Lennox / Gordon / Williams | Romana Exklusiv Band 270 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 0270, 384 Seiten

Reihe: Romana Exklusiv

Lennox / Gordon / Williams Romana Exklusiv Band 270


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-4350-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0270, 384 Seiten

Reihe: Romana Exklusiv

ISBN: 978-3-7337-4350-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



GESTÄNDNIS UNTER SÜDLICHER SONNE von LENNOX, MARION
Wie ein Ritter auf seinem weißen Pferd hat Ramón Jenny aus dem grauen Alltag entführt. Als Köchin auf seiner Luxusjacht segelt sie mit ihm in den Sonnenuntergang, und in seinen Armen fühlt sie sich sicher und geborgen. Aber ist Ramón wirklich der, für den er sich ausgibt?
VERLIEB DICH NIE IN DEINEN CHEF von WILLIAMS, CATHY
Finger weg von Leo West! Heather weiß, dass sie mit ihren üppigen Kurven nicht dem Geschmack eines so attraktiven Mannes entspricht. Da ist sie als Kindermädchen für seinen Sohn genau die Richtige. Was sie nicht ahnt: Der Millionär will sie nicht nur als Nanny, sondern auch in seinem Bett ...
TATSÄCHLICH LIEBE? von GORDON, LUCY
Als Athens begehrtester Junggeselle genießt Lysandros Demetriou sein zügelloses Leben. Bis er Petra begegnet. Ihrer betörenden Schönheit kann er nicht widerstehen. Und ihre Küsse wecken eine Sehnsucht in ihm, die keine Affäre stillen kann. Ist das tatsächlich Liebe?



Die populäre Schriftstellerin Lucy Gordon stammt aus Großbritannien, bekannt ist sie für ihre romantischen Liebesromane, von denen bisher über 75 veröffentlicht wurden. In den letzten Jahren gewann die Schriftstellerin zwei RITA Awards unter anderem für ihren Roman 'Das Kind des Bruders', der in Rom spielt. Mit dem Schreiben erfüllte sich Lucy Gordon einen großen Traum. Zuerst begann sie mit Artikeln für ein britisches Frauenmagazin. Einige der interessantesten sowie attraktivsten Männer der Welt unter anderem Richard Chamberlain, Charlton Heston, Sir Alec Guiness, Sir Roger Moore wurden von ihr interviewt. Nach 13 Jahren Schreibtätigkeit für diese Zeitschrift entschloss sie sich, im Jahr 1984 ihren ersten Roman zu schreiben. Dieser Liebesroman erschien unter dem Titel 'Ungezähmtes Verlangen' im Jahr 1992 bei CORA Love Affair. Ihr zweiter Roman 'Hand in Hand durch Venedig', der kurz danach herauskam, erschien unter der Nummer 212 im Jahr 2003 bei Julia Extra. Sie gab ihren Job beim Frauenmagazin auf und konzentrierte sich auf das Schreiben von Romances, die unter dem Pseudonym Lucy Gordon veröffentlicht werden. Mit richtigem Namen heißt sie Christine Sparks Fiorotto.

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1. KAPITEL

„Vergiss deine Muffins, Jenny, und leb endlich wieder!“

Gianetta Bertin, kurz Jenny genannt, blickte ihre beste Freundin Cathy vernichtend an, bevor sie sich erneut der Arbeit zuwandte. Sie musste dringend Muffins backen, denn es waren fast keine mehr vorhanden. Wie jeden Tag herrschte im „Coffee ‚n‘ Cakes“ im australischen Seaport reger Betrieb.

„Ich habe keine Zeit für eine Gardinenpredigt.“

„Du musst sie haben.“ Cathy setzte sich auf die Arbeitsplatte. „Du darfst nicht für immer in diesem Loch bleiben.“

„Es gibt schlimmere Löcher. Und jetzt verschwinde von da. Wenn Charlie kommt, feuert er mich. Dann habe ich überhaupt kein Loch mehr.“

„Das wird er nicht. Du bist die beste Köchin weit und breit. Ohne dich würde das Café nicht laufen. Charlie behandelt dich wie Dreck, nur weil du dich nicht wehrst. Ich weiß, dass du in seiner Schuld stehst. Aber du kannst dir einen anderen Job suchen und ihm das Geld anders zurückzahlen.“

„Wie zum Beispiel?“ Jenny beförderte das Blech mit Muffins in den Ofen und schob sich eine dunkle Locke hinters Ohr. Obwohl sie eine Kochmütze trug, waren ihre Haare zu widerspenstig, um sie völlig zu zähmen. Mit Sicherheit hatte sie jetzt Mehl am Ohr. Doch war es nicht egal, wie sie aussah?

„Schau dich an“, sagte die Freundin, als hätte sie ihre Gedanken erraten. „Du bist eine bildhübsche, intelligente Frau von neunundzwanzig, auf die die ganze Welt wartet. Und trotzdem bist du hier, versteckst deine tolle Figur unter der blöden weißen Kleidung, hast Mehl auf der Nase … Nein, wisch es nicht weg. Du machst es bloß schlimmer.“

„Wer bemerkt es schon? Darf ich jetzt weiterarbeiten? Draußen sind Gäste.“

„Ja, das stimmt“, bestätigte Cathy warmherzig, während sie durch die Durchreiche blickte. „Rund zwanzig Leute. Sie alle kommen wegen deiner Muffins her und verschwinden dann wieder hinaus ins Leben. Auch du solltest daran teilnehmen. Siehst du den umwerfenden Typ dort drüben? Du verpasst so viel, indem du tagein, tagaus hier festhängst.“

Jenny schaute ebenfalls nach nebenan und wusste sofort, wen die Freundin meinte. Der Mann war schätzungsweise Mitte dreißig und höchst attraktiv. Er trug ein ausgeblichenes schwarzes T-Shirt, verwaschene Jeans und Bootsschuhe. Auf der Rückenlehne des freien Stuhls neben ihm hing ein nasser Südwester.

Er muss ein Skipper sein, dachte sie unwillkürlich. Sie arbeitete seit Jahren hier und kannte sich mit der Kundschaft aus. Die Fischer bewahrten das „Coffee ‚n‘ Cakes“ vor der Pleite. Dann waren da die alten Seebären, die kleine Motorboote besaßen und zumeist darauf schliefen. An den Wochenenden verirrten sich oft Freizeitsegler in Designerkleidung hierher. Sie verließen das Café aber schnell wieder, wenn sie feststellten, dass man keinen Champagner servierte.

Und schließlich gab es die Skipper. Das südlich von Sydney gelegene Seaport hatte einen Tiefwasserhafen und war mit seinem großen Trockendock ein Magnet für noble Hochseejachten. Der Mann mit den breiten Schultern wirkte, als würde er von einem solchen Schiff kommen.

Sein Südwester war zwar ziemlich ramponiert, doch zweifellos ein Designerprodukt. Er hatte schwarze Haare, die an den Spitzen von der Sonne ausgebleicht waren, und seine Haut war herrlich gebräunt. Er sah aus, als würde er seine Tage auf dem Wasser verbringen.

Ja, er musste ein Berufssegler sein. Wie sie aus Erfahrung wusste, waren die Eigner von Hochseejachten im Allgemeinen Ende vierzig oder älter. Sie hielten sich nie sehr lange an Bord auf und überließen die Seefahrt bezahlten Kräften.

Er macht einen äußerst fähigen Eindruck, dachte sie, während sie ihn weiter betrachtete. Vermutlich brachte er die Jacht gerade zu einem vom Besitzer gewünschten Ort.

Jenny gestattete es sich, einen Moment neidisch zu sein. Wie schön wäre es, sich vom Wind treiben zu lassen … Seaport den Rücken zu kehren … Nein. Dies bedeutete Anstrengung, Planung und Hoffnung. Nichts davon interessierte sie mehr. Außerdem hatte sie Schulden, die sie hier anketteten.

Plötzlich blickte der Mann von seinem Teller auf und zu ihnen hin. Er hob grüßend das letzte Stück seines Muffins und schob es sich in den Mund. Jenny fühlte sich ertappt. Sie errötete und schloss schnell die Durchreiche.

„Siehst du, was du verpasst?“ Cathy lachte. „Er ist umwerfend, oder? Warum gehst du nicht raus und fragst ihn, ob er noch einen Muffin möchte?“

„Zu bedienen ist Susies Job. Ich bin bloß die Köchin. Bitte verschwinde. Du gefährdest meine Gelassenheit.“

„Steck dir deine Gelassenheit an den Hut. Es ist jetzt zwei Jahre her.“ Cathy verstummte, als sie den schmerzlichen Ausdruck in Jennys Gesicht bemerkte. Sie schwang sich von der Arbeitsplatte und umarmte die Freundin tröstend. „Ich weiß. Nach vorne zu schauen gelingt nie vollständig. Nur kannst du dich nicht ständig verstecken.“

„Dr. Matheson sagt, dass ich auf einem guten Weg bin.“

„Ja, und er empfiehlt dir Ruhe und Gelassenheit. Doch davon hast du jetzt genug gehabt. Du brauchst Leben um dich herum. Und auch das Segeln … Du liebst das Meer, aber du meidest es nach besten Kräften. Es gibt so viele Leute, die fürs Wochenende eine Deckshilfe suchen. Dieser Typ da draußen vermutlich ebenfalls. Würde er mir einen Job anbieten, wäre ich länger als nur ein paar Tage weg.“

„Ich will nichts weiter …“

„… als in Ruhe gelassen werden. Das habe ich mittlerweile zur Genüge gehört.“

Energisch öffnete Cathy die Durchreiche. Und bevor Jenny es verhindern konnte, läutete die Freundin die Glocke, mit der sie Susie immer anzeigte, dass eine Bestellung bereitstand.

„Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit, meine Damen und Herren!“, rief Cathy in den Gastraum. „Mir ist klar, dass es ungewöhnlich ist, doch habe ich Ihnen etwas Sensationelles mitzuteilen. Hier in der Küche ist die beste Köchin und Seglerin der Welt. Jenny heuert bei jedem an, der ihr Spaß, Abenteuer und einen Weg aus dieser Stadt ermöglicht. Sie braucht nichts weiter als eine super Bezahlung und einen Boss, der ihre Fähigkeiten zu schätzen weiß. Interessenten können sich hier und jetzt melden.“

„Cathy!“ Jenny sah sie entsetzt an und schloss die Durchreiche, als die Freundin in Lachen ausbrach. „Hast du den Verstand verloren?“

„Ich mag dich sehr und versuche nur, dir zu helfen.“

„Dafür zu sorgen, dass ich gefeuert werde, ist nicht hilfreich.“

„Susie wird Charlie nichts erzählen. Sie ist ganz meiner Meinung. Oder nicht, Susie?“, fragte sie die Mittvierzigerin, die gerade in die Küche kam. „Stehen die Leute draußen Schlange, um unsere Jenny zu engagieren?“

„Sie hätten das nicht tun sollen. Sie haben sie in schreckliche Verlegenheit gebracht.“

„Ach was. Alle sind viel zu sehr mit ihren Muffins beschäftigt, um sich um anderes zu kümmern. Aber ehrlich, Jenny, du solltest in der Zeitung inserieren oder zumindest anfangen, die Stellenanzeigen zu studieren. Susie hat einen Mann, vier Kinder, zwei Hunde und eine Farm. Das Café spielt in ihrem Leben nur eine kleine Rolle, in deinem jedoch die einzige. So kann es nicht bleiben.“

„Alles, was ich will, ist meine Ruhe.“

„So ein Unsinn.“

„Das finde ich auch“, pflichtete Cathy Susie bei und wandte sich zum Gehen. „Okay, Phase eins meiner Mission ist beendet. Wenn ich nichts bewirkt habe, werde ich Phase zwei starten, und die könnte dann wirklich ungemütlich werden.“

Das „Coffee ‚n‘ Cakes“ war ein Tagescafé. Eigentlich sollte Charlie es um fünf Uhr schließen. Da er jedoch immer mehr Zeit im Pub verbrachte, machte Jenny es heute wie zuletzt fast jeden Nachmittag.

Offenbar ist ihm nichts zu Ohren gekommen, dachte sie erleichtert, als sie den Heimweg antrat. Sie war nicht so sicher wie Cathy, dass er sie nicht feuern und sein Geld zurückfordern würde. Früher war er ein netter Chef gewesen. Aber seit dem Tod seiner Frau hatte er sich verändert und war immer unberechenbarer geworden.

Jemanden zu verlieren konnte Schreckliches mit einem anstellen, wie sie aus Erfahrung wusste. Sie war darüber depressiv geworden, und Charlie hatte sich mehr und mehr in den Alkohol geflüchtet.

Seufzend schob sie die Hände in die Manteltaschen. Sie hatte ihn wegen des Regens heute Morgen angezogen. Inzwischen schien die Sonne, und es war warm. Trotzdem hatte sie ihn wieder übergestreift. Sie fühlte sich so irgendwie geschützter. Cathys Verhalten hatte sie ziemlich verunsichert.

„Entschuldigung?“

Jenny drehte sich um. Vor ihr stand der attraktive Mann aus dem Café und lächelte umwerfend. Sie musste sich sehr zusammenreißen, um ihn vor Überraschung nicht einfach dumm anzustarren. Es war schon so lange her, seit sie … Nein, denk gar nicht erst in diese Richtung, ermahnte sie sich sogleich.

„Sind Sie Jenny? Kann ich mit Ihnen reden?“

Er sprach mit, wie sie vermutete, mit spanischem Akzent, der in jedem Fall sehr sexy war. Jenny bekam weiche Knie. Hey, du bist kein Teenager mehr, rief sie sich zur Vernunft.

„Ja, ich bin Jenny.“ Verflixt, sie klang ziemlich piepsig. Schnell räusperte sie sich und versuchte es erneut. „Natürlich können Sie mit mir reden.“

„Die Frau im Café sagte, Sie seien an einem Job interessiert. Ich suche jemanden, der mir hilft.“

Jenny bemerkte seinen abschätzenden Blick und wünschte sich plötzlich, sie hätte etwas anderes an. Nicht die...



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