Lennox / Leigh / James | Romana Extra Band 85 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 85, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

Lennox / Leigh / James Romana Extra Band 85


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-4483-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 85, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

ISBN: 978-3-7337-4483-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



HEISSE LEIDENSCHAFT IN FLORENZ von LUCY FOXGLOVE
Wie soll er sie für sich gewinnen? Restaurantbesitzer Matteo Esposito kann seine Augen nicht von der zauberhaften Alexandra abwenden. Doch die stolze Griechin weist ihn ab. Sie ist auf der Suche nach ihrem Vater. Für Liebe scheint in ihrem Leben kein Platz zu sein ...
DEINE LIEBE IST MEIN GRÖSSTES GLÜCK von MARION LENNOX
Nach einem tragischen Unglück hat Julie sich von ihrem Ehemann Rob getrennt. Ein Buschfeuer, das ihr einstiges Zuhause bedroht, bringt sie wieder zusammen. Erneut flammen die alten Gefühle auf. Können Julie und Rob die Vergangenheit überwinden und noch einmal beginnen?
FEURIG SIND DEINE KÜSSE von JULIA JAMES
Der südamerikanische Millionär Diego Saez ist hingerissen von der kühlen Schönheit der reichen Erbin Portia Lanchester. Doch obwohl sie ihn offensichtlich begehrt, lehnt sie seine Einladungen ab. Um sie zu erobern, schmiedet Diego einen Plan ...
SEI MEIN FÜR IMMER! von ALLISON LEIGH
Eine Scheinehe! Das verlangt Rourke Devlin von Lisa, um die marode Klinik ihres Vaters zu retten. Der sexy Milliardär wünscht sich unbedingt einen Erben. Vergeblich versucht Lisa, sich seinem Charme zu entziehen. Doch was wird sein, wenn sich Rourkes Hoffnung erfüllt hat?



Allison Leigh war schon immer eine begeisterte Leserin und wollte bereits als kleines Mädchen Autorin werden. Sie verfasste ein Halloween-Stück, das ihre Abschlussklasse aufführte. Seitdem hat sich zwar ihr Geschmack etwas verändert, aber die Leidenschaft zum Schreiben verlor sie nie. Als ihr erster Roman von Silhouette Books veröffentlicht wurde, wurde für Allison ein Lebenstraum wahr; sie konnte es kaum glauben, als in ihrer Heimatstadt die Buchläden voll waren mit ihrem Werk! Beim angesehenen RITA© Award wurde sie Finalistin, erhielt Auszeichnungen wie die Goldene Feder und erscheint regelmäßig auf Bestsellerlisten. In Südkalifornien geboren, lebte Allison in vielen verschiedenen Städten und unterschiedlichen Staaten der USA. Sie arbeitete als Kosmetikerin, Programmiererin, Pfarramtssekretärin und Datenbank-Administratorin. Letztendlich ließ sie sich mit ihrer Familie in Arizona nieder. Ihrer Familie, die sie immer unterstützt, verdankt sie viele romantische und liebevolle Gedanken und Inspiration für ihre Romane. Sie können Allison Leigh eine E-Mail schreiben: allison@allisonleigh.com

Lennox / Leigh / James Romana Extra Band 85 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Platanias, Kreta

Der Mond stand bereits hoch am Himmel, ein warmer Wind wehte über die Terrasse, raschelte in den Blättern des Oleanders und zerzauste Alexandras Haar. Sie spürte die Arbeit des Tages in ihren Knochen und massierte sich die Nackenmuskeln, dann legte sie ihre Füße auf einen Stuhl und schloss die Augen. Die Pension war ausgebucht, obwohl es bereits September und die Hauptferiensaison fast vorbei war. Aber seit dem letzten Jahr hatte sich „Alexandra’s House“ zum Geheimtipp gemausert. Zu einem Geheimtipp, über den jeder sprach: angesagte kleine Pension mit Herz am Meer, leckeres Essen und Nähkurse für Gäste und jeden, der Lust darauf hatte.

Alexandra stand noch einmal auf, brachte den Gartenschlauch in Position und goss die Kräuter und Blumen. Ihre Mitarbeiterin und beste Freundin Eve war bereits nach Hause gegangen, und die Gäste waren nach dem köstlichen Essen noch auf einen Abendspaziergang in die Nacht verschwunden oder lagen längst in ihren Betten, um am nächsten Tag die Sonne wieder früh begrüßen zu können. Alexandra strich mit der Hand über die Lavendelzweige, durch den Thymian und den Oregano. Zum Schluss zupfte sie ein paar Pfefferminzblätter ab und kaute sie gedankenverloren. Das frische Aroma breitete sich auf ihrer Zunge aus und schien auch ihre Gedanken zu beleben.

Sie hörte eine Tür klappen und kurz darauf das vertraute Schlurfen ihres Großvaters. Angelos hielt sich meistens in seiner kleinen Wohnung auf oder er saß auf einer Bank und blickte aufs Meer. Manchmal bot er Alexandra seine Hilfe in der Pension an, aber sie lehnte meistens ab oder gab ihm nur leichte Aufgaben. Sie wollte, dass er sich schonte. Alexandra gab auch noch den letzten Blumen Wasser, dann ging sie auf die Terrasse und rückte ihrem Großvater einen Stuhl zurecht. Er setzte sich hin und schenkte ihr ein warmes Lächeln.

„Geht’s dir gut?“, fragte sie.

„Natürlich“, antwortete er. Wie jeden Abend. Alexandra konnte sich nicht daran erinnern, dass ihr Großvater je krank gewesen wäre oder sich je beklagt hätte. Das schien allerdings in der Familie zu liegen, auch sie beschwerte sich nie, sollten ihre Sorgen auch noch so groß sein.

„Und dir? Bist du glücklich?“, fragte er.

„Ja, natürlich“, antwortete Alexandra wie immer. Sie machte sich selten Gedanken darüber, ob sie wirklich glücklich war, denn sie hatte Angst, dass die Antwort nicht so ausfallen würde, wie sie es gerne hätte.

Sie lehnte sich zurück und seufzte leise. Schloss die Augen und lauschte auf das sanfte Rauschen der Wellen, die nur wenige Meter entfernt langsam auf den Strand krabbelten.

„Das Leben ist nicht immer leicht, was?“, fragte ihr Großvater plötzlich.

Erstaunt schlug Alexandra die Augen auf und musterte ihn. Es war ungewöhnlich, dass er so etwas sagte. Schon seit Wochen war sie sich nicht mehr sicher, ob er noch in der Lage war, mehr als zwei zusammenhängende Sätze zu sagen, die über Standardfragen und – antworten zum gegenseitigen Befinden hinausgingen. Seit dem Tod seiner Frau hatte Großvater sich immer mehr in seine eigene Welt zurückgezogen, hatte in die Sonne gelächelt, aber manchmal war ihm auch eine Träne über die sonnengebräunte Wange gelaufen und in seinem weißen Bart verschwunden.

„Nein, nicht immer“, sagte sie schließlich. „Aber ich bin froh, dass ich Eve habe. Und dich.“ Alexandra war dankbar, dass sie mit der Arbeit und den Sorgen um die kleine Pension im Schatten einer riesigen Fünf-Sterne-Hotelanlage nicht alleine dastand. Seitdem Eve ihr half, war alles besser geworden. Gemeinsam hatten sie gute Ideen in die Tat umgesetzt, und mittlerweile sah es finanziell auch sehr viel besser aus. Beinahe hatte Alexandra keinen Grund mehr sich zu sorgen.

Warum war sie dann nicht glücklich? In letzter Zeit hatte sie oft einen Druck auf ihren Schultern gespürt. Vielleicht die viele Arbeit? Nein, sie wusste genau, was es war. Das, was sie seit ihrem fünfzehnten Geburtstag versucht hatte zu verdrängen.

Ihr Blick fiel wieder auf den hellgelben Umschlag, der mitten auf dem Terrassentisch lag. Garantiert befand sich darin die obligatorische Geburtstagskarte. Sie war pünktlich angekommen, schon letzte Woche, aber an ihrem Geburtstag hatte Alexandra nicht den Mut oder die Kraft gehabt, sie zu lesen.

Großvater Angelos legte seine warme Hand auf ihre Finger. „Sie liebt dich auf ihre Weise“, sagte er leise. Er hatte den Umschlag also auch schon bemerkt. Und dass Alexandra ihn noch nicht geöffnet hatte.

Alexandra nickte, obwohl sie sich nicht sicher war, wie sehr man Liebe verstecken konnte. Müsste man sie nicht ein bisschen spüren können? Die einzige Liebe, die sie in ihrer Kindheit bekommen hatte, war von ihren Großeltern ausgegangen. Nicht von ihrer Mutter und nicht von ihrem Vater. Sie hob den Umschlag hoch, drehte ihn in den Händen. Auf der Rückseite stand der Absender. Wie leichtfertig, dachte sie. Aber sie wusste auch, dass ihre Mutter es nur tat, damit Alexandra auch ihr zum Geburtstag oder zu Weihnachten eine Karte schicken konnte. Sie befürchtete ganz gewiss nicht, dass Alexandra sie besuchen kam. Das hatte sie schließlich noch nie getan. Dabei wäre es so einfach, einen Flug zu nehmen. Nicht mal zwei Flugstunden entfernt lebte ihre Mutter, aber die geografische Entfernung war nichts gegen die Entfernung der Herzen.

Mit einem Seufzen riss Alexandra den Umschlag auf. Darin steckte eine dieser banalen Karten, die man vielleicht einer entfernten Tante schicken würde, nicht aber der eigenen Tochter, die man eigentlich von allen Menschen am besten kennen sollte. Ein etwas farbloses Foto einer Blumenvase, darunter die Worte „Alles Gute zum Geburtstag“. Alexandra schluckte alle Gefühle herunter, bevor sie die Karte aufklappte. Dann las sie das, was dort stand. Es war nicht viel. Drei Sätze, was für ihre Mutter schon beinahe ungewöhnlich geschwätzig war. Darunter hatten beide unterschrieben, Alexandras Eltern. Stefanía und Kostas.

„Gibt es Neuigkeiten?“, fragte Angelos.

„Sie sind erfolgreich im Job, wünschen mir alles Gute und schicken Küsse. Wie immer.“ Alexandra ließ die Karte auf den Tisch sinken und schob sie von sich weg. Schriftliche Küsse – mehr nicht. Sie konnte sich nicht erinnern, ob sie je echte Küsse oder Umarmungen von ihren Eltern bekommen hatte. Auch damals nicht, als sie noch zusammengewohnt hatten wie eine ganz normale Familie.

„Warum tut es immer noch weh?“, fragte sie. Noch nie hatte sie mit Großvater darüber gesprochen, aber jetzt war sie in einer eigentümlichen Stimmung, und außerdem hatte Angelos bereits mit diesem ungewöhnlichen Gespräch begonnen. Warum es nicht weiterführen? „Es ist fünfzehn Jahre her, seit ich die beiden zum letzten Mal gesehen habe. Jetzt müsste es doch einfacher sein. Ich weiß doch genau, dass sie sich nicht für mich interessieren.“

Angelos stand umständlich auf und stellte sich hinter sie. Wie früher streichelte er ihr über das Haar und begann, einen Zopf zu flechten. Eine Träne kullerte über Alexandras Wange, und sie ärgerte sich darüber. Als Kind und Jugendliche hatte sie immer gedacht, dass es ihre Schuld sei, dass ihre Eltern sie nicht mochten. Für die beiden hatte es immer Wichtigeres gegeben, als sich mit Alexandra zu beschäftigen, mit ihr zu spielen oder auch nur mit ihr zu reden. Als Alexandra fünfzehn war, verließen sie Kreta und zogen endgültig in die Hauptstadt Athen – ohne ihre Tochter. Sie hatten offenbar entschieden, dass Alexandra alt genug war, um im Internat und in den Ferien bei den Großeltern ohne ihre Eltern klarzukommen.

In der Post, die sie seitdem zum Geburtstag schickten, hatte nie eine Erklärung gestanden. Und wenn Alexandra ihre Großeltern gefragt hatte, hatten auch die nichts gewusst.

„Stefanía hat schon immer ihre Freiheit gebraucht“, hieß es manchmal. „Nimm es ihr nicht übel, sie liebt dich trotzdem.“ Aber das hatte Alexandra nie geglaubt, und sie hatte es ihrer Mutter sehr wohl übelgenommen. Sehr sogar. Es war ein riesiges Glück, dass Alexandra damals im Internat eine Freundin gefunden hatte, die ihr auch heute noch so nahestand. Eve. Sie war das genaue Gegenteil von Alexandras Mutter, denn sie war herzlich, erzählte viel, fragte nach und liebte es, jede freie Minute mit Alexandra zu verbringen. Und mittlerweile lebte Eve hier auf der Insel. Sie hatte sich mit ihrem Mann Daniel ein kleines Haus gekauft und arbeitete in Alexandras Pension.

„Vielleicht ist es an der Zeit zu vergeben“, flüsterte Angelos, als er den Zopf fertig geflochten hatte.

Vergeben. Sie dachte nicht lange nach, bevor sie antwortete. „Ich weiß nicht, ob ich das kann. Ich weiß nicht, was ich vergeben soll. Ich weiß nicht, warum sie so sind.“ Alexandra staunte über ihre ruhige Stimme.

„Es wäre wichtig für dich“, sagte Großvater. „Deine Eltern waren alt genug, sie haben damals die Entscheidung getroffen, sie kommen offensichtlich auch heute damit klar. Aber du nicht. Vielleicht ist es an der Zeit, an das Wichtigste zu denken, nämlich an dich.“

Alexandra nickte stumm. Sie wusste, was ihr Großvater meinte.

„Sonst verlierst du dich“, sagte er schlicht. „Und niemand kann dich mehr finden.“

Alexandra vergaß weiterzuatmen. Ihr Großvater hatte schon immer eine treffsichere Auffassungsgabe gehabt, er bemerkte oft Dinge, die andere nicht sahen. Und er hatte meistens recht. So wie jetzt.

„Was meinst du?“, fragte sie, obwohl sie es genau wusste. Sie erinnerte sich sehr genau an das Gefühl, sich selbst zu verlieren, denn sie hatte sich in...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.