E-Book, Deutsch, Band 35, 448 Seiten
Reihe: Baccara Gold
Lindsay / Wright / Lewis Baccara Gold Band 35
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-1662-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Sonne, Strand und Millionäre
E-Book, Deutsch, Band 35, 448 Seiten
Reihe: Baccara Gold
ISBN: 978-3-7515-1662-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
SINNLICH WIE DAS MEER BEI NACHT von YVONNE LINDSAY
Jacks heißer Kuss am Meer weckt Lilys Sehnsucht erneut: Als Teenager scheiterte ihre Liebe an einer Intrige. Jetzt nimmt Lily die Einladung auf seine Jacht an - doch ihre Verführung gehört zu einem Racheplan, den der Millionär gegen sie und ihre Familie geschmiedet hat ...
KÜSS MICH, MEIN RETTER von LAURA WRIGHT
In letzter Sekunde wurde Sophia vor dem Ertrinken gerettet. Als sie neben ihrem Retter am Strand liegt, gibt sie sich ihm spontan hin - doch ihren Namen will sie nicht verraten. Als der attraktive Fremde darauf besteht, reagiert Sophie empört: Denkt dieser Mann, er wäre hier König?
DIE RACHE DES MILLIARDÄRS von JENNIFER LEWIS
Als Milliardär kehrt Declan Gates in seine Heimatstadt zurück, um sich an seiner Ex-Freundin zu rächen. Beim Wiedersehen mit Lily fliegen die Fetzen - und ein gemeinsamer nächtlicher Spaziergang am Strand endet in einer heißen Umarmung. Trotzdem gibt Declan seine Pläne nicht auf ...
Die in Neuseeland geborene Schriftstellerin hat sich schon immer für das geschriebene Wort begeistert. Schon als Dreizehnjährige war sie eine echte Leseratte und blätterte zum ersten Mal fasziniert die Seiten eines Liebesromans um, den ihr eine ältere Nachbarin ausgeliehen hatte. Romantische Geschichten inspirierten Yvonne so sehr, dass sie bereits mit fünfzehn Jahren ihren ersten Roman verfasste - der jedoch irgendwo in der Versenkung verschwand. Das Schreiben blieb zunächst ihre Freizeitbeschäftigung. Yvonne arbeitete als Sekretärin und Vertriebsangestellte, heiratete den Mann, den sie während eines Blind Dates kennengelernt hatte, und bekam zwei Kinder. Dann begegnete sie Susan Napier, und die Karriere als Autorin begann. Yvonne tauschte sich so oft wie möglich mit befreundeten Schriftstellerinnen aus, die dieselben Träume und Hoffnungen hegten. Und sobald sie sich ernsthaft aufs Schreiben konzentrierte und ihre Romane vollendete, wurde sie prompt für mehrere ausgezeichnet! Heute ist Yvonne dort angekommen, wo sie schon immer sein wollte. Sie glaubt an die Macht der Liebe, die unser Leben stark beeinflusst, und fängt diesen Zauber in ihren mitreißenden Romanen immer wieder neu ein. Wenn Sie mehr über Yvonne Lindsay erfahren möchten, besuchen Sie die Website der Autorin: www.yvonnelindsay.com
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2. KAPITEL
Lee Santori stand auf dem Vorschiff seiner 43 m langen Jacht Samoa und badete im Sonnenlicht des frühen Tages. 27 Grad um sieben Uhr morgens waren nichts Ungewöhnliches für den Sommer in Florida. Hinter dem Strand ragte die Skyline von Miami in den Himmel, Glastürme blitzten golden im Licht der aufgehenden Sonne. In Lees Rücken lag Fisher Island, der Stammsitz der Schönen und Reichen. Um ihn wogte der Atlantische Ozean, den er vor gerade erst zwei Wochen auf der Samoa überquert hatte, um von Portugal, wo er den Winter verbracht hatte, in die USA zurückzukehren.
Er war froh, endlich auf dieser Seite des Atlantiks angekommen zu sein. So war er auch die Frau losgeworden, die ihm ungebeten durch ganz Europa gefolgt und überall aufgetaucht war, wo er sich niederließ. Sie hatte behauptet, eine Prinzessin im Exil zu sein und aus einem kleinen Land auf dem Balkan zu stammen. Ihren Worten zufolge hatte sie vor einem Aufstand fliehen müssen, aber Lee bezweifelte, dass die Geschichte stimmte.
Jetzt war er sie los, und er konnte an nichts anderes mehr denken als an jene andere Frau, die auf der Hochzeit seine Aufmerksamkeit erregt hatte. Azure hieß sie. Azure wie Azur, die Farbe des Meeres bei Sonnenuntergang. Azur, die Farbe des Himmels am Mittag, die Farbe seiner Lieblingskreide, als er noch ein Kind war.
Lee atmete tief ein und machte einen Hechtsprung in das kühle, funkelnde Wasser der Biscayne Bay. Während er auftauchte, hatte er das Gefühl, in einer riesigen azurblauen Blase zu schwimmen. Was ihn nur daran erinnerte, wie schief die ganze Sache mit der einzigen Frau, die ihn im Augenblick interessierte, gelaufen war.
Der sanfte Klang der Schiffsglocke ertönte.
„Frühstück ist fertig“, rief Fleck vom Deck zu ihm herunter.
Lee schwamm mit kraftvollen, sicheren Stößen zum Schiff zurück und kletterte die Leiter empor. Er konnte sein Glück, all das zu besitzen, noch immer nicht fassen. Bis heute fühlte er sich mit dem sorglosen Leben, das er seit dem Verkauf seiner Firma führte, nicht vollkommen wohl. Aber das würde sich ändern. Er hatte große Pläne.
Fleck, ein Bekannter von Lees Collegefreund Slade, der gebaut war wie ein Schneepflug, grinste Lee breit an. Die ungekämmten, von der Sonne fast weiß gebleichten Haare standen ihm wild vom Kopf ab. „Sieht nach Shrimps und Rührei aus, Kumpel.“
Lee schüttelte sich das Wasser aus dem Haar. Die Tropfen fielen auf das Teakholzdeck der Jacht und glitzerten in der Sonne wie Diamanten. Der schweigsame Steward reichte ihm ein Handtuch. Während Lee sich abtrocknete, sagte er: „Ich weiß doch, dass das dein Lieblingsfrühstück ist. Ich habe angeordnet, dass du jeden Morgen deine Shrimps bekommst, solange du hier bist.“
„Du weißt, wie man Gäste behandelt.“ Fleck schlug ihm auf den Rücken, und sie gingen zu einem kleinen runden Tisch hinüber, der auf dem Heck stand. Zwischen dem frischen Blumengesteck und dem feinen Porzellanservice lag ein weiterer ungeöffneter Brief von Lees Vater. Er ignorierte ihn, so wie er seinen Vater und alles, was mit ihm zu tun hatte, seit einiger Zeit ignorierte.
„Ich habe mich gefragt“, erzählte er Fleck zögerlich, „ob du vielleicht Lust hättest, dauerhaft an Bord zu bleiben.“
„Als Teil der Sicherheitsmannschaft?“
„Nein, ich bin inkognito in Miami unterwegs und brauche kein weiteres Personal. Ich dachte, du willst vielleicht Geschäftsführer meines neuen Projekts werden.“
Fleck wirkte verblüfft. „Ehrlich? Du meinst diese Biokost-Geschichte?“
„Ganz genau.“ Lee trank seinen frisch gepressten Orangensaft aus und schob sich eine Gabel Rührei in den Mund.
„Wie komme ich zu der Ehre? Ich bin nur ein nichtsnutziger Surfer!“
„Da hatte unser gemeinsamer Freund Slade Braddock seine Finger im Spiel. Er hat mir versichert, dass du aus dem Rabaukenalter raus bist. Außerdem hat er mir erzählt, wie gut du die Ferienanlage an der Westküste geleitet hast, ehe sie bankrott ging.“
Flecks Miene verdüsterte sich für einen Moment. „Danach blieb mir nichts anderes mehr als das Surfen. Bis der Unfall passiert ist, habe ich so gut wie jeden Strand der Welt gesehen.“
Slade hatte Lee alles über den Motorradunfall erzählt, der Fleck über einen Monat lang ans Bett gefesselt und all seine Ersparnisse verschlungen hatte. Da Fleck nun pleite war, hatte Lee ihm den Job auf der Jacht angeboten. Eigentlich hatte das Angebot nur bis zu Slades Hochzeit mit Karma gegolten. Doch da hatte Lee bereits gemerkt, was in Fleck steckte. Sein neuer Angestellter war scharfsinnig und hatte einen bodenständigen Geschäftssinn, den sein lockerer Lebensstil und sein loses Mundwerk kaum verbergen konnten.
„Bist du bereit, dich niederzulassen?“, fragte Lee.
„Voll und ganz.“
„Ich will meine erste Grassy-Creek-Filiale hier in Miami eröffnen. Und ich möchte, dass du von Anfang an dabei bist.“
Fleck sah noch überraschter aus. „Cool! Ist schon alles startklar?“
„Ich bleibe hier in Miami, um den Vertreter eines Samenlieferanten zu treffen, der am Mittwoch aus Südamerika eingeflogen kommt. Demnächst werde ich mich außerdem mit einem Mitarbeiter einer Unternehmensberatungsfirma treffen. Ich habe ein Ladengeschäft im Westen von Miami angemietet. Die Handwerker bauen es schon um. Vielleicht können wir es uns in den nächsten Tagen ja mal gemeinsam ansehen.“
„Jederzeit! Du bist ein toller Kerl, Lee, ehrlich.“
Lee war es peinlich, wenn man sich zu überschwänglich bei ihm bedankte. „Keine Ursache“, sagte er schroff und schob seinen Stuhl zurück.
„Gehst du weg?“
„Ich will an Land und nach den Handwerkern sehen. Aber vorher muss ich noch mit Paulette von Rent-a-Yenta reden. Sie hat die Sache mit dieser Azure O’Connor vermasselt.“
„Azure? Karmas verklemmte Schwester?“
„Ich glaube, so verklemmt ist sie gar nicht. Jedenfalls bin ich ihr gestern an einem FKK-Strand begegnet.“
Diese Nachricht schien Fleck nun wirklich aus den Socken zu hauen. „Was du nicht sagst! Und, wie sieht sie so aus unter dem Geschäftsanzug, den sie auf der Hochzeit anhatte?“
„Keine Ahnung. Ich war nicht in der Lage, viel zu erkennen.“
„In was für einer Lage warst du denn genau, Lee?“, hakte Fleck mit einem wissenden Grinsen nach.
„Um ehrlich zu sein glaube ich nicht, dass ich gute Chancen bei der Frau habe, das hat mir Paulette bestätigt. Azure hält mich für den letzten Abschaum.“
„Oh.“
„Ich habe mich auf Slades Rat hin bei Paulettes Partnervermittlung angemeldet. Seit ich reich bin, werde ich auf der ganzen Welt von Frauen gejagt. Sie riechen das Geld und mutieren zu Bestien. Es ist grauenhaft. Deshalb finde ich es eigentlich ganz interessant, ausnahmsweise mal der Jäger zu sein und nicht der Gejagte.“
Fleck lachte schallend. „Du Armer, wie schrecklich! Ich wünschte, ich hätte solche Probleme. Aber wie hast du es geschafft, dich inkognito bei Rent-a-Yenta anzumelden?“
„Ich habe einen falschen Namen angegeben. Lee Sanders.“
„Cool.“ Fleck wirkte beeindruckt, auch wenn Lee keinen Grund dazu sah.
Er hasste es, falsche Namen benutzen zu müssen, nur um seine Ruhe zu haben.
Als Lee weitersprach, wirkte er ernst. „Das Problem ist, dass ich kaum Frauen begegne, mit denen ich etwas gemeinsam habe. Sie sind selten ehrlich, und es ist fast unmöglich, herauszubekommen, ob sie es auf mein Geld abgesehen haben oder nicht. Ich bin jetzt 37. Ich will mich niederlassen. Also warum keine Partnervermittlung?“
Fleck zuckte die Schultern. „Ja, warum nicht …“
„Auf der Hochzeit saß Paulette neben dieser Eisprinzessin, die bis zum Ehegelöbnis mit ihrem Handy und ihrem Palm herumgespielt hat. Als ich gerade dachte ‚Wie kaltherzig muss man eigentlich sein, um sich nicht mal ein paar Minuten Zeit für eine Hochzeit zu nehmen‘, stecke sie ihren Palm weg, und ich sah, wie eine Träne ihre Wange hinunterlief. Die Frau hat also doch kein Herz aus Eis.“
„Und was soll das heißen?“, fragte Fleck und nahm sich ein frisches Croissant.
„Dass sich unter der harten Schale ein weicher Kern verbirgt. Sie hat gemerkt, dass ich sie beobachte, und sie hat mir direkt in die Augen gesehen. Ich könnte schwören, dass es gefunkt hat.“ Er wusste nicht, wie er seine Hingezogenheit zu Azure beschreiben sollte, oder das Verständnis, das er für ihre Situation hatte. Und auf keinen Fall wollte er zugeben, dass er das Bedürfnis hatte, dieser Frau nahe zu sein und für sie zu sorgen, denn er war sich sicher, dass Fleck es nicht verstehen würde.
Wie zur Bestätigung sagte Fleck ruppig: „Na, dann erzähl mal, wie du ihr zufällig am FKK-Strand begegnen konntest.“
Lee zwang sich, Azures einsame Träne zu vergessen. „Ich habe Paulette über sie ausgequetscht. Es stellte sich heraus, dass Azure ihre Cousine und Karmas Schwester ist. Paulette hat bei der Hochzeit versucht, ein Gespräch zwischen uns in Gang zu bringen, aber Azure hat sich davongemacht. Danach habe ich Paulette gebeten, ein Date für den nächsten Tag zu arrangieren. Sie schlug vor, dass ich einfach zu Haulover Beach fahre. Sie wollte Azure überreden, auch hinzugehen.“
Lee beschloss, Fleck nicht zu erzählen, wie aufgeregt er auf dem Weg zum Strand gewesen war und dass ihm Azures herzförmiges Gesicht und ihr sinnlicher Körper seitdem nicht mehr aus dem Kopf gingen. „Als ich sah, dass es sich um einen FKK-Strand handelte, dachte...




