Leitgeb | Sand im Geliebe | Buch | 978-3-9503859-5-3 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 228 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 369 g

Leitgeb

Sand im Geliebe


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-9503859-5-3
Verlag: Leitgeb, Norbert, Dr.

Buch, Deutsch, 228 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 369 g

ISBN: 978-3-9503859-5-3
Verlag: Leitgeb, Norbert, Dr.


Liebe kennt nicht nur viele Formen und Spielarten. Ihre Wege sind auch oft verschlun-gen und gespickt mit den Tretminen der Zweisamkeit. Kein Wunder, dass Sand im Ge-liebe nicht selten ist. Die Kurzgeschichten handeln von den emotionalen Höhen und Tiefen, die die Liebe mit sich bringt, von den beglückenden Gefühlen des ersten Ken-nenlernens und dem bittersüßen Trennungsschmerz bis zu Enttäuschung und Ver-zweiflung durch Zurückweisung, die auch Freund Joschi auf dem steinigen Weg zur Zweisamkeit nicht erspart bleiben. Auf der Suche nach Liebe und der Jagd nach Erfolg, Reichtum und immerwährender jugendlicher Schönheit wird selbst ein Pakt mit dem Teufel eine Option, dem jedoch der Frust über die List seiner Klienten nicht erspart bleibt.
Auch ob und wie Liebe, Glück und Freude zusammenhängen, die Vaterschaftsfrage, das Erbe und die Bedeutung manueller Tätigkeit wird in humorvoller Weise behandelt. Die Berichte reichen dabei sogar zurück bis in die Zeit der Erschaffung der Welt und füh-ren zu überraschend heiteren Ergebnissen.

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Zielgruppe


Allgemeinbevölkerung


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Gedankenexperiment ………………………………………………...……..…… 7
Zarter Beginn………………………………………………………………………… 10
Notbremsung ……………………………………………….……..………………… 14
Annonce ………………………………………………………..………...……………. 18
Wanderschuhe ……………………………………………………………………… 24
Außenansicht ……………………………………………...……...…………..…….. 30
Aging to go ……………………………………………….………………...………… 33
Suleika …………………………………….………………………………………...…. 35
Haftnotizen …………………………………………………………………………... 49
Schlafstörung …………………………………………………..………………….… 57
Zeuge Shakespeare ……………………………………………………………… 62
Zuhören ……………………………………………….………………………………. 67
Strafmandat ………………………………………………….………………………. 71
Nebelbett ………………………………………….………………………………….. 76
Verschleierung ……………………………………………………………………… 82
Stille …………………………………………………………………………………..… 89
Zockerkönig ………………………………………………………………………….. 94
Vergebliche Mühe ………………………………………………………..……… 101
Schwammerlsuppe ………………………………………………………..……. 113
Abholversuch …………………………………………………………………..…. 116
Fallobst …………………………………………………………………………….… 121
Stempler ………………………………………………………………………..…… 124
Jahresweiche ……………………………………………………………………… 129
Aqua vitae ……………………………………………………………………..……. 138
Haarige Bedingung ……………………………………………….…………….. 145
Notarzt ………………………………………………………………………….…… 148
Shalom ……………………………………………………………………………….. 153
Hallo …………………………………………………………………………………... 157
Komplott ………………………………………………………………………..…… 160
Verlustanzeige ……………………………………………………………………. 166
Erfinder …………………………………………………………………………….... 173
Schriftsteller ……………………………………………………….………………. 177
Nicker …………………………………………………………………………..…….. 182
Nickschüttelwieger ………………………………………………...…………… 189
Tag der Arbeit …………………………………………………………………….. 194
Glück ………………………………………………………………………………….. 210
Glücksschmied …………………………………………………………...……….. 203
Götterfunke ………………………………………………………….…………….. 206
Väterfrage ……………………………………………………………………….….. 211
Erbgut ………………………………………………………………………………… 214


Notbremsung
Freund Joschi war ratlos. Dabei hatte er sich so bemüht – und trotzdem immer noch kein Erfolg. Er war noch immer Single! Er hatte sogar die Beratungsstelle für psycho-somatische Prävention aufgesucht. Dort hatte man gemeint, „wer verkehren will, muss verkehren. Doch die Zeiten haben sich geändert. Die Frau von heute ist anspruchsvol-ler geworden. Viel anspruchsvoller. Wer heute bei einer Frau landen will, muss ver-kehrstechnischen Mindestanforderungen genügen.“
„Mindestanforderungen für den Verkehr?“ hatte Joschi verlegen zurückgefragt, „mei-nen sie … Sex?“
„Pfui, sie Wüstling! Nicht was sie denken! Was haben sie bloß für schmutzige Fantasie!“, hatte man ihn gerügt.

„Die Mindestanforderungen beziehen sich auf die Mobilität. Erst Fortbewegung, dann Fortpflanzung!“
Joschi hat zerknirscht genickt. Doch den Rat hat er gleich akzeptiert. Er hat gehandelt. Umgehend, entschlossen, zielgerichtet und wagemutig!

Dabei hat er keine Kosten und Mühen gescheut – und sich eine Monatskarte gekauft. Bei den Verkehrsbetrieben. Nein, nicht Erotiketablissement, Personenbeförderung! Sanfte Mobilität. Wegen der Umwelt – und damit er unter Leute kommt.
Dann ist er gefahren.

Er fuhr und fuhr und fuhr. Mit Zuversicht und mit der Straßenbahn. Und hoffnungs-froh. Sehr hoffnungsfroh. Vor allem aber immer offen für neue Begegnungen. Doch schon bald verschwand das ‚froh’, und später auch die Zuversicht. Mit der Zeit wurde auch die verbliebene Resthoffnung einer erheblichen Belastungsprobe ausgesetzt, fra-ge nicht.

Denn das Ergebnis blieb hinter Joschis Erwartungen zurück. Klar und deutlich. Sehr deutlich. Zu deutlich: Trotz ständigen Verkehrens kein Verkehr! Nicht einmal eine neue Bekanntschaft. Keine einzige. Na, gut, die Fahrschein-Kontrollorin. Doch die zählte nicht. Nicht wirklich.
Allmählich wurde Joschi von ernsten Zweifel beschlichen. Denn selbst wenn er in der Straßenbahn eine Frau kennengelernt hätte, wäre sie ja nicht das Wahre gewesen. Die Straßenbahn, nicht die Frau. Nicht nur, weil sie nie kommt, wenn sie soll. Die Straßen-bahn. Sie bietet auch hinsichtlich des Einander–Näher–Kommens relativ wenig Gestal-tungsmöglichkeiten. Wenn überhaupt.

Außerdem könnte sich ja bereits die Anwesenheit der anderen Fahrgäste bei Annähe-rungsversuchen als störend erweisen. Und selbst in unbesetzten Zustand, also der Straßenbahn, wäre ja immer noch der Fahrer anwesend. Von den Störungen durch das Aus- und Einsteigen ganz zu schweigen.

Darum hat Joschi schließlich reagiert. Mutig, entschlossen und zielgerichtet. Und nun erst recht, ohne Kosten zu scheuen: Er hat ein weiteres Mal investiert. Doch nicht in eine neue Monatskarte. In mehr. Viel mehr: Er hat ein Auto gekauft. Ein eigenes. Nicht neu, nicht schön, nicht groß, aber immerhin. Es hatte Räder und fuhr.

Davon hat er sich mehr versprochen. Schließlich bot es mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Also, im Fall des Falles. Viel mehr, keine Frage. Besonders bezüglich der weiteren Ent-faltung zwischenmenschlicher Kontakte. Einschließlich körperlicher Annäherung. Vor allem hinsichtlich körperlicher Annäherung. Kein Vergleich mit der Straßenbahn.
……..


Leitgeb, Norbert
Norbert Leitgeb, Wissenschaftler, Gitarrist und Autor zahlreicher Fachbücher, Fachbuchkapitel und wissenschaftlicher Publikationen, dazu unterhaltsam-kritischer Essays, Lyrik und Kurzgeschichten, sowie Verfasser zahlreicher Monografien, darunter einige Jugendbücher.

Norbert Leitgeb, geboren in Klagenfurt, in Graz lebend, ist Mitglied des Österreichi-schen Schriftstellerverbandes und der Steirischen Autoren. Als Ausgleich zur nüchtern- wissenschaftlichen Exaktheit führte die Freude am Fabulieren und literarischem Schreiben bereits früh zur Entstehung hintergründiger, pointierter, doch stets unter-haltsamer Gedichte und Prosatexte, z. B. über „Freund Joschi“ und dessen Umgang mit den Fallstricken des Lebens. Dabei kommt Leitgeb sein Sprachgefühl zugute, das er als Autor von zahlreichen Fachbüchern und Fachartikeln geschärft hat. Seine humorvoll-kritische Lyrik, Essays und Kurzgeschichten, wurden in Zeitschriften, Anthologien und bisher 17 Monographien veröffentlicht.



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