Lernet-Holenia | Der Graf Luna | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 288 Seiten

Reihe: DVB Verlag

Lernet-Holenia Der Graf Luna

Phantastischer Kriminalroman
Neuausgabe 2026
ISBN: 978-3-903244-49-8
Verlag: Das vergessene Buch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Phantastischer Kriminalroman

E-Book, Deutsch, 288 Seiten

Reihe: DVB Verlag

ISBN: 978-3-903244-49-8
Verlag: Das vergessene Buch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



WIEN IN DEN FRÜHEN 1950er JAHREN…

Alexander Jessiersky, österreichischer Aristokrat russisch- polnischer Abstammung, bewohnt mit seiner Familie ein prächtiges Stadtpalais im Wiener Ersten Bezirk. Er verhält sich nach dem Anschluss unauffällig und angepasst – und geht als Profiteur aus dem Zweiten Weltkrieg hervor. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht so einfach begraben. Jessiersky trägt Mitschuld an der Deportation eines Mannes ins Konzentrationslager Mauthausen: des Grafen Luna. Ist es dieser totgeglaubte Graf, den er unvermutet im Mondschein in der Nähe seines Palais erspäht und der nun Rache an ihm und seiner Familie nehmen will? Getrieben von Schuldgefühlen und zunehmend ins Paranoide übergreifender Angst gerät Jessiersky immer stärker in den Bann der rätselhaften Gestalt und deren wechselvoller Familiengeschichte, mit der er sich manisch zu beschäftigen beginnt. Doch so sehr er sich auch vom Albdruck des Geschehenen befreien will: Der geheimnisvolle Graf Luna verfolgt ihn gleich einem Dämon durch das irrlichternde Wien der Nachkriegszeit, sodass Jessiersky bald zum Äußersten bereit ist, um seinen Seelenfrieden wiederherzustellen. Ein abgründiges Katz-und-Mausspiel bahnt sich an, das Jessiersky in atemlosem Tempo über die Bergkämme des Salzkammerguts bis in die Katakomben Roms treibt, wo sich sein Schicksal zuletzt besiegelt.

Alexander Lernet-Holenias 1955 bei Zsolnay in Wien erschienener phantastischer Kriminalroman ist ein Werk von dichter Atmosphäre, psychologischer Spannung und stilistischer Eleganz. Im literarischen Spiel mit Motiven wie Schein und Wahrheit, Schuld und Verantwortung, arbeitet der k.u.k-Meistererzähler die Erfahrung des Nationalsozialismus in Österreich und die Verstrickungen Einzelner darin auf.

„Ein Erzähler höchsten Ranges.“

– Hilde Spiel

„…Wenn in ihm das Feurige erwacht, ist er nach meinem Empfinden großartiger als alle andern.“

– Stefan Zweig

„…ein Autor mit federleichtem, ungezwungenem Stil"

– Claudio Magris

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Weitere Infos & Material


Lernet-Holenia, Alexander
Alexander Lernet-Holenia, 1897 in Wien geboren und dort 1976 gestorben, erlebte beide Weltkriege als Offizier und unternahm weite Reisen, die ihn als Erfolgsautor bis in die USA und nach Südamerika führten. Sein umfangreiches Werk, für das er mit dem Kleist-Preis, dem Goethe-Preis, dem Preis der Stadt Wien und dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet wurde, umfasst zahlreiche tiefgründige psychologische Romane sowie Werke leichter, geistreicher Unterhaltung. In seinen Schauspielen reicht die Spannweite von antiker Größe bis zur modernen Gesellschaftskomödie. Lernet-Holenia gilt heute als der wichtigste österreichische Erzähler des Phantastischen und als einer der wichtigsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts.

Kriegleder, Wynfrid
Prof. Dr. Wynfrid Kriegleder, geboren 1958, a. o. Universitätsprofessor am Institut für Germanistik der Universität Wien. Promotion in Wien 1985, Habilitation ebd. 1997. Lehr- und Forschungstätigkeit am Berea College (Kentucky, USA), der Duke University, der Yale University, der University of Kansas. Forschungsschwerpunkte: Deutsche und österreichische Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts, literarische Wechselbeziehungen zwischen dem US-amerikanischen und dem deutschsprachigen Raum. Mitglied der Kommission „The North Atlantic Triangle“ der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Publikationen: „Vorwärts in die Vergangenheit. Das Bild der USA im deutschsprachigen Roman von 1776 bis 1855." Tübingen: Stauffenburg 1999. (vorher Habilitationsschrift, Wien 1997); „Eine kurze Geschichte der Literatur in Österreich. Menschen – Bücher – Institutionen.“ Wien: Praesens 2011 (4. Auflage 2025).



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