Kurland | Das Geheimnis von Seakirk Castle | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 451 Seiten

Reihe: de-Piaget-Saga

Kurland Das Geheimnis von Seakirk Castle

Roman | Die de-Piaget-Saga: Band 2 - Genevieve trifft auf den geheimnisvollen Lord Kendrick
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-96148-468-3
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman | Die de-Piaget-Saga: Band 2 - Genevieve trifft auf den geheimnisvollen Lord Kendrick

E-Book, Deutsch, Band 2, 451 Seiten

Reihe: de-Piaget-Saga

ISBN: 978-3-96148-468-3
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das Glück wartet in den grünen Hügeln Englands: der romantische Liebesroman 'Das Feuer des Lords' von Lynn Kurland jetzt als eBook bei dotbooks. Genevieve ist als Restauratorin in den USA erfolgreich, doch über Nacht wird ihr Leben auf den Kopf gestellt: Sie erbt von einer unbekannten Verwandten eine Burg im Herzen Englands ... unter der Bedingung, dort zu wohnen! Zunächst lehnt sie ab, aber als ihre Karriere wie von Geisterhand zusammenbricht, bleibt ihr keine andere Wahl, als sich auf das Abenteuer einzulassen. Sie ahnt nicht, wer sie bereits erwartetet: Der attraktive Kendrick de Piaget glaubt, nun endlich Gelegenheit zu haben, Rache an Genevieves Familie zu nehmen. Doch er hat nicht damit gerechnet, wie unwiderstehlich die Frau ist, die er eigentlich hassen will ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: »Das Feuer des Lords« von Lynn Kurland ist ein besonderes Romance-Highlight für alle Fans historischer Liebesromane voller Romantik und Gefühl, das in Deutschland erstmals unter dem Titel »Das Erbe in den Highlands« erschien. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Lynn Kurland ist auf Hawaii aufgewachsen und begann dort schon im Alter von fünf Jahren mit dem Schreiben. Im College entdeckte sie schließlich ihre Leidenschaft für Liebesromane und beschloss kurze Zeit später, ihre eigenen zu verfassen. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in den USA. Wenn sie nicht schreibt, spielt die ausgebildete klassische Musikerin Cello oder Klavier. Bei dotbooks erschienen Lynn Kurlands DePiaget-Reihe mit den Einzelbänden: »Der Kuss des Earls« »Das Feuer des Lords« Außerdem veröffentlichte die Autorin ihre McLeod-Serie: »Die Leidenschaft des Highlanders« »Die Sinnlichkeit des Highlanders« Die McLeod-Reihe erschien außerdem in dem Sammelband »Highland Fate«.
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Kapitel 2


Aber ...«

»Jede weitere Unterhaltung erübrigt sich, Miss Buchanan. Guten Tag.«

Es klickte in der Leitung, dann ertönte das Freizeichen. Genevieve starrte den Hörer in ihrer Hand an und war ernsthaft versucht, das Ding auseinanderzunehmen und nachzusehen, was man ihr dort eingebaut hatte, um sie in den Wahnsinn zu treiben. Das war bereits der dritte Kunde in dieser Woche, der sie hatte fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.

Die Tür ihres Büros öffnete sich, und Kate kam herein. Genevieve schob ihre Besorgnis beiseite. »Und, wie ist es gelaufen?«, fragte sie.

Kate zuckte hilflos mit den Schultern. »Alles ging gut bis zu dem Telefonanruf, dann warfen sie mich raus. Ohne Erklärung, nur auf Nimmerwiedersehen.«

Genevieve seufzte und legte den Hörer auf, den sie noch immer in der Hand hielt. »Irgendwas liegt in der Luft. Ich habe gerade den Montgomeryauftrag verloren.«

Kate sank auf den Stuhl vor Genevieves Schreibtisch. »Du machst Witze.«

»Schön wär's.«

»Gen, das war ein Auftrag über eine halbe Million! Was um alles in der Welt hast du getan?«

Genevieve schürzte die Lippen. »Gar nichts hab ich getan.«

»Aber irgendwas musst du angestellt haben! Wieso um Himmels willen sollten sie uns feuern, wenn du sie nicht beleidigt oder sonstwie verärgert hast? Du weißt doch, wie empfindlich sie sind.«

Genevieve wusste sehr genau, wie heikel ihre Kunden waren, weil ihr in den letzten zwei Wochen schon einige den Laufpass gegeben hatten. »Falls du versuchst, mir zu helfen, stellst du es völlig verkehrt an.«

»Ich finde, du solltest irgendeinen Fortbildungskurs besuchen, Gen. Vielleicht musst du an deiner Präsentationsweise feilen. Für jemanden zu arbeiten, der sämtliche Kunden vor den Kopf stößt, kann ich mir nicht leisten. Genau genommen kann ich es mir überhaupt nicht mehr leisten, für dich zu arbeiten.«

Sie stand auf. »Ich kündige.«

Völlig entgeistert sah Genevieve ihr nach, als Kate das Büro verließ und die Eingangstür hinter sich zuknallte.

Das Telefon läutete. Als es nicht aufhörte zu läuten, runzelte Genevieve die Stirn. Wo war Angela? Schließlich nahm sie selbst den Hörer ab.

»Traumrestaurierungen, Sie sprechen mit Genevieve.«

»Gen, hier ist Peter. Ich bin am Flughafen. In Denver.«

»Was ist passiert?«

»Sie haben mich gefeuert, das ist passiert! Was hast du diesen Leuten angetan?«

Genevieve konnte kaum glauben, was sie hörte. »Ich habe überhaupt nichts getan.« Hatte sie das gleiche nicht gerade zu Kate gesagt? Das schien sich ja zu einer Unart auszuwachsen. »Hör zu, Peter, ich ruf mal kurz die Johnsons an und erkundige mich ...«

»Tu's nicht. Unternimm gar nichts. Sie wollen nichts mit dir zu tun haben und erklärten mir, sie würden uns auf Belästigung verklagen, falls sie je wieder von uns hören sollten. Ich kündige, Gen. Du ruinierst meinen Ruf.«

»Aber ...«

»Ich hol meine Sachen ab, wenn ich zurück bin. Irgendwann, wenn du nicht da bist.«

Die Leitung war tot. Genevieve traute ihren Ohren kaum und ließ den Hörer sinken. Fast im selben Moment begann es wieder zu läuten. Wo war eigentlich Angela? Genevieve stand auf und ging in das kleine Vorzimmer.

Angelas Andenkensammlung war verschwunden, doch an ihrem Computerbildschirm klebte ein Zettel, befestigt mit gut durchgekautem Kaugummi.

Gen, ich kündige auch. Tut mir leid. Angela.

Genevieve schlug die Hände vors Gesicht und stöhnte auf, was eher wie ein Wimmern klang. Auftragsstornierungen waren eine Sache. Aber dass die ganze Mannschaft von Bord ging, stand auf einem anderen Blatt. Sie ließ sich schwer auf Angelas Schreibtischstuhl fallen und starrte auf die wild blinkende Telefonanlage. Vielleicht konnte sie für einen Tag eine Aushilfe bekommen, bis sie festen Ersatz gefunden hatte.

Aber wenn sie nicht ein paar Anrufe entgegennahm, hätte sie nicht mal eine freie Leitung nach draußen. Sie hob Leitung eins ab, auf das Schlimmste gefasst.

Acht Stunden später rätselte sie immer noch, wie sie die Wendung der Dinge zum Schlechten derart hatte unterschätzen können. Um zehn Uhr war Kate mit Umzugskartons erschienen und hatte ihren Schreibtisch leergeräumt. Um zwölf Uhr hatte Kates Anwalt per Boten die Forderung von zwei Monatsgehältern Abfindung überbringen lassen, mit der Androhung einer Klage, falls Genevieve nicht einwilligte.

Genevieve war wie vor den Kopf gestoßen und hatte für die Zahlung ihr Sparkonto aufgelöst.

Der Nachmittag hatte den Anwälten gehört. Genevieve bekam es noch mit mindestens einem Dutzend davon zu tun, die erklärten, ihre Mandanten wollten nie wieder etwas mit ihr zu tun haben. Hätte es nicht jedes Mal so wehgetan, wenn sie sich zwickte, hätte sie geglaubt, sie wäre in einem besonders langen, heftigen Albtraum gefangen.

Und so saß sie nach acht Stunden seelischen Infernos noch immer an Angelas Schreibtisch. Die Telefonleitungen blinkten nicht mehr. Angelas Büroschlüssel lagen auf einem ordentlichen Häufchen. Die von Kate auf einem anderen ordentlichen Häufchen gleich daneben. Genevieve versuchte sich ein Lächeln abzuringen über ihr organisatorisches Geschick. Aber irgendwie gelang es ihr nicht.

Daher legte sie den Kopf auf den Schreibtisch und weinte.

Sie konnte sie nicht finden.

Genevieve lief vor ihrem Kamin auf und ab und löffelte Karamelleis in sich hinein. Als der Löffel schließlich leer wieder herauskam, verwünschte sie die Packung, weil sie so klein war. Sie legte den Löffel auf den leeren Sims, warf den Karton ins Feuer und sah zu, wie die Flammen ihn verzehrten. Er ging in Rauch auf, genau wie ihr Leben.

Sie fuhr sich mit den Händen übers Gesicht und versuchte sich zu konzentrieren. Da sie nachmittags ein Nickerchen gemacht hatte, konnte sie Müdigkeit nicht als Ausrede vorgeben. Ihr fiel nur das Denken schwer bei diesem Regen, der unablässig gegen die Fenster prasselte. Für September war es ungewöhnlich kalt, als hätte eine finstere Macht Kontrolle über die Elemente erlangt und würde sich nun damit vergnügen, arme Sterbliche zu quälen, die dazu verdammt waren, auf den Straßen unterwegs zu sein. Auch sie würde bald dort landen, falls sie nicht schleunigst etwas unternahm. Wenn sie doch nur diese verflixte Visitenkarte finden könnte, und wenn es nicht schon zu spät war, Ja zu sagen, könnte sie sich vielleicht aus ihrer derzeitigen Misere befreien.

Sie ließ den Blick durchs Wohnzimmer schweifen. Wie schwer konnte es denn sein, ein simples Stück Papier zu finden? Ihre Möbel waren weg, verkauft, um Rückerstattungen an erboste Kunden leisten zu können. Ihr Geschäftsschild Traumrestaurierungen lehnte mit Schlagseite an der Wand. Sie wandte den Blick ab. Obwohl die Geschäftsschließung schon mehr als zwei Monate zurücklag, schmerzte sie der Verlust noch immer.

Sie musste unbedingt Mr McShanes Visitenkarte finden. Das war ihre einzige Hoffnung. Sie war pleite, hatte keine Möbel mehr und verlor täglich an Gewicht. Mit etwas Glück hatte Mr McShane den ganzen Sommer über Urlaub gemacht und niemand anderen gefunden, der diesen Haufen Steine haben wollte. Inzwischen war sie nur allzu bereit, das Angebot anzunehmen. Sie besaß keine Familie mehr, kein Geschäft und vor allen Dingen kein Geld. Nach England zu ziehen, klang von Minute zu Minute verlockender. Auch Tee zu mögen, könnte sie lernen.

Sie hatte die Karte auf den Altpapierhaufen geworfen, das wusste sie genau: Aber es gab nicht weniger als zwei Dutzend Papierstöße, die an verschiedenen Stellen auf dem Fußboden lagen. Ihre Mutter wäre entsetzt gewesen, doch die Haufen waren zumindest ordentlich gestapelt. Genevieve hatte ja jede Menge Zeit gehabt, und das sah man.

Sie ignorierte die Panik, die sie zu überwältigen drohte, und begann mit dem Stapel neben der Tür. Die Karte war zu finden, man brauchte nur Geduld.

Eine Stunde und zwei Haufen später fragte sie sich, ob es mehr Geduld bedurfte, als sie je im Leben aufbringen würde.

Drei Stunden und vier Stapel später war ihr klar, dass Geduld ihr nicht helfen würde, sondern nur ein Wunder.

Bei Sonnenaufgang fing sie an zu zweifeln, ob selbst ein Wunder es schaffen würde. Sie hatte jeden Papierstoß in ihrer Wohnung durchsucht. Sie hatte den Altpapierhaufen neben ihrem Telefon kontrolliert und nichts gefunden. Sie hatte den Kartenstoß neben der Spüle durchwühlt, in der nahezu sicheren Annahme, dort Mr McShanes Visitenkarte zu finden. Bestimmt hatte sie die Karte nicht weggeworfen. Wann hätte sie dafür Zeit finden sollen bei all dem Tohuwabohu, das um sie herum ausgebrochen war?

Als es Mittag wurde, war ihre Wohnung verwüstet und Genevieve am Boden zerstört. Trotz allen Kopfzerbrechens konnte sie sich nicht daran erinnern, wie Mr McShanes Firma hieß. Sie hatte die Auskunft in London angerufen, um seine Privatnummer herauszufinden, doch ohne Erfolg.

Sie hatte es vermasselt.

Was sie brauchte, war Gehirnnahrung. Sie kramte ihr Glas mit dem Kleingeld hervor und zählte die Cents. Wenn sie wenigstens genug für einen Karton Chocolate-Chip-Eiscreme mit Keksstücken zusammenbekam, würde ihr alles bestimmt in rosigerem Licht erscheinen. Zumindest hätte sie dann genug Energie für einen weiteren Suchdurchgang.

Sie kam auf einen Dollar und sechs Cent. Kaum genug für einen ordentlichen Schokoriegel, geschweige denn Gourmet-Eiscreme.

Ihr kamen die Tränen.

Das Telefon läutete.

Genevieve ignorierte es. Wahrscheinlich nur wieder ein Anwalt, der auf den Verdacht hin anrief, dass doch noch was zu holen war. Da musste sie ihn leider enttäuschen. Falls jemand Buch führte, hätte da sicher gestanden: Drachen, jede Menge;...



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