Laurens | Historical MyLady Platin Band 2 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 0002, 320 Seiten

Reihe: Historical MyLady Platin

Laurens Historical MyLady Platin Band 2


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-6645-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0002, 320 Seiten

Reihe: Historical MyLady Platin

ISBN: 978-3-7337-6645-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



DEIN IST MEIN GANZES HERZ von LAURENS, STEPHANIE
Londons High Society kennt nur noch ein Thema: das Debüt der bezaubernden Schwestern Dorothea und Cecily! Besonders beharrlich um deren Gunst wirbt der attraktive Lord Hazelmere. Wem aber gilt sein Begehren? Der hinreißenden Cecily mit den goldblonden Locken - oder der hübschen Dorothea mit den strahlend grünen Augen? Niemand ahnt, dass der Lord längst ein pikantes Geheimnis mit einer der Schwestern teilt ...
WER BIST DU, SCHÖNE JUNO? von LAURENS, STEPHANIE
Als der Earl of Merton die Augen aufschlägt, glaubt er in das Gesicht eines Engels zu blicken. Verwirrt betrachtet er die Fremde, die ihn für einen Straßenräuber gehalten und beherzt niedergestreckt hat! Gemeinsam setzen sie ihre Reise fort, und der Earl gerät immer mehr in den Bann der Schönen. Doch ehe er sich versieht, ist sie verschwunden - ohne ihm ihren Namen zu nennen. Wird er sie nun nie mehr wiedersehen?



Stephanie Laurens wurde in Ceylon (dem heutigen Sri Lanka) geboren. Sie begann mit dem Schreiben, um ihrem wissenschaftlichen Alltag zu entfliehen. Bis heute hat sie mehr als 50 Romane verfasst und gehört zu den erfolgreichsten Autorinnen historischer Liebesgeschichten. Die preisgekrönte New-York-Times-Bestsellerautorin lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Melbourne.

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1. KAPITEL

Dorothea genoss den Geschmack der sonnenreifen Brombeeren auf der Zunge. Die Sträucher am Rande der kleinen Lichtung strotzten von reifen Früchten. Sie stellte ihren Korb ins Gras und begann zu pflücken. Unwillkürlich wanderten ihre Gedanken zu ihrer jüngeren Schwester Cecily, die sie gebeten hatte, beim Kräutersammeln einen Umweg zu der Brombeerhecke im Wald des Nachbargutes zu machen.

Dorothea seufzte. Sie hoffte, der geplante Aufenthalt in London würde Cecily aus ihrem langweiligen Dasein herausreißen. Ihre Mutter, Lady Cynthia Darent, war vor einem halben Jahr gestorben und hatte ihre beiden Töchter der Vormundschaft ihres Cousins, Lord Herbert Darent, überlassen. Fünf endlose Monate, die sie in Darent Hall in Northamptonshire verbracht hatten, während die Anwälte damit beschäftigt gewesen waren, alle Testamentsangelegenheiten zu regeln, hatten Dorothea überzeugt, dass sie aus dieser Richtung nichts zu erwarten hatten. Herbert war ein unerträglicher Pedant und seine spießige Frau Marjorie noch schlimmer. Wenn ihre Großmutter nicht wie eine gute Fee aus dem Märchen erschienen wäre, hätte sie sich keinen Rat gewusst.

Plötzlich merkte sie, dass sich ihr Rocksaum in den Dornen verfangen hatte. Zum Glück pflegte sie bei ihren Wanderungen ein altmodisches grünes Kleid zu tragen, sodass sie die unvermeidlichen Risse im Stoff nicht kümmerten. Da es auf der sonnendurchfluteten Lichtung sehr heiß war, löste Dorothea die Nadel, die ihre Haare im Nacken zu einem Knoten bändigten, sodass ihr die dunkelbraune Pracht in üppiger Fülle über den Rücken fiel. Dann fuhr sie mit Beerenpflücken fort.

Dorothea wusste, dass London für sie selbst keine Überraschung bereithielt. Auch mit größter Mühe würde ihre Großmutter keinen Ehemann für sie finden. Ihre großen, smaragdgrünen Augen mochten ja noch als Vorzug gelten, alles andere an ihr entsprach jedoch nicht der derzeitigen Mode. Ihre Haare waren dunkel und nicht blond. Ihr Teint war weiß wie Alabaster und nicht pfirsichfarben wie der von Cecily. Außerdem war sie hoch gewachsen und schlank – im Gegensatz zu der vorherrschenden Mode, die weibliche Rundungen bevorzugte. Hinzu kam, dass sie bereits zweiundzwanzig war und einen starken Unabhängigkeitssinn besaß. Alles in allem gehörte Dorothea nicht zu dem Typ von Frauen, der das Interesse eleganter Gentlemen erregte.

Es störte sie nicht im Mindesten, dass sie als alte Jungfer galt. Sie war vermögend genug, um in Grange ein bequemes Leben führen zu können. Die hiesigen Landedelleute, die sich um sie bemüht hatten, hatten nicht den Wunsch in ihr erweckt, ihre Selbstständigkeit gegen den Ehestand einzutauschen. Sie sah keinen Grund, dem Beispiel ihrer Geschlechtsgenossinnen zu folgen, die alles daransetzten, einen Ring an den Finger gesteckt zu bekommen. Alles in allem war sie mit ihrem wohlgeordneten Dasein zufrieden.

Ihre Schwester Cecily sehnte sich nach einer anderen, glitzernden Welt. Die Welt von Grange war zu eng für sie. Sie war jung, hübsch, voller Anmut und würde mit Sicherheit einen sympathischen und reichen Ehemann finden, der ihr alles geben konnte, was ihr Herz begehrte. Das war auch der Hauptgrund, weshalb sie nach London fuhren.

Dorothea streckte die Hand nach einer besonders großen Beere aus, die sich fast außerhalb ihrer Reichweite befand, als sich plötzlich ein kräftiger Arm um ihre Taille legte. Sie erhaschte einen flüchtigen Blick auf ein sonnengebräuntes Gesicht, bevor sie leidenschaftlich geküsst wurde.

Dorothea erstarrte. Da sie hoffte, auf diese Weise schneller freizukommen, zwang sie sich dazu, sich nicht zu rühren. Leider hatte sie ihre eigenen Reaktionen unterschätzt. Ein warmes Gefühl stieg in ihr auf, und sie empfand das fast unwiderstehliche Verlangen, sich dieser Umarmung hinzugeben und den Kuss zu erwidern. Trotz ihrer Verwirrung gelangte sie zu dem Schluss, dass es sich bei dem Fremden weder um einen Vagabunden noch um einen Landstreicher handeln konnte. In ihrem Kopf drehte sich alles. Doch ebenso abrupt, wie er begonnen hatte, endete der Kuss.

Dorothea blickte hoch – direkt in ein Paar nussbraune Augen, in denen ein belustigter Ausdruck stand. Voller Zorn holte sie aus, um den dreisten Fremden zu ohrfeigen.

Blitzschnell fing er ihre Hand ab. „Bitte schlagen Sie mich nicht“, sagte er. „Woher sollte ich wissen, dass Sie nicht die Tochter des Hufschmieds sind?“

Dorothea wunderte sich nicht, dass er sie ihrer äußeren Erscheinung nach falsch eingeschätzt hatte.

„Wenn Sie also nicht die Tochter des Hufschmieds sind, wer sind Sie dann?“, fuhr die sonore Stimme fort, die zweifellos einem gebildeten Mann gehörte.

Sein spöttischer Ton bewirkte, dass sie kriegerisch das Kinn hob. „Ich bin Dorothea Darent“, erklärte sie. „Würden Sie mich jetzt bitte loslassen?“

„Miss Darent? Von Grange?“, fragte er, ohne den Arm von ihrer Taille zu nehmen.

Dorothea nickte nur. Ihr fiel das Sprechen schwer, solange er sie so fest an sich drückte.

„Ich bin Hazelmere“, stellte er sich vor.

Im ersten Augenblick glaubte sie, sich verhört zu haben. Andererseits konnte dieses arrogante Gesicht eigentlich niemand anders gehören. Gerüchte über ihn waren ihr bereits zu Ohren gekommen. Während sie sich in Darent Hall aufgehalten hatte, war ihre alte Freundin, Lady Moreton, auf deren Ländereien dieser Wald lag, gestorben. Ihr Großneffe, der Marquess of Hazelmere, hatte Moreton Park geerbt. Die Neuigkeit, dass eines der bekanntesten Mitglieder des ton Besitzer des größten Gutes in der Grafschaft geworden war, hatte einiges Aufsehen erregt.

„Nichts auf der Welt könnte mich dazu bewegen, einen Mann mit einem so schlechten Ruf zu empfangen“, hatte die Frau des Pfarrers missbilligend geäußert. Als Dorothea fragte, wie dieser Ruf zustande gekommen sei, hatte sich Mrs Matthews plötzlich daran erinnert, mit wem sie sprach und sich entschuldigt, sie müsse das Gebäck herumreichen. Bei Mrs Mannering hatten die Gäste über die Leidenschaft des Marquess für das Spiel und schöne Frauen sowie seine Zügellosigkeit ganz im Allgemeinen geklatscht. Da Lord Hazelmere nach wie vor in der Gesellschaft verkehrte, hatte Dorothea das Gerede für übertrieben gehalten, zumal sie der äußerst respektablen Lady Moreton keinen zügellosen Großneffen zugetraut hatte.

Jetzt revidierte sie ihre Meinung über den Marquess of Hazelmere grundlegend. Allem Anschein nach war er noch schlimmer als sein Ruf.

Die Gedanken, die ihr durch den Kopf gingen, spiegelten sich in ihrem Gesicht wider. Auf einen Mann, der daran gewöhnt war, dass die Damen der Gesellschaft niemals auch nur die leiseste Gemütsbewegung zeigten, wirkte ihr schönes und ausdrucksvolles Gesicht ungeheuer faszinierend.

Er ließ sie widerstrebend los. „Und was hat Miss Dorothea Darent dazu bewogen, unbefugt mein Land zu betreten?“, fragte er.

„Lady Moreton hatte uns erlaubt, aus ihrem Wald zu holen, was immer wir wollten“, erwiderte sie so kühl wie möglich. „Doch da Sie jetzt der Eigentümer sind …“

„… wird sich daran natürlich nichts ändern“, fiel er ihr in Wort. „Ich verspreche auch, Sie bei unserer nächsten Begegnung nicht mit der Tochter des Hufschmieds zu verwechseln.“

Dorothea knickste. „Besten Dank, Mylord. Ich werde Hetty warnen.“ Sie wandte sich zum Gehen.

Er hielt sie zurück. „Wer ist Hetty?“

„Die Tochter des Hufschmieds natürlich.“

Sein Lachen hatte etwas Entwaffnendes. „Ich denke, wir sind quitt, Miss Darent, also laufen Sie nicht weg. Ihr Korb ist erst halb voll, und dieser Strauch trägt noch viele Beeren, die Sie nicht erreichen können. Stellen Sie sich da hin und halten Sie den Korb. Wir haben ihn gleich gefällt.“

Dorothea wusste nicht recht, wie sie sich verhalten sollte. Die Pfarrersfrau hätte zweifellos von ihr erwartet, dass sie sich sofort entfernte, andererseits würde dieser dominierende Mann das vermutlich nicht dulden. Da er ihren Korb bereits mit den saftigsten Beeren füllte, wäre ihr das auch sehr unhöflich erschienen. Sie blieb daher stehen und nutzte die Gelegenheit, ihn genauer zu betrachten.

Seine breiten Schultern und die sportliche Gestalt vermittelten den Eindruck männlicher Kraft. Die nach der vorherrschenden Mode kurz geschnittenen schwarzen Haare lockten sich über der Stirn. Die aristokratische Nase, der feste Mund und das entschlossene Kinn ließen keinen Zweifel daran, dass er es gewöhnt war, Befehle zu erteilen. Dorothea ahnte, dass sein Lächeln verheerend auf Frauen wirkte, die leichter zu beeindrucken waren als sie selbst. Über eine ganz bestimmte Ausstrahlung, die von ihm ausging, pflegten wohlerzogene junge Damen nicht zu sprechen.

Lord Hazelmere beobachtete sie aus dem Augenwinkel. Miss Darent war ein echtes Juwel. Das klassisch geformte Gesicht wurde von einer Fülle dunkler Locken umrahmt. Ihre ausdrucksvollen Augen leuchteten wie kostbare Smaragde. Vor allem ihre weichen, schön geschwungenen Lippen, die er bereits gekostet hatte, bezauberten ihn. Eines war ihm klar: Wenn er die Bekanntschaft mit ihr vertiefen wollte, musste er sehr behutsam vorgehen.

Er nahm ihr den gefüllten Korb aus der Hand und holte von der anderen Seite der Lichtung sein Jagdgewehr. „Ich werde Sie nach Hause begleiten, Miss Darent“, erklärte er. Ehe sie protestieren konnte, setzte er hinzu: „In meinen Kreisen trifft man keine junge Dame allein im Freien an.“

Dorothea, der keine passende Antwort einfiel, ging widerwillig neben ihm her.

„Nur um meine Neugier zu befriedigen...



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