E-Book, Deutsch, Band 347, 128 Seiten, E-Book
Reihe: Haufe TaschenGuide
Länger Spiele für Online-Seminare
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-648-14776-4
Verlag: Haufe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wie Sie mit einfachen Methoden die Teilnehmenden begeistern
E-Book, Deutsch, Band 347, 128 Seiten, E-Book
Reihe: Haufe TaschenGuide
ISBN: 978-3-648-14776-4
Verlag: Haufe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Andrea Länger ist M.A. und Diplom-Sozialpädagogin und seit über 16 Jahren als Trainerin und Coach tätig. Sie vermittelt in ihren Trainings und Online-Seminaren Kompetenzen und Strategien zur Gesundheit am Arbeitsplatz, Work-Life Balance, Psychohygiene & Selbstfürsorge, Resilienz, Stressbewältigung und Kommunikation sowie zu Führung und Gesundheit. Andrea Länger ist Lehrbeauftragte an den Hochschulen Augsburg und München zu Gesundheitskompetenzen, Systemisches Coaching und Methoden für die soziale Gruppenarbeit. Sie ist Inhaberin der Lebenslustagentur in Augsburg und Autorin mehrerer Bücher rund um das Thema Lebenslust.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
InhaltDie Basis: Vorbereitung und PlanungOnline- und Offline-Seminare: Alles gleich oder grundverschieden?Die ersten SchritteDer Ablaufplan - das Herz Ihres Online-SeminarsDie richtigen Spiele und MethodenOnlinetools und SoftwareHardwareDesign des Online-SeminarraumsLichtKleidung und KörperspracheKurz vor dem StartSpiele und Übungen für einen guten StartTipps für VorstellungsrundenPorträt malenDas "Ich bin"-ProfilKopf - Herz - Bauch - FüßeFlohmarkt: Ich biete - ich sucheDrei Dinge verändernGemeinsam sind wir.Ein Symbol zu mirCheck-inLieblingssachenIch heiße A und mag AKommunikationsübungen und -technikenVon A bis ZVokalfrei-QuizIch sehe auf meinem Bildschirm.Mein Haus, mein Auto, mein BootBildbeschreibung malenSelbsterforschungEmpathisch zuhörenWahr oder frei erfunden?Wer bin ich und warum bin ich hier?Weg vom "Ja, aber" - hin zum "Ja, und"Stadt, Land, FlussAchtsamkeit und Selbstfürsorge fördern5 Atemübungen3 Minuten StilleGesicht malenKlarheit durch MeditationAchtsame Gelassenheit60 Sekunden lächelnDie 4 LebensbereicheSorgen-Freude-KuchenDas Gute wertschätzenBewegungsspiele zur AktivierungFitness-Übungen für das GehirnMit der Nase malenHubschrauberLoslassenPinguingangFußmassageRückenrolleGehmeditationAuswertungs- und ReflexionsideenUnterm ApfelbaumWie hat es geschmeckt?Fasse dich kurz und sprich von HerzenPersönliche LernkarteInsel der ErkenntnisAuswertungsumfrageSonne und RegenWas habt ihr denn gemacht?TagesrückschauFinger-FeedbackKurz-CoachingZeitreise in die ZukunftChat-WünscheBrief an mich selbstDer letzte Eindruck bleibt: Abschluss-SpieleTipps für das SeminarendeZukunftsbildSelbstlobritualWertschätzungsrundeWunschlisteDreimal wie war's?Danke sagenStichwortverzeichnisDie Autorin
Spiele und Übungen für einen guten Start
Der erste Eindruck zählt. Mit den richtigen Übungen und Spielen wecken Sie gleich zu Beginn Ihres Seminars die Neugierde und Motivation der Teilnehmenden. Und Sie schaffen Nähe, was vor allem im virtuellen Raum gar nicht so einfach ist.
In diesem Kapitel finden Sie
- Tipps für Vorstellungsrunden,
- Übungen zum Kennenlernen,
- Spiele zum Warmwerden.
Tipps für Vorstellungsrunden
Der erste Eindruck zählt. Schon in der anfänglichen Vorstellungsrunde können Sie mit kleinen Interventionen ein Lächeln auf die Gesichter Ihrer Teilnehmenden zaubern. Die oftmals langatmigen Selbstpräsentationen lassen sich mit einfachen Aktionen spielerisch und abwechslungsreich gestalten. Abwechslung beflügelt auch Sie selbst als Trainerin und Trainer. Dieser Aspekt ist genauso wichtig wie die Motivation Ihres Publikums.
| Tipps für den Check-in |
| ? | Siezen oder duzen? Die TN können sich entweder mit ihrem Vornamen oder mit ihrem Nachnamen im Videofenster benennen. Das ist eine schnelle und individuelle Lösung für die Frage der Du- oder Sie-Ansprache, sofern sich die TN noch nicht kennen. |
| ? | Die Frage nach dem Warum: Fragen Sie die TN, warum sie sich angemeldet haben. Sie erhalten so Informationen über deren Motive, Interessen und Vorkenntnisse. Im Verlauf des Seminars oder an dessen Ende können Sie darauf zurückkommen. Auch für die TN sind die Beweggründe der anderen spannend. |
| ? | Skalierungsfragen: Damit können Sie die Stimmungslage, die Motivation oder den Wissensstand zu einem Thema erfassen. Bitten Sie die TN neben ihrem Namen im Videofenster auf einer Skala von 0 bis 10 die im Moment für sie stimmige Zahl einzutragen. Sie können die Abfrage zu einem späteren Zeitpunkt oder am Ende des Seminars wiederholen. Beispiele für mögliche Skalierungsfragen: Wie geht es Ihnen? Wie hoch ist Ihre Motivation, wenn Sie an … denken? Wie viel wissen Sie bereits über das Thema? |
| ? | Stimmungsskizze: Fordern Sie die TN ihre Stimmungslage auf ein Blatt zu malen. Dazu können sie Smileys, Symbole und Begriffe nutzen. Die fertigen Skizzen werden in die Kamera gehalten. |
| ? | Energie: Fordern Sie die TN auf, ihren Energiehaushalt mit der einer Akkuladung von 0 bis 100 % zu vergleichen und ihr aktuelles Befinden entsprechend zu benennen. Fragen Sie nach den Gründen für einen vollen oder halb leeren Akkustand. Am Ende des Seminars oder einer Lerneinheit können Sie diese Frage erneut stellen. |
| ? | Wertschätzungsrunde: Ergänzend zur oder nach der Vorstellungsrunde sagen alle TN, was gerade gut läuft, was ihr oder ihm gelungen ist und worauf er oder sie stolz ist. Die Wertschätzungsrunde lenkt den Blick auf das Gute und verbessert in kurzer Zeit die Stimmung. |
| ? | Hintergrundbild: Bitten Sie die TN, ein auf sie jeweils passendes Hintergrundbild einzustellen, z. B. zu einer Reise oder einem Hobby, und kurz darüber zu berichten. Ein Bild sagt oft mehr über eine Person aus als Worte. |
| ? | ABC-Reihenfolge: Die Teilnehmer stellen sich in alphabetischer Reihenfolge vor: Herr A beginnt, Frau B, Herr C, D etc. folgen. Damit überwinden die TN ihre anfängliche Schüchternheit und Hemmschwelle zu sprechen leichter. Und Sie vermeiden die Wartezeiten, die entstehen, wenn die TN überlegen, wann sie das Wort ergreifen sollen. |
| ? | Körpergröße: Sie können die TN bitten, neben dem Namen im Videofenster ihre Größe in Zentimetern anzugeben. Sie entscheiden dann, ob die Vorstellungsrunde mit der kleinsten oder größten Person beginnt. |
| ? | Partnerinterview: Für das Kennenlernen in Zweiergruppen sind diese Fragen empfehlenswert: Welche Ausbildung, welches Studium hast du gemacht? Wo arbeitest du und wie lange bist du schon dort? Was hast du gestern Abend gemacht? Was ist dein Lieblingsessen? Welchem Freizeitvergnügen gehst du gerne nach? Wie verbringst du einen heißen Sommertag? Welche Superkraft hättest du gerne? |
| ? | Wer möchte nicht anfangen? Diese überraschende Frage führt garantiert zu Lachern und lindert so die anfängliche Nervosität. |
Porträt malen
Ziel: Kennenlernen, lustiger Einstieg, Aha-Effekt
Personenanzahl: ab 6 TN in Zweiergruppen
Dauer: 10 Minuten
Material: 1 dicker Stift, 1 Blatt DIN-A4-Papier, Schreibunterlage
Anleitung
Teilen Sie die TN in Zweiergruppen ein. Dazu rufen Sie die Kleingruppenfunktion auf und erstellen die benötigte Anzahl an Kleingruppenräumen. Bei einer ungeraden TN-Anzahl machen Sie selbst mit und verbleiben mit einer Person im virtuellen Hauptmeetingraum. Bitten Sie die TN, Stift und Papier zur Hand zu nehmen. Leiten Sie die Übung mit den folgenden Worten an: »Schauen Sie sich ins Gesicht. Malen Sie ein Porträt Ihres Gegenu¨bers, ohne dabei auf das Blatt zu schauen. Auf die Pla¨tze, fertig, los!« Geben Sie den Gruppen 10 Minuten Zeit. Wenn die TN mit dem Malen fertig sind, können sie sich das Bild gegenseitig zeigen.
Am besten ist es, wenn Sie die Anleitung zu den Spielen in Ihre Präsentation einfügen oder auf dem Whiteboard visualisieren. So können die TN den Ablauf der Übungen mitlesen und besser verstehen.
Auswertung
Nachdem alle wieder im Hauptraum versammelt sind, bitten Sie die TN, die gemalten Bilder in die Kamera zu halten. Bei 12 und mehr TN können Sie sich die Bilder als Fotos zuschicken lassen und in Ihre Präsentation einfügen.
Wirkung
Diese Übung dient nicht nur dem Kennenlernen. Sie nimmt den TN auch Nervosität, da es bereits beim Erklären der Übung immer wieder zu Lachern kommt.
Doch die Übung bewirkt noch etwas anderes: Mit ihrer Hilfe können Sie gemeinsam mit den TN das Gefallenwollen, die eigene Fehlerkultur und der Perfektionsanspruch reflektieren. Viele TN entschuldigen sich nämlich bereits vorab, dass sie nicht malen können. Mit dem Porträtmalen machen die TN die Erfahrung, dass Imperfektion auch Spaß machen kann und per se nichts Schlechtes sein muss.
Das »Ich bin«-Profil
Ziel: Kennenlernen, sich selbst vorstellen
Personenanzahl: bis 10 TN oder Kleingruppen
Dauer: 15 bis 20 Minuten
Material: 1 Stift, 1 Blatt-DIN-A4-Papier
Anleitung
Visualisieren Sie das untenstehende Schema. Die TN bekommen 5 bis 10 Minuten Zeit, daraus ein »Ich bin …«-Profil von sich zu erstellen. Die TN sollen die Sätze in Einzelarbeit ergänzen. Sie können sich dabei allgemein auf die Vorstellung ihrer Person oder auf das konkrete Seminarthema beziehen.
Beschreibungsschema
- Ich bin …
- Ich kann …
- Ich habe …
- Ich will …
Auswertung
Bei einer Gruppe bis zu 10 Personen lesen die TN die ergänzten Sätze jeweils im Plenum vor. Bei einer größeren TN-Zahl sind Kleingruppen von 2 bis 3 TN ratsam. Die Ausführungen der TN zur »Ich will …«-Aussage können Sie mitschreiben. Kurz vor dem Seminarende können Sie dann gemeinsam mit den TN abgleichen, ob sich die Ziele und Erwartungen der TN in Bezug auf das Seminar erfüllt haben.
Wirkung
Die Fragen ermutigen die TN dazu, mehr über sich selbst mitzuteilen. Die anderen Beteiligten erfahren so etwas über die jeweilige Person, deren Kompetenzen, Fähigkeiten oder auch deren Wissensstand, sofern die Fragen auf inhaltliche Themen bezogen werden.
Kopf – Herz – Bauch – Füße
Ziel: Kennenlernen, Einstieg ins Thema
Personenanzahl: 4 bis 10 TN oder Zweiergruppen
Dauer: 20 bis 30 Minuten
Material: 1 Stift, 1 Blatt DIN-A4-Papier
Anleitung
Visualisieren Sie die folgenden vier Fragen oder schreiben Sie sie in den Chat.
- Kopf – Was geht dir im Kopf herum?
- Herz – Was liegt dir am Herzen?
- Bauch – Was drückt dir auf den Magen?
- Füße – Worauf stehst du?
In einer kleinen Seminargruppe können die Fragen in Einzelarbeit...




