zu Hörerprotesten. Später gilt der Sendetermin als Geburtsstunde des deutschen Hörspiels.
1951In Leipzig wird das Hörspiel von Walter Karl Schweikert produziert. Das Stück gilt als der Klassiker des ostdeutschen Hörspiels.
1952Der erste ›Hörspielpreis der Kriegsblinden‹ geht an Erwin Wichert für sein Hörspiel (SDR 1951).
1952Der Bayerische Rundfunk produziert , ein Kinderhörspiel von James Krüss.
1952Der NWDR beginnt mit der Ausstrahlung der Krimiserie von Alexandra und Rolf Becker. Sie wurde – laut Heinz Schwitzke 1963 – zum sensationellsten Hörspielerfolg aller Zeiten.
1953SDR und NWDR realisieren parallel Fred von Hoerschelmanns Hörspiel . Es wurde später Pflichtlektüre deutscher Gymnasiasten.
1954 von Dylan Thomas wird vom NWDR urgesendet. Es gilt heute als das wohl berühmteste Hörspiel der Rundfunkgeschichte.
1954Astrid Lindgrens Kinderbuch wird vom NWDR als Kinderhörspiel produziert. Bearbeiterin ist Rose Marie Schwerin.
1956Max Ophüls inszeniert Arthur Schnitzlers Novelle (SWR 1956) als Hörfilm.
1956Friedrich Dürrenmatts Hörspiel wird – fast zeitgleich – von NDR und BR realisiert. Die NDR-Realisation erhält den ›Hörspielpreis der Kriegsblinden‹.
1957Der Rundfunk der DDR produziert von Heiner und Inge Müller, ein Brigadehörspiel.
1958Ingeborg Bachmanns Hörspiel (BR, NDR 1958) wird urgesendet. Bachmann erhält dafür den ›Hörspielpreis der Kriegsblinden‹.
1961Im S. Fischer Verlag erscheint die Anthologie mit Texten von Bachmann, Böll, Eich und anderen. In 25 Jahren werden fast 200.000 Exemplare verkauft.
1961Der Hessische Rundfunk sendet von Rolf Hochhuth und anschließend eine Diskussionsrunde. Regie führte Erwin Piscator. Auf die Sendung folgten erregte Diskussionen.
1961Der Westdeutsche Rundfunk führt eigene, kostenlose Hörspielbroschüren ein.
1963Heinz Schwitzke veröffentlicht . Der Hörfunk ist 40 Jahre alt.
1965Alle ARD-Sender strahlen (ARD, DRS 1965) von Peter Weiss aus. Ein Theaterstück als Hörspieladaption.
1965Der Bayerische Rundfunk produziert zum ersten Mal ein Hörspiel von einem Autor aus der DDR: (BR 1965) von Gerhard Rentzsch.
1968 (SWF 1968) von Ernst Jandl und Friederike Mayröcker wird urgesendet. Das Stereohörspiel erhält als erstes Neues Hörspiel 1969 den ›Hörspielpreis der Kriegsblinden‹.
1968Helmut Heißenbüttel hält auf einer Hörspieltagung der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt den sehr folgenreichen Vortrag .
1968In dem Hörspiel von Max Bense und Ludwig Harig (SR, RB 1968) wird erstmals die menschliche Stimme durch eine Computerstimme ersetzt.
1968WDR 1 sendet Peter Handkes Hörspiel . Das Stück wird auch als Buch und als Schallplatte veröffentlicht.
1969Saarländischer Rundfunk und WDR produzieren Ludwig Harigs O-Ton-Collage . Grundlage der Sendung sind Radiomitschnitte vom Begräbnis Konrad Adenauers 1967.
1970Der WDR beginnt mit der Ausstrahlung der 60-teiligen Sendereihe . Autor ist Reinhard Döhl.
1970Der Südwestfunk richtet den Karl-Sczuka-Preis für die beste radiofone Produktion ein.
1971Alfred Behrens realisiert das erste Pophörspiel der deutschen Hörspielgeschichte: (SWF 1971).
1971Paul Wühr montiert aus Originaltönen das Hörspiel (BR, NDR 1971) und erhält 1972 den ›Hörspielpreis der Kriegsblinden‹.
1972Günter Eichs letztes Hörspiel (SWF, HR, NDR) wird vom SWF ausgestrahlt.
1973Luchterhand Verlag und Deutsche Grammophon eröffnen die Schallplattenreihe . Heißenbüttel, Harig und Becker werden hier auf Langspielplatten veröffentlicht.
1974Rudolf Noelte realisiert Theodor Fontanes Roman als 455 Minuten langes Hörspiel (SFB, HR, BR).
1975Erich Loest debutiert mit dem Hörspiel (Rundfunk der DDR).
1975Walter Adlers Kunstkopfhörspiel (WDR 1975) wird urgesendet und erhält 1976 den ›Hörspielpreis der Kriegsblinden‹.
1977Der Bayerische Rundfunk sendet erstmals die Originalfassung von Orson Welles’ (Regie) legendärem Hörspiel (1938).
1977Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste (Frankfurt/M.) richtet den Wettbewerb ›Hörspiel des Monats‹ und dann...




