Lanwer / Jantzen Jahrbuch der Luria-Gesellschaft 2013
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-86541-730-5
Verlag: Lehmanns Media
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
E-Book, Deutsch, 140 Seiten
ISBN: 978-3-86541-730-5
Verlag: Lehmanns Media
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Die Luria-Gesellschaft e.V. führt ihren Namen in memoriam Alexander Romanowitsch LURIA (Lurija), 1902 - 1977, der mit Lev S. VYGOTSKIJ und Alexej N. LEONT'EV die kulturhistorische Psychologie und die Tätigkeitstheorie begründete.
Die Luria-Gesellschaft verfolgt den Zweck, das wissenschaftliche Erbe dieser Theorien zu sichern und inhaltlich weiterzuentwickeln. Die zentrale Aufgabe dieser Konzeption besteht in der Überwindung einer dualistischen, funktionalistischen und reduktionistischen Auffassung des Menschen und seines Bewusstseins. Dies kann nicht abgelöst von der Entwicklung der Kategorie Tätigkeit eingelöst werden, die als tätige Wechselbeziehung in der sozialen Auseinandersetzung mit der Welt, als Ausdruck des sinn- und systemhaften Aufbaus der psychischen Prozesse in der Entwicklung der Subjektivität verstanden wird.
Kulturhistorisches und tätigkeitstheoretisches Herangehen an die Psyche setzt das Erkennen der Wechselbeziehungen zwischen der biologischen, psychischen und sozialen Ebene des ganzheitlichen Menschen voraus und reduziert diesen weder auf Psychologie und Biologie noch auf Soziologie.
Die Eigenständigkeit der psychischen Funktionen als menschliches Erleben und menschliches Bewusstsein sind reale Momente des motivierten und emotional begründeten Tätigkeitsvollzuges der Persönlichkeit. Sie sind eingebunden in die menschlichen Lebensbedingungen und -beziehungen, die sie hervorbringen und die von ihnen hervorgebracht werden. Mit Alexander R. LURIA, dem Begründer der Neuropsychologie: 'Die gesellschaftlichen Formen des Lebens zwingen das Gehirn, auf neue Weise zu arbeiten, sie lassen qualitativ neue funktionelle Sys-teme entstehen'.
Das Jahrbuch der Luria Gesellschaft ist dieser Konzeption verpflichtet. Seine Inhalte orientieren sich an dem methodologischen und wissenschaftlichen Erbe der kulturhistorischen Schule/Tätigkeitstheorie und dessen Relevanz für die gegenwärtigen humanwissenschaftlichen Probleme und Fragestellungen.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Titel;3
2;Inhalt;5
3;Vorwort;6
4;Alexa Köhler-Offierski: Begrüßung der TeilnehmerInnen der Luria-Gesellschaft 25.5.2013;11
5;Anne-Dore Stein: Strukturelle Gewalt als Menschenrechtsverletzung – zur Repolitisierung der Debatte um Inklusion;13
6;Eckhard Rohrmann: Institutioneller Einschluss ist keine Antwort auf sozialen Ausschluss! Teil I: Institutioneller Einschluss in der Behindertenhilfe und die Konsequenzen für die Lebenssituation der Betroffenen.;30
7;Renate Schepker: Institutioneller Einschluss ist keine Antwort auf sozialen Ausschluss! Teil II:;40
8;Sascha Wentzlaff: Gewalt und Gehirn. Liegt die Gewalt im Frontalhirn?;47
9;Wolfgang Jantzen: Das Unsichtbare sichtbar machen - Für eine Psychologie der Prozessestatt der Dinge;69
10;Wolfgang Jantzen: Jurij Lotmans Theorie der Semiosphäre als sozialwissenschaftliche Öffnung der Kulturwissenschaften;88
11;Daniel Stosiek: Befreiungstheologisches Lernen von indigenen Völkern – Ein Versuch, Ausbeutung und Befreiung neu zu denken;103
12;Georg Rückriem: How to translate the concepts – an eternal problem!? - 12 answers and 4 proposals;116
13;Anschriften der Autorinnen und Autoren;132




