E-Book, Deutsch, Band 9, 400 Seiten
Reihe: Bianca Spezial
Lennox / David / Jordan Bianca Spezial Band 9
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-1577-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Vier Pfoten und das große Glück
E-Book, Deutsch, Band 9, 400 Seiten
Reihe: Bianca Spezial
ISBN: 978-3-7337-1577-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
BLEIB FÜR IMMER - DARLING! von TRISHA DAVID
Was für ein unerzogenes Tier, aber was für eine tolle Frau! Jack ist entsetzt, als ein kleiner grauer Schnauzer den Hütehundwettbewerb sprengt. Doch dann lernt er dessen Besitzerin - die bezaubernde Bryony - kennen. Er ist hingerissen von der schönen Rothaarigen. Wird seine kleine Tochter sie genauso wunderbar finden wie er - und Bryony sein Kind mögen?
BITTE HEUTE NACHT NICHT STÖREN! von PENNY JORDAN
Seit Alexa bei ihm wohnt, um seinen Hund zu erziehen, bekommt der Unternehmer Piers nachts kein Auge mehr zu. Die Tierärztin entfacht ein unbändiges Verlangen in ihm! Dabei ist ihre Beziehung rein geschäftlich und für leidenschaftliche Gefühle kein Platz. Oder?
WELLEN DER SEHNSUCHT von MARION LENNOX
Eine Weltreise ist Mistys großer Traum. Endlich wird sie ihren Heimatort verlassen! Ausgerechnet da taucht Nicholas Holt auf, mit seinem kleinen Sohn und einem süßen Hund im Schlepptau. Misty verliebt sich sofort in alle drei. Doch in Misty brennt weiter das Fernweh. Will sie ihrem Traum oder ihrem Herzen folgen?
Am 31. Dezember 2011 starb unsere Erfolgsautorin Penny Jordan nach langer Krankheit im Alter von 65 Jahren. Penny Jordan galt als eine der größten Romance Autorinnen weltweit. Insgesamt verkaufte sie über 100 Millionen Bücher in über 25 Sprachen, die auf den Bestsellerlisten der Länder regelmäßig vertreten waren. 2011 wurde sie vom britischen Autorenverband Romantic Novelists' Association für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Penny Jordan wurde 1946 im englischen Preston geboren. Als Teenager zog sie nach Cheshire, wo sie bis zu ihrem Tode blieb. Sie besuchte die Todmorden Grammar School und arbeitete anschließend als Schreibkraft in Manchester. Während ihrer Zeit als Bankangestellte, schenkte ihr Steve Halsall, Buchhalter und ihr zukünftiger Ehemann, ihre erste Schreibmaschine - eine Autorin war geboren.
Penny behauptete später oft, sie habe Geschichten erfunden, seit sie denken könne. Im Alter von zehn Jahren hörte sie zum ersten Mal vom Mills & Boon-Verlag, als eine Nachbarin ihrer Mutter die Zeitschrift "Woman's Weekly" gab. Mit Anfang zwanzig begann sie zu schreiben und veröffentlichte in den ersten Jahren unter verschiedenen Pseudonymen 25 Regency-Romane, zwei Liebesromane und einen Romantic Thriller.
Dann erfuhr sie, dass der Romance Verlag Mills & Boon nach neuen Autoren suchte. "Ich war immer ein Fan von Mills & Boon-Romanen - am Tag der Veröffentlichung meiner Lieblingsautorenhabe ich immer so früh wie möglich Feierabend gemacht, um rechtzeitig in die Buchhandlungen zu kommen und ein Exemplar zu ergattern, bevor alle vergriffen waren. Irgendwann nahm ich all meinen Mut zusammen und bot Mills & Boon mein erstes eigenes Buch. Ich entschied mich für die Art Liebesroman, die ich selber am liebsten lese, mit einem Wüstenprinzen als Helden. Dieser erschien unter dem Titel 'Falcon's Prey' [bei CORA unter dem Titel "Betörende Nächte in Kuwait" bei Julia erschienen, die Red.]. Über Wüstenprinzen zu schreiben hat mir immer großen Spaß gemacht, und sie sind so etwas wie mein Markenzeichen geworden. "
Die Lektorin, die Penny Jordans Roman 1980 in einem Stapel unveröffentlichter Manuskripte entdeckte, sagte über sie: "Ein Naturtalent - eine geborene Geschichtenerzählerin mit einem einzigartigen, kraftvollen und leidenschaftlichen Ton. "Die Manuskripte, die Penny Jordan auf ihrer alten Schreibmaschine schrieb, waren berüchtigt, weil oft Heldennamen und einzelne Buchstaben fehlten, da Pennys Arbeitsweise impulsiv war ...
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Jack Morgan hatte sechs Jahre lang versucht, Gefühle aus seinem Leben zu verbannen.
Es war ihm nicht gelungen. Seit kurzem war seine kleine Tochter wieder bei ihm, die nach der Scheidung bei ihrer Mutter in Amerika gelebt hatte, und er liebte Maddy von ganzem Herzen.
Sie stand am Rand des „Ring“ genannten, eingezäunten Areals, in dem der Wettbewerb für Hütehunde stattfand, und sah der Vorführung zu. Und im „Ring“ befand sich seine Hündin Jessie, die bestimmt nicht nur ihn begeisterte.
Das alles ist zu schön, um von Dauer zu sein, dachte Jack pessimistisch. Die Kehle war ihm wie zugeschnürt, als er das letzte Kommando geben wollte.
Die Schafe standen ordentlich aufgereiht vor dem Tor. Jack pfiff auf zwei Fingern: das Signal für Jessie, die Tiere in den Pferch zu treiben. Es hatte allerdings nicht die gewünschte Wirkung.
Plötzlich raste nämlich ein kleiner grauer Hund von der Zuschauertribüne heran. Er war kein Collie wie Jessie, sondern gedrungen und rundlich, hatte weiße Haarbüschel auf der Brust, buschige schwarze Augenbrauen, außerdem einen drahtigen grauen Bart und Schnurrbart. Hinter ihm stieg eine Staubwolke auf, und er kläffte.
Jack pfiff nochmals scharf. „Treib die Schafe weiter, Jessie“, rief er dann. „Nur noch eine Minute, und du bist australischer Champion.“
Der fremde Hund stürzte sich direkt auf die Schafe, die so panisch in alle Richtungen davonstoben, als wäre eine Bombe zwischen ihnen explodiert. Es gab nichts, was Jessie, Jack oder irgendeine Macht auf Erden hätte tun können, um sie aufzuhalten. Die Tiere rannten zum Zaun, zwängten sich darunter durch oder übersprangen ihn wie ein Hindernis beim Reitturnier. Der graue Köter setzte ihnen nach – und Jessie folgte ihm. Jack stand wie betäubt plötzlich allein im „Ring“.
„Harry!“, rief eine Frau irgendwo in der Menge verzweifelt.
Es herrschte totales Chaos. Die Leute wichen den Schafen aus, und niemand machte den Versuch, die Tiere aufzuhalten. Nicht einmal Jessie. Offensichtlich war sie an ihrer Arbeit als Hütehund nicht länger interessiert.
Bryony Lester sah sich bestürzt um. Das war ja schrecklich – milde ausgedrückt. Myrna hatte ihr geraten, ihren Hund Harry zur Landwirtschaftsschau mitzunehmen und bei der Hundeausstellung zu präsentieren. Das sei – wie Myrna behauptet hatte – eine großartige Methode, sich bei den Einheimischen einzuführen. Na ja, jetzt kennt mich hier bestimmt jeder, und wahrscheinlich werde ich mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt, dachte Bryony.
„Das war wirklich ein toller Tipp, Myrna!“, sagte sie halblaut und beschimpfte im stillen ihre Freundin, die irgendwo auf dem Gelände war, statt zu ihr zu kommen und ihr zu helfen. Ein verirrtes Schaf rammte sie kurz, schwenkte ab und suchte das Weite.
„Ich bring dich um, Harry“, drohte Bryony leise. Sie rief nochmals nach ihm, obwohl sie wusste, dass es keinen Zweck hatte.
Die Zuschauer zerstreuten sich ebenfalls in alle Richtungen. Einige machten halbherzig den Versuch, die Schafe einzufangen, aber die meisten sahen einfach tatenlos zu. Jessie und der graue Hund waren schon außer Sichtweite, bevor Jack sich so weit von dem Schock erholt hatte, dass er daran dachte, seine Hündin zu rufen.
„Jessie!“
Seine Stimme übertönte den Tumult, aber der schwarz-weiße Collie ließ sich nicht blicken.
Stattdessen erschien eine schlanke junge Frau mit kupferroten Locken und großen grünen Augen. Sie trug weiße Leggings und Stiefel, dazu einen beinah knielangen cremefarbenen Pullover. Ihre Wangen waren gerötet, und sie wirkte bekümmert und beschämt zugleich.
„Warum hilft mir denn keiner? Harry! Wo, um alles in der Welt, steckst …“
Sie verstummte mitten im Satz, als sie Jack erblickte. Er wusste intuitiv, dass diese Frau und Katastrophen sozusagen Hand in Hand daherkamen. Sie hatte das Chaos verursacht, dessen war er sich sicher. Dieser Harry, nach dem sie rief, war wahrscheinlich der Schafe jagende Hund.
Jack stieg über den Zaun und ging zu der Fremden.
„Gehört der Köter Ihnen?“, fragte er schroff. „Ist Harry ein kleiner grauer Hund?“, fügte er hinzu, als sie nicht antwortete.
Verflixt! Dachte Bryony. Den großen muskulösen Mann hatte sie vorhin im „Ring“ gesehen und ihn hingerissen betrachtet, denn er war umwerfend attraktiv. Deshalb war sie abgelenkt gewesen, und Harry hatte sich unbemerkt das Halsband abstreifen können.
„Ich bin … Ja, Harry ist ein kleiner grauer Hund.“ Bryony atmete tief durch, um sich zu beruhigen. „Waren das … gehören die Schafe Ihnen?“
„Nein, es sind nicht meine“, sagte der Mann so langsam und deutlich, dass auch die Dümmste ihn verstanden hätte, und er sah sie an, als wäre sie ein widerliches Insekt. „Sie gehören dem Veranstalter der Landwirtschaftsschau, der sie für den Hütehundwettbewerb zur Verfügung gestellt hat.“
Rasch sah Bryony sich um. „O nein! Und jetzt sind sie verschwunden. Es wird bestimmt eine Ewigkeit dauern, sie wieder einzufangen.“
„Wahrscheinlich“, bestätigte Jack leise. Seine Hunde hätten den Tonfall sofort als Alarmsignal aufgefasst und sich irgendwo versteckt.
Bryony schluckte trocken. „Es tut mir schrecklich leid. Könnten Sie mir sagen, wohin ich jetzt gehen soll?“
Zur Hölle, oder wenigstens dahin, wo der Pfeffer wächst, hätte Jack am liebsten geantwortet, aber er besann sich noch rechtzeitig auf seine guten Manieren.
„Um mich zu entschuldigen“, fügte sie hinzu.
Er schwieg eine Zeit lang. Gelächter und Rufe ertönten, als einige Kinder den Schafen nachliefen, die – wie es klang – das Wettrennen mühelos gewannen.
Bryony sagte ebenfalls kein Wort, während sie den Mann betrachtete, der ihr den Weg versperrte. Man würde uns sicher als attraktives Paar bezeichnen – wenn wir eins wären, dachte sie. Sie war einen Meter zweiundsiebzig groß, der Mann ungefähr fünfzehn Zentimeter größer. Sie schätzte ihn auf Mitte Dreißig. Vom Alter her hätte er gut zu ihr gepasst, denn sie war achtundzwanzig.
Er wirkte wie ein echter Mann vom Land: sonnengebräunt, durchtrainiert und muskulös. Ein breitkrempiger Hut bedeckte seine kurzen schwarzen Locken, und seine Jeans und das Hemd sahen aus, als hätte er sie jahrelang bei harter Arbeit getragen. Fältchen hatten sich um seine dunklen Augen gebildet, wahrscheinlich weil er sie häufig wegen des grellen Sonnenlichts zusammenkniff.
Und ich sehe so aus, als hätte ich noch niemals ein Schaf oder eine Farm gesehen, dachte Bryony.
„Wenn Sie sich entschuldigen wollen, versuchen Sie’s doch mal bei mir“, sagte Jack endlich. „Ihr Köter …“
„Er ist kein Köter, sondern ein Schnauzer!“ Bryonys grüne Augen blitzten. Niemand durfte ihren Harry kritisieren!
„Was ist denn das für eine Rasse?“
„Schnauzer werden in Deutschland als Wachhunde gezüchtet“, informierte sie Jack.
„Warum haben Sie ihn dann nicht in Deutschland gelassen?“
Bryony errötete und fuhr sich durch die kupferroten Locken. „Hören Sie, ich habe mich zwar schon entschuldigt, aber ich sage es gern noch mal: Es tut mir ehrlich leid, Mister …?“
„Morgan“, sagte Jack mürrisch. „Jack Morgan.“
„Ich bin Bryony Lester.“ Sie hielt ihm die Hand hin und lächelte ihn an.
Das Lächeln hätte ihn bestimmt begeistert, wenn er sich noch für Frauen interessiert hätte. Das tat er aber seit seiner Scheidung nicht mehr.
„Na ja, schon gut.“ Er beachtete ihre ausgestreckte Hand nicht. „Holen Sie jetzt endlich Ihren Hund.“
Bryony ließ die Hand sinken. Jack Morgan wirkte ausgesprochen zornig. Schade, dachte sie bedauernd. An einem so herrlichen Tag in einer so schönen Gegend müsste eigentlich jeder vor Lebensfreude strahlen.
„Ich weiß nicht, ob ich Harry zurückrufen kann“, sagte Bryony schließlich. „Mir scheint, er hat sich auf den ersten Blick in ihre Hündin verliebt – und er ist nicht sehr folgsam.“
„Das ist mir aufgefallen.“
„Könnten Sie nicht Ihre Hündin rufen, Mr. Morgan? Dann kommt Harry sicher mit.“
Wenn er nicht von den vielen faszinierende Düften hier abgelenkt wird, fügte sie im stillen hinzu. Hotdogs, Krapfen, Kuhdung …
Unvermittelt pfiff Jack gellend, und Bryony zuckte zusammen. Zehn Sekunden später tauchte Jessie zwischen den Beinen der Zuschauer auf und kam zerknirscht zu ihrem Herrchen.
Sie wusste offensichtlich, dass sie etwas Schlimmes angestellt hatte, denn sie hatte den Schwanz zwischen die Beine geklemmt, die Ohren flach angelegt und blickte so flehentlich zu Jack hoch, als wollte sie sich vielmals entschuldigen.
Jetzt verstand Bryony, warum ihr schändlicher Harry so fasziniert gewesen war.
„Ach, Schätzchen!“ Sie lachte leise und kniete sich hin, ohne einen Gedanken an ihre weißen Leggings zu verschwenden. „Schau doch nicht so. Du bist eine ganz Brave. Es war nicht deine Schuld, sondern Harrys. Dein Jack wird nicht mit dir schimpfen.“
„Fassen Sie meinen Hund nicht an“, sagte Jack barsch.
Überrascht sah Bryony zu ihm auf. „Warum denn nicht?“
„Sie ist darauf abgerichtet, sich von Fremden nicht berühren zu lassen.“
„Ach was, sie weiß, dass ich ihr nicht weh tue.“ Sie umarmte die Hündin und drückte sie leicht an sich.
Jessie spitzte die Ohren und wedelte mit dem Schwanz. Das sollte wohl heißen,...




