E-Book, Deutsch, Band 1812, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Lewis Liebe gesucht - Prinz gefunden
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-2032-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 1812, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-2032-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Darf ich Sie zum Frühstück einladen? Simons raue Stimme ist Sex pur, sein Blick wie ein Streicheln! Ariellas Herz schlägt auf einmal doppelt so schnell - atemlos sagt sie dem Lord zu. Dabei ist ihr Leben schon kompliziert genug! Seit sie erfahren hat, dass ihr leiblicher Vater niemand anderer ist als der US-Präsident, machen ihr die Paparazzi das Leben schwer. Und eine Beziehung mit einem Mitglied des britischen Hochadels würde für noch mehr Aufruhr sorgen. Wenn Simon nur nicht so attraktiv wäre - dann würde es ihr leichter fallen, seinen Küssen zu widerstehen ...
Jennifer Lewis gehört zu den Menschen, die schon in frühester Kindheit Geschichten erfunden haben. Sie ist eine Tagträumerin und musste als Kind einigen Spott über sich ergehen lassen. Doch sie ist immer noch überzeugt davon, dass es eine konstruktive Tätigkeit ist, in die Luft zu starren und sich Wolkenschlösser auszumalen. Die Entdeckung, dass sie ihre Gedankengespinste auch auf Papier bringen konnte, beschreibt sie als Offenbarung. Es brauchte zwar ein bisschen Übung, aber nachdem sie eine Finalistin des Golden Heart Contest, einem Nachwuchspreis der Romance Writers of America, wurde, konnte sie 2006 ihr erstes Buch veröffentlichen. Seither wird sie nicht müde, neue Geschichten zu erträumen, um sie mit ihren Lesern zu teilen. Jennifer wurde in Manhattan geboren, wuchs aber in London auf und lernte Europa auf ausgedehnten Reisen in ihren Jugendjahren kennen. Zum Studium ging sie zurück in die USA, wo sie ihren Bachelor in Sprachwissenschaften an der Brown University machte. Danach ging sie nach New York und arbeitete in einem Museum für Fernsehen. Während sie Ausstellungen über Elvis Presley oder Monty Python organisierte, machte sie ihren Master-Abschluss in Kunst. Jennifer Lewis lebt auch heute noch in New York, mit ihrem Ehemann und zwei Kindern, die genauso gerne Lüftschlosser bauen wie sie.
Autoren/Hrsg.
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1. KAPITEL
„Du, Ariella! Kennst du den Mann dahinten, der genau in deine Richtung starrt? Ist das nicht dieser englische Lord, über den immer so viel in den Zeitungen steht?“
„Vielleicht möchte er noch ein Glas Champagner.“ Ariella Winthrop zog ihr Smartphone aus der Tasche und forderte eine neue Lieferung von Lachs und Kaviar an. Sie hatte diese Galaveranstaltung organisiert, deren Reinerlös dem örtlichen Krankenhaus zugutekommen sollte. Zirka sechshundert Gäste waren erschienen. „Ich sage gleich einem der Kellner Bescheid.“
„Sieh ihn dir doch wenigstens mal an.“ Francesca Crowe schüttelte missbilligend den Kopf. Ihr langes schwarzes Haar schimmerte im Licht der festlichen Beleuchtung, und mit ihrem teuren bestickten Kleid, das ihren üppigen Körper eng umschloss, passte sie genau in diese Gesellschaft der Reichen und Schönen. Normalerweise war es Ariella gar nicht recht, wenn Freunde zu den Partys kamen, die sie organisierte. Denn sie hielten sich meist in ihrer Nähe auf und wollten mit ihr schwatzen, wo sie doch weiß Gott etwas anderes zu tun hatte. Glücklicherweise gehörte Francesca zu den Freundinnen, zu denen sie ehrlich sein konnte.
„Tut mir leid, aber dazu habe ich keine Zeit.“ Ihr Smartphone piepste. Beim Haupteingang war eine Flasche Wein umgekippt. Schnell wies sie an, was zu tun war. „Und außerdem ist er es sicher nicht.“ Absichtlich sah sie nicht hoch. Hoffentlich blickte der Mann jetzt in eine andere Richtung. Dass er sie anstarrte, machte sie nervös.
„Vielleicht ist er nur neugierig und will das mysteriöse uneheliche Kind des Präsidenten der Vereinigten Staaten sehen“, bemerkte Francesca. „Wie jeder hier im Saal.“
„Musst du mich immer daran erinnern, Fran? Übrigens, ob ich mich wirklich darauf einlasse, Präsident Morrow in der Fernsehsendung zu treffen, muss ich mir noch mal überlegen. Auch wenn der Sender deinem Mann gehört.“ Das war nur so dahingesagt, und Francesca wusste, dass es nicht ernst gemeint war. Aber Ariella wurde ganz elend, wenn sie an diese Begegnung dachte. Alle Welt sprach von ihr und ihrem berühmten Vater, mit dem sie bisher noch nie ein einziges persönliches Wort gewechselt hatte.
„Du ahnst nicht, was dir entgeht. Er sieht wirklich toll aus.“ Francesca ignorierte Ariellas letzte Bemerkung. Dies und ihr verschwörerischer Tonfall ließen Ariella dann doch hochblicken. Der große schlanke Mann hatte kurzes kräftiges aschblondes Haar und trug einen perfekt sitzenden Smoking. Und er ließ sie nicht aus den Augen. Himmel, jetzt kam er auch noch auf sie zu! „Er geht in unsere Richtung!“, flüsterte sie beunruhigt.
„Ich habe es ja gewusst, er ist scharf auf dich.“ Francesca blieb sehr viel gelassener als die Freundin. „Und er braucht keinen Champagner. Sein Glas ist noch voll.“
„Was will er dann?“ Ariellas Herz schlug schneller, aber sie setzte ein professionelles Lächeln auf. Wie sollte sie sich verhalten? Sie war schließlich nicht einer der reichlich zahlenden Gäste, sondern übte hier ihren Beruf aus. Wie begrüßte man jemanden aus den höchsten Adelskreisen? Wenn doch nur ihre Freundin Scarlet hier gewesen wäre! Scarlet gehörte zur High Society von Washington und wusste, wie man sich in solchen Situationen benahm.
Schon stand er direkt vor ihr und streckte die Hand aus. Sein Händedruck war fest. „Ms Winthrop, ich bin Simon Worth.“
Er war es also doch, und er kannte ihren Namen? Auch das noch … Wahrscheinlich hatte auch er diese ganzen Geschichten über sie in den Zeitungen gelesen.
„Ich bin beeindruckt.“ Der Blick aus seinen hellen braunen Augen war intensiv und schmeichelnd zugleich.
Seine tiefe raue Stimme war sehr sexy, und Ariellas Puls beschleunigte sich. Bloß das nicht! Sich in einen illustren Gast zu verknallen, das hätte ihr gerade noch gefehlt. Aber nett, dass er ihr ein Kompliment machte. „Danke, das ist sehr freundlich von Ihnen.“ Sehr selten bedankten sich die Gäste bei den Organisatoren, ja, sie nahmen sie meist nicht einmal zur Kenntnis. „Diese Wohltätigkeitsveranstaltungen zu organisieren, macht uns viel Spaß.“
Er ließ ihre Hand los, hielt aber immer noch ihren Blick fest. Jetzt lächelte er auch noch. Was für ein Lächeln! „Ich bezog mich nicht auf Ihr Talent als Eventmanagerin, obgleich das ohne Frage auch bemerkenswert ist. Nein, ich bin beeindruckt, wie souverän Sie mit dem Medienwahnsinn umgehen, der über Sie hereingebrochen ist. Von der Herumschnüffelei in Ihrem Privatleben gar nicht zu reden.“
„Oh …“ Sie wurde rot, was ihr selten passierte. Aber dieser Mann machte sie nervös. „Wahrscheinlich ist in diesem Fall günstig, dass ich kaum ein echtes Privatleben habe. Meine Arbeit lässt mir dazu wenig Zeit. Also gibt es auch so gut wie nichts, was die Öffentlichkeit interessieren könnte.“
„Ich weiß genau, was Sie auszustehen haben“, sagte er lächelnd. „Noch bevor ich sprechen konnte, war die Pressemeute mit ihren Kameras hinter mir her. Später habe ich dann begriffen, dass die Medien sich einfach eine Geschichte ausdenken, wenn man ihnen kein Material liefert. In der Hoffnung, dass man sich darüber aufregt und sie daraus dann ihre Story basteln können.“
„Das Beste ist also, sich nicht aufzuregen, sich taub und blind zu stellen und darauf zu warten, dass es ihnen zu langweilig wird? Und sie sich das nächste Opfer suchen?“
Er nickte. „So ungefähr.“
Nicht nur die Stimme war sexy, auch das Grübchen in der linken Wange. Und die breiten Schultern. Und die schmalen Hüften. Eben der ganze Mann … „Es hilft, wenn man viel unterwegs ist“, fügte er hinzu. „Dann haben sie Mühe, einem zu folgen, und verlieren irgendwann die Lust.“
„Also muss ich wohl mehr Aufträge aus dem Ausland annehmen.“ Erstaunlich, wie umgänglich er ist, ging es Ariella durch den Kopf. Obgleich er andererseits eine sehr irritierende Wirkung auf sie ausübte … „Vor ein paar Monaten habe ich eine große Party in Paris ausgerichtet. Und eine in Russland steht noch bevor. Also beste Aussichten, die Presse loszuwerden.“
Er lachte. „Genau! Seit ich nicht mehr beim Militär bin, reise ich viel in Afrika herum.“ Er zuckte mit den Schultern. „Ziemlich einfach, die Fotografen da im Busch zu verlieren.“
Bei der Vorstellung musste auch Ariella lachen. „Was machen Sie denn in Afrika?“
„Ich habe eine Organisation gegründet. Sie heißt World Connect und versorgt entlegene Gebiete mit der nötigsten Technologie. Dabei arbeiten wir nur mit Einheimischen zusammen, die wir natürlich erst einmal anlernen müssen.“
„Das ist sicher eine sehr lohnende Aufgabe.“ Was für ein Mann! Nicht nur, dass er von Adel war und unverschämt gut aussah, er setzte sich auch noch für die Menschheit ein. Bewundernswert.
„Ja. Als ich das Militär verließ, hatte ich schon befürchtet, ich wüsste nichts mit meiner Zeit anzufangen und würde mich langweilen. Aber ich habe mehr denn je zu tun. Und ich bin viel zufriedener und glücklicher. Natürlich hoffe ich, hier in Washington ein paar Sponsoren zu finden. Die Organisation braucht dringend Spenden. Vielleicht können Sie mir dabei helfen?“
„Sie meinen, ich könnte für Sie etwas organisieren?“ Scarlet wäre begeistert, wenn sie ihre Kundenliste um einen weiteren Adelsnamen erweitern könnte, die beste PR, die man sich vorstellen konnte.
„Ja, warum nicht?“ Er trat dicht vor sie hin und sah ihr tief in die Augen. „Wollen wir uns morgen zum Tee treffen?“
Achtung, Ariella … Irgendwie hatte sie den Eindruck, er wollte mehr als Tee. Simon Worth war als Herzensbrecher bekannt. Und wenn sie sich auch nicht erinnern konnte, irgendwelche Skandalgeschichten über ihn in den einschlägigen Blättern gelesen zu haben, in ihrer Situation konnte sie keinen Klatsch gebrauchen. „Das geht leider nicht. Ich habe morgen einen Termin.“ Sie machte einen halben Schritt rückwärts.
Doch ihre Absage schien ihn nicht zu entmutigen. Im Gegenteil. Er lächelte verständnisvoll. „Das hätte ich mir denken sollen. Sie haben viel zu tun, ich weiß. Aber wie wäre es mit einem gemeinsamen Frühstück? Da ist für Eventmanager doch normalerweise noch nicht so viel zu tun.“
Frühstück … hm … Spontan wollte sie ablehnen, denn ihr war klar, in welcher Gefahr sie sich befand. Er war einfach zu attraktiv und war sicher sehr erfahren darin, Frauen zu verführen. Und sie war wohl ein leichtes Opfer. Denn bei all dem Stress in der letzten Zeit hatte sie nicht viel Widerstandskraft. Aber er war von Adel, und sie konnte es sich einfach nicht leisten, einen solchen Kunden vor den Kopf zu stoßen. Und schon gar nicht hier in aller Öffentlichkeit. Für seine Organisation eine Wohltätigkeitsveranstaltung auszurichten, wäre für sie und Scarlet eine tolle Sache und würde sie sofort in der ganzen Stadt bekannt machen. Und was konnte schon während eines Frühstücks passieren? „Gut, abgemacht.“
„Wunderbar. Mein Fahrer holt Sie ab. Diskretion ist Ehrensache.“
Wieso betonte er das? Wenn es sich um ein reines Geschäftsessen handelte, war Diskretion doch nicht so dringend notwendig. Aber gut … Sie lächelte etwas gequält. „Ich wohne in der …“
„Nicht nötig. Er findet Sie.“ Simon Worth machte eine leichte Verbeugung, drehte sich um und verschwand in der Menge.
Erleichtert wollte Ariella gegen die nächste Wand sinken, aber es war keine da. Stattdessen riss Francescas empörte Stimme sie aus ihrer Lethargie.
„Also wirklich …!“
...



