Lang | Star Trek - Deep Space Nine: Kraft und Bewegung | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 350 Seiten

Reihe: Star Trek - Deep Space Nine

Lang Star Trek - Deep Space Nine: Kraft und Bewegung


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-95981-667-0
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 350 Seiten

Reihe: Star Trek - Deep Space Nine

ISBN: 978-3-95981-667-0
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



2367 hat Captain Benjamin Maxwell von der Phoenix die Zerstörung eines cardassianischen Kriegsschiffs und eines Versorgungsschiffs befohlen und dabei über sechshundert Cardassianer getötet. Maxwell war davon überzeugt, dass sich die Cardassianer für eine neue Offensive gegen die Föderation bewaffnen, und obwohl er höchstwahrscheinlich recht hatte, blieb der Föderation keine andere Wahl, als ihn vor ein Militärgericht zu stellen und zu inhaftieren. Seitdem sind fast zwanzig Jahre vergangen und Maxwell ist wieder ein freier Mann, der als Wartungsingenieur auf der privaten Wissenschaftsstation Robert Hooke arbeitet, einem Schmelztiegel für Verrückte, unkonventionelle Forscher und möglicherweise etwas weitaus Dunklerem und Tödlicherem. Maxwells früherer Schiffskamerad, Chief Miles O'Brien und sein Kollege, Lieutenant Commander Nog, sind zu Besuch gekommen. Leider scheint es ein ungeschriebenes Gesetz zu sein: Sobald O'Brien und Nog Deep Space 9 zusammen verlassen, setzen sich unvorhersehbare Ereignisse in Bewegung …

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Prolog


10. Februar 2381
Strafkolonie der Sternenflotte, Waiheke Island
Neuseeland, Erde


Ben Maxwell saß auf der niedrigen Steinmauer, die die Grenze des Geländes markierte. Er blickte nach Westen, hinaus zur Halfmoon Bay, sah der Sonne zu, wie sie im Meer versank und dabei das Wasser und den Himmel in Töne von Rot und Gold färbte. Er war zu weit oben auf dem Hügel, um das Branden der Wellen zu hören, aber von dort aus wirkte die Bucht so glatt wie das Eis einer Eislaufbahn. Maxwell stellte sich vor, wie es wohl wäre, vom Sand auf die Oberfläche des Ozeans zu treten, sich mit dem linken Fuß abzustoßen und in Richtung Westen bis nach Auckland zu gleiten. Er wusste, in seinen besten Jahren hätte er die fünfundzwanzig bis dreißig Kilometer in ein paar Stunden gemeistert. , dachte er, .

Maxwell lehnte sich ein wenig zurück, sah zum dunkler werdenden Himmel hinauf. Er rieb sich das Kinn, spürte die Stoppeln des Tages. Die Nacht war wolkenlos, wie meistens während der aufgewühlten Spätsommertage. , dachte Maxwell. . Er zögerte, vertiefte die Überlegungen: Er hatte damals die Berichte über die Borg gelesen – jeder gute Schiffscaptain hätte das getan –, hatte aber nie die Gelegenheit bekommen, einen Kubus aus der Nähe zu sehen, da er 2367 die Auseinandersetzung bei Wolf 359 verpasst hatte. An jenem düsteren Tag hatte sich die auf der anderen Seite des Quadranten auf Patrouille befunden und irgendein Sternenflottenanalyst hatte beschlossen, dass sein Schiff zu weit entfernt war, um eingreifen zu können.

, mutmaßte Maxwell. . Er kicherte, da er wusste, er sollte diese Vorstellung in der morgigen Therapiesitzung erwähnen – die Kugeln eines Abakus, die in alle Richtungen davonflogen, während der Holzrahmen gegen die Schläfe von jemandem geschlagen wurde –, vorausgesetzt, es gab ein Morgen. Doktor Beeman würde garantiert fragen: »Warum ein Abakus?«

»Wow«, murmelte Maxwell, »sieht so aus, als würde die Therapie allmählich Wirkung zeigen.« Er hörte etwas davonhuschen. Seine Worte hatten wohl ein kleines Tier aufgeschreckt, das bis eben die Wärme des aufgeheizten Felsens genossen hatte. Er stand auf, wischte sich die Handflächen an den Hosenbeinen ab, um kleine Objekte abzustreifen, ohne tatsächlich mit ihnen in Kontakt zu kommen. Maxwell war schon lange genug in Neuseeland, um zu wissen, dass bei den kleinen, krabbelnden Einheimischen Vorsicht geboten war.

Am Horizont tauchte ein Lichtfleck auf, bewegte sich schnell von Süden nach Norden und verschwand wieder in einer plötzlichen Blauverschiebung. , dachte Maxwell. Sah so aus, als wäre jemand viel zu dicht an der Atmosphäre auf Impulsgeschwindigkeit gegangen. Für gewöhnlich wurde der Luftraum um die Erde so streng überwacht, dass niemand überhaupt auf die Idee kam, so etwas zu versuchen. Wer auch immer an den Kontrollen dieses Schiffs saß, besaß wohl wenig gesunden Menschenverstand und zeigte eine bedauerliche Ignoranz in Sachen Vorschriften. »Oder er ist einfach nur sehr, sehr verzweifelt«, sagte er zu sich selbst.

»Wer?«

Maxwell sah über die Schulter zurück und war überrascht, als er nur wenige Meter entfernt, am Rand des Kieswegs, der vom Hauptverwaltungsgebäude zum Strand führte, eine Gestalt entdeckte. Doktor Clark, einer der jüngeren Ärzte. Wie die meisten Therapeuten pflegte Clark einen schlichten Kleidungsgeschmack, sogar zweckdienlich. Wahrscheinlich, weil irgendeine der Verordnungen der Kolonie sagte, dass die Mitarbeiter nicht zu sehr auffallen sollten, um die Häftlinge nicht zu beunruhigen. Gelegentlich war Maxwell aufgefallen, dass Clark große, handgefertigte Gürtelschnallen mit eigentümlichen Logos oder Symbolen darauf trug, die ohne Zweifel für ihn und eine Unter-Untergruppe von Reisenden eine Bedeutung hatten, für alle anderen aber nichts weiter als ein Mysterium darstellten. Das mochte Maxwell an ihm.

Wahrscheinlich war es unwichtig, darum entschied er sich für die Wahrheit. »Jemand hat etwas getan, was man nicht tun sollte. Er ist auf Impulsgeschwindigkeit gegangen.« Er deutete in Richtung des mittlerweile dunklen Horizonts. »Der Lichtstreifen. Sofern die bei der Erd-Verkehrskontrolle nicht schon vor Verzweiflung die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, was ich durchaus für möglich halte.« Er konnte nicht beurteilen, ob Clark wusste, wovon er sprach, darum ergänzte er: »Wegen der Borg?«

Clark zuckte plötzlich einen Schritt zurück. Er schaltete seine Taschenlampe ein und leuchtete in den Himmel. »Sind sie hier?«

Maxwell war verwirrt. Er beäugte Clark misstrauisch. »Das sollten Sie eigentlich besser wissen als ich. Ich bin nur ein Häftling.« Im Licht der Lampe konnte Maxwell die Verzweiflung erkennen, die tiefe Furchen in Clarks Gesicht grub. Er war nicht begriffsstutzig, einfach nur erschöpft. Und wahrscheinlich hatte er Angst. Immerhin befanden sie sich auf einem Planeten, der ein Ziel der Borg-Armada darstellte. Wahrscheinlich würde keiner von ihnen den nächsten Tag erleben.

Die therapeutische Ausbildung des Arztes übernahm. Er schlug einen sanften, mitfühlenden Ton an. »Sie sind ein Patient, Ben, kein Häftling.«

Da Clark noch neu und ein durch und durch anständiger Kerl war, wusste Maxwell, er sollte sich auf keine schwierige rhetorische Diskussion mit ihm einlassen. Aber dann erkannte er die Wahrheit: »Oh, Klasse! Dann möchte ich gerne entlassen werden. Ich bin geheilt.«

»Sie wissen, das geht nicht«, widersprach Clark kopfschüttelnd.

»Weil?«

Der Arzt zögerte und Maxwell nahm an, dass der Therapeut dieselben Überlegungen anstellte, die er eben noch selbst durchgegangen war, und zur selben Schlussfolgerung kam. »Weil Sie kein Patient sind, sondern ein Häftling.«

Mit ausgebreiteten Armen fragte Maxwell: »War das jetzt so schwer?«

»Nein, Ben«, gestand Clark lächelnd. »War es nicht. Danke, dass Sie so nachsichtig mit mir sind.«

»Aber ich befürchte, für mehr haben wir heute keine Zeit …«

Clark winkte bei dem Sarkasmus ab. »Bitte, keine Ausflüchte mehr. Doktor Gunther hat mich geschickt, um nach Ihnen zu suchen.«

Maxwell drückte den Rücken durch. Eben noch hatte er mit den Händen auf den Knien, bequem unter dem Zug der Schwerkraft in sich zusammengesunken dagesessen. Und plötzlich nahm er Haltung an, drückte die Fußballen gegen den Boden, grub die Zehen hinein. Die Schultern zurückgezogen, die Knie durchgedrückt. Nach einem hörbaren Schlucken fragte er durch zusammengebissene Zähne: »Was hat er gesagt?«

Clark trat überrascht einen halben Schritt zurück. »Was ich gerade gesagt habe.« Er versuchte, nicht beunruhigt zu klingen. »Er hat mich darum gebeten, Sie zu finden. Wissen Sie, Ben, eigentlich sollen Sie Ihren Kommunikator jederzeit bei sich tragen.«

Aber Maxwell hörte nicht mehr zu. Er rannte. Die dünnen Schlappen boten keinerlei Halt und durch die Sohlen spürte er schmerzhaft jeden Kieselstein auf dem Weg, aber das bremste ihn nicht. Während er rannte, deutete er auf das Verwaltungsgebäude. Über die Schulter schrie er zurück: »Dort? In seinem Büro?«

»Ja«, rief Clark. »Aber rennen Sie nicht! Die Wachen werden noch glauben, dass Sie versuchen zu flüchten!«

Maxwell rannte nur noch schneller. Wie lange war es her, dass er so gerannt war – kein Trab, sondern ein Sprint? Er konnte sich nicht erinnern. Er dachte an seine Zeit als Kadett zurück, wie er damals gerannt war, aber dann zuckten Bilder von Schlachten durch seinen Verstand. , dachte er. . Der Säulenvorbau des Hauptverwaltungsgebäudes kam in Sicht, durch die Tränen in seinen Augen war er nichts als ein verschwommener Schemen. . Er atmete heftig keuchend. .

Abram Gunthers Büro lag im ersten...



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