Lee | Liebesnacht mit dem Playboy-Boss | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2100, 144 Seiten

Reihe: Julia

Lee Liebesnacht mit dem Playboy-Boss


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-7337-0009-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2100, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0009-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Ich kann doch einfach so tun, als wäre ich Ihr Verlobter!' Auch wenn Laura Playboys wie ihren sexy Boss Ryan Armstrong nicht mag, muss sie sein Angebot annehmen. Denn sie darf ihre schwerkranke Großmutter nicht enttäuschen! Und was soll schon passieren, wenn Ryan und sie ein Wochenende lang das verliebte Paar spielen? Aber bald muss Laura sich eingestehen, dass sie nicht so immun gegen Ryans Charme ist, wie gedacht. Obwohl sie weiß, dass er nur ein flüchtiges Abenteuer will, weckt eine leidenschaftliche Nacht im Himmelbett ein unvernünftiges Verlangen nach Liebe in ihr ...



Miranda Lee und ihre drei älteren Geschwister wuchsen in Port Macquarie auf, einem beliebten Badeort in New South Wales, Australien. Ihr Vater war Dorfschullehrer und ihre Mutter eine sehr talentierte Schneiderin. Als Miranda zehn war, zog die Familie nach Gosford, in die Nähe von Sydney. Miranda ging auf eine Klosterschule. Später entschied sie sich für eine Karriere als Informatikerin, die endete, als sie heiratete, drei Töchter bekam und die Familie ein großes Stück Land erwarb. Dort züchtete Miranda Windhunde, Pferde und Ziegen, aber all das genügte ihr nicht. Sie wollte kreativ sein und gleichzeitig Geld verdienen! Als ihre Schwester ihr vorschlug, doch mal eine Romance zu schreiben, wurde sie nachdenklich. Sie fand die Idee gut - es klang interessant, und sie konnte es von zu Hause aus machen. Aber es dauerte zehn lange Jahre, bis ihr erster Liebesroman tatsächlich veröffentlicht wurde. Mittlerweile waren Miranda, ihr Mann und die drei Töchter zurück an die Küste gezogen, wo sie bei Sonne, Sand und Meer ihr Leben genossen. Langsam stellten sich die ersten Erfolge ein, und ziemlich wagemutig machte Miranda die Zusage, eine Miniserie, die aus sechs Büchern bestand, innerhalb von neun Monaten abzuliefern. Sie wird es ihrem Mann nie vergessen, dass er seinen gut bezahlten Job als leitender Angestellter aufgab, um sie zu unterstützen und den Haushalt zu organisieren. Zahlreiche weitere Liebesromane folgten, sexy, leidenschaftlich, spannend und mit sehr lebendig geschilderten Hauptfiguren. Miranda Lee hat einen Grundsatz: Langweile niemals deine Leserinnen! Millionen Fans in aller Welt sind sich einig: Diesem Grundsatz bleibt Miranda Lee in allen Romances treu.

Lee Liebesnacht mit dem Playboy-Boss jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


2. KAPITEL

Laura war ganz froh über die Störung, denn Ryan kam der Wahrheit viel zu nahe. Unterbewusst war ihr wohl klar gewesen, warum sie sich so betont unattraktiv kleidete und verhielt, aber bislang hatte ihr das noch kein Mann ins Gesicht gesagt.

Es gefiel ihr nicht, weil sie sich dadurch verletzbar und schwach, ja, sogar feige fühlte. Aber sie war kein Feigling, oder?

Der Gedanke ließ sie nicht los. Alison meinte ja immer, sie solle den Männern noch eine Chance geben. Allerdings hatte sie gut reden. Sie war mit einem tollen Mann verheiratet, der ebenso liebenswert wie loyal war und ihr nie wehtun würde. Ihr war nie das Herz gebrochen worden … und nicht nur von einem Mann, sondern von zweien. Laura wusste, dass sie es nicht ertragen würde, noch einmal so verletzt zu werden.

Zugegeben, manchmal fühlte sie sich sehr einsam. Manchmal wünschte sie, sie hätte vor Jahren, als sie noch jünger und voller Hoffnungen gewesen war, den Richtigen getroffen. Doch die Erfahrung hatte sie, was Männer betraf, jeglicher Illusionen beraubt und ihre Menschenkenntnis geschärft. Wenn sie heute einem attraktiven Mann begegnete, durchschaute sie schnell, was für ein Mensch sich wirklich hinter der charmanten Fassade verbarg.

So wusste sie genau, was für ein Mann Ryan Armstrong war. Er gehörte zu denen, die einer Frau im Vorbeigehen das Herz brachen, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden.

Allerdings hatte dieses Gespräch bewiesen, dass er nicht nur schlecht, sondern allem Anschein nach zu echtem Mitgefühl fähig war. Laura beobachtete ihn verstohlen.

„Hallo“, sagte er jetzt in sein Handy. „Wie läuft’s da unten? … So langweilig? … Nein, ich bin in der Opera Bar und nehme einen Drink mit … Kollegen.“

Obwohl er sich etwas abgewandt hatte, konnte Laura jedes Wort verstehen und spürte sofort, dass er bewusst ausweichend antwortete. War das am anderen Ende etwa seine Freundin? Denn nach allem, was man sich erzählte, war er eigentlich nie ohne.

Das hatte Laura ganz vergessen, als er ihr anbot, an diesem Wochenende ihren Traummann zu spielen. Was, in aller Welt, wollte er eigentlich seiner Freundin sagen, wenn sie einwilligte? Laura konnte sich nicht vorstellen, dass es irgendeiner Frau gefallen hätte, wenn ihr Freund das für eine andere Frau getan hätte … egal, wie harmlos die Beweggründe auch sein mochten.

„Ich rufe dich später am Abend noch mal an, Schatz“, versprach er nun und bestätigte damit ihren Verdacht, dass er mit seiner aktuellen Freundin telefonierte. „Bis dann.“

Ryan steckte das Handy weg und wandte sich Laura wieder zu. „Wo waren wir stehen geblieben?“

Sie entschied sich, ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen. „Ihrer Freundin würde es sicher nicht gefallen, wenn Sie für mich den Mann fürs Leben spielten“, sagte sie unverblümt. „Oder wollten Sie es ihr gar nicht sagen?“

Seine blauen Augen funkelten auf einmal mindestens so frostig wie ihre. „Erica hat keine Besitzansprüche auf mich. Außerdem ist sie an diesem Wochenende auf einer Konferenz in Melbourne.“

„Sie meinen, was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß?“

„Nein, tatsächlich wollte ich es Erica erzählen, wenn ich sie später zurückrufe.“

„Ach wirklich“, bemerkte Laura sarkastisch. Nach ihrer Erfahrung hatten Männer wie Ryan keinerlei Skrupel, ihre Freundinnen zu belügen.

„Ja, wirklich. Aber ich sehe, dass Sie mir nicht glauben.“

„Ist es so wichtig, was ich glaube? Das Ganze ist sowieso ohne Bedeutung, weil ich mich entschieden habe, Ihr freundliches Angebot nicht anzunehmen.“

„Und warum nicht?“

„Weil es nur zu neuen Problemen führen würde. Grans achtzigster Geburtstag steht schon bald bevor. Wenn sie sich weiter erholt, wird die Familie sicher eine große Feier für sie veranstalten, und sie wird natürlich damit rechnen, dass ich zusammen mit meinem Traummann daran teilnehme. Ich kann nicht erwarten, dass Sie dabei auch noch mitspielen. Bis dahin würden wir uns vor Nachfragen, wann endlich die Verlobung oder gar die Hochzeit stattfindet, nicht mehr retten können. In null Komma nichts würde die ganze Sache außer Kontrolle geraten, und Sie würden sich wünschen, Sie hätten erst gar nicht mitgemacht. Nein, ich fahre dieses Wochenende lieber allein nach Hause und sage, wir hätten uns wieder getrennt.“

Ryan zuckte die Schultern. „Wie Sie meinen. Aber Erica würde es bestimmt nichts ausmachen.“

„Wenn Sie das wirklich glauben, Ryan, dann kennen Sie die Frauen nicht besonders gut. Ich sollte jetzt besser gehen“, fügte sie nervös hinzu, denn immer mehr Gäste bevölkerten die Terrasse, und jeden Moment konnten auch einige ihrer Kollegen eintreffen. „Danke für den Drink und Ihr freundliches Angebot. Es war wirklich sehr nett, aber doch keine gute Idee.“ Sie trank den letzten Schluck aus ihrem Glas und stand auf. „Dann bis nächsten Freitag um drei.“

„Wissen Sie was? Ich gebe Ihnen meine private Handynummer, nur für den Fall, dass Sie es sich noch anders überlegen“, schlug er spontan vor. „Ich wette, Sie haben einen Kugelschreiber in Ihrer Handtasche?“, fügte er lächelnd hinzu.

„Ja, natürlich, aber …“

„Schreiben Sie die Nummer einfach auf“, unterbrach er sie eine Spur gereizt. „Man kann nie wissen.“

„Also schön.“ Laura notierte sich die Nummer auf einer ihrer Visitenkarten, bevor sie auf schnellstem Weg die Bar verließ. Zu ihrer Erleichterung bemerkte sie niemanden, den sie kannte, aber sie atmete erst richtig auf, als sie auf der Fähre nach Manly einen Platz in einer stillen Ecke fand.

Froh, mit ihren Gedanken allein zu sein, dachte sie über das Geschehene nach. Es war richtig gewesen, Ryans Angebot abzulehnen. Mochte es auch noch so verlockend gewesen sein, eine solche Täuschung ließ sich unmöglich durchhalten.

Wie sie Ryan gesagt hatte, würde alles früher oder später außer Kontrolle geraten, und an irgendeinem Punkt würde sich zwangsläufig auch ihre gegenseitige Abneigung bemerkbar machen. Nein, ihre Entscheidung war richtig. Die einzig mögliche. Dennoch schreckte sie vor dem Gedanken zurück, ihrer Familie einzugestehen, dass sie hinsichtlich ihres angeblichen Traummannes gelogen hatte. Schließlich hatte sie auch ihren Stolz.

Nein, sie würde das tun, was sie Ryan gegenüber bereits angekündigt hatte: zunächst einmal irgendeine Ausrede erfinden, warum er an diesem Wochenende keine Zeit hatte. Später, wenn es ihrer Großmutter besser ging, konnte sie dann immer noch sagen, sie hätten sich getrennt, weil Ryan nicht heiraten wollte. Auf diese Weise würde sie ihren Stolz wahren. Und wenn Gran sich nicht erholte … Lauras Herz krampfte sich zusammen. Dann war es sowieso egal. Gran würde wenigstens glücklich und zufrieden sterben.

Als die Fähre am Kai von Manly anlegte und Laura den Hügel hinauf nach Hause ging, war sie im Großen und Ganzen also im Reinen mit ihrer Entscheidung, obwohl sich bei ihr doch Bedauern regte. Es wäre ihr eine Genugtuung gewesen, mit einem Mann wie Ryan Armstrong zu Hause aufzutauchen … allein um das Gesicht ihrer Tante und ihres Onkels zu sehen, die nie eine Gelegenheit ausließen, darauf hinzuweisen, was für eine Versagerin sie in Sachen Beziehungen war.

Der eigentliche Punkt war natürlich, dass die beiden sie nicht leiden konnten. Onkel Bill hatte sie von dem Moment an nicht gemocht, als sie in das Haus ihrer Großeltern gebracht worden war, um dort aufzuwachsen, und sich bald herausstellte, dass seine Mutter die Tochter ihrer entfremdeten Tochter dem Enkel vorzog, den Cynthia und er ihr geschenkt hatten.

Laura fand es rückblickend überhaupt nicht überraschend, weil alle männlichen Mitglieder der Familie Stone abscheulich waren. Ihr Großvater besonders. Jim Stone war ein Macho der übelsten Sorte gewesen. Sein Sohn und sein Enkel kamen in diesem Punkt ganz nach ihm und hielten sich für Gottes Geschenk an die Frauen, die ihrer Meinung nach nur dafür da waren, ihnen in jeder Hinsicht zu Diensten zu sein. Aus eigener Erfahrung im Haus ihres Großvaters konnte Laura gut verstehen, warum ihre Mutter von zu Hause weggelaufen war, sobald sie alt genug gewesen war, und einen Mann wie ihren Vater geheiratet hatte, der bei all seiner Stärke vor allem Frauen gegenüber betont mitfühlend und sanft gewesen war. Er war Anwalt gewesen, und Laura hatte ihn vergöttert.

Ihren Großvater dagegen hatte sie aus tiefstem Herzen verabscheut und ihm keine Träne nachgeweint, als er starb. Selbst im Tod war es Jim Stone noch gelungen, sie wütend zu machen, weil er den Familienbesitz nicht seiner Frau, die lange genug unter ihm gelitten hatte, sondern seinem einzigen Sohn hinterließ. Vergeblich hatte Laura ihre Großmutter dazu zu bewegen versucht, das Testament anzufechten, aber die alte Dame hatte sich damit zufriedengegeben, dass ihr Sohn ihr versprach, sich zeit ihres Lebens um sie zu kümmern.

Nach Lauras Ansicht war das keineswegs genug. Das Haus, um das ihre Großmutter sich über fünfzig Jahre lang liebevoll gekümmert hatte, hätte bis zu ihrem Tod ihr gehören sollen. Stattdessen war sie in die Rolle der mittellosen Verwandten gedrängt, die von den Almosen ihres Sohnes abhängig war. Laura konnte immerhin durchsetzen, dass die dürftige Summe von zwanzigtausend Dollar pro Jahr verdoppelt wurde, indem sie ihrem Onkel in einem Gespräch unter vier Augen drohte, andernfalls all ihren Einfluss auf ihre Großmutter geltend zu machen, damit die alte Dame das Testament doch noch anfocht.

Das hatte sie bei ihrem Onkel und ihrer Tante natürlich nicht...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.