E-Book, Deutsch, Band 0387, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
Lee / Douglas / Harrington Julia Extra Band 387
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-0416-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0387, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
ISBN: 978-3-7337-0416-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
EIN KÜHLER PLAN, EIN HEIßER KUSS von MILBURNE, MELANIE
'Ich werde dich niemals heiraten!' Angelique hasst den sexy Playboy Remy Caffarelli von ganzem Herzen. Doch um einen Skandal zu vermeiden, muss sie jetzt seine Frau werden - zum Glück nur zum Schein. Aber warum schmeckt der gespielte Hochzeitskuss dann plötzlich so erregend süß?
MEIN FLIRT MIT DEM MILLIONÄR von LEE, MIRANDA
Ein heißer Flirt mit dem aufregenden Multimillionär Jack Stone: für Vivienne die perfekte Gelegenheit, sich von ihrem Liebeskummer abzulenken. Bis sie erkennen muss, dass sie sich verliebt hat - ausgerechnet in Jack! Dabei weiß sie doch, dass er von den Frauen nur das eine will...
SO SÜß DUFTET NUR DAS GLÜCK von DOUGLAS, MICHELLE
Rico D'Angelo stockt der Atem, als er Janeens betörenden Erdbeerduft einatmet. Woran erinnert ihn diese Frau nur? Am liebsten würde er sie auf der Stelle verführen. Aber das ist keine gute Idee, wenn sie künftig als Managerin für sein neues Café arbeiten soll, oder?
EINE E-MAIL FÜR DIE LIEBE von HARRINGTON, NINA
Wow! Miles Gibson ist echt ein Traumtyp. Wieso hat er überhaupt Internetdating nötig? Vielleicht ist er verheiratet und auf der Suche nach einer Affäre oder ein Journalist auf Recherche? Obwohl bei der schönen Andy alle Alarmglocken schrillen, kann sie sich Miles' Ausstrahlung nicht entziehen...
Miranda Lee und ihre drei älteren Geschwister wuchsen in Port Macquarie auf, einem beliebten Badeort in New South Wales, Australien. Ihr Vater war Dorfschullehrer und ihre Mutter eine sehr talentierte Schneiderin. Als Miranda zehn war, zog die Familie nach Gosford, in die Nähe von Sydney. Miranda ging auf eine Klosterschule. Später entschied sie sich für eine Karriere als Informatikerin, die endete, als sie heiratete, drei Töchter bekam und die Familie ein großes Stück Land erwarb. Dort züchtete Miranda Windhunde, Pferde und Ziegen, aber all das genügte ihr nicht. Sie wollte kreativ sein und gleichzeitig Geld verdienen! Als ihre Schwester ihr vorschlug, doch mal eine Romance zu schreiben, wurde sie nachdenklich. Sie fand die Idee gut - es klang interessant, und sie konnte es von zu Hause aus machen. Aber es dauerte zehn lange Jahre, bis ihr erster Liebesroman tatsächlich veröffentlicht wurde. Mittlerweile waren Miranda, ihr Mann und die drei Töchter zurück an die Küste gezogen, wo sie bei Sonne, Sand und Meer ihr Leben genossen. Langsam stellten sich die ersten Erfolge ein, und ziemlich wagemutig machte Miranda die Zusage, eine Miniserie, die aus sechs Büchern bestand, innerhalb von neun Monaten abzuliefern. Sie wird es ihrem Mann nie vergessen, dass er seinen gut bezahlten Job als leitender Angestellter aufgab, um sie zu unterstützen und den Haushalt zu organisieren. Zahlreiche weitere Liebesromane folgten, sexy, leidenschaftlich, spannend und mit sehr lebendig geschilderten Hauptfiguren. Miranda Lee hat einen Grundsatz: Langweile niemals deine Leserinnen! Millionen Fans in aller Welt sind sich einig: Diesem Grundsatz bleibt Miranda Lee in allen Romances treu.
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1. KAPITEL
„Was soll das heißen, du hast es verloren?“ Angelique starrte ihren Vater schockiert an.
Henri Marchand zuckte gleichmütig die Achseln, doch sein Adamsapfel hüpfte auf und ab, als müsse er etwas Widerliches schlucken. Tarrantloch, den schottischen Familiensitz von Angeliques verstorbener Mutter, bei einem Pokerspiel in Las Vegas zu verlieren, war allerdings auch verdammt bitter.
„Remy Caffarelli hat so getan, als hätte er eine Pechsträhne“, verteidigte Henri sich. „Er verlor ein Spiel nach dem anderen. Ich wollte ihn ein für alle Mal fertigmachen, aber im alles entscheidenden Spiel hat er mich plötzlich ausgebootet.“
Angelique überlief es eiskalt. Gleichzeitig begann ihr das Blut in den Adern zu kochen. „Jetzt sag nicht, du hast Tarrantloch an Remy Caffarelli verloren!“ Dieser Mann war ihr erbitterter Feind. Der einzige Mann, mit dem sie absolut nichts zu tun haben wollte – noch nicht mal in Gedanken!
„Ich werde alles zurückgewinnen“, verkündete ihr unbelehrbarer Vater im Brustton der Überzeugung. „Ich fordere ihn zu einem weiteren Spiel mit noch höherem Einsatz heraus. Er beißt bestimmt an.“
„Willst du etwa noch mehr verlieren?“ Aufgebracht sah Angelique ihren Vater an. „Remy Caffarelli hat dich reingelegt, kapierst du das denn nicht? Er hat es schon lange auf dich abgesehen, seit der Sache mit seinem Großvater damals. Und dann hast du auch noch Remys Hotelprojekt in Spanien sabotiert! Wie hast du nur auf einen so billigen Trick hereinfallen können?“
„Das nächste Mal bin ich derjenige, der ihn reinlegt, du wirst schon sehen. Er hält sich immer für besonders clever, aber ich werde ihn genau dort treffen, wo es richtig wehtut.“
Angelique verdrehte verächtlich die Augen und wandte sich ab. Ihr Magen fühlte sich an, als hätte man ihn mit einem rostigen Löffel ausgekratzt. Wie hatte ihr Vater nur den geliebten Familiensitz ihrer Mutter an Remy Caffarelli verwetten können? Dabei gehörte Tarrantloch ihm doch gar nicht! Es war Teil des Treuhandfonds, der ihr mit fünfundzwanzig Jahren übereignet werden sollte – in weniger als einem Jahr.
Ihr Heiligtum. Ihr Refugium. Der einzige Ort, an den sie sich zurückziehen konnte, ohne von Paparazzi verfolgt zu werden.
Weg. Verloren. Verspielt.
Und zu allem Überfluss auch noch an ihren Erzfeind!
Remy frohlockte bestimmt! Sie konnte förmlich vor sich sehen, wie er die sinnlichen Lippen zu einem selbstgefälligen Lächeln verzog und seine espressoschwarzen Augen triumphierend glitzerten. Mit Sicherheit stolzierte er in ganz Europa herum und erzählte allen, dass er es Henri Marchand endlich heimgezahlt hatte.
Ihr Vater und die Caffarellis waren seit zehn Jahren erbitterte Feinde. Bis dahin waren Remys Großvater Vittorio und Henri Geschäftspartner und Freunde gewesen. Doch dann musste irgendetwas zwischen den beiden vorgefallen sein. Henri hatte in letzter Minute die Finanzierung einer wichtigen geschäftlichen Transaktion der Caffarellis platzen lassen und deren Imperium damit in große Gefahr gebracht. Seitdem hatten die beiden Männer kein Wort mehr miteinander gewechselt.
Angelique hatte schon länger damit gerechnet, dass ausgerechnet Remy sich an ihrem Vater rächen würde. Vermutlich, weil er sich damit den Respekt seines Großvaters verschaffen wollte. Das war bislang noch keinem der drei Caffarelli-Brüder gelungen, obwohl gerade Remys ältere Brüder unglaublich erfolgreiche Geschäftsleute waren.
Doch Angelique war schon vor dem Bruch zwischen ihren beiden Familien immer wieder mit Remy aneinandergeraten. Seine Arroganz und Überheblichkeit waren ihr auf die Nerven gegangen, während er ihr vorgeworfen hatte, süchtig nach Aufmerksamkeit zu sein. Die acht Jahre Altersunterschied zwischen ihnen hatte ihr Verhältnis nicht einfacher gemacht. Allerdings musste Angelique zugeben, dass sie damals ziemlich schwierig im Umgang gewesen war – vor allem nach dem Tod ihrer Mutter.
Sie drehte sich wieder zu ihrem Vater um, der seine Niederlage gerade mit einem großen Glas Brandy herunterspülte. „Mom dreht sich bestimmt im Grab um – und ihre Eltern und Großeltern gleich mit. Wie konntest du nur so … dumm sein?“
Henris Blick wurde eisig. Wütend presste er die dünnen Lippen zusammen. „Pass gut auf, was du sagst, junge Dame“, sagte er drohend. „Ich bin dein Vater. Du sprichst gefälligst nicht mit mir, als sei ich ein Idiot.“
Angelique straffte die Schultern. „Und was willst du dagegen tun? Mich beschimpfen, so wie Mom? Mich verbal und emotional missbrauchen, bis ich eine Überdosis Schlaftabletten schlucke, nur um dich endlich loszuwerden?“
Ein unheilvolles Schweigen erfüllte den Raum.
Angelique wusste, wie gefährlich es war, ihren Vater zu verstimmen.
Das Unaussprechliche auszusprechen.
Ihre ganze Kindheit hindurch war sie auf Zehenspitzen um ihn herumgeschlichen, um nur ja nicht seinen Zorn zu erregen. Sie hatte mit ansehen müssen, wie er das Selbstwertgefühl ihrer Mutter nach und nach unterminierte, bis sie nur noch ein Schatten ihrer selbst war. Sein Verhalten hatte die Luft verpestet. Angelique hatte lange versucht, seine Zuneigung zu gewinnen, aber nichts, was sie tat, war je gut genug für ihn gewesen.
Mit siebzehn hatte sie dann beschlossen, das Gegenteil zu tun. Seitdem nutzte sie jede Gelegenheit, um ihn in aller Öffentlichkeit in Verlegenheit zu bringen, zum Beispiel mit ihrer Karriere als Bademoden-Model. Sie wusste genau, wie peinlich es ihm war, dass seine Tochter ihren Körper in Magazinen und Katalogen zur Schau stellte, und auch sonst ließ sie keine Gelegenheit aus, sich in die Schlagzeilen zu bringen. Ihren Ruf als skandalerregende Partyschlampe nahm sie gern dafür in Kauf.
„Pass bloß auf, dass ich dich nicht enterbe“, stieß ihr Vater wutentbrannt hervor. „Wenn du so weitermachst, werde ich jeden einzelnen Penny einem Tierheim stiften.“
Angelique hätte fast erwidert, „Nur zu, mach doch“, aber das Vermögen, das er wegzugeben drohte, hatte ihrer Mutter gehört. Von Rechts wegen gehörte es ihr, genauso wie Tarrantloch eigentlich ihr gehört hatte. Und sie würde alles dafür tun, um es zurückzubekommen.
Und zwar sofort.
Remy liebte die Wüste von Dharbiri, eine arabische Provinz, der er so oft wie möglich einen Besuch abstattete. Mit Kronprinz Talib Firas Muhtadi war er seit seiner Schulzeit befreundet.
Er genoss den Anblick des sich endlos bis zum Horizont erstreckenden gewellten Sandes, genoss die Stille, die Einsamkeit und die flirrend heiße Luft. Die fast feudalen Gesetze und Bräuche empfand er als anregenden Kontrast zu seinem durch und durch modernen Leben.
Kein Alkohol. Kein Glücksspiel. Keine unbeaufsichtigten Frauen.
Sein aufregendes Leben gefiel ihm, aber dann und wann empfand er das Bedürfnis, sich in die Einsamkeit zurückzuziehen und seine Batterien wieder aufzuladen.
Das Klima in Dharbiri war ganz anders als im herbstlichen Italien, wo er gerade einige Tage bei seinem Großvater verbracht hatte. Es gab ihm immer ein Gefühl der Genugtuung, unangemeldet bei dem schwierigen alten Mann hereinzuschneien, ein paar Tage zu bleiben und dann einfach ohne Abschied zu verschwinden. Er wusste, dass den alten Herrn das verrückt machte.
Remy liebte Italien, fühlte sich jedoch fast überall zu Hause. Seine französisch-italienische Herkunft und seine Schulzeit in England hatten ihn mehr oder weniger zu einem Kosmopoliten gemacht. Bis jetzt hatte er kein wirkliches Zuhause, sondern lebte fast nur in Hotels. Es gefiel ihm, nie zu wissen, wohin es ihn die nächste Woche verschlagen würde. Seine ausgezeichnete Spürnase für günstige Deals führte ihn mal hier- und mal dorthin. Und er hatte großen Erfolg mit dieser Strategie.
So wie bei seinem letzten Pokerspiel mit Henri Marchand in Vegas. Was für ein geradezu genialer Meisterstreich! Es musste diesen windigen Betrüger äußerst schmerzlich getroffen haben, dass das Schloss in Schottland nun Remy gehörte.
Wie süß schmeckte dieser Sieg! Remy war gleich nach Dharbiri geflogen, um dort erst einmal in aller Ruhe über seinen Gewinn nachzudenken. Tarrantloch war einer der schönsten Landsitze Schottlands. Die einsame isolierte Lage war perfekt, um zu jagen, zu angeln und Freunde zu Partys einzuladen. Remy wäre am liebsten sofort hingeflogen, wollte jedoch nicht zu begierig wirken. Nein, es war besser, Henri Marchand – und seiner verzogenen Tochter Angelique – den Eindruck zu vermitteln, dass Tarrantloch ihm nicht viel bedeutete.
Er würde noch jede Menge Zeit haben, ihr seinen Triumph unter die perfekte kleine Stupsnase zu reiben.
Er konnte es kaum erwarten.
Angelique hatte schon Probleme damit gehabt, einen Flug nach Dharbiri zu bekommen, aber bis zu Remy vorzudringen, gestaltete sich etwa so schwierig, wie mit einer Handvoll Granaten im Handgepäck die Sicherheitskontrolle am Flughafen zu passieren.
Sie knirschte zum ungefähr zehnten Mal in den letzten Stunden vor Wut mit den Zähnen. „Ich muss unbedingt mit Monsieur Caffarelli sprechen. Es ist dringend. Eine Art … Familienkrise.“
Ihre Familienkrise.
Der Rezeptionist gab sich kühl und distanziert. Vermutlich war er schon routiniert darin, ganze Heerscharen weiblicher Glücksritter abzuwimmeln, die ein Arm oder ein Bein – oder beides – dafür hergeben würden, um ein paar Minuten mit dem unglaublich reichen und gut aussehenden Remy Caffarelli verbringen zu dürfen.
Als ob sie jemals...




