Lichtblau | Die Eigenart der kultur- und sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 407 Seiten

Reihe: Humanities, Social Science (German Language)

Lichtblau Die Eigenart der kultur- und sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung


1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-531-93235-4
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

E-Book, Deutsch, 407 Seiten

Reihe: Humanities, Social Science (German Language)

ISBN: 978-3-531-93235-4
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
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Die in diesem Band zusammengefassten Beiträge haben das Spannungsverhältnis zwischen 'Kultur' und 'Gesellschaft' sowie das Verhältnis der Soziologie zu einer kulturwissenschaftlichen Tradition zum Gegenstand, wie sie sich im deutschen Sprachraum seit dem Ende des 19. Jahrhunderts herausgebildet hat. Sie sind Ausdruck langjähriger Bemühungen, dieses Spannungsverhältnis zwischen den Kulturwissenschaften und der modernen Soziologie als produktive Herausforderung zu begreifen und entsprechend verantwortlich damit umzugehen. Denn es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, dass der um 1900 beginnende Prozess der Ausdifferenzierung verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen auch innerhalb der Kultur- und Sozialwissenschaften nicht mehr zugunsten einer universalistische Ansprüche stellenden 'Kulturwissenschaft' rückgängig gemacht werden kann.

Prof. Dr. Klaus Lichtblau lehrt seit 2004 Soziologie am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Inhalt;5
2;Vorwort;7
3;I
,Kultur' und ,Gesellschaft'Probleme einer Unterscheidung;9
3.1;1. Von der ,Gesellschaft' zur ,Vergesellschaftung'. Zur deutschen Tradition des Gesellschaftsbegriffs;10
3.1.1;Einleitung;10
3.1.2;Das aufkliirerische Projekt einer ,Weltbiirgergesellschaft' im Kontext der Weltbegriffe um 1800;13
3.1.3;Der Streit urn die;20
3.1.4;Der Gegensatz von ,Gemeinschaft' und ,Gesellschaft' und die ,Weltstellung' der GeseUschaft;25
3.1.5;Die Abdankung der Gesellschaftstheorie zugunsten der Universalgeschichte;32
3.2;2. Umstrittener Sinn Zur logischen Begriindung der historischen Kulturwissenschaften;36
3.2.1;Einieitung;36
3.2.2;Wilhelm Diltheys ,Kritik der historischen Vernunft';37
3.2.3;Die neukantianische Grundlegung der Kulturwissenschaften;39
3.2.4;Die Renaissance der Geschichtsphilosophie bei Ernst Troeltsch;45
3.3;3. Soziologie als Kulturwissenschaft? Zur Rolle des Kulturbegriffs in der Selbstreflexion der deutschsprachigen Soziologie;51
3.3.1;Einleitung;51
3.3.2;Die Renaissance der Kultursoziologie nach dem Zweiten Weltkrieg;52
3.3.3;Historische Kulturwisseoschaft uod Soziologie urn 1900;56
3.3.4;Die ,kulturalistische;61
3.3.5;Postskriptum;64
3.4;4. Der Streit urn den Kulturbegriff in der Soziologie;67
3.4.1;Einleitung;67
3.4.2;Die Entstehung des Gegensatzes von ,Gesellschaft' und ,Kultur';68
3.4.3;Von der Kapitalismustheorie zur modernen Wissenssoziologie;73
3.4.4;,Kultur' und ,GeseUschaft' revisited;77
4;II Deutsche Soziologie urn 1900;80
4.1;1. Vom ,Geist der Gemeinschaft' zum ,Geist der Neuzeit'. Annotationen zur Ferdinand-Tonnies-Gesamtausgabe;81
4.1.1;Einleitung;81
4.1.2;Zur Herkunft;84
4.1.3;Tonnies als erster soziologischer Theoretiker der ,WeltgeseUschaft';88
4.2;2. Das ,Pathos der Distanz' Priiliminarien zur Nietzsche-Rezeption bei Georg Simmel;93
4.2.1;Einleitung;93
4.2.2;Der ,aristokratische Radikalismus' von Friedrich Nietzsche;96
4.2.3;Simmels frube Nietzscbe-Rezeption;100
4.2.4;Die,Umwertung der Werte' soziologisch betrachtet;103
4.3;3. Die Seele und das Geld Kulturtheoretische Implikationen in Georg Simmels "Philosophie des Geldes";121
4.3.1;Philosophie, Asthetik uod Soziologie;121
4.3.2;Metaphysik der Seele uod des Geldes;127
4.3.3;Lebensstilanalyse;132
4.4;4. Die Einheit der Differenz. Georg Simmel und Ernst Troeltsch als Religionssoziologen;137
4.4.1;Das Spannungsverhiiltnis zwischen Religionsphilosophie und Religionssoziologie bei Georg Simmel;137
4.4.2;Das Spannungsverhiltnis zwischen ,subjektiver Religiositit' und ,Volkskirchentum' bei Ernst Troeltsch;144
4.5;5. ,Innerweltliche Erlosung vom Rationalen' oder ,Reich diabolischer Herrlichkeit'? Zum Verhaltnis von Kunst und Religion bei Ge;149
4.5.1;Die;149
4.6;6. ,Kausalitat' oder ,Wechselwirkung'? Simmel, Weber und die ,verstehende Soziologie';168
4.6.1;Einleitung;168
4.6.2;,Kausalitiit' versus,Wechselwirkung'
;178
4.6.3;Simmels Theorie des ,Verstehens';181
5;III

Von der ,Sozialokonomik'
zur ,Verstehenden Soziologie';188
5.1;1. Max Webers Verstandnis von ,Sozialokonornik'. Werkgeschichtliche Betrachtungen zurn Ursprung seiner Verstehenden Soziologie;189
5.1.1;Einleitung;189
5.1.2;Max Webers Verstiindnis von ,SozialOkonomik';192
5.2;2. Ethik uod Kapitalismus. Zum Problem des ,kapitalistischeo Geistes';199
5.2.1;Der Streit urn die diszipliniire Zuordnung von Max Webers Protestantismusstudien;199
5.2.2;Die beiden Fassungen der "Protestantischen Ethik";205
5.3;3. Max Webers Nietzsche-Rezeption in werkgeschichtlicherBetrachtung;216
5.3.1;Einleitung;216
5.3.2;Der Fluch des politischen Epigonentums;217
5.3.3;Max Webers Nietzsche-Kritik;219
5.3.4;Die ,heroische' Phase des modernen Kapitalismus;222
5.3.5;Der ,SkIavenaufstand in der Moral';225
5.3.6;Der ,Polytheismus' der Moderne;227
5.4;4. Die Bedeutung von "Ehefrau und Mutter in der Rechtsentwicklung"fur das Werk Max Webers;230
5.4.1;Einleitung;230
5.4.2;Die universalgeschichtliche Bedeutung der ,Hausgemeinschaft';231
5.4.3;Die Kritik an den Matriarchats- und Patriarchatstheorien;235
5.4.4;Ethik versus Erotik;238
5.5;5. Zum Status von ,Grundbegriffen' in Max Webers Werk;242
5.5.1;Einleitung;242
5.5.2;Mogliche historische QueUen fiir Webers Verstindnis von ,Grundbegriffen';245
5.5.3;WeiterItihrende Uberlegungen beziiglich des Status von ,Grundbegriffen' in MaxWebersWerk;249
5.6;6. ,Vergemeinschaftung' und ,Vergesellschaftung' bei Max Weber.Eine Rekonstruktion seines Sprachgebrauchs;254
5.6.1;Einleitung;254
5.6.2;Die Verwendung der Begriffe ,Gemeinschaft', ,Gesellschaft' und ,Vergesellschaftung'bei Tonnies und Simmel;259
5.6.3;Die Eigenart von Webers Sprachgebrauch im Kategorienaufsatz von 1913 und imalteren Tell von"Wirtschaft und Gesellschaft";263
5.6.4;Die Veriinderung von Webers Sprachgebrauch in den "SoziologischenGrundbegriffen" von 1920;274
5.6.5;SchluDbemerkungen;279
6;IV Die wissenssoziologische Herausforderung;282
6.1;1. Auf der Suche nach einer Neuen Kultursynthese. Zur Genealogie derWissenssoziologieMax Schelers und Karl Mannheims;283
6.1.1;Einleitung;283
6.1.2;Die positivistische Tradition der Soziologie des Denkens und Erkennens;285
6.1.3;Die Bedeutung der ,Wissenschaftskrisis von 1919';289
6.1.4;Die ,Ohnmacht des Geistes' in der Wissenssoziologie Max Schelers;292
6.1.5;Die Radikalisierung der Ideologiekritik durch Karl Mannheim;298
6.1.6;Der Kampf urn die ,offentliche Auslegung des Seins';303
6.2;2. Krise als Dauerzustand? Weltanschauliche Implikationen derWeimarer Soziologie;306
6.2.1;Einleitung;306
6.2.2;Der Generationswechsel in der Soziologie;307
6.2.3;Die Zeit der Entscheidung;314
6.3;3. Sprachwandel und Gesellschaftswandel- Zur historischen Semantikvon Epochenbegriffen;318
6.3.1;Gesellschaftsstruktur und Semantik;318
6.3.2;Der epochale Charakter der ,Neuzeit' uod der ,Moderoe';326
6.4;4. Aporien des ,Poststrukturalismus';333
6.4.1;,Strukturalismus' versus, Poststrukturalismus';333
6.4.2;Von der Fundamentalopposition zum akademischen Establishment;337
6.5;5. Karl Mannheim und das Problem der historischen Zeit;342
7;V Varia;349
7.1;1. Der Einbruch der Geschichte in das geschlossene Universum derEthnologiel;350
7.2;2. Die Stellung der Soziologie innerhalb der geistes- undsozialwissenschaftlichen Disziplinen;354
7.3;3. Der Fortschritt einer Edition. Zur Wiederkehr von"Wirtschaft undGesellschaft" innerhalb der Max-Weber-Gesamtausgabe;359
7.3.1;Einieitung;359
7.3.2;Allgemeine Prob1eme der Edition von "Wirtschaft und Gesellschaft";360
7.3.3;Die Geburt des okzidentalen Burgertums aus dem ,Geist' der christlichenBruderlichkeitsethik;364
7.3.4;Max Webers Werk in der neueren Sekundiirliteratur;368
7.4;4. Die beiden Soziologien Max Webers;375
7.5;5. Max Weber zur Einführung;382
8;Drucknachweise;389



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