Laurens | Historical MyLady Platin Band 1 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 512 Seiten

Reihe: Historical MyLady Platin

Laurens Historical MyLady Platin Band 1

Die Leidenschaft der Lesters
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-6445-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die Leidenschaft der Lesters

E-Book, Deutsch, Band 1, 512 Seiten

Reihe: Historical MyLady Platin

ISBN: 978-3-7337-6445-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Hochzeit wider Willen
Eine dicke Brille, unvorteilhafte Kleidung ... Mit ihrer Kostümierung versucht Lenore Lester sämtliche Heiratskandidaten abzuschrecken. Rasch durchschaut der Duke of Heybury ihr falsches Spiel - und setzt alles daran die faszinierende Lenore vor den Traualtar zu führen.
Verliebt in einen Engel
Sophie erbebt, als Jack Lester seine Lippen auf ihre senkt. Sie liebt ihn, aber sie weiß: Um seine Familie zu unterstützen, muss er reich heiraten - und sie hat keine große Mitgift vorzuweisen. Auch wenn es Sophie das Herz bricht: Sie muss sich von Jack trennen ...
Ist dieses Herz noch frei?
Enttäuscht von der Liebe, zeigt Harry Lester wenig Interesse für das schöne Geschlecht. Das ändert sich schlagartig, als er der bezaubernden Witwe Lucinda begegnet. Doch obwohl die glutvolle Schönheit ihn in Versuchung führt, will Harry sein Herz um jeden Preis schützen!



Stephanie Laurens wurde in Ceylon (dem heutigen Sri Lanka) geboren. Sie begann mit dem Schreiben, um ihrem wissenschaftlichen Alltag zu entfliehen. Bis heute hat sie mehr als 50 Romane verfasst und gehört zu den erfolgreichsten Autorinnen historischer Liebesgeschichten. Die preisgekrönte New-York-Times-Bestsellerautorin lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Melbourne.

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1. KAPITEL

Jason Montgomery, der fünfte Duke of Heybury, saß in der Bibliothek hinter seinem Schreibtisch und schaute missmutig die Eichentür an, die sich gerade geschlossen hatte. „Unmöglich“, murmelte er, während die Schritte seines Cousins Hector in der Ferne verhallten. Sein Blick wanderte zu einem großen Bild, das ihm gegenüber an der Wand hing.

Es zeigte einen jungen Mann mit sorglosem Lächeln, vergnügten grauen Augen und windzerzausten braunen Haaren. Die breiten Schultern umschloss eine gut sitzende rote Uniform Jacke.

Die Tür ging auf, und ein elegant gekleideter Gentleman kam herein. „Ich sah deinen Cousin weggehen“, erklärte Frederick Marshall lächelnd und nahm in einem Sessel Platz.

Der Duke stieß einen Seufzer aus. „Verdammt, Frederick, das ist nicht zum Lachen. Hector Montgomery ist ein Waschlappen. Es wäre der Gipfel an Verantwortungslosigkeit, ihn meine Nachfolge antreten zu lassen. Der Gedanke ist mir unerträglich – auch wenn ich das gar nicht mehr erleben würde. So verlockend die Idee auch sein mag …“, fuhr er mit einem grimmigen Lächeln fort „… sollte ich der Familie Hector als meinen Erben präsentieren, gäbe es einen Riesenaufruhr. Meine Tanten würden mich so lange unter Druck setzen, bis ich selbst heiraten würde.“

„Deine Tanten wären entzückt, wenn sie wüssten, dass du das Problem sowie dessen Lösung so klar erkennst.“

„Auf welcher Seite stehst du eigentlich?“

„Es hat doch keinen Sinn, sich vor den Tatsachen zu verschließen. Nachdem Ricky tot ist, musst du heiraten. Und je eher du dich zu einer Entscheidung aufraffst, desto unwahrscheinlicher ist es, dass deine Tanten die Sache selbst in die Hände nehmen.“ Frederick lehnte sich in seinem Sessel zurück und wartete, wie sein wohl gemeinter Rat aufgenommen wurde.

Die beiden Junggesellen verbanden viele gemeinsame Interessen, wobei Jason seinen Freund in jeder Beziehung übertraf. Er war ein ausgezeichneter Sportsmann, ein geübter Reiter, ein hart gesottener Spieler, ein berühmter Pistolenschütze sowie ein gefährlicher Frauenheld.

Frederick unterdrückte einen Seufzer, als er sah, dass der Blick seines Freundes unverwandt auf dem Portrait seines jüngeren Bruders ruhte. Kaum jemand wusste, wie nahe sich die Brüder trotz ihres Altersunterschiedes von neun Jahren gestanden hatten. Ricky, wie alle Welt ihn nannte, hatte über einen ungeheuren Charme verfügt, hinter dem sich ein starker Charakter verbarg, den er mit Jason gemein hatte. Als Captain der Garde hatte er bei Waterloo gekämpft und war in der Schlacht gefallen.

Eine gewisse Zeit hatte sich die Familie Montgomery, die sich der engen Beziehungen zwischen den Brüdern bewusst gewesen war, zurückgehalten. Seit Jahren hatte Einvernehmen darüber geherrscht, dass Ricky, der nicht so zynisch und hart wie Jason war, für die nächste Generation sorgen würde, sodass sein Bruder sein gewohntes Leben ohne Ehefesseln fortführen konnte. Als sich Jason jedoch mit aller Macht ins Vergnügen stürzte – Fredericks Ansicht nach, um sich von seiner Trauer abzulenken – wurden die Tanten ungeduldig. Da ihr arroganter Neffe durch kein Zeichen erkennen ließ, dass er sich seinen nun unvermeidlichen Pflichten widmen wollte, schien es ihnen an der Zeit, etwas zu unternehmen.

Auf einen Wink von einer der Tanten, Lady Agatha Colebatch, hatte Frederick beschlossen, Jasons Absichten zu erkunden.

„Verdammt, Ricky“, sagte Jason ärgerlich an das Bild seines Bruders gewandt, „warum bist du auf deine Weise zur Hölle gegangen und hast es mir überlassen, die Hölle auf Erden zu erleben?“

„Die Hölle auf Erden?“, wiederholte Frederick erstaunt.

„Kannst du dir eine treffendere Beschreibung der heiligen Institution der Ehe vorstellen?“

„So schlimm muss es nicht werden.“

„Bist du in dieser Beziehung Experte?“

„Nein, aber ich denke, du könntest als ein solcher gelten.“

„Ich?“, fragte Jason erstaunt.

„Waren etwa deine Geliebten in letzter Zeit nicht alle verheiratet?“

„Diese Frauen sind der Hauptgrund für meine ablehnende Haltung und das beste Beispiel dessen, was ich mir nicht als Ehefrau wünsche.“

„So viel Einsicht besitzt du also immerhin.“

„Frederick, alter Junge, haben dir meine Tanten vielleicht zufällig ein paar Wörtchen ins Ohr geflüstert?“, fragte Jason misstrauisch.

Frederick wurde rot. „Tante Agatha hat mit mir gesprochen, aber lediglich darauf hingewiesen, dass ihre Schwestern bereits Kandidatinnen in Erwägung zögen, und ich gut daran täte, dich zu warnen.“

„Nun, da du das getan hast, kannst du mir auch weiter helfen. Wen zum Teufel soll ich heiraten?“

Die Frage hing in der Luft, während die beiden Männer über die Möglichkeiten nachdachten.

„Wie wäre es mit dem Taunton-Mädchen? Sie ist hübsch genug, um dir gefallen zu können.“

„Die mit den blonden Löckchen?“ Als Frederick nickte, schüttelte Jason den Kopf. Nein, sie lispelt.“

„Hemmings Tochter? Sie erbt ein Vermögen und ist auf einen Titel aus, wie es heißt. Du musst nur ein Wort sagen, und sie gehört dir.“

„Drei Schwestern und eine jammernde Mutter inbegriffen. Nein, vielen Dank.“

Nachdem sie die Debütantinnen dieses Jahres und ihre älteren, noch unverheirateten Schwestern durchgegangen waren, versuchte Frederick es anders. „Angesichts deiner hohen Anforderungen sollten wir vielleicht zuerst klarstellen, was du von deiner zukünftigen Ehefrau erwartest, um dann eine geeignete Kandidatin zu finden“, schlug er vor.

Eine volle Minute herrschte Stille, die nur durch das Ticken der Uhr auf dem Kaminsims unterbrochen wurde. „Ich wünsche mir eine tugendhafte Frau, die es versteht, die Verpflichtungen einer Herzogin wahrzunehmen und Heybury Abbey eine würdige Herrin ist.“

Frederick nickte nur. Heybury Abbey war der Sitz der Familie Montgomery in Dorset. Die Verantwortung für das riesige Haus zu übernehmen sowie bei den großen Familienfesten, die dort gelegentlich stattfanden, die Gastgeberin zu spielen, würde die Fähigkeiten der besterzogenen jungen Damen auf eine harte Probe stellen.

„Sie sollte zumindest präsentabel sein. Eine dumme, ungebildete Person wird nicht Duchess of Heybury werden“, fuhr Jason fort. „Natürlich muss sie imstande sein, mir ohne viel Aufhebens Erben zu schenken.“ Nach kurzem Nachdenken fügte Jason hinzu: „Natürlich wird sie sich meistens in Heybury aufhalten, falls ich ihre Anwesenheit in der Stadt nicht ausdrücklich wünsche.“

„Du willst sie auf dem Land einsperren, während du dich in London amüsierst? Ist das nicht ein bisschen hart?“

Jason lächelte ein Lächeln, das seine Augen nicht erreichte. „Wie du vorhin bereits bemerkt hast, verfüge ich über ausreichende Erfahrungen mit gelangweilten Ehefrauen des ton. Sei versichert, dass meine Frau nicht dazugehören wird.“

„Aha.“ Frederick wusste nicht, was er sonst dazu sagen sollte. „Was verlangst du außerdem noch von deiner zukünftigen Frau?“

Jason lehnte sich in seinem Sessel zurück. „Sie muss von guter Herkunft sein, andernfalls würde die Familie sie nicht akzeptieren. Zum Glück spielt eine Mitgift keine Rolle, aber die entsprechenden Verbindungen sind wichtig.“

„Angesichts dessen, was du zu bieten hast, dürfte das keine Schwierigkeiten bereiten. Sobald deine Absichten im ton bekannt sind, werden die Mütter mit heiratsfähigen Töchtern bis zu deiner Tür Spalier stehen.“

„Kein Zweifel, und diese Vision spornt mich dazu an, deinen Rat zu befolgen und sofort zu handeln – bevor die Horden mich überfallen. Dass ich gezwungen sein könnte, mich mit albernen Debütantinnen abzugeben, ist eine Horrorvorstellung.“

„Narren konntest du noch nie ertragen, du solltest also ‚intelligent‘ auf deine Liste setzen.“

Jason seufzte. „Ich frage mich, ob ein solches Musterbild überhaupt existiert.“

„Ich bin sicher, dass es irgendwo eine Frau gibt, die deinen hohen Anforderungen entspricht.“

„Die Frage ist nur, wo?“

Während der Duke über dieses Problem nachdachte, spielte er unbewusst mit dem Stapel von Einladungen, der auf seinem Schreibtisch lag. Als er merkte, womit sich seine Finger beschäftigten, las er die Absender. „D’Arcys, Penbrights, Minchinghams, Carstairs …“ Abrupt hielt er inne. „Die Lesters. Von denen hat man lange nichts gehört.“ Er faltete das einzelne Blatt auseinander und überflog die wenigen Zeilen. „Eine Einladung zu einem Wochenendvergnügen – vermutlich eine Art Zechgelage – in Lester Hall.“

„Ich habe ebenfalls eine Einladung dazu erhalten.“

„Hast du die Absicht hinzufahren?“

„Nein. Beim letzten Mal ging es mir dort viel zu zügellos zu.“

„Das muss bei Jack Lesters Jagdgesellschaft gewesen sein. Soviel ich weiß, war Lester Hall ein paar Jahre geschlossen. Kaum wahrscheinlich, dass ich dort eine passende Ehefrau finde.“ Er wollte die Einladung schon zur Seite legen, hielt aber dann inne. „Es gibt dort doch auch eine Schwester, jünger als Jack und Harry und älter als Gerald.“

„Das stimmt“, erwiderte Frederick. „Als wir das letzte Mal vor ungefähr sechs Jahren in Lester Hall waren, war sie ein kleines Ding, das sich ständig irgendwo versteckte.“

„Kaum verwunderlich angesichts der Vergnügungen, die in Lester Hall geboten wurden. Ich glaube nicht, dass ich sie...



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