Lenz | Der Verlust | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 297 Seiten

Lenz Der Verlust

Roman
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-455-81080-6
Verlag: Hoffmann und Campe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, 297 Seiten

ISBN: 978-3-455-81080-6
Verlag: Hoffmann und Campe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Am Schicksal des Fremdenführers Ulrich Martens, der in seinem Stadtrundfahrt-Bus die ganze Welt zu Gast hat, stellt Siegfried Lenz die Folgen eines Verlustes dar, der jeden von uns treffen könnte: der Verlust der Sprache. Während einer Tour durch seine Heimatstadt Hamburg trifft Ulrich Martens ein Hirnschlag. Erst kann er nicht mehr klar sehen, bald kommt ein Krampf hinzu. Mit Mühe flüchtet er sich in die Wohnung seiner Freundin, aber noch während er zu erklären versucht, was ihm geschieht, verliert er die Sprache ... 'Der Verlust' ist ein Roman, den man nicht aus sicherer Distanz lesen kann, zeigt er doch, wie zerbrechlich unser auf das Reden gegründetes Verhältnis zur Welt ist. Diese E-Book-Ausgabe von 'Der Verlust' wird durch zusätzliches Material zu Leben und Werk Siegfried Lenz' ergänzt.

Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, gestorben 2014 in Hamburg, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seit seinem Debütroman Es waren Habichte in der Luft von 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Mit den masurischen Geschichten So zärtlich war Suleyken hatte er 1955 seinen ersten großen Erfolg, Sein Werk ist geprägt von der Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (z. B. Der Mann im Strom, 1957, oder Brot und Spiele, 1959) und mit dem Nationalsozialismus bzw. seiner Aufarbeitung. Zu Lenz' größtem Erfolg wurde der 1968 erschienene Roman Deutschstunde. Bis heute ist die Geschichte eines Polizisten, der im Nationalsozialismus das Malverbot seines Freundes überwacht, eine bestechende Entlarvung eines pervertierten Pflichtgefühls. Das Buch wurde verfilmt, avancierte zur Pflichtlektüre an Schulen und war international ein großer Erfolg. Der Deutschstunde folgten viele weitere große Romane (Das Vorbild, 1973, Heimatmuseum, 1978, Der Verlust, 1981, Exerzierplatz, 1985, Die Auflehnung, 1994, Landesbühne, 2009), welche Siegfried Lenz neben Schriftstellern wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren machte. Sein zweiter Roman Der Überläufer erschien postum im Jahr 2016 und wurde ein großer Erfolg. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Gerhart-Hauptmann-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Cover
Titelseite
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
XI
XII
Anhang
Über Siegfried Lenz
Impressum


II


Die Suchkartei war angewachsen. Nora sah es auf den ersten Blick, als sie den länglichen Holzkasten, den der Bibliotheksleiter ihr nach Hause mitgegeben hatte, auf den Schreibtisch stellte und den Deckel abhob. Noch erschöpft vom Weg, zog sie probeweise eine der rosafarbenen Verleihkarten heraus, überflog stehend Signatur, Verfassernamen, Titel, kontrollierte flüchtig die grünen Datumstempel in der Rubrik »ausgeliehen am« und die datumlosen Linien in der Rubrik »abgegeben am«, fächelte sich, in ihrem Verdacht bestätigt, mit der Karte Luft zu und legte sie nachdenklich auf die Schreibunterlage.

Sie ging auf den Flur, hängte die leichte Jacke auf einen Bügel und öffnete die Tür zum Badezimmer. Strumpfhosen auf dem Trockenständer, der die Wanne besetzt hielt, hingen verschrumpelt, verformt und verdreht da, sie kamen Nora erbarmungswürdig vor, und sie hob sie sorgfältig von den Schnüren ab und klappte den Trockenständer zusammen. Sie zog beide Fensterflügel nach innen auf und barg von dem schmiedeeisernen Griff, der das Fenster sicherte, ihren übergroßen Waschlappen, der an der Sonne getrocknet war. Das smaragdfarbene Ungetüm mußte weg, die Badekappe; Nora pflückte sie von einem Haken herunter und stopfte sie mit kleiner Gewalt in ein lackiertes Wandschränkchen. Wie hatte er die Badehaube genannt? Einen Kopfschoner, der Blüten treiben will. Sie lächelte, erneuerte die Handtücher, kämmte mit der Bürste dem Kamm und dann mit dem Kamm der Bürste verlorenes Haar aus, fand den Granatring wieder, den sie am Morgen abgestreift hatte, wischte dem Spiegel ein paar getrocknete Spritzer weg und begutachtete ihr Gesicht unter dem altmodischen Mittelscheitel. Zupfend öffnete sie die Schleife ihrer grauen, hochgeschlossenen Bluse, doch nicht, um sie offenzulassen, sondern um sie von neuem und akkurat zu binden.

Sie ging ins Schlafzimmer, zog die trockenen Strumpfhosen glatt, faltete sie zu Päckchen zusammen und legte sie in den großen Wäscheschrank, aus dem ein Duft von Lavendel strömte. In der Gardine wütete eine gefangene Biene. Nora nahm vom Nachtschränkchen ein Papiertaschentuch, lockerte es und brachte es zugleich entschlossen und behutsam über das Insekt, das nicht aufhörte, wütend und in hoher Tonlage zu sirren, während sie es ans Oberlicht hob und in die Freiheit hinausschüttelte.

Der Wecker und das bräunliche Photo, das ein altes Paar in einem Boot zeigte – auf beiden Gesichtern lag eine wohlige Furcht –, standen so zueinander, als hätten sie sich etwas zu sagen; Nora rückte sie auseinander und drückte sie ein wenig fest, wie um ihnen die erwünschte Position anzudeuten. Obwohl der aus Bast geflochtene Wäschepuff nur zur Hälfte gefüllt war, mußte er seinen Platz unter dem Fensterbrett räumen und wurde in eine Nische zwischen Wand und Wäscheschrank abgeschoben. Sie versuchte, den Ring von Feuchtigkeit zu tilgen, den das Wasserglas auf ihrem Nachtschränkchen hinterlassen hatte, konnte ihn jedoch nicht wegreiben und trug das Wasserglas in die Küche.

Der Tee in der Thermoskanne war noch warm; bevor Nora sich eine Tasse einschenkte, warf sie sämtliche Drucksachen und Reklameschriften ungelesen in den Abfalleimer, blies von der Transportfläche der Brotschneidemaschine die Krümel ab, ließ den lenkbaren Strahl so lange durch die Metallspüle wandern, bis angeschwemmte Fasern, gequollene Teekrümel und identitätslose glasige Brocken erfolgreich durch das Abflußsieb gepreßt worden waren. Versehentlich schloß sie die beiden Kochbücher in den Kühlschrank ein, befreite sie jedoch, als sie ihr Einkaufsnetz auspackte und für die mitgebrachten Milchtüten Platz suchte, für die Honiggläser und für ihr Lieblingsgemüse, den schorfig pockigen Sellerie. Nachdem sie den breitmäuligen Brotkasten zugeworfen hatte, schüttelte sie über sich selbst den Kopf, von dem Bedürfnis erfaßt, alles, was sie seit dem Betreten ihrer Wohnung vorsorglich getan hatte, wieder rückgängig zu machen. Es genügte ihr jedoch, sich selbst dazu zu verurteilen, von nun ab alles zu übersehen und nichts mehr zu ordnen, zu verändern. Mit einer Tasse Tee in der Hand kehrte sie an den Schreibtisch zurück.

Zweimal im Jahr sichtete und überprüfte Nora die Sünderkartei der Öffentlichen Bücherhalle. Viele Entleiher kannte sie persönlich, kannte auch ihre eigentümliche Art, mit den entliehenen Büchern fertig zu werden, und während sie eine Karteikarte nach der anderen aus dem Holzkasten fischte, traten ihre Kunden noch einmal einzeln vor ihren Tisch – so, wie sie in Noras Erinnerung an den Tisch traten –, blickten auf sie herab und benutzten die Zeit der Eintragung, sie mit den gesammelten Eindrücken der letzten Lektüre zu beregnen oder ein Lesefazit auf sie herabzuschleudern, das nur aus verkürzten Ausrufen bestand. Wieder waren es einige alte Bekannte, die nicht nur den Ausleihtermin überschritten hatten, sondern auch nach mehreren Mahnungen hatten bekennen müssen, daß ihnen die entliehenen Bücher abhanden gekommen waren, spurlos. Und wieder war es der gleiche Typ von Hausfrau und Rentner, der für die empfindlichsten Verluste sorgte.

Nora versuchte sich vorzustellen, wie überhaupt ein Buch, das den Stempel der Bibliothek trug, verlorengehen könnte, bei seinem Umfang, bei seinem Gewicht, in einer immerhin überschaubaren Wohnung.

Beim Aufstellen der Verlustliste sah sie wieder den alten hochfahrenden Mann vor sich, den noch jede Lektüre enttäuscht hatte, der sich jedoch so zufrieden darüber äußerte, als sei Enttäuschung überhaupt das einzige, worauf er aus sei; wo mochte er vergraben haben und ? Sie dachte sich eine sparsam möblierte Altmännerwohnung, in der die elektrischen Kochplatten eingeschaltet waren, um bei offener Küchentür dem Zimmer zusätzliche Wärme zu geben, einem winkellosen Raum, in dem offenbar nichts übersehen werden konnte, was er barg; wie sollten Bücher hier abhanden kommen? Sie würde ihn bei seinem nächsten Bibliotheksbesuch zu abermaliger Suche auffordern, ihn, der süchtig nach Enttäuschungen war, so wie die meisten der anderen Kunden; sie würde ihnen aus gesicherter Erfahrung raten können, wo sie zu suchen hätten, einfach, indem sie die Verstecke aufzählte, in denen säumige Entleiher nach eigenem Geständnis schließlich doch fündig geworden waren; das galt für die Taschen der Wintermäntel ebenso wie für die Gemüsefächer der Kühlschränke, für die Pappkästen der Gesellschaftsspiele nicht weniger als für den schmalen Raum zwischen dem Kopfende des Betts und der Wand.

Nora blickte in den Garten hinaus und entdeckte jetzt erst ihre Vermieterin, die in weißem Kleid an einem runden Metalltisch saß, im Schatten des Kirschbaums. Sie schrieb; das heißt, in diesem Augenblick setzte sie zum Schreiben an, stockte, schien abgelenkt und unschlüssig zu werden, hob das Gesicht und sah Nora an ihrem Schreibtisch; beide lächelten. Beide deuteten nickend auf das Papier hinab, vergnügt darüber, daß man sich in gleicher Beschäftigung gefunden hatte. Fast gleichzeitig gelang ihnen die entschlossene Hinwendung zu ihrer Arbeit, doch der heftige Aufwand an Konzentration ließ schon vermuten, daß es schwierig sein würde, im Blick des andern weiterzuschreiben; und konsequent wegzusehen war vielleicht noch anstrengender.

Nora wunderte sich nicht, sie war nur erleichtert, als Frau Grant aufstand, hinter den Baum trat, einen Strohhut aufhob und sich zum Rand des Gartenbildes bewegte, zu der Weißdornhecke. Sie zweifelte nicht, daß die hochgewachsene, schwere Frau, die von ihren Kollegen zum dritten Mal zur Schulleiterin gewählt worden war, den Platz lediglich ihretwegen geräumt hatte, um ihr die Konzentration bei der Arbeit zu erleichtern. Jetzt fühlte sie sich geradezu genötigt, das Gesicht zu senken und allein durch den Anblick, den sie bot, das kleine Opfer aufzuwiegen. Sie zog aus den Karteikarten die Namen der Sünder aus und schrieb sie auf die Verlustliste, fügte die Buchtitel hinzu, die Signatur der Bücherei; sie selbst sah die Liste nur als vorläufig an – gewiß, daß ihr etliche Titel mit dem unvermeidlichen Triumph zurückgebracht werden würden.

Plötzlich stand Frau Grant vor ihrem Schreibtisch, stand da und lächelte und hielt ihr bekümmert den rechten Zeigefinger hin. Feine Dornen, sie hatte sich wiederum feinste Dornen oder Splitter eingezogen, die sich zwar nicht bei der Küchenarbeit, wohl aber beim Schreiben bemerkbar machten, sobald sie den Halter zwischen die Finger nahm. Unwillkürlich erhob sich Nora und räumte einen Stuhl ab, wollte gleich eine zweite Tasse Tee holen – nicht mehr ganz heiß, aber noch trinkbar –, doch Frau Grant, die nun selbst die Tür zum Garten schloß, durch die sie gekommen war, winkte dankbar ab; nur dies: ob Nora noch einmal versuchen wollte, ihr zu helfen?

Diese Befangenheit – immer litt Nora unter einer unerklärlichen Befangenheit, sobald sie Frau Grant nah gegenüberstand; erfolglos wehrte sie sich dagegen, daß sich ihre Sprache verringerte und das Gefühl aufkam, nur unzureichende Antworten zu geben. Es glückte ihr einfach nicht, den Eindruck von Beflissenheit zu vermeiden, als sie, kaum darum gebeten, auch schon ins Badezimmer ging, um Pinzette, Alkohol und Watte zu holen, und nachdem Frau Grant sich doch gesetzt hatte, reichte es nur zu einer scheuen, stummen Aufforderung, den Zeigefinger halbhoch ins Licht zu halten. Bevor sie den hingestreckten Finger in ihre Hand nahm, sah sie in das helle sommersprossige Gesicht der Frau, ließ sich auffordern, ermutigen, ließ sich im voraus jeden Schmerz vergeben, der entstehen könnte. Es macht Ihnen doch nichts aus? fragte Frau Grant, und Nora eilfertig: Oh, nein, im...


Lenz, Siegfried
Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, gestorben 2014 in Hamburg, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seit seinem Debütroman Es waren Habichte in der Luft von 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Mit den masurischen Geschichten So zärtlich war Suleyken hatte er 1955 seinen ersten großen Erfolg, Sein Werk ist geprägt von der Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (z. B. Der Mann im Strom, 1957, oder Brot und Spiele, 1959) und mit dem Nationalsozialismus bzw. seiner Aufarbeitung. Zu Lenz’ größtem Erfolg wurde der 1968 erschienene Roman Deutschstunde. Bis heute ist die Geschichte eines Polizisten, der im Nationalsozialismus das Malverbot seines Freundes überwacht, eine bestechende Entlarvung eines pervertierten Pflichtgefühls. Das Buch wurde verfilmt, avancierte zur Pflichtlektüre an Schulen und war international ein großer Erfolg. Der Deutschstunde folgten viele weitere große Romane (Das Vorbild, 1973, Heimatmuseum, 1978, Der Verlust, 1981, Exerzierplatz, 1985, Die Auflehnung, 1994, Landesbühne, 2009), welche Siegfried Lenz neben Schriftstellern wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren machte. Sein zweiter Roman Der Überläufer erschien postum im Jahr 2016 und wurde ein großer Erfolg. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Gerhart-Hauptmann-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009.

Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, gestorben 2014 in Hamburg, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seit seinem Debütroman Es waren Habichte in der Luft von 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Mit den masurischen Geschichten So zärtlich war Suleyken hatte er 1955 seinen ersten großen Erfolg, Sein Werk ist geprägt von der Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (z. B. Der Mann im Strom, 1957, oder Brot und Spiele, 1959) und mit dem Nationalsozialismus bzw. seiner Aufarbeitung. Zu Lenz' größtem Erfolg wurde der 1968 erschienene Roman Deutschstunde. Bis heute ist die Geschichte eines Polizisten, der im Nationalsozialismus das Malverbot seines Freundes überwacht, eine bestechende Entlarvung eines pervertierten Pflichtgefühls. Das Buch wurde verfilmt, avancierte zur Pflichtlektüre an Schulen und war international ein großer Erfolg. Der Deutschstunde folgten viele weitere große Romane (Das Vorbild, 1973, Heimatmuseum, 1978, Der Verlust, 1981, Exerzierplatz, 1985, Die Auflehnung, 1994, Landesbühne, 2009), welche Siegfried Lenz neben Schriftstellern wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren machte. Sein zweiter Roman Der Überläufer erschien postum im Jahr 2016 und wurde ein großer Erfolg. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Gerhart-Hauptmann-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009.



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