E-Book, Deutsch, Band 0175, 448 Seiten
Reihe: Julia Bestseller
Lee Julia Bestseller Band 175
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-0732-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0175, 448 Seiten
Reihe: Julia Bestseller
ISBN: 978-3-7337-0732-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
EIN MÄRCHENPRINZ FÜR EMILY von LEE, MIRANDA
Emily schwebt wie auf rosa Wolken. Der begehrteste Junggeselle Australiens, ihr attraktiver Boss Sebastian Armstrong, will sie heiraten. Doch plötzlich ändert sich alles: Denn die Exfreundin des Milliardärs taucht wieder auf - und schürt wachsende Eifersucht ...
DIE ZAUBERMACHT DER LIEBE von LEE, MIRANDA
Was für ein hinreißender Mann! Marinas Herz gerät jedes Mal in Aufruhr, wenn sie James Marsden, Earl of Winterborne, in die Augen sieht. Dabei hat sie gerade schon Aufregung genug: Die kleine Nichte des Earls ringt um ihr Leben, und nur Marina kann es retten!
TAUSENDUNDEINE NACHT IN DEINEN ARMEN von LEE, MIRANDA
Tausendundeine Nacht mit Scheich Bandar sind Samantha nicht genug. Ganz verzückt gibt sie sich immer wieder der Leidenschaft in seinen Armen hin. Bis Bandar überstürzt abreisen muss und sie erfährt, welch tragisches Geheimnis er ihr verschwiegen hat ...
DER PLAYBOY UND DIE EISPRINZESSIN von LEE, MIRANDA
Heimlich nennt man Lisa die Eisprinzessin. Affären sind tabu für die kühle Geschäftsfrau. Da lernt sie den bekannten Playboy Jack Cassidy kennen. Seine Küsse entfachen ein nie gekanntes Feuer in ihr. Kann ausgerechnet dieser Verführer ihr geben, was sie sucht und braucht?
Miranda Lee und ihre drei älteren Geschwister wuchsen in Port Macquarie auf, einem beliebten Badeort in New South Wales, Australien. Ihr Vater war Dorfschullehrer und ihre Mutter eine sehr talentierte Schneiderin. Als Miranda zehn war, zog die Familie nach Gosford, in die Nähe von Sydney. Miranda ging auf eine Klosterschule. Später entschied sie sich für eine Karriere als Informatikerin, die endete, als sie heiratete, drei Töchter bekam und die Familie ein großes Stück Land erwarb. Dort züchtete Miranda Windhunde, Pferde und Ziegen, aber all das genügte ihr nicht. Sie wollte kreativ sein und gleichzeitig Geld verdienen! Als ihre Schwester ihr vorschlug, doch mal eine Romance zu schreiben, wurde sie nachdenklich. Sie fand die Idee gut - es klang interessant, und sie konnte es von zu Hause aus machen. Aber es dauerte zehn lange Jahre, bis ihr erster Liebesroman tatsächlich veröffentlicht wurde. Mittlerweile waren Miranda, ihr Mann und die drei Töchter zurück an die Küste gezogen, wo sie bei Sonne, Sand und Meer ihr Leben genossen. Langsam stellten sich die ersten Erfolge ein, und ziemlich wagemutig machte Miranda die Zusage, eine Miniserie, die aus sechs Büchern bestand, innerhalb von neun Monaten abzuliefern. Sie wird es ihrem Mann nie vergessen, dass er seinen gut bezahlten Job als leitender Angestellter aufgab, um sie zu unterstützen und den Haushalt zu organisieren. Zahlreiche weitere Liebesromane folgten, sexy, leidenschaftlich, spannend und mit sehr lebendig geschilderten Hauptfiguren. Miranda Lee hat einen Grundsatz: Langweile niemals deine Leserinnen! Millionen Fans in aller Welt sind sich einig: Diesem Grundsatz bleibt Miranda Lee in allen Romances treu.
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3. KAPITEL
Der Wecker auf Sebastians Nachttisch klingelte um zehn vor sechs. Er schreckte aus dem Schlaf und stöhnte laut auf. Kaum dass sein Kopf das Kissen berührt hatte, war Sebastian ins Reich der Träume gesunken. Und obwohl er neun Stunden geschlafen hatte, erwachte er mit einem leichten Kater – dem ersten seit Jahren.
Dummerweise konnte er sich nur selbst die Schuld daran geben. Auf dem Heimflug hatte er viel zu viel Alkohol getrunken. Aber irgendetwas hatte Sebastian unternehmen müssen, um die Erinnerung an die Ereignisse in Mailand auszublenden.
Es hatte sogar funktioniert. Bei der Landung gehörte Lana bereits der Vergangenheit an. Und was war dann passiert?
Er erwischte seine tugendhafte Haushälterin nackt im Pool. Und ihr Körper war so vollkommen, dass der Anblick ein glühendes Verlangen geweckt hatte. Das passierte Sebastian immer schon bei so schönen Frauen.
Dabei hatte er sie zuerst gar nicht erkannt. Er hatte sie für ein junges Ding aus der Nachbarschaft gehalten.
Bald war ihm klar geworden, dass er Emily vor sich hatte. In dem Moment hätte er seine überschäumenden Hormone kontrollieren müssen. Stattdessen hatte er ein Verhalten an den Tag gelegt, das an sexuelle Belästigung grenzte.
Aber seine gescheite Haushälterin hatte ihn glücklicherweise auf seinen Platz verwiesen. Sosehr ihn auch das Verlangen nach Emily gepackt hatte, schätzte er sie doch viel zu sehr, als dass er sie wegen einer übereilten Dummheit verlieren wollte.
Während Sebastian die Decke zurückschlug und mühsam aufstand, fragte er sich, ob sie so etwas häufiger tat. Nackt baden. Es schien überhaupt nicht zu ihr zu passen.
Natürlich hatte sie jedes Recht zu tun, wozu sie Lust hatte, wenn er nicht da war. Und genauso konnte sie erwarten, dass sich ihr Arbeitgeber stets wie ein Gentleman verhielt – egal unter welchen Umständen. Mochte die Versuchung auch noch so unwiderstehlich sein.
Obwohl Entschuldigungen nicht oft über Sebastians Lippen kamen, beschloss er, ihr beim Frühstück zu sagen, dass es ihm leidtat.
In der Zwischenzeit sollte er sich endlich anziehen und zum Fluss gehen. Es war Zeit, für sein morgendliches Training.
Sport half ihm immer, den Kopf freizubekommen. Das und die beiden Schmerztabletten, die er gerade schluckte.
Emily trat ans Fenster ihres Schlafzimmers und beobachtete, wie Sebastian dem Pfad zum Bootshaus folgte. Der schwarze Neoprenanzug, den er trug, schützte ihn vor der kühlen Luft, die seit Mitternacht über Sydney lag. Die Sonne ging gerade auf und verwandelte das dunkle Violett des Himmels in ein helles Graublau.
Sie bewunderte Sebastians Hingabe an sein Fitnessprogramm. Nur manchmal fragte sie sich, ob er nicht ein wenig übertrieb. Man würde annehmen, dass er es nach dem gestrigen langen Flug und den möglichen Nachwirkungen heute ausfallen ließ.
Aber nein! Da war er und eilte mit großen Schritten auf das Ufer des Flusses zu. Wie jeden Morgen um sechs Uhr.
Offensichtlich hatte er gut geschlafen und litt nicht unter Jetlag. Seine Haltung war wieder schwungvoll, der attraktive Kopf hoch erhoben. Er sah einfach großartig aus.
Wie konnte ihr allein der Anblick dieses Mannes ein Lächeln auf ihre Lippen zaubern? Das war doch eine verkehrte Welt, ebenso verkehrt wie das Vergnügen, das sie gestern im Pool empfunden hatte.
Liebe machte die Menschen zu Narren – vor allem Frauen.
Diese Gedanken gaben ihr den Mut, bei der Entscheidung zu bleiben, die sie letzte Nacht getroffen hatte.
Eine Stunde später, Emily deckte gerade den Frühstückstisch, hörte sie, wie die Hintertür geöffnet wurde und wieder ins Schloss fiel. Der Herr des Hauses war zurückgekehrt – wie jeden Morgen um sieben. Glücklicherweise eilte er gleich nach oben, um zu duschen und sich zu rasieren. In dreißig Minuten würde er wieder hinunterkommen.
Ein flaues Gefühl schlich sich in ihren Magen, als sie sich Sebastians Reaktion auf ihre Kündigung vorstellte. Fast feige beschloss sie, den Brief auf den Tisch zu legen, anstatt ihn persönlich zu überreichen.
Um halb acht stand Emily vor der Kaffeemaschine und ging im Geist noch einmal ihre Argumente durch. Da richteten sich mit einem Mal die Härchen in ihrem Nacken auf. Noch bevor sie herumwirbelte, wusste sie, dass Sebastian auf der Schwelle stand.
Und tatsächlich war er da, weltmännisch wie immer in der beigefarbenen Hose und dem langärmeligen schwarz und cremefarben gestreiften Hemd.
Emily versuchte, ihren Herzschlag zu beruhigen. Sie hatte nur wenig Erfolg damit.
„Ja?“, fragte sie ernst und dachte, dass kein Mann der Welt das Recht haben sollte, eine so große Anziehungskraft auf jemanden auszuüben.
„Ich wollte mich wegen letzter Nacht entschuldigen“, erwiderte er mit seiner tiefen männlichen Stimme. „Mein Verhalten war nicht richtig.“
„Das ist schon in Ordnung, Sebastian“, gab sie ein wenig gepresst zurück. „Es ist ja nichts passiert.“
Er runzelte die Stirn. „Bist du sicher? Du scheinst heute Morgen ein wenig … mürrisch zu sein.“
„Die Sache ist mir nur peinlich.“
„Es gibt nichts, weswegen du verlegen sein müsstest.“
„Du wolltest erst heute Morgen zurückkommen“, sagte sie halb vorwurfsvoll.
„Ich habe einen früheren Flug bekommen.“
„Du hast mich zu Tode erschreckt.“
„Ich war auch ganz schön erschrocken, eine nackte Nymphe in meinem Pool zu entdecken. Ich habe dich gar nicht erkannt … so ohne Kleider.“
Emily zuckte zusammen. „Bitte, Sebastian, können wir den Vorfall nicht einfach vergessen?“
„Wenn es das ist, was du willst …“
„Ja.“
„Okay“, erwiderte er sachlich. „Ich möchte heute kein großes Frühstück. Nur Toast. Bringst du den Kaffee, sobald er fertig ist?“, fügte er hinzu und ging.
Sie schloss die Augen und wartete. Gleich würde er sie sicher rufen.
„Emily, könntest du bitte herkommen?“, kam er keine dreißig Sekunden später.
Sie straffte die Schultern. Den tröpfelnden Kaffee in der Maschine ignorierend, machte sie sich auf den Weg. Die Hände hielt sie an den Seiten zu Fäusten geballt.
Lass nicht zu, dass er dich zu irgendetwas überredet, befahl sie sich. Sei stark.
Die Tür zwischen Wintergarten und Esszimmer stand offen, wie immer um diese Zeit. Sebastian saß mit dem Rücken zu ihr, doch seine Kopfhaltung und die angespannten Schultern hatten etwas Bedrohliches. Noch bevor sie seine Miene sah, wusste sie, dass er verärgert war.
„Was soll das?“, fuhr er sie an, sobald sie in seinem Blickfeld erschien. In der rechten Hand hielt er den geöffneten Brief mit ihrer Kündigung. „Hast du nicht gesagt, zwischen uns sei alles in Ordnung?“
Sie holte tief Luft und atmete langsam wieder aus. „Meine Kündigung hat nichts mit gestern Nacht zu tun“, entgegnete Emily ruhig. „Ich hatte den Brief schon geschrieben, bevor du nach Hause gekommen bist. Man hat mir einen anderen Job angeboten, und ich gedenke, ihn anzunehmen.“
„Einen anderen Job?“, wiederholte er, wobei es ihm gelang, gleichzeitig überrascht und beleidigt zu klingen. „Was für einen Job? Ich hoffe inständig, keiner meiner sogenannten Freunde hat dich abgeworben.“ Seine Augen funkelten.
„Ich habe keine andere Stellung als Haushälterin angenommen“, teilte Emily ihm erleichtert mit. „Ich werde Direktionsassistentin im neuen Konferenzzentrum am Darling Harbour. Erinnerst du dich an meinen Lebenslauf? Ich bin gelernte Hotelkauffrau. Einige Jahre habe ich an der Rezeption des Regency Hotels gearbeitet, dann in deren PR-Abteilung. Ich bin also durchaus qualifiziert für den neuen Job.“
Sekundenlang sah er sie eindringlich an, während er mit dem Brief langsam gegen seine linke Handfläche schlug. Schließlich hielt Sebastian in der Bewegung inne und legte das Papier auf den Tisch.
„Und wie ist es zu diesem Angebot gekommen?“, fragte er mühsam beherrscht.
„Ich habe mich bei einer Arbeitsvermittlung gemeldet. Am Donnerstag haben sie mich zu einem Vorstellungsgespräch geschickt, und gestern Nachmittag haben sie angerufen und mir den Job angeboten.“
„Nach nur einer Bewerbung? Du musst großen Eindruck gemacht haben.“
„Offensichtlich.“
„Anscheinend planst du schon länger zu gehen, sehe ich das richtig?“
„Seit ein paar Wochen.“
„Warum, Emily? Ich dachte, du bist hier glücklich?“
„Das bin ich.“
Verwirrung zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. „Dann geht es um Geld? Willst du ein höheres Gehalt?“
„Nein.“
„Mehr Freizeit?“
„Nein.“
„Was ist es dann, Emily? Du weißt, ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um dich zu behalten.“
Sie hatte ja geahnt, dass er diesen Weg einschlagen würde. Darauf war sie vorbereitet.
„Du kannst mir nicht geben, was ich will, Sebastian.“
„Probier es wenigstens.“
„Ich möchte heiraten und eine Familie gründen, bevor ich zu alt dafür bin. An meinem nächsten Geburtstag werde ich fünfunddreißig und …“
„Einen Moment“, unterbrach er sie brüsk. „Wenn ich mich richtig erinnere, warst du sechsunddreißig, als du hier angefangen hast. Damit wirst du achtunddreißig, nicht fünfunddreißig.“
Emily seufzte. Was für ein dummer Fehler!
„Ich habe gedacht, du würdest mich nie einstellen, wenn du wüsstest, dass ich erst...




