Kusche | Und dann lynch' ich deinen Hummer! | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 172 Seiten

Kusche Und dann lynch' ich deinen Hummer!

Das Affenalbum
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-903005-57-0
Verlag: Edition Atelier
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Das Affenalbum

E-Book, Deutsch, 172 Seiten

ISBN: 978-3-903005-57-0
Verlag: Edition Atelier
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Trotz seiner akademischen Ausbildung hat er keinen vernünftigen Job. Er arbeitet als geringfügig Beschäftigter in einer Landesbank in der Personalabteilung. Von seinen schlechter ausgebildeten, aber besser bezahlten Kollegen wird er gemobbt - weil er ein Affe ist. Nachts tingelt er durch die Hipsterbars, um Frauen kennenzulernen. Als er in einer fremden Wohnung eine alte Schreibmaschine entdeckt, beginnt er damit, seine Geschichte niederzuschreiben. Doch immer wieder wird er darin unterbrochen - von den Meldungen aus der Finanzwelt, die just in diesen Tagen in eine tiefe Krise gestürzt wird. Ein tragikomischer Roman über einen Außenseiter, der trotz seiner gesellschaftlichen Benachteiligung alle Register zieht, um seine Ziele zu erreichen.

Izy Kusche, 1973 in Hamburg geboren; Studium der germanistischen Literaturwissenschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie Sprachwissenschaft in Halle/Saale; 2001-2003 wesentlicher Bestandteil der Leipziger Literaturshow-Szene (Ilses Erika, Werk II); als Duo Fust/Kusche eine Reihe von Uraufführungen, u. a. Du und der Vergnügungspark (Burgtheater/KasinoBar 2007), Ich glaube an Raum (Burgtheater/Vestibül, 2008) und L'Afrique et le Réduit (Theater Basel/K6, 2009); 2010 DramatikerInnenstipendium des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur; zahlreiche Beiträge in Anthologien und Literaturzeitschriften. Und dann lynch' ich deinen Hummer! - Das Affenalbum ist sein erster Roman.
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2. Dieser Affe fiel aus allen Wolken


Ja. Nein … Hm. Also?

Auch das ist Zeit:

eiaeiaeia rtai 09yta09 q095 q-a-yü hm
alaoi –yeö< ß2äa aöa aäaäaä

?!

»…«

hahajaha

blaha

^^^^^^^^^^

qqqqqqqqwwwwweeeeeeeeeerrrrrrrrrrrtttttttttttttzzzzzzz

uuuuuuuuiiiiiiiiiiiiioooooooopppppppüüüü ++++++++++

Abs.Ret.-Mix Abs.Ret-Mix Aktien-Dachf. Amer.STck-Mix Definsiv-Pf. DivedendSt2015 Em.Mkt Bnd-Mix Emerging-Mix Euro Bond-Mix Blbl Stock-Mix Hochzins Immo-Strategie Infationssch. KMU-Fonds LngTerm Erobd Offensiv-Pf Portfolio.-Mix ShTrm EuBd-Mix TopRendiete2013 Un-tern.anl.-F. Strat. Dynamik Strat. Klassik Strat. Wachs aaaaaaaaaa

Sssssssss ddddddd f

fffffffffffffff FFFFFFFF

GGgggGGg EMCore

C. Europe

Was soll’s.

Die Zeit ist irgendwie vorübergegangen. Ohne dass sonst etwas geschehen wäre. Nächtelang in der Zeitmaschine. Was soll’s.

jjjjjjjjjj kkkkkkkk LLLLLLLL öööööööö ÄÄÄÄÄÄÄ #########

Ich hatte mich zuvor ja niemals mit der Tastatur auseinandergesetzt. Mit der Buchstabenanordnung. Da kommt man doch erst mal überhaupt nicht drauf, dass da eine Systematik dahinterstecken soll.

yyyyyyyyy xxxxxxxxx ccccccccccc vvvvvvvvvv bbbbbbbbb nnnn

mmmmmm

Mix Konservativ Mix Ausgewogen Stegy Return T Mix Dynamisch Top Trend Hohstoff Trend Post.Klassik Plus P.S.K. Euro Div+ T EuropaBlueChipStck Amer.Blue Chip Stck amer Blue C St Unh Österreich Plus GLBL Stock Euopa Stock JaPan-Asien Stock Going Public

Auch damit kann man üben.

Was soll’s.

Es nimmt kein Ende.

Ich versuche, mich zu erinnern. Endlos. Ergebnislos.

Ich würde mich besser fühlen, wenn ich wüsste, was passiert ist. Was, wenn ich einfach hier sitzen bliebe? Für eine Weile? Paar Tage. Oder länger. Was ist schon Zeit? Ich versuche mich zu erinnern. Und schreibe einfach weiter. Ohne Ende. Bis irgendwann ein Ergebnis vorläge? Eine Erinnerung? Die Geschichte? Mal abgesehen vom logischen Widerspruch: Endlos schreiben und schließlich doch etwas fertigstellen. Ist das dann the Wahrheit? Oder bloß esoterischer Quatsch? Oder was? Was soll’s. Einfach weiterschreiben. Ohne Ende.

Das war der Anfang: Sie habe meinen Brief erhalten, sagte sie. Brief, fragte ich, was für ein Brief? Denn es stimmte, ich hatte ihr diverse Briefe geschrieben. Aber keinen schickte ich jemals ab. Und diesen einen, den ich tatsächlich einmal bei der Post aufgeben wollte, der befindet sich immer noch in Planung. Sie habe also gar keinen Brief von mir erhalten können. Resümierte ich. Absolut keinen Brief. Den ich ihr beispielsweise nachts geschrieben haben könnte. Wenn ich beispielsweise wach gelegen hätte, es irgendwann nicht mehr ausgehalten haben könnte und aus dem Bett gesprungen wäre. Dann hätte ich mich beispielsweise an den Schreibtisch gesetzt haben können, um mit einem Brief an sie zu beginnen.

Mit der Hand.

Liebe Annabelle.

So begann ich nämlich stets, wenn ich ihr schreiben wollte. Nur ein Ende fand es nie.

Ich schrieb ihr endlose Briefe, und ich zündete mir extra eine Kerze dazu an, damit diese Briefe besser gelängen, wenn ich ins Nichts starrte, und, wie stets, dabei immer nur mich selbst entdeckte, als schwaches Spiegelbild im Fenster im flackernden Schein der Flamme, des Lichts.

Was machst du so, hatte sie nach der Begrüßung zunächst gefragt. Unerwartet kühl, wie dieser Abend Mitte September für seine Jahreszeit. Nichts, antwortete ich. Nichts Wesentliches, präzisierte ich, was der Anlass dafür war, dass alles Übel an diesem Abend seinen Anfang nahm, denn Annabelle dozierte zunächst über Ansprüche im Allgemeinen und , wie sie daraufhin betonte, sei es manchmal auch ratsam, zu unterlassen, was sie als Anspielung auf einen gewissen verstanden haben wollte. ?, fragte ich also, nachdem sie behauptete, ihn erhalten zu haben, was für ein ?

Oder was auch immer das gewesen sein solle, meinte sie, sie habe das nicht verstanden, was das solle, ihr diesen zu schicken. Sie habe keinen erhalten können. Argumentierte ich. Weil ich keinen geschrieben hatte. Meine Güte, schrie sie daraufhin. Beinahe. Dann eben Kurzgeschichte. Text. Was auch immer. Was sollte das?

Sie habe es immer bewundernswert gefunden, wie ich das so mache, was ich mache. Also, obwohl ich bin wie ich bin. Meinte sie damit. Wohl. Das hatte mich fertig gemacht. Jedes Mal. Wenn sie das sagte. Ich schrie. Ich scheiß auf deine Ironie. Am liebsten. Aber ich tat nichts. Schrie nicht. In Wirklichkeit. Ich log. Wohl. Das eine oder andere Mal. Aber diesmal?

Ja. Ja. Einem Affen kann man ja an allem die Schuld geben. Meinte ich.

Sie schlug mir mit der flachen rechten Hand auf die von ihr aus gesehen ebenfalls rechte Wange, was meine linke ist, von mir aus gesehen, und damit beginne bereits das Dilemma, gab ich mich unbeeindruckt, denn was zähle mehr, ihre oder meine Perspektive, links oder rechts, die alte Frage, und sie schlug mir prompt auf die andere Seite. Das sei ihr scheißegal, schrie sie.

Zwischen ihrer ersten Bemerkung über einen sogenannten und diesen Ohrfeigen lagen zufällige Begegnungen mit anderen Gästen, nebenbei Bemerktes, flüchtige Augenblicke. Kein Grund, um eine Spannungskurve dramatisch ansteigen zu lassen. Aber Annabelle führt ja immer irgendwas auf irgendwas anderes zurück. Kein waberndes Kontinuum im Sinne von: Alles hängt mit allem zusammen, was im Ergebnis dazu führt, dass alles egal ist. Sondern eins folgt aus dem anderen. Was bedeutet: Es gibt keine Entschuldigung. Eine umgekehrte Esoterik. Denn alles hat einen Grund. Ein knallhartes Ursache-Wirkungs-Prinzip. Eine Waspassiert-dann-Maschine. Für alles. Sagte sie. Auch als sie mich auf der hübschen Terrasse ohrfeigte, wiederholte sie ihre Auffassung. Wohl. Aber ich kann mich nicht mehr erinnern. Ich weiß nur noch, wie uns alle ansahen. Als wir von draußen reinkamen. Während es ruhig wurde um uns herum. Oder war es nur sie, die mich ansah, noch niemals so intensiv, impulsiv, wütend und sogleich bereuend, wie sie mich gerade geohrfeigt hatte, zunächst ein Reflex, dann ein zweites Mal und dadurch also Vorsatz, aber trotzdem haben wir uns danach geküsst, wie das eine oder andere Mal, in dieser oder jener Nacht, damals, bis wir entscheiden mussten, wie wir das nennen zwischen uns, und bis es deswegen schließlich still wurde um uns, und sie erleichtert schien, wegen eines Jobangebots wegziehen zu können, und irgendwann die Telefonate seltener wurden, als ich kaum mehr schlief, stattdessen Briefe schrieb, an sie, die ich aber niemals abgeschickt hatte, sagte ich. Wohl.

Na gut. Ich hatte gelogen. Das eine oder andere Mal. Aber diesmal legte ich wert auf Präzisierung. Erfolglos.

Tag nach Marions Hochzeit. Ich bleibe im Bett ohne mich zu bewegen. Der Fernseher läuft in der Wohnung einer Bekannten eines guten Freundes, die ein paar Wochen leer war, weil die Frau (im Folgenden: Velouria) in Mexiko unterwegs ist, weshalb der Freund mich dort unterbringen konnte, weil es bei ihm selbst schlecht ging. Denn seit er Vater geworden sei, da habe sich nun mal das Leben unwiederbringlich verändert, wie er erklärt hat.

Bei der Arbeit hatte ich mir offengelassen, wann ich wiederkomme. Übermorgen wird Velouria wiederkommen. Etwas Zeit, um wieder klarer zu werden. Aber wahrscheinlich zu wenig, selbst um meine spärliche Erinnerung an diesen Abend aufzuschreiben. Was soll’s. There’s never a forever thing. Vielleicht gelingt es mir wenigstens, mein Telefon wiederzufinden. Kein Schimmer, wo das abgeblieben sein könnte. Vom Festnetzanschluss hier mal probiert. Sofort Mailbox. Tja. Später drum kümmern. Erst mal drinnen bleiben. Konserven sind in der Wohnung. Wenigstens muss ich nicht raus und einkaufen gehen. Und am Ende noch jemandem auf der Straße begegnen. Das wäre ziemlich – allein die Vorstellung, womöglich noch einem der Hochzeitsgäste über den Weg zu laufen. Stadt bleibt Dorf. Am Rande der Wildnis. Mit TV.

Blubber.

Blubber.

Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Mittelamerika über das Amazonasbecken bis in das südöstliche Brasilien und in das nördliche Argentinien. Ihr Lebensraum sind Wälder. Sie sind in Regenwäldern, trockenen Laubwäldern, in Mangroven- und Gebirgswäldern zu finden. Diese Flexibilität erlaubt es dem Zoo, die Tiere in einem...



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