Lauren | Beautiful: Beautiful Bitch / Beautiful Bombshell / Beautiful Beginning | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 432 Seiten

Reihe: MIRA Taschenbuch

Lauren Beautiful: Beautiful Bitch / Beautiful Bombshell / Beautiful Beginning


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-95576-685-6
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 432 Seiten

Reihe: MIRA Taschenbuch

ISBN: 978-3-95576-685-6
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Er ist ein Bastard, sie eine Bitch! Die atemberaubend heiße Lovestory von Chloe und Bennett geht endlich weiter!
Bennett Ryan hat endlich seine ebenbürtige Partnerin gefunden: eine Frau, die ihm das Leben zur Hölle macht und die einzig dafür lebt, ihn zu bekämpfen. Eine Frau, deren Mund er am liebsten zukleben ... und gleichzeitig ebenso sehr küssen will: seine Freundin, seine ehemalige Praktikantin, Miss Chloe Mills. Die Beautiful Bitch. Eins ist klar: In dieser Beziehung fliegen die Fetzen. Und das täglich. Bis Bennett eine schwerwiegende Entscheidung trifft, die Chloes und sein Leben für immer verändern wird ...
'Intelligent, sexy und modern. Diese Serie ist einfach perfekt.'
New-York-Times-Bestsellerautorin Katy Evans



Hinter Christina Lauren steht das Autorinnenduo Christina Hobbs und Lauren Billings. Beide sind bekennende Liebesroman-Fans und schreiben seit 2009 gemeinsam. Getrennt durch den US-Staat Nevada, telefonieren sie mehrmals täglich miteinander und sind sich einig, dass die allerschönste Nagellackfarbe Rubinrot ist. Wenn sie die Wahl hätten, würden sie nur eins tun: den ganzen Tag vom San Clemente Pier in Kalifornien aus aufs Meer blicken.

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EINS


Meine Mutter sagte immer, ich solle eine Frau finden, die mir in jeder Hinsicht ebenbürtig ist. „Verlieb dich nicht in eine, die sich dir vollkommen unterwirft. Verlieb dich in die Powerfrau, die genauso furchtlos ist wie du. Such nach der Frau, für die du ein besserer Mensch sein willst.“

Meine ebenbürtige Partnerin hatte ich definitiv gefunden: eine Frau, die mir das Leben zur Hölle machte und die einzig dafür lebte, mich zu bekämpfen. Eine Frau, deren Mund ich am liebsten zukleben … und gleichzeitig ebenso sehr küssen wollte.

Meine Freundin, meine ehemalige Praktikantin, Miss Chloe Mills. Beautiful Bitch.

So zumindest hatte ich sie gesehen, damals, als ich noch ein Idiot war und blind dafür, wie hoffnungslos ich mich bereits in sie verknallt hatte. Mit hundertprozentiger Sicherheit hatte ich die Frau gefunden, für die ich ein besserer Mensch sein wollte; ich hatte mich in die Furchtlose verliebt. Nur dass ich sie an den meisten Tagen keine zwei Minuten für mich allein hatte.

Mein Leben: Endlich hatte ich mein Mädchen gefunden, bekam es aber nie zu Gesicht.

In den vergangenen zwei Monaten war ich fast ununterbrochen unterwegs gewesen, um Büroräume für die Niederlassung der Ryan Media Group zu suchen, die wir in New York aufbauen wollten. Chloe hatte mich nicht begleitet; und während unser letztes gemeinsames Wochenende hier in Chicago – als solches schon eine Rarität – angefüllt gewesen war von Freunden, Sonnenschein und Entspannung, hatte mir die Zeit allein mit ihr bei Weitem nicht ausgereicht. Wir waren das gesamte Wochenende über unter Leuten gewesen, von morgens bis weit nach Mitternacht, waren nachts dann in meine Wohnung zurückgetorkelt und hatten es kaum geschafft, unsere Klamotten auszuziehen, bevor wir leisen, schläfrigen Sex gehabt hatten.

Obwohl unser nächtliches Liebesspiel inzwischen sogar noch intimer und animalischer geworden war – und uns deshalb kaum noch Zeit zum Schlafen blieb –, bekam ich einfach nicht genug. Ich wartete weiterhin darauf, dass es sich so anfühlte, als hätten wir uns niedergelassen oder aneinander gewöhnt. Aber das trat einfach nicht ein. Stattdessen sehnte ich mich unentwegt nach ihr. Montags war es am schlimmsten. Montags hatten wir beide ein Meeting nach dem anderen, und die kommende Arbeitswoche schien sich endlos vor mir auszudehnen: öde und Chloe-los.

Als ich den vertrauten Rhythmus ihrer Absätze hörte, sah ich von dem Drucker auf, vor dem ich gerade auf ein paar Dokumente wartete. Als hätte sie meine stummen Gebete gehört, kam Chloe Mills auf mich zu. Sie trug einen schmalen Rock aus roter Wolle, einen taillierten blauen Pulli und Absätze, die – offen gestanden – außerhalb des Schlafzimmers nicht zugelassen sein sollten. Als ich Chloe heute Morgen verlassen hatte, um mich auf meinen Acht-Uhr-Termin vorzubereiten, hatte nichts als ein schwacher Lichtstrahl, den der Sonnenaufgang durchs Schlafzimmerfenster hereingeschickt hatte, ihren Körper bedeckt.

Ich unterdrückte ein Lächeln und versuchte, nicht allzu verzweifelt dreinzuschauen. Keine Ahnung, warum ich mir die Mühe machte. Sie konnte eh jeden meiner Gesichtsausdrücke lesen.

„Wie ich sehe, hast du die magische Maschine gefunden, die alles, was auf deinem Bildschirm steht, zu Papier bringt“, rief sie. „In Tinte.“

Ich schob eine Hand in meine Hosentasche, spielte mit dem Kleingeld darin und spürte, wie allein aufgrund ihres neckenden Tonfalls etwas Adrenalin durch meine Adern schoss. „Ehrlich gesagt hab ich dieses wunderbare Gerät bereits an meinem ersten Tag hier entdeckt. Mir hat bloß diese himmlische Ruhe gefallen, wenn du aufgestanden bist und dein Büro verlassen hast, um meine Ausdrucke zu holen.“

Mit einem breiten Grinsen und einem Funkeln in den Augen kam sie auf mich zu. „Arschloch.“

Scheiße, ja. Komm zu mir, Süße. Zehn Minuten im Kopierraum? In zehn Minuten könnte ich dich problemlos glücklich machen.

„Heute Abend bist du mit einer ausgiebigen Trainingseinheit dran“, flüsterte sie mir zu, als sie, ohne langsamer zu werden, meine Schulter tätschelte und dann an mir vorbei weiter den Flur entlangging.

Ich starrte auf ihren Hintern, mit dem sie jetzt leicht wackelte, und wartete darauf, dass sie zurückkommen und mich noch ein wenig quälen würde. Sie tat es nicht. Das war’s? Das ist alles, was ich bekomme? Ein Klaps auf die Schulter, ein kurzes, verbales Vorspiel und ein Hinternwackeln?

Trotzdem, heute Abend: der erste Abend seit Wochen ganz für uns allein.

Wir liebten uns mittlerweile seit über einem Jahr – und vögelten noch länger miteinander –, und dennoch hatten wir seit San Diego nicht mehr als ein Wochenende nur für uns gehabt.

Seufzend nahm ich meine Unterlagen aus dem Drucker. Wir brauchten Urlaub.

In meinem Büro warf ich die Unterlagen auf den Schreibtisch und starrte auf den Monitor, der zu meiner Überraschung einen beinahe leeren Terminkalender anzeigte. Die Woche zuvor hatte ich krankhaft viele Überstunden gemacht, um so bald wie möglich zu Chloe zurückkehren zu können. Abgesehen von der Buchhaltung, die mich früh am Morgen schon in die Zange genommen hatte, sah mein Tag heute also reichlich unverplant aus. Chloe dagegen hatte auf ihrem neuen Posten eindeutig schwer zu schuften.

Ich vermisste es, sie als meine Praktikantin um mich zu haben. Ich vermisste es, sie herumzukommandieren. Und ich vermisste es wirklich, von ihr herumkommandiert zu werden.

Zum ersten Mal seit Monaten konnte ich in meinem Büro sitzen und einfach gar nichts tun. Ich schloss die Augen, und binnen Sekunden zogen Hunderte von Gedanken an mir vorbei: der Blick auf die leeren New Yorker Büros, kurz bevor ich zum Flughafen gefahren war. Die Vorstellung, all mein Hab und Gut in Kisten zu packen. Die wesentlich angenehmere Vorstellung, diese Kisten mit Chloe in einer neuen, gemeinsamen Wohnung auszupacken. Und gleich darauf schlugen meine Gedanken ihre Lieblingsrichtung ein: Chloe nackt vor mir, in jeder nur erdenklichen Position.

Was mich zurück zu einer meiner liebsten Erinnerungen von Chloe und mir brachte: der Morgen nach ihrer Präsentation. Wir hatten uns endlich eingestanden, dass wir keine Hass-Fick-Beziehung mehr führten, sondern tatsächlich mehr voneinander wollten. In dieser hitzigen und angespannten Atmosphäre war es dann zu einem unserer größten Streits gekommen. Ich hatte sie seit Monaten nicht gesehen und war deshalb bei ihrer Präsentation vor dem Stipendienausschuss aufgekreuzt, um zu beobachten, wie sie das Ding rockte. Und genau das hatte sie getan.

Danach war jedoch trotz all der Sachen, die wir uns schon oben im Sitzungsraum gesagt hatten, noch so viel mehr zu sagen gewesen. Unsere Wiedervereinigung hatte sich noch so neu angefühlt, und ich war mir nicht sicher gewesen, wie wir eigentlich zueinander standen.

Als wir draußen waren, auf dem Bürgersteig, starrte ich sie an: ihre Augen, ihre Lippen, ihren Hals, der noch immer etwas rot war von den harten Küssen, die ich erst vor Minuten dort platziert hatte. Bei der Art, wie sie hinauflangte und mit ihrem Finger über die Stelle rieb, an der ein kleiner Knutschfleck zu sein schien, schoss der Gedanke wie ein elektrischer Reiz von meinem Hirn zu meinem Schwanz: Nett, diese Wiedervereinigung. Aber jetzt ist es an der Zeit, sie nach Hause zu schaffen und in die Matratze zu vögeln.

Ich war mir allerdings nicht sicher, ob wir da derselben Meinung waren.

Draußen im Tageslicht sah Chloe aus, als würde sie gleich umfallen. Kein Wunder. So wie ich Chloe kannte, hatte sie vermutlich die letzten zweiundsiebzig Stunden nonstop an ihrer Präsentation gearbeitet, ihr den letzten Schliff gegeben, ohne sich auch nur ein einziges Mal schlafen zu legen. Aber ich hatte sie so lange nicht gesehen … Würde ich mich lange genug zusammenreißen können, um sie nach Hause gehen und sich ausruhen zu lassen? Falls sie ein Nickerchen machen musste, könnte ich ja auch in ihrer Nähe bleiben und darauf warten, bis sie wieder aufwachte, oder? Ich könnte mich neben sie legen, mich damit beruhigen, dass sie wirklich da war und wir wirklich wieder zusammen waren, und einfach bloß … was? Ihr Haar berühren?

Scheiße aber auch. Bin ich schon immer so ein gruseliger Typ gewesen?

Chloe schlang sich ihre Laptoptasche über die Schulter, und diese Bewegung riss mich aus meinen Gedanken. Doch als ich wieder scharf sehen konnte, bemerkte ich, dass Chloe in die Ferne blickte, Richtung Fluss.

„Alles in Ordnung?“, fragte ich und bückte mich ein wenig, um ihr in die Augen zu schauen.

Sie nickte, zuckte aber leicht zusammen, als wäre sie ertappt worden. „Es geht mir gut. Bin nur überwältigt.“

„Ein bisschen kriegstraumatisiert?“

Ihr erschöpftes Lächeln rührte mich tief in meinem Herzen. Die Art, wie sie sich die Lippen leckte, bevor sie etwas sagte, rührte allerdings an etwas anderem, weiter unten. „Die Vorstellung, dass ich dich heute nicht sehen würde, hat mich so traurig gemacht. Heute Morgen hab ich den gesamten Weg zwischen deinem Gebäude und hier daran gedacht, wie schräg es ist, dass ich das hier ohne dich tun würde, oder ohne Elliott oder sonst jemanden von Ryan Media. Und dann bist du hierhergekommen, und natürlich hast du mich genervt, aber du hast mich auch zum Lachen gebracht …“ Sie legte den Kopf schief, musterte mein Gesicht. „Die Präsentation war genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe, und dann die Jobangebote … und du. Du hast mir gesagt, dass du mich liebst. Du bist hier.“

Sie legte die...



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