Lindsay | Sinnliche Stunden in deinen Armen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1974, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Lindsay Sinnliche Stunden in deinen Armen


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7337-2370-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1974, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2370-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie ist die Frau seines Lebens - und Prinz Thierry verbringt mit ihr Stunden voller Leidenschaft. Doch er weiß, dass es mit seiner süßen Angel keine gemeinsame Zukunft geben kann. Während er alle Höhen der Lust erlebt, wartet seine Braut auf ihn: eine Frau, die er erst einmal gesehen hat. Die arrangierte Ehe dient nur dem Zweck, den Frieden in seinem Land zu sichern. Schweren Herzens muss er Angel verlassen - ohne zu ahnen, dass sie nicht vorhat, einfach so aus seinem Leben zu verschwinden ...



Die in Neuseeland geborene Schriftstellerin hat sich schon immer für das geschriebene Wort begeistert. Schon als Dreizehnjährige war sie eine echte Leseratte und blätterte zum ersten Mal fasziniert die Seiten eines Liebesromans um, den ihr eine ältere Nachbarin ausgeliehen hatte. Romantische Geschichten inspirierten Yvonne so sehr, dass sie bereits mit fünfzehn Jahren ihren ersten Roman verfasste - der jedoch irgendwo in der Versenkung verschwand. Das Schreiben blieb zunächst ihre Freizeitbeschäftigung. Yvonne arbeitete als Sekretärin und Vertriebsangestellte, heiratete den Mann, den sie während eines Blind Dates kennengelernt hatte, und bekam zwei Kinder. Dann begegnete sie Susan Napier, und die Karriere als Autorin begann. Yvonne tauschte sich so oft wie möglich mit befreundeten Schriftstellerinnen aus, die dieselben Träume und Hoffnungen hegten. Und sobald sie sich ernsthaft aufs Schreiben konzentrierte und ihre Romane vollendete, wurde sie prompt für mehrere ausgezeichnet! Heute ist Yvonne dort angekommen, wo sie schon immer sein wollte. Sie glaubt an die Macht der Liebe, die unser Leben stark beeinflusst, und fängt diesen Zauber in ihren mitreißenden Romanen immer wieder neu ein. Wenn Sie mehr über Yvonne Lindsay erfahren möchten, besuchen Sie die Website der Autorin: www.yvonnelindsay.com
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1. KAPITEL

„Bist das nicht du?“

Mila streifte sich eine widerspenstige Locke ihres langen schwarzen Haares aus dem Gesicht und löste irritiert den Blick von den Notizen, die sie gerade zu Papier brachte.

„Wo?“, fragte sie ihre Freundin.

„Hier, im Fernsehen!“

Mila sah zu dem Flachbildschirm hinüber, aus dem die aktuellen Entertainment-News flimmerten, denen ihre beste Freundin so gebannt zusah. Milas Magen zog sich zusammen. Dort prangten, für alle Welt sichtbar, die scheußlichen offiziellen Fotos, die bei ihrer Verlobung mit Prinz Thierry von Silvanien vor sieben Jahren aufgenommen worden waren. Übergewichtig, mit Zahnspange und einem Haarschnitt, der an einem Pariser Model so entzückend, aber an einer unbeholfenen achtzehnjährigen Prinzessin weit weniger vorteilhaft gewirkt hatte. Sie zuckte zusammen.

„Ich weiß, das sieht nicht ganz genau nach dir aus, aber du bist es doch, oder? Prinzessin Mila Angelina von Erminien? Ist das wirklich dein Name?“, fragte Sally mit Nachdruck und warf Mila einen durchdringenden Blick zu, während sie mit dem Finger auf den Bildschirm zeigte.

Es zu bestreiten hatte keinen Zweck. Mila unterdrückte ein Schaudern und senkte den Kopf. Sie blickte wieder hinab auf die Notizen für ihre Doktorarbeit, die sie wahrscheinlich nicht würde abschließen dürfen, aber ihre Konzentration war dahin. Wie würde ihre Freundin auf diese Neuigkeit reagieren?

„Du heiratest einen Prinzen?“

Mila konnte nicht mit Sicherheit sagen, ob Sally so aufgebracht war, weil Mila mit einem Prinzen verlobt war, oder weil sie ihre beste Freundin nie in das Geheimnis ihrer wahren Herkunft eingeweiht hatte. Seufzend legte sie den Stift beiseite. Als eher wenig berühmte Prinzessin eines winzigen europäischen Königreichs war ihr Leben seit ihrer Ankunft in den USA vor sieben Jahren unauffällig verlaufen, doch jetzt war es an der Zeit, sich der Realität zu stellen.

Sie kannte Sally seit ihrem ersten Jahr am Institut für Technologie Massachusetts, und obwohl ihre Freundin manchmal etwas überrascht gewesen war, dass Mila – oder Angel, wie sie hier in Amerika hieß – eine Anstandsdame hatte und draußen auf Schritt und Tritt von einer Gruppe Leibwächter begleitet wurde, hatte Sally diese Umstände ohne zu fragen akzeptiert. War Sally doch ihrerseits Erbin eines IT-Milliardärs, und ihr Leben unterlag ähnlichen Zwängen. Die beiden Mädchen hatten sich sofort zueinander hingezogen gefühlt.

Nun war es an der Zeit, ihrer besten Freundin die Wahrheit zu sagen. Wieder seufzte Mila. „Ja, ich bin Mila Angelina von Erminien, und ja, ich bin mit einem Prinzen verlobt.“

„Und du bist eine Prinzessin?“

„Ich bin eine Prinzessin.“ Mila hielt den Atem an, während sie auf die Reaktion ihrer Freundin wartete. Würde sie verärgert sein? War ihre Freundschaft in Gefahr?

„Es kommt mir zwar so vor, als würde ich dich kaum kennen, aber mal im Ernst, das ist so cool“, schwärmte Sally.

Vor Erleichterung lachend rollte Mila mit den Augen. Ausgerechnet diese Reaktion hatte sie von Sally mit ihrer unverblümten Art nicht erwartet.

„Ich hatte schon immer das Gefühl, dass es Dinge gibt, von denen du mir nichts erzählst.“ Sally ließ sich neben Mila auf die Couch fallen. „Und, wie ist er so?“

„Wer?“

Nun war es Sally, die mit den Augen rollte. „Der Prinz natürlich. Komm schon, Angel, du kannst es mir ruhig erzählen. Dein Geheimnis ist bei mir sicher. Obwohl ich schon ein bisschen beleidigt bin, dass du mir nichts von ihm erzählt hast oder davon, wer du wirklich bist, in den letzten … warte mal, sieben Jahren!“

Mit einem Lächeln schwächte Sally ihre Vorwürfe ab, trotzdem spürte Mila, dass ihre Freundin ein wenig gekränkt war. Wie sollte Mila ihr auch glaubhaft erklären, dass sie den Mann, mit dem sie verlobt war, bisher kaum kannte? Ein formelles Treffen, bei dem sie so schüchtern gewesen war, dass sie kaum in der Lage gewesen war, dem Mann in die Augen zu sehen, gefolgt von sporadischen und ebenso formellen Briefen über die Diplomatenpost hatten herzlich wenig zur Vertiefung ihrer Beziehung beigetragen.

„Ich … ich weiß nicht genau, wie er ist.“ Mila nahm einen tiefen Atemzug. „Aber ich habe ihn gegoogelt.“

Ihre Freundin brach in lautes Gelächter aus. „Du hast ja keine Ahnung, wie verrückt das jetzt klingt. Du lebst in einer echten Märchenwelt, weiß du? Europäische Prinzessin, im Kindesalter – gut, zumindest im Alter von achtzehn Jahren – ist einem zurückgezogen lebenden Prinzen aus dem Nachbarreich versprochen.“ Sally griff sich in einer dramatischen Geste ans Herz. „Das ist so romantisch! Und alles, was du dazu zu sagen hast, ist, dass du ihn gegoogelt hast?“

„Wer klingt jetzt verrückt, du oder ich? Ich heirate ihn aus Verpflichtung meiner Familie und meinem Land gegenüber. Erminien und Silvanien stehen seit fünfzehn Jahren miteinander auf Kriegsfuß. Durch meine Heirat mit Prinz Thierry soll dieser Zustand beendet und unsere beiden Nationen vereint werden, wenn man überhaupt daran glaubt, dass es so einfach sein kann.“

„Aber willst du denn keine Liebe?“

„Natürlich will ich Liebe.“

Liebe. Das war alles, was Mila je gewollt hatte. Doch Liebe war etwas, das sie nicht erwarten durfte. Seit ihrer Geburt war sie darauf vorbereitet worden, nicht mehr zu sein als ein politischer Joker, der zum größten Vorteil ihres Landes eingesetzt werden konnte. Schnell hatte sie bemerkt, dass Liebe hinter Pflichtgefühl zurückstecken musste. Was ihre Verlobung anbetraf, war Mila nie um ihre Einwilligung gebeten worden. Die Ehe war ihr als Verpflichtung auferlegt worden, und Mila hatte es akzeptiert. Was wäre ihr auch anderes übrig geblieben?

Das Treffen mit dem Prinzen damals hatte sie in schrecklicher Erinnerung. Sechs Jahre älter als sie, gebildet, charismatisch und vor Selbstbewusstsein strotzend, war er alles, was sie nicht gewesen war. Auch der hastig verborgene Ausdruck der Bestürzung auf seinem Gesicht, als sie einander vorgestellt wurden, war Mila nicht entgangen. Zugegeben, besonders hübsch hatte sie zu der Zeit nicht ausgesehen, aber es hatte sie trotzdem geschmerzt, dass sie offenbar nicht die Braut war, die er sich erhofft hatte. Genau wie sie war auch er nur eine Schachfigur in dem Plan, den ihre jeweiligen Regierungen ausgeheckt hatten, um die Feindschaft zu begraben, die zwischen beiden Nationen schwelte.

Mila rieb sich mit dem Finger zwischen den Augenbrauen, um das quälende Pochen, das sich dort eingestellt hatte, zu lindern.

„Natürlich will ich Liebe“, wiederholte sie, diesmal sanfter.

Sie fühlte Sallys Hand auf ihrer Schulter. „Es tut mir leid. Ich weiß, ich sollte keine Späße darüber machen.“

„Ist schon okay.“ Mila fasste die Hand ihrer Freundin und drückte sie.

„Und wie kam es, dass du hierher zum Studieren gekommen bist? Wenn Frieden das Ziel war, hättet ihr beiden dann nicht so bald wie möglich heiraten sollen?“

Wieder sah Mila vor ihrem geistigen Auge den Blick des Prinzen, als sie sich zum ersten Mal begegnet waren. Ein Blick, der ihr klargemacht hatte, dass sie hart an sich würde arbeiten müssen, wenn sie wollte, dass er jemals etwas anderes in ihr sah als die Erfüllung seiner Pflichten. Sie musste ihre Ausbildung beenden, um ihm eines Tages eine ebenbürtige und angemessene Partnerin zu sein. Glücklicherweise hatte ihr Bruder, König Rocco, den Blick des Prinzen ebenfalls bemerkt, und als sie ihm später unter Tränen von ihrem Plan berichtet hatte, war er einverstanden gewesen.

„Wir sind übereingekommen, an meinem fünfundzwanzigsten Geburtstag zu heiraten.“

„Das ist ja schon am Ende des nächsten Monats.“

„Ich weiß.“

„Aber du hast doch deine Doktorarbeit noch nicht fertig.“

Mila dachte an all die Opfer, die sie in ihrem Leben bisher erbracht hatte. Ihre Doktorarbeit nicht zu Ende zu bringen, würde eines davon sein. Obwohl ihr Bruder darauf bestanden hatte, dass sie wenigstens einige Seminare in Politikwissenschaft besuchte, lag der Schwerpunkt ihres Studiums bei den Umweltwissenschaften, einem Thema, das dem Prinzen sehr am Herzen lag, wie Mila in Erfahrung gebracht hatte. Nach einigen Jahren des Studiums schlug jetzt auch ihr Herz dafür. Ihm ohne ihren Doktortitel in der Hand gegenüberzutreten, war ein schmerzvoller Gedanke, aber das würde sie wegstecken müssen. Gerade wollte Mila eine Antwort formulieren, als ihre Freundin plötzlich abgelenkt wurde.

„Oh, mein Gott, er sieht einfach umwerfend aus!“

Mila prustete vor Lachen. „Ich weiß, wie er aussieht. Ich habe ihn gegoogelt, weiß du noch?“

„Nein, schau doch mal, er ist gerade im Fernsehen. Er ist in New York auf diesem Umweltgipfel, von dem Professor Winslow uns erzählt hat.“

Milas Kopf schnellte in die Höhe. „Prinz Thierry ist hier? In den USA?“

Sie richtete ihren Blick auf den Bildschirm und stellte fest, dass es stimmte. Da war er tatsächlich, älter, als sie ihn in Erinnerung hatte und – wenn das überhaupt möglich war – noch attraktiver als damals. Ihr Herz begann, wie wild zu klopfen, und eine Welle von Gefühlen schnürte ihr die Kehle zu. Angst, Anziehung, Sehnsucht.

„Du wusstest nicht, dass er kommt?“

Mila riss ihren Blick vom Bildschirm los und bemühte sich um einen beiläufigen Tonfall. „Nein, wusste ich nicht. Aber das ist in Ordnung.“

„In Ordnung? Du denkst, es ist in Ordnung?“, fragte Sally mit...



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