Leigh | Breeds - Dashs Bestimmung | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 352 Seiten

Reihe: LYX.digital

Leigh Breeds - Dashs Bestimmung


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-8025-9184-6
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 352 Seiten

Reihe: LYX.digital

ISBN: 978-3-8025-9184-6
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der Soldat Dash Sinclair trägt Wolfsblut in sich. Als er im Kampf schwer verwundet wird, halten ihn nur die Briefe eines kleinen Mädchens am Leben. Doch als Dash nach seiner Genesung die junge Cassie und ihre Mutter Elizabeth besuchen will, muss er feststellen, dass sie auf der Flucht sind. Unbekannte wollen Cassie entführen.



Lora Leigh lebt mit ihrer Familie in Kentucky. Mit ihren erotischen Liebesromanen hat sie sowohl im Bereich der Romantic Fantasy als auch des Romantic Thrill eine große Leserschaft gewonnen.

Leigh Breeds - Dashs Bestimmung jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1

Sechs Monate später

Er war ein Wolf-Breed. Dash Sinclair hatte das bereits gewusst, noch ehe sich die Nachricht vor sechs Monaten wie ein Lauffeuer in der Welt verbreitet hatte. Glücklicherweise waren die Erbfaktoren in seinem Fall rezessiv und somit nur auf genetischer Ebene nachweisbar, traten aber nicht körperlich in Erscheinung. Dennoch hatte man ihn deswegen schon als kleinen Jungen zur Tötung freigegeben. Zugleich hatte er es jedoch seinen Genen zu verdanken, dass er nach der Flucht aus den Labors überhaupt überlebt hatte.

Mit achtzehn war er zur Army gegangen, hatte gekämpft und getötet und sich versteckt, direkt vor der Nase einiger Männer, die verantwortlich für seine Züchtung gewesen waren. Er wusste, um wen es sich handelte. Er hatte sie in den Labors gesehen, als er noch ein Kind gewesen war, und erinnerte sich gut an ihre Gesichter. Er vergaß niemals die Züge eines Feindes. Im Laufe der Jahre hatte er mehr Selbstvertrauen gewonnen, war sich seiner Stärken bewusst geworden und konnte es dadurch vermeiden, Fehler zu machen. Er hatte niemals jemandem gesagt, was er eigentlich war, und sich auch keinem Freund anvertraut. Verdammt, er hatte ja auch noch nie Freunde besessen. Ihm ging es gut, und er war ein gefährlicher Mann. Die meisten Leute machten einen großen Bogen um ihn.

Doch nun lechzte er nach Blut. Ganz still stand er da und sog den Geruch des kleinen, durchwühlten Zimmers ein. Er fühlte den Zorn in sich hochkochen. Während der vergangenen sechs Monate hatte er jedes noch so kleine Detail über Elizabeth und Cassidy Colder aufgespürt.

Während seiner Zeit in der Army hatte er viele Bekanntschaften geschlossen, und einige davon schuldeten ihm noch etwas. Jetzt war es an der Zeit, diese Schuld einzufordern. Cassidy war ein kleines Mädchen, dem die Zeit davonlief und auf das ein Kopfgeld ausgesetzt war, mit einer Mutter, die es unter Einsatz ihres Lebens zu retten versuchte. Bei dem Gedanken daran, was Elizabeth Colder alles auf sich genommen hatte, um ihre Tochter zu beschützen, verkrampfte sich sein Magen. Diese kleine Frau brauchte selbst Schutz, sollte in den Arm genommen werden, genau wie das Kind, und nicht aus lauter Angst um ihre Tochter ständig auf der Flucht sein.

Jetzt witterte er die Panik des kleinen Mädchens, ihre kindlichen Tränen, genauso wie er die Wut und das Entsetzen der Mutter spürte. Er knurrte leise, als ihm der Geruch der Angst in die Nase stieg, was seinen Zorn nur noch anheizte. Die Männer, die die beiden jagten, würden dafür bezahlen. Irgendwann.

Er griff nach einer Kinderjacke, hob sie an die Nase und inhalierte den Duft. Sie roch nach Unschuld und Babypuder. Aber die Tatsache, dass die Jacke hier war und nicht Cassidys kleinen Körper wärmte, verursachte ihm eine Gänsehaut. Es war verdammt kalt da draußen. Bei so einem Wetter konnte ein Kind schnell erfrieren – wenngleich diese Jacke ohnehin nicht mehr viel helfen würde, da sie zerrissen war.

Als Nächstes nahm er einen Pullover und roch ebenfalls daran. Ahh, welch ein Duft. Weiblich, frisch und sauber, ein wenig Babypuder, aber eindeutig der Duft einer Frau. Seiner Frau.

Er sah sich im Zimmer um. Es würde nicht mehr lange dauern, bis er sie eingeholt hatte, und ganz offensichtlich waren sie den Männern, die sie jagten, immer noch ein paar Schritte voraus. Er knurrte leise. Er würde die Frau und das Kind zuerst finden. Es war viel zu eisig und zu gefährlich dort draußen, um sich jetzt auf die Jagd nach dem Feind zu machen, ohne sicher zu sein, dass dem Wichtigsten in seinem Leben nichts geschah.

Die Puppe des kleinen Mädchens war zerrissen, und das Material, mit dem sie ausgestopft gewesen war, lag im Zimmer verstreut. Dash wusste jetzt, wie der Feind roch, und er lächelte kalt, während er diesen Geruch noch einmal in sich aufnahm, um ihn niemals zu vergessen. Cassidy und ihre Mutter mussten noch einmal hier gewesen sein, nachdem ihre Bleibe zerstört worden war. Ein kleiner Korb mit Kleidungsstücken stand neben der Tür, unversehrt, aber vergessen. Sie hatten die Wäsche gewaschen. Nur deswegen waren sie noch am Leben.

Er ließ die Sachen, die er in der Hand hielt, fallen. Sobald er die beiden gefunden hatte, würden sie das Zeug ohnehin nicht mehr brauchen. Er hatte alles, was sie benötigten, gut verpackt in seinem Geländewagen. Elizabeth und Cassie sollte es an nichts fehlen, sobald er sie gefunden hatte. Er kümmerte sich gut um alles, was er als zu ihm gehörig betrachtete, und in seinem Herzen spürte er eine tiefe Sehnsucht nach den beiden.

Er drehte sich auf dem Absatz um und ging lautlos durch das Zimmer, denn ihm war vollkommen bewusst, dass es verwanzt war. Schon beim Eintreten hatte er die Mikrofone gewittert. Auf seine Lippen trat ein kaltes Lächeln. Offenbar hatte er es mit blutigen Anfängern zu tun. Er würde keinerlei Mühe haben, sie auszuschalten, sobald es nötig war.

Der Geruch von Elizabeths Wut und ihrer Angst reichten nur bis zur Tür, daher wusste er, dass sie das Durcheinander nicht lange in Augenschein genommen hatte. Sie war klug. Seit Monaten war er den beiden nun auf der Spur, und erst in den letzten Wochen war es ihm gelungen, so nah an sie heranzukommen, dass er ein Licht am Ende des Tunnels sah. Sie machte es ihren Jägern nicht leicht, sie zu erwischen. Und sobald er bei den beiden war, hatten die anderen überhaupt keine Chance mehr. Aber zunächst musste er sie finden.

Er verließ das Apartment, ging wachsam durch die schmutzige schmale Gasse zwischen den Häusern und stieg dann die Kellertreppe hinunter. Er folgte ihrem Duft. Ein kleines Fenster war zerschlagen, ein zerfetztes Stück Stoff hing im Rahmen. Er griff danach. Es gehörte Elizabeth. Sie hatte sich auf der Flucht geschnitten. Das abgewetzte weiche Gewebe war blutig. Aber sie hatte sich klug verhalten. Sie hatte erkannt, dass ihre Verfolger die Vordertür im Auge behalten würden. Während der vergangenen zwei Jahre war sie stärker geworden, ihre Instinkte waren geschärft. Sie hatte jene Fähigkeiten immer weiter verfeinert, die sie auf der Flucht brauchte. Er wusste, dass sie in der Lage war, mangelnde körperliche Kraft durch Klugheit auszugleichen.

Während er auf das Stück Stoff starrte und mit den Fingern über die Blutflecken strich, witterte er die Präsenz eines anderen Wesens in der Luft, die durch die offene Tür hereinströmte.

Dash erstarrte und wandte den Kopf zum Türspalt, während sich der neue Geruch mit dem Duft nach Weichspüler, Waschmittel und abgestandenem Wasser vermischte. Der Gestank nach Fäulnis, nach Boshaftigkeit überlagerte die kühle Luft des Kellers, flutete seine Sinne und weckte den Blutdurst in ihm. Der Feind war auf der Jagd, lauerte ihm nun auf und wagte sich leichtsinnigerweise aus der Deckung, um herauszufinden, was Dash vorhatte. Dash freute sich bereits auf das Zusammentreffen.

Er unterdrückte das warnende Knurren, das sich seiner Brust entringen wollte. Der Geruch von kaltem Stahl kam näher, das Geräusch vorsichtiger Schritte. Der andere war allein. Er war selbstsicher, aber voller Wut, und er war schwächer. Dash lächelte. Der Mann, der sich an ihn heranschlich, war nichts als ein Lakai. Er stellte keine Gefahr dar, war nur ein bewaffneter Niemand. Entbehrlich. Und das war gut so, denn er würde das Haus nicht lebend verlassen.

Dash stand regungslos da, und er brauchte nicht lange zu warten. Behutsam wurde die Tür weiter geöffnet, und die schlanke, angespannte Gestalt des Feindes erschien. Es war ein erwachsener Mann. Ein Betamännchen, das es mit einem Alphatier aufnehmen wollte, von dessen Existenz es bisher nicht einmal etwas geahnt hatte. Dashs Lippen verzogen sich zu einem erwartungsvollen Lächeln, von dem er wusste, dass der andere Mann es nicht als Zeichen tödlicher Gefahr erkennen würde, welches es jedoch eindeutig darstellte.

»Wohl neugierig geworden, Fremder«, grunzte der andere Mann, während er sorgfältig die Tür hinter sich schloss und seine Waffe auf Dashs Brust richtete. »Nimm die Hände hoch, damit ich sie sehen kann. Und keine falsche Bewegung, sonst bist du tot.«

Dash hob die Arme, die Hände hinter dem Kopf. Seine Finger schlossen sich um den Griff des langen Messers, das in der Scheide zwischen seinen Schulterblättern steckte. Oh ja, jetzt konnte es losgehen.

»Ich sehe mich nur etwas um.« Dash runzelte die Stirn und registrierte, dass die Mündung der Waffe direkt auf sein Herz zielte.

Auf dem Lauf saß ein Schalldämpfer. Der Bastard war vorsichtig, das musste Dash ihm lassen. Aber das war auch schon alles. Ansonsten war er nicht besonders schlau. Er hätte längst erkennen müssen, welche Gefahr von Dash ausging, und ihn sofort töten sollen. Wenn es ihm denn gelungen wäre. Stattdessen wollte er ein wenig spielen. Dash spielte gern. Und er war sich absolut sicher, dass sein Gegner dieses Spiel nicht überleben würde. Das lag in der Natur der Sache. Er spürte die Schwäche des anderen. In seinem Blick war absolute Selbstüberschätzung zu erkennen.

»Wer bist du?« Seine Knopfaugen wurden schmal. Schmieriges Haar fiel ihm in die niedrige, nicht besonders intelligent wirkende Stirn.

»Niemand Wichtiges.« Dash zuckte die Achseln, während er für einen Moment spöttisch grinste. Er weigerte sich einfach, einem Kerl, der sogar bereit war, ein Kind zu töten, auch nur den geringsten Respekt entgegenzubringen. »Und wer bist du?«

Dash beobachtete genau, wie der andere Mann sich in dem schlecht sitzenden, wenn auch teuren Mantel bewegte und völlig selbstsicher die Waffe hielt. Der Kerl war daran gewöhnt zu töten, und er erledigte es...


Leigh, Lora
Lora Leigh lebt mit ihrer Familie in Kentucky. Mit ihren erotischen Liebesromanen hat sie sowohl im Bereich der Romantic Fantasy als auch des Romantic Thrill eine große Leserschaft gewonnen.

Lora Leigh lebt mit ihrer Familie in Kentucky. Mit ihren erotischen Liebesromanen hat sie sowohl im Bereich der Romantic Fantasy als auch des Romantic Thrill eine große Leserschaft gewonnen.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.