Lina Winter | Soulmates | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 693 Seiten

Reihe: Soulmates

Lina Winter Soulmates

Time is on your side
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7438-3434-7
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Time is on your side

E-Book, Deutsch, Band 1, 693 Seiten

Reihe: Soulmates

ISBN: 978-3-7438-3434-7
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



??Kindheitserinnerungen - sie begleiten uns ein Leben lang. Versteckte Gefühle, tief verletzt im Herzen verankert. Doch egal, was Dir Dein Verstand sagt - Dein Herz kennt den richtigen Weg.??   Als Karena ihre Sandkastenliebe Timo an der Uni wiedertrifft, fällt sie aus allen Wolken. Er, der sie damals hat eiskalt sitzen lassen! Um nicht erneut verletzt zu werden, hält sie Abstand zu ihm. Doch dann fährt ausgerechnet Timo bei einer gemeinsamen Studentenfahrt mit. Zunächst ist keiner der beiden begeistert von der Idee. Ohne es jedoch zu wollen, nähern sie sich zaghaft an. Wird Karena Timo ein zweites Mal vertrauen können?

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Kapitel 01
Kapitel 01   Meckernd und mit äußerst schlechter Laune stieg ich von meinem Fahrrad vor den Fahrradständern der Heidelberger Universität ab. Mein Morgen hatte schon vor dem Aufstehen einen ersten Knacks wegbekommen und dieser wurde leider nicht besser. Doch viel Zeit, um darüber überhaupt nachzudenken, blieb mir nicht, denn ein Schrei empfing mich in diesem Moment, zusammen mit einer heftig-freudigen Umarmung von hinten. Ich lachte los, obwohl meine Laune immer noch auf dem Nullpunkt war. Mich aus der Umarmung befreiend blickte ich nun einer meiner besten Freundinnen entgegen. Vor mir stand meine beste Freundin Jasmin, die gerade einmal ein Meter fünfzig maß. Doch trotz ihrer kleinen Größe war sie ein echtes Punk-Rock-Girl, welches stets ein freches Funkeln in den Augen hatte und mit ihren ausgefallenen Punk-Rock-Klamotten jedem Modetrend somit entgegen strotzte. Jasmin und ich kannten uns schon seit der Grundschule und waren beide ein Herz und eine Seele; konnten immer auf den anderen zählen. Manchmal gab es jedoch Zeiten, in denen ich sie beneidete. Denn im Gegensatz zu mir war sie Einzelkind und konnte die Vorzüge dessen voll und ganz auskosten. Ich musste mich mit meinem zwei Jahre älteren Bruder herumschlagen, der immer noch zu Hause bei unseren Eltern wohnte. Immerhin studierte er, genauso wie ich, und würde wohl bald seinen Doktor machen. Eigentlich hatte mein Vater gehofft, dass er die Klinikleitung seiner Schönheitsklinik, die er und unsere Mutter betrieben, eines Tages übernehmen würde, doch daraus wurde nichts. Simon entschied sich für ein Jurastudium. Ein ziemlich anstrengender Job, wie ich fand. In den Semesterferien verwandelte er sich jedoch in einen wirklich liebenswerten Bruder, der seine kleine Schwester oft besuchte und beschützte. In dieser Zeit pflegte er glücklicherweise keinen allzu großen Kontakt zu seinen überaus kindischen Freunden. »Jassi«, lachte ich und schob meine beste Freundin etwas von mir weg, »du erdrückst mich ja fast.« »Ach Mensch, ich freue mich einfach so, dich zu sehen! Du siehst wirklich gut aus. So richtig erholt. War bestimmt super schön in der Karibik, so braungebrannt, wie du bist«, lachte sie und sah neidisch auf meine von der Sonne gebräunte Haut. Ich nickte lächelnd. »Oh ja, das war es wirklich. Wenn man mal davon absieht, dass man auch im Urlaub keine Ruhe vor seinem nervigen Bruder hat.« Gespielt verdrehte ich die Augen, doch im Grunde war der Urlaub alles andere als negativ gewesen. Zweieinhalb Monate herrlichste Semesterferien waren viel zu kurz. Der Sommerurlaub, den ich zusammen mit meiner Familie in der Karibik, nahe Florida, verbracht hatte, ist wunderschön gewesen. Ein Urlaub bei meinen Großeltern an der Nordsee für drei Wochen ist anschließend ebenfalls noch drin gewesen. »Du bist heute aber echt spät dran. Sonst bist du doch immer die Pünktlichkeit in Person, nur heute scheint bei dir der Wurm drin zu sein«, bemerkte Jasmin und runzelte die Stirn. Ich seufzte genervt auf, während ich mein Fahrrad anschloss und meine Tasche nahm. »Ja, wäre ich auch. Wenn Simon nicht so einen Affenaufstand gemacht hätte. Du glaubst es einfach nicht. Dieser Morgen, ach, was sag ich, dieser ganze Tag steht unter keinem guten Stern. Erst verschlaf ich halb; bin nur dank Simons Anruf wach und dann finde ich meine Unterlagen nicht mehr wieder. Die gesamte Hausarbeit, die ich über die Semesterferien fertig hatte, ist weg. Ich schwöre: Wenn Simon da irgendetwas dran gedreht hat mit seinen dummen Kumpels, dann kann er was erleben.« Jasmin kicherte. Sie kannte die Zankereien zwischen mir und meinem älteren Bruder nur zu Genüge. »Das heißt, du gehst heute Nachmittag dann zurück ins Wohnheim? Hast es wohl gestern verpennt, was?« Sie zwinkerte mir zu und ich nickte. »Ja, ich hab´s gestern irgendwie nicht mehr hinbekommen und meine Mutter meinte dann, ich könne ja auch noch eine Nacht daheim schlafen.« Hier verdrehte ich die Augen leicht. Wäre es gestern nicht noch so spät geworden, weil ich alle Sachen zusammensuchen musste und das auf den letzten Drücker, wäre ich gestern schon zu Kathi ins Wohnheim zurückgekehrt. So aber hatte ich noch eine weitere Nacht daheim verbracht und war dann heute Morgen eher unsanft von Simon geweckt worden. Jasmins Eltern waren seit etwa sechs Jahren getrennt; sie lebte bei ihrer Mutter, doch ihren Vater, der im landwirtschaftlichen Betrieb arbeitete, sah sie regelmäßig. So hatte sie zumindest etwas von beiden Eltern. Woher sie jedoch ihre Neigung zum Punk-Rock hatte, wusste keiner so recht. »Du armes, armes Ding«, bedauerte sie mich gespielt und tätschelte meinen Arm. »Während du in der Karibik warst, dich mit deinem Bruder und seinem nervigen Getue abgeben musstest, musste ich zu meinem Vater aufs Land. Meine Mutter hatte die erste Hälfte der Ferien mal wieder eine ihrer komischen Abende und glaub mir: Weihrauchstäbchen, Singsang und Meditieren würdest du nicht aushalten«, seufzte sie. »Okay, okay. Du hast gewonnen. Auf deine Mutter hätte ich auch keine große Lust gehabt«, gab ich zu und sie hob den Daumen. Jasmin ist nicht nur eine meiner besten Freundinnen, sondern auch noch jemand, der wenig bis gar nichts auf die Meinung anderer gab. Zumindest, was den Kleider- und Lebensstil anbelangt. »Wenn ich dauernd darauf achten würde, was andere über mich denken, oder gar sagen, dann würde ich meine Selbstachtung vor mir verlieren und mich dann nur noch nach denen richten und das will ich nicht. Ich will so bleiben, wie ich bin«, waren ihre damaligen Worte, als sie anfing, sich für die Punk-Szene zu interessieren. Für ihre Konsequenz bewunderte ich sie. Zwar verbog auch ich mich nicht und besaß meinen eigenen Kopf aber im Gegensatz zu ihr, gehörte ich keiner Szene an und lief oft den neusten Trends hinterher. Ich war kein Modepüppchen, dafür gab es genug Weiber an der Uni, die dieses Klischee bereits ausführten, allen voran unsere Uni-Zicke Elena, die sich für etwas Besseres hielt. Vor allem für ihre aufgesetzte Schönheit war sie an der Uni bekannt, wie sich herausgestellt hat, ein Resultat von der Klinik ihrer Eltern. Auch meine führten eine solche Schönheitsklinik, aus der ich mir jedoch nicht viel machte. Einzig und allein war mir bewusst, dass beide Kliniken gegeneinander konkurrierten. »Ach, hier steckt ihr!«, ertönte eine weibliche Stimme hinter uns. Wir drehten uns um und sahen Kathi auf uns zulaufen. Sie war die Dritte im Bunde und anders als Jasmin oder ich recht schüchtern und zurückhaltend. Ich hatte, trotz meiner einundzwanzig Jahre, lange gebraucht, um mich überhaupt für das Studieren zu entscheiden. Letztendlich fiel meine Wahl auf das Fach Germanistik. Auch Kathi und Jasmin studierten genau das Gleiche, wie ich und fingen mit mir im selben Jahrgang an. Inzwischen waren wir seit knapp eineinhalb Jahren an der Uni und würden heute unser drittes Semester beginnen. Während Kathi und ich im Studentenwohnheim etwas abseits des Uni-Geländes lebten, wohnte Jasmin daheim bei ihrer chaotischen Mutter. Eigentlich hätte ich auch zu Hause wohnen können, doch zusammen mit meinem Bruder unter einem Dach zu leben, war mir nicht ganz geheuer, zumal er fast ständig seine Kumpels mit nach Hause brachte. Da unsere Eltern sich so gut wie nie daheim blicken ließen, zog ich es irgendwann dann doch lieber vor, unabhängig zu leben, ohne meine geliebte Familie. »Los, kommt. Die erste Vorlesung beginnt gleich«, rief Kathi hektisch und zog uns mit über den Hof und in das Gebäude hinein. »Streberin«, kommentierte Jasmin ihr Verhalten und lachte. »Das hab ich gehört!«, knurrte sie, während wir die überfüllten Gänge der Uni entlanggingen, ich den vertrauten Geruch einatmete und für einen kurzen Moment die Augen schloss. Obwohl das Studentenleben oft anstrengend war, genoss ich jede freie Minute. Ich bekam die Chance das zu studieren, wonach ich lange suchte, besaß wunderbare, manchmal durchgeknallte Freunde und doch ein sehr erfülltes Leben. Wäre da nicht mein leidiges Single-Dasein. Während viele auf der Uni ihre Partner kennenlernten, sich nicht selten Hals über Kopf verlobten und wieder entlobten, verkroch ich mich lieber hinter meinen Arbeiten und Aufträgen. Es war nicht so, dass ich mich als prüde bezeichnen würde, was das Liebesleben anging, aber ich ließ mich nicht für einen billigen One-Night-Stand herhalten oder verliebte mich zu schnell. Meine letzte Beziehung lag fast ein Jahr zurück. Ob sie es wert war, hier erwähnt zu werden, wagte ich einmal stark zu bezweifeln. Denn sie artete in einem regelrechten Rosenkrieg aus, was man eigentlich nur von Promis her kannte. Ich hatte einige Zeit gebraucht, um mich davon wieder zu erholen und genoss seitdem meine Unabhängigkeit in vollen Zügen. Ein paar kleinere Flirts waren mir gerne willkommen, doch wenn es zu ernst wurde, ging ich auf Abstand. Meine erste und bisher einzige große Liebe lag Jahre zurück. Um genau zu sein, konnte man wohl im Kindergartenalter noch nicht von Liebe reden, aber dennoch hatte auch ich schon einmal die...



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