E-Book, Deutsch, Band 0060, 448 Seiten
Reihe: Tiffany Hot & Sexy
Leigh / Talley / Olson Tiffany Hot & Sexy Band 60
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-5273-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0060, 448 Seiten
Reihe: Tiffany Hot & Sexy
ISBN: 978-3-7337-5273-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
IM SCHEIN DES KAMINFEUERS von TALLEY, LIZ
Emma kennt ihn schon seit Jahren - und erst jetzt offenbart Erik Matheson seine überaus anziehende Seite: Der Feuerwehrmann ist ein wahrer Meister der Verführung! Die heißen Spiele vor dem lodernden Kamin lassen Emma vergessen, dass Erik für sie eigentlich tabu ist ...
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Seit Jo Leigh 1975 bei der großen Filmgesellschaft 20-Century-Fox als Lektorin in der Abteilung für Comedys einstieg, ist sie im Filmgeschäft zu Hause. Sie war für die Mediengesellschaften CBS, NBC und verschiedene andere große Produktionsfirmen tätig, wobei sie zunehmend Drehbücher konzeptionierte und bearbeitete. Kein Wunder, dass bei so viel Sachkenntnis bereits die erste Romance, die sie 1994 verfasste, gleich drei Preise erhielt! Seitdem hat sie weitere, sehr erfolgreiche Romane verfasst. Zudem vermittelt sie in zweitätigen Workshops die grundlegenden Kenntnisse über Drehbücher und tritt oft als Sprecherin bei Autoren-Konferenzen zum Thema Schreiben auf. Jo Leigh lebt mit ihren drei Katzen Zeke, Coco und Molly in Nevada.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Erik Matheson hatte schon viele Feuer bekämpft, aber noch nie war er derart erschöpft gewesen. Natürlich war ein Großfeuer in einem Wohnblock eher die Ausnahme in der kleinen Stadt eine Autostunde nördlich von Denver. Und für gewöhnlich war er auch besser ausgeruht, wenn er seinen Dienst antrat. Aber er hatte jetzt mehrere Tage bis spät in die Nacht hinein seiner Schwester bei ihrem Umzug zurück nach Pine Ridge geholfen. Und dann hatte er bei diesem Einsatz unglücklicherweise auch noch Rauch eingeatmet, und alles zusammen forderte seinen Zoll. Nachdem das Feuer endlich gelöscht war, konnte er sich kaum noch auf den Beinen halten.
„Alles in Ordnung, Mann?“ Sein Freund und Kollege Layton Davis sah ihn fragend an, als sie gemeinsam in den Vorort fuhren, in dem Erik sich vor einigen Monaten ein Haus gekauft hatte.
„Geht so. Aber ich bin ganz schön kaputt.“
„Du wirst eben alt.“ Layton grinste.
„Ich bin fünf Jahre älter als du, nicht zwanzig.“ Erik rieb sich die Augen. Sie brannten immer noch von der intensiven Hitze.
„Hör mal, ich bin noch nie bei dir gewesen. Wie muss ich fahren?“
Auch Layton klang müde. Ihre Schicht war fast zu Ende gewesen, als der Notruf eingegangen war. Sechs Stunden hatten sie dann gebraucht, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Es war wirklich ungeheuer anstrengend gewesen. Erik ging davon aus, dass er die Extrakalorien, die er den Backkünsten seiner Schwester Alexis zu verdanken hatte, längst wieder verbrannt hatte.
Seine Schwester war sehr konservativ, wenn es um die Festtage ging. Sie hatte ihn sogar dazu gebracht, einen Weihnachtsbaum zu kaufen und die albernen Socken für den Weihnachtsmann an den Kamin zu hängen. Da es das erste Haus war, das wirklich ihm gehörte, und da seine Eltern im Moment in Schottland waren, hatte er sich nicht gegen den Versuch seiner Schwester gesträubt, für Weihnachtsstimmung zu sorgen.
„Bieg zuerst links ab und dann rechts in den Timber Ridge Drive.“
Layton folgte seinen Anweisungen. Sein Freund war ein sehr solider junger Mann, wenngleich vielleicht auch etwas zu gut aussehend – erst in der vergangenen Woche war die Anfrage vom Herausgeber des Feuerwehrkalenders 2016 gekommen, ob er sich nicht für eine Aufnahme zur Verfügung stellen wolle. Der Erlös aus dem Verkauf dieses Kalenders wurde alljährlich für wohltätige Zwecke gespendet. Der arme Kerl hatte sich daraufhin einiges an Spott von seinen Kollegen anhören müssen. Nur gut, dass Alexis und ihre Freundin Emma gerade auf dem Weg nach Colorado Springs waren. Alexis hatte schon immer eine Schwäche für attraktive Männer gehabt, und im Moment konnte sie wirklich keinen Herzschmerz gebrauchen.
„Hier ist es.“ Erik deutete auf das Haus mit der großen Veranda, dessen Eingang von zwei Säulen flankiert wurde. Es war sehr geräumig. Das war nur gut, denn zweifellos war es am besten, wenn sein Freund über Nacht blieb – die Straßen wurden schon glatt.
„Schönes Haus“, bemerkte Layton, während er den Wagen die vereiste Auffahrt hinauflenkte. Die Räder drehten einen Moment lang durch, bevor sie wieder fassten und den Wagen nach vorn schießen ließen. „Verdammt, ganz schön rutschig!“
„Deswegen wirst du heute Nacht hierbleiben.“ Erik hatte Mühe, die Worte klar zu formen. Er war noch müder, als er bisher angenommen hatte.
„Nicht nötig, ich schaffe es noch nach Hause. Sobald die Straßen morgen wieder frei sind, hole ich dich ab. Dann fahren wir zur Zentrale, damit du deinen Wagen holen kannst.“
„Hör mal, es ist schon nach ein Uhr, und die Straßen sind in fürchterlichem Zustand. Ich habe ein Gästezimmer.“
„Ich dachte, deine Schwester wohnt eine Zeitlang bei dir.“
„Sie verbringt das Wochenende mit ihrer besten Freundin aus Schultagen in Colorado Springs.“ Und diese Freundin war sehr erwachsen geworden. Und sehr sexy. Emma war gestern eingetroffen, gerade als er das Haus verließ, um zum Dienst zu fahren. Er hatte sie seit ihrer Schulzeit nicht mehr gesehen, und die Begrüßung war ihm fast im Halse stecken geblieben. Sie sah atemberaubend aus. Die staksigen dünnen Beine und die Zahnspange waren passé. Emma Brent war zu einer richtigen Frau geworden.
„Dann nehme ich dich beim Wort. Ich bin auch schon halbtot.“ Layton stellte den Motor ab und sah Erik fragend an. „Brauchst du Hilfe?“
„Ich habe nur etwas Rauch abbekommen. Alles in Ordnung.“ Erik öffnete die Tür. Die kalte Luft verursachte einen stechenden Schmerz beim Atmen. Als die Löscharbeiten schon fast vorbei gewesen waren, war er im Löschwasser ausgerutscht. Dabei war seine Atemmaske verrutscht, und bevor er sie wieder hatte richten können, hatte er Rauch in seine Lungen bekommen. Der Notarzt hatte gesagt, es sei alles in Ordnung, aber dennoch hatte er Laytons Angebot angenommen, ihn nach Hause zu fahren. Ihm schwindelte, und er war erschöpft – keine gute Voraussetzung, um bei den jetzigen Wetterverhältnissen allein zu fahren.
Als die Männer die Veranda im stechenden Eisregen erreichten, fiel Erik ein, dass sein Schlüsselbund noch im Handschuhfach seines Wagens lag. „Verdammt!“
„Was ist?“ Layton sah ihn fragend an.
„Meine Schlüssel …“
Layton sah ihn entsetzt an. „Du machst Witze!“
„Ich habe noch einen Ersatzschlüssel. Warte.“ Erik eilte zur Garage und hob den schweren Topf mit dem Busch an, den seine Schwester ihm zum Einzug geschenkt hatte. An dessen Boden befand sich ein kleines Fach für einen Ersatzschlüssel.
Er rannte zurück zur Veranda. „Ich hab ihn.“
Eine Sekunde später waren sie im warmen Haus. Alexis hatte das Licht über dem Herd angelassen, sodass ein warmer Schein über die Möbel fiel, die er erst vor Wochen ausgesucht hatte. Es roch noch alles sehr neu.
„Ich hole dir ein paar Sachen zum Wechseln. Und du wirst sicher duschen wollen.“ Er hoffte, dass sein Freund den Wink verstand. Im Haus war mehr oder weniger alles neu, einschließlich der Decken und Laken im Gästezimmer, in dem seine Schwester wohnte.
„Danke. Ja, ich muss unbedingt duschen, bevor ich mich aufs Ohr lege.“
„Ich auch.“ Erik deutete auf die offene Tür am Ende des Korridors. „Das Gästebad ist dort drüben. Meine Schwester hat nicht gerade einen Putzfimmel, aber es sollte halbwegs sauber sein.“
„Das wird schon gehen. Ich brauche eine Dusche und zehn Stunden Schlaf. Leg die Sachen einfach vor die Tür. Gute Nacht.“
„Nacht.“ Erik verschwand in sein Schlafzimmer, das ein eigenes Bad hatte. Er machte sich nicht die Mühe, das Licht einzuschalten. Seine Augen schmerzten, und sein Kopf fühlte sich an, als würde er jeden Moment platzen. Rauch einzuatmen war wirklich ungesund.
Fünf Minuten später tapste er zurück in sein Zimmer. Er rubbelte sich das Haar trocken und warf das Handtuch auf den Stuhl, der neben seiner Kommode stand. Müde schob er sich unter die Decke und wollte nur noch eines: in einen langen, tiefen Schlaf fallen.
Als Erstes fiel ihm auf, wie warm das Bett war.
Dann bemerkte er den Körper, der sich unter der Decke zusammengerollt hatte.
Und schließlich stieg ihm der Duft frisch gewaschener Laken in die Nase.
Obwohl er vor Müdigkeit regelrecht benommen war, setzte sein Verstand die Teile des Puzzles zu einem Gesamtbild zusammen: Die Person, die da neben ihm auf der Matratze lag, war die Freundin seiner Schwester.
Emma Rose Brent.
Eriks Augen gewöhnten sich langsam an das Mondlicht, das zwischen den Vorhängen hereinfiel, und er erkannte, was ihm zuvor nicht aufgefallen war: die Konturen ihres Körpers. Das Licht fiel über ihren Hals und ihr Gesicht. Auf ein Paar weicher Lippen. Miss Emma Rose mochte Lehrerin für Literatur sein, aber sie hatte die Lippen eines Porno-Stars.
Und trotz Kopfschmerzen, trotz Halsschmerzen, trotz bleierner Müdigkeit konnte er sich nicht davon abhalten, ihren Anblick in sich aufzusaugen.
Emma war immer sehr dünn und ungelenk gewesen. Ein scheues Mädchen, das wenig sprach und das zufrieden damit zu sein schien, im Hintergrund zu bleiben. In seiner Gegenwart war sie immer besonders schweigsam gewesen, deswegen war er am Vortag so überrascht gewesen von der Frau, die ihn so selbstsicher begrüßte.
„Mmm“, murmelte sie und drehte sich auf die Seite, wobei sie die Decke mit sich zog.
Er wusste, dass es nicht richtig war, aber er konnte sich nicht davon abhalten, sie zu betrachten. Der Abdruck des Kissens auf ihrer Wange. Das zerzauste blonde Haar. Der kleine zufriedene Seufzer, als sie wieder in tieferen Schlaf versank.
Und dann ein Schrei.
Ein Schrei seiner Schwester.
Emma hatte geträumt, sie sei wieder in der High School. Mrs. Vonnegut – nicht verwandt mit dem bekannten Autor Kurt Vonnegut – hatte ihr eine Standpauke gehalten, weil sie das Frühlingskonzert verpatzt hatte. Sie hatte Emma ein Stück gegeben, das sie noch nie gesehen hatte, und hatte das Orchester gebeten, sie zu begleiten. Emma hatte sich redliche Mühe gegeben, aber Ertha Vonnegut hatte sie angeschrien, sie solle sofort aufhören zu singen.
Dann erwachte sie, weil tatsächlich jemand schrie.
Und sah den Mann neben sich.
Einen nackten Mann.
„Emma, Emma“, flüsterte dieser leise. „Es ist okay. Ich bin es.“
Sie brauchte einen Moment, um zu verstehen, dass es Alexis’ Bruder Erik war. „W-was machst du hier?“ Sie riss die Decke an sich und wich vor ihm zurück, während sie zu begreifen...




