Lake | Wild Scottish Hearts – Sternennächte in Seaview Hills | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 359 Seiten

Reihe: Romantische Small-Town-Romance in Schottland

Lake Wild Scottish Hearts – Sternennächte in Seaview Hills


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7517-2653-5
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 3, 359 Seiten

Reihe: Romantische Small-Town-Romance in Schottland

ISBN: 978-3-7517-2653-5
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ella hat endlich ihren Uniabschluss in der Tasche und tritt ihre erste Stelle in einer Kanzlei an. Als Single Mom einer kleinen Tochter hatte sie es nicht immer leicht im Leben, aber jetzt startet sie neu durch.

Dann steht sie ihrem ersten Mandanten gegenüber: Colin - der Mann, mit dem sie immer aneinandergerät, wenn sie im Elternrat der Grundschule aufeinandertreffen. Er gibt ihr das Gefühl, sie wäre zu jung und unerfahren für ... alles. Ausgerechnet ihm soll sie bei seiner Scheidung helfen. Obwohl er sie zunächst als Anwältin ablehnt, durchbricht sie langsam seine harte Schale. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr bedeutet ihr Colin und in ihr erwachen Gefühle, die sie für einen Mandanten nicht haben darf. Aber wie soll sie dagegen ankommen, wenn ihr verräterisches Herz höherschlägt, sobald er in der Nähe ist? Doch Colin lässt seine Vergangenheit nicht los, und Ella muss sich entscheiden, ob sie für ihre Liebe kämpfen will.

Der dritte Band der Small-Town-Romance-Reihe von Lisa Lake. Knisternde Romantik und eine mitreißende Story.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Lisa Lake lebt mit ihrer Familie und einer sehr faulen Katze, mit der sie die Leidenschaft zu ausgiebigen Nickerchen teilt, am Rande des Harzes. Schon in ihrer Schulzeit schrieb sie Fanfiction, um ihren Lieblingspärchen ein Happy End zu schenken. Ihr Herz schlägt für Geschichten voller Romantik und Sehnsuchtsorte. In ihrer Freizeit verschlingt sie Bücher, wie andere ihren geliebten Kaffee am Morgen.

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Weitere Infos & Material



Ella

Ich habe einen Uniabschluss. Dieser Gedanke prickelt wie Brausepulver in meinem Kopf, als ich mit meiner Champagnerflöte an die Gläser meiner Kollegen und Kolleginnen stoße. Ein helles Klirren begleitet die Glückwünsche und lässt unseren kleinen Sektumtrunk feierlicher wirken, als er ist. Meine Lippen verziehen sich zu einem breiten Lächeln und ich streiche mir eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht. In einem Zug stürze ich den Champagner herunter, doch das kribblige Gefühl der Kohlensäure ist nichts im Vergleich zu dem beinahe elektrisierenden Gefühl von Aufregung und Freude, weil ich endlich mein Studium abgeschlossen habe.

Mr Huntsman, Gründer und Namensgeber der Kanzlei Huntsman & Partner räuspert sich und sofort verstummen die Gespräche um ihn herum. Schon als ich hier mit einer Aushilfsstelle angefangen habe, bewunderte ich meinen Chef für seine Art, einen Raum einzunehmen. Er muss nicht einmal seine Stimme erheben oder sonst irgendwie auf sich aufmerksam machen. Manche Menschen haben einfach diese Ausstrahlung und seine schreit geradezu »Ich bin hier der Chef«. Ich beiße mir auf die Lippe, um nicht weiterhin wie eine Irre zu strahlen. Als ich mich dazu durchgerungen hatte, doch noch zu studieren, hätte ich niemals geglaubt, so schnell eine Anstellung als Anwältin zu finden. Unsere Stadt ist nicht gerade groß und da ich auf keinen Fall aus Seaview Hills wegziehen wollte, hatte ich mich innerlich schon auf ein Pendlerleben eingestellt. Ein Hauch von Wehmut überkommt mich, als mir meine Liste an Hörbüchern einfällt, die ich mir schon seit Monaten für diese Fahrten erstellt habe.

»Lasst uns einen Toast ausbringen auf Ella, die nicht nur einen hervorragenden Abschluss geschafft, sondern nebenbei auch noch zwei Jobs gemeistert hat. Ella, Sie ziehen nicht nur Ihre Tochter alleine groß, sondern haben währenddessen jeden von uns und unsere Marotten ertragen.« Kleine Fältchen ziehen sich um seinen Mundwinkel und er wirft Tobias einen kurzen Seitenblick zu. Toby läuft sekundenschnell rot wie eine Tomate an und kann keinem von uns in die Augen sehen. Dabei hat mich seine Vorliebe für klassische Musik, wenn er einen kniffligen Fall bearbeitet, nie gestört. Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich mir nicht sicher, ob das nicht mehr über mich aussagt, als mir bewusst ist.

»Ich freue mich darauf, Sie von nun an als Anwältin in unserem Team begrüßen zu dürfen, Ella«, fährt mein Boss fort. »Auch wenn mir jetzt schon der grandiose Kaffee fehlt, den sie immer gezaubert haben.« Er zwinkert mir zu und meine Kollegen nicken zustimmend.

»Niemand hat eine Blume so perfekt in den Milchschaum gezaubert wie du«, stimmt Grace ihm mit todernster Stimme zu und sieht betrübt in ihr Glas.

»Wow, ich freue mich, dass ich dich wenigstens mit meinen Fähigkeiten der Kaffeekunst beeindrucken kann«, erwidere ich trocken. Die Mundwinkel meiner Freundin zucken belustigt, als die anderen zu kichern beginnen. Grace schenkt uns eine weitere Runde ein und diesmal nippe ich langsamer an meinem Getränk.

»Freust du dich schon auf deinen ersten eigenen Fall?«, fragt mich Ewan interessiert. Er ist, neben Mr Huntsman, am längsten in der Kanzlei und derjenige, mit dem ich die meiste Zeit hier verbracht habe. Obwohl es bisher nicht seine Aufgabe gewesen ist, hat er mir schon vieles über vergangene Mandanten erklärt und mich immer mal wieder selbst Vorschläge anbringen lassen. Bei seiner Frage schlägt die Vorfreude über meine neue Arbeit in nervöse Unsicherheit um. Als hätte man einen Lichtschalter ausgeknipst, wechselt das leichte Kribbeln in mir die Seite und fühlt sich auf einmal unheilvoll an.

Als er meine zusammengezogenen Augenbrauen sieht, gluckst er. »Du kannst das, Ella. Du hast x-mal zusammen mit mir Fälle bearbeitet.« Er legt mir aufmunternd seine Hand auf die Schulter. Es fühlt sich an, als würde das Gewicht seiner Hand für all die Verantwortung stehen, die von nun an auf mir lasten wird.

»Klar, das wird sicher toll«, bringe ich endlich hervor und höre selbst, dass ich mich viel piepsiger anhöre als sonst. Wie immer, wenn ich unsicher werde, kommt mein amerikanischer Akzent stärker durch. Als würde mein Körper mir noch deutlicher vor Augen führen wollen, wie fremd mir all das ist. Dabei hat Ewan recht – ich bekomme das hin. Seit vier Jahren arbeite ich bereits hier und durfte schon in so einige Fallakten schnuppern oder jemanden mit zum Gericht begleiten. Ich habe Mandantengespräche begleitet und nebenbei ein Fernstudium absolviert. Und das alles, während ich Millie großgezogen habe. Na ja, mit tatkräftiger Hilfe von meinem Ex-Mann Kent. Ich will nicht sagen, dass diese Jahre super easy waren, aber ich habe sie gemeistert. So wie alles bisher. Also warum fühle ich mich auf einmal so unsicher? So habe ich zuletzt gefühlt, als ich meine Heimat verlassen und mein Work and Travel in Europa angefangen habe. Was jawohl ein viel größerer Schritt war, als plötzlich einen eigenen Schreibtisch zu haben, den ein nagelneu glänzendes »Anwältin E. Robertson«-Schild ziert.

Aber damals hatte ich nur mein eigenes Schicksal in den Händen und bald schon würde das von jemand anderem dazukommen. Leute würden auf mich setzen, mir vertrauen, dass ich für sie einstehe und ihre Fälle gewinne.

Davon träume ich schon, seit ich in der Highschool das erste Gespräch mit meinem Vertrauenslehrer hatte.

Was wollen Sie später studieren?, hatte er mich gefragt.

Ich hatte ihn einen Moment planlos angesehen und dann das Erste ausgesprochen, das mir in den Sinn kam. Jura. Immerhin hatte ich etliche Staffeln Law and Order gesehen und war damit in etwa so gut vorbereitet wie Menschen, die durch Greys Anatomy quasi das Medizinstudium überspringen konnten. Zuerst war es nur ein Gedanke, ein harmloses Wort, um meinen Lehrer zufriedenzustellen. Ich war fünfzehn und hatte noch drei Jahre vor mir, bis ich mich für irgendetwas einschreiben musste. Welche Jugendlichen wussten bitte in dem Alter schon, was sie einmal werden wollen? Aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr gefiel mir der Gedanke, anderen helfen zu können. Ihre Kämpfe für sie austragen und gewinnen zu können.

»Ella, gehen wir nach Feierabend noch was trinken und stoßen auf deinen Abschluss an?«

Entschuldigend verziehe ich das Gesicht. »Mein Bruder und meine Schwägerin haben mich zu sich eingeladen. Wir holen das ganz bald nach, okay?«

Nachdem sich unsere Runde aufgelöst hat, setze ich mich an meinen neuen Schreibtisch und starre auf die ordentlich aufgeräumte Arbeitsfläche.

Mit einem Vibrieren kündigt mein Handy eine neue Nachricht an.

Ich trinke den letzten Schluck Champagner aus und schicke ihm als Antwort ein Foto des leeren Glases.

Mit einem warmen Gefühl im Bauch drehe ich das Handy um und konzentriere mich die restliche Zeit darauf, ein ordentliches Chaos auf meinem Tisch herzurichten, mit dem ich mich wohlfühle.

Als ich vor dem Eckhaus, in dem Rae und Max wohnen und ihre Tierarztpraxis führen, parke, bringt Mackenzie, ihres Zeichens meine beste Freundin und Angestellte in der Praxis, gerade den Müll raus. Ich habe kaum beide Füße auf dem Gehweg, da umarmt sie mich schon stürmisch.

»Wie war dein erster Tag als Anwältin?« Ihre Stimme ist vor Aufregung eine Oktave höher als sonst.

»Wie immer«, antworte ich, ohne nachzudenken. »Nein, besser.«

Zufrieden nickt sie und zieht mich, einen Arm um meine Taille geschlungen, durch den Praxiseingang ins Haus.

Drinnen ist bereits alles ordentlich aufgeräumt und ich schaue verwundert auf die große Wanduhr.

»Habt ihr früher zugemacht?«

»Es war nicht viel los«, entgegnet sie wie aus der Pistole geschossen. Bevor ich über ihre Antwort nachdenken kann, hat sie mich schon durch den schmalen Flur, der die Räume der Praxis mit der Wohnung von Rae und Max verbindet, geschoben.

Ich trete vor ihr in das hell erleuchtete Wohnzimmer. Ein lautes Tröten lässt mich zusammenfahren und irgendetwas Buntes rieselt von oben auf mich herab.

»Was …?«

»Überraschung!«

Mein Kopf ist noch dabei, den Konfettiregen zu verarbeiten, weshalb ich einen Moment brauche, um die Situation vor mir zu begreifen.

Mein Bruder, seine Frau, sowie Kent und seine Freundin Shona und Will, der ebenfalls in der Tierarztpraxis angestellt ist, stehen direkt vor mir. Shona und Rae halten jetzt leere Konfettikanonen in ihren Händen, die Männer grinsen bis über beide Ohren.

»Ihr … wow«, schaffe ich endlich zu sagen und starre von einem zum anderen.

Millie quetscht sich zwischen ihrem Dad und Chewbacca, Kents riesigem rotbraunem Hund, hervor und läuft fröhlich auf mich zu. Automatisch schlinge ich meine Arme um sie.

»Was sagst du, Mummy?« Sie zupft ein Konfettiteilchen aus meinen Haaren und pustet es mit einem hellen Kichern weg.

»Wir haben sie sprachlos gemacht«, erkennt mein Bruder ganz richtig.

Mackenzie knufft mir in die Seite. »Wir wollten dein bestandenes Examen feiern. Will hat sogar seine berühmte Pasta gemacht.« Sie geht zu ihrem Freund und drückt ihm flüchtig einen Kuss auf die Wange.

Erst jetzt registriere ich den himmlischen Duft nach Bolognese und löse mich endlich aus meiner Starre.

»Das ist super....


Lake, Lisa
Lisa Lake lebt mit ihrer Familie und einer sehr faulen Katze, mit der sie die Leidenschaft zu ausgiebigen Nickerchen teilt, am Rande des Harzes. Schon in ihrer Schulzeit schrieb sie Fanfiction, um ihren Lieblingspärchen ein Happy End zu schenken. Ihr Herz schlägt für Geschichten voller Romantik und Sehnsuchtsorte. In ihrer Freizeit verschlingt sie Bücher, wie andere ihren geliebten Kaffee am Morgen.

Lisa Lake lebt mit ihrer Familie und einer sehr faulen Katze, mit der sie die Leidenschaft zu ausgiebigen Nickerchen teilt, am Rande des Harzes. Schon in ihrer Schulzeit schrieb sie Fanfiction, um ihren Lieblingspärchen ein Happy End zu schenken. Ihr Herz schlägt für Geschichten voller Romantik und Sehnsuchtsorte. In ihrer Freizeit verschlingt sie Bücher, wie andere ihren geliebten Kaffee am Morgen.



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