Littauer | Einfach typisch! | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 224 Seiten

Littauer Einfach typisch!

Die vier Temperamente unter der Lupe
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-96122-113-4
Verlag: Gerth Medien
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die vier Temperamente unter der Lupe

E-Book, Deutsch, 224 Seiten

ISBN: 978-3-96122-113-4
Verlag: Gerth Medien
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Haben Sie auch schon mal Ihr Auto im Parkhaus vergessen? Oder sind Sie mehr der Typ, der sogar den Urlaubskoffer nach einem exakten Plan packt und nie etwas vergisst? Von den vier Temperamentstypen - Sanguiniker, Choleriker, Melancholiker und Phlegmatiker - haben Sie bestimmt schon etwas gehört. Aber wussten Sie auch, dass es richtig Spaß machen kann, etwas über Ihr eigenes Temperament herauszufinden? Ein umfassender Temperaments-Test und viele humorvolle Anekdoten führen Sie auf unterhaltsame Weise an jedes Temperament und seine besonderen Eigenschaften heran. Dabei können Sie auch Ihr ganz individuelles, unverwechselbares Persönlichkeitsprofil erkennen. Einfühlsam und prägnant verdeutlicht die Autorin, wie die jeweiligen Temperamentsanteile Ihre ganze Lebensauffassung beeinflussen. Sie erfahren, wie Sie Ihre persönlichen Stärken ausbauen und die Schwächen abmildern können - und ganz nebenbei wird auch Ihr Verständnis für die Eigenheiten Ihrer Mitmenschen wachsen. Dies ist kein Buch, durch das Sie sich mühsam hindurcharbeiten müssen, sondern auf anschauliche Art und Weise bekommen Sie ganz verblüffende Erkenntnisse über das Wesen 'Mensch' vermittelt.

Florence Littauer ist seit Jahren als Autorin des Bestsellers 'Einfach typisch' auch in Deutschland bekannt. Neben ihrer Autorentätigkeit hält sie Seminare zu den Themen 'Leiterschaft' und 'emotionale Gesundheit'. Sie lebt in den USA.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Sie sind einmalig

Haben Sie sich auch schon einmal vorgestellt, wie es wohl wäre, wenn Sie sich durch ein Wunder auf einmal in eine vornehme, gut gekleidete Person verwandeln würden, die nie stolpert, nichts verschüttet, sich gewählt ausdrückt und charmant und inspirierend ist? Schön, nicht wahr?

Doch wenn dieser Film vorüber ist, schalten wir leider unser Gehirn sofort wieder aus und fallen in das „Testbild“ unseres Lebens zurück. Und während wir den nichtssagenden Bildschirm vor unserem inneren Auge betrachten, fragen wir uns: Warum kann es nicht in Wirklichkeit so sein?

Der Kern zählt. Als Michelangelo sich anschickte, die berühmte Statue von David herzustellen, suchte er lange nach dem passenden Stück Marmor, weil er wusste: das Material bestimmt die Schönheit des fertigen Produktes. Er erkannte, dass er die Form, nicht jedoch den Stein verändern konnte.

Jedes Meisterstück, das er schuf, war einmalig. Selbst wenn er das gewollt hätte, er hätte nie zwei identische Stücke Marmor gefunden. Auch wenn er die Steine aus demselben Steinbruch geholt hätte, wären sie nicht genau gleich gewesen; ähnlich ja, aber nie gleich.

Jeder von uns ist einmalig. Wir alle bestehen aus einer Zusammensetzung von verschiedenen Zutaten, die uns von unseren Mitmenschen unterscheidet. Unser Leben lang haben Menschen an uns gemeißelt, geschliffen und poliert. Immer wenn wir dachten, wir wären ein fertiges Produkt, begann ein anderer damit, uns wieder umzuformen. Gelegentlich genießen wir einen Tag, an dem uns alle bewundern und uns auf die Schulter klopfen, aber an anderen Tagen werden wir ignoriert, analysiert oder gar verspottet.

Wir wurden alle mit unseren eigenen Temperamentsanteilen und Eigenschaften geboren, unserem „Rohmaterial“.

Manche von uns sind Granit, manche Marmor, manche Alabaster und andere Sandstein. Unser „Stein“ ändert sich nicht, aber unsere Form kann verändert werden. So ist es auch mit unserer Persönlichkeit! Wir beginnen alle mit unseren angeborenen Eigenschaften. Manche unserer Eigenschaften sind sehr schön und mit Goldadern durchzogen, andere dagegen sind matt und grau gefärbt. Unsere Lebensumstände, unser Intelligenzquotient, unsere Nationalität, unser Umfeld, die wirtschaftliche Situation und der elterliche Einfluss können unsere Persönlichkeit formen, aber der Stein – der Kern – bleibt der gleiche.

Mein Temperament ist mein wahres Ich, meine Persönlichkeit ist das Kleid, das ich mir überziehe. Ich kann morgens in den Spiegel schauen und ein blasses Gesicht, strähniges Haar und einen Körper mit „Rundungen“ sehen. Das bin wirklich ich. Glücklicherweise bin ich in der Lage, binnen einer Stunde Make-up aufzulegen und ein farbenfrohes Gesicht zu kreieren, mit dem Lockenstab Löckchen zu drehen und ein weites Kleid anzuziehen, um die etwas zu starken Rundungen zu verdecken. Ich habe meinen Körper genommen und etwas herausgeputzt, aber ich habe den Kern nicht dauerhaft verändert.

Wenn wir uns doch nur selbst durchschauen könnten und …

… erkennen, woraus wir gemacht sind,

… erkennen, wer wir wirklich sind,

… erkennen, warum wir so reagieren,

… erkennen, wo unsere Stärken liegen und wie wir sie hervorheben,

… erkennen, wo unsere Schwächen liegen und wie wir sie überwinden.

Wir können! Es ist möglich, sich selbst zu prüfen, seine Stärken aufzupolieren und seine Schwächen Stück für Stück abzubauen. Wenn wir wissen, wer wir sind und warum wir uns so benehmen, können wir beginnen, unser Innerstes zu verstehen, an unserer Persönlichkeit die Ecken und Kanten glattzufeilen und zu lernen, mit anderen auszukommen. Wir müssen nicht versuchen, jemanden zu imitieren, mehr zu scheinen als wir sind, oder über den „Stein“ jammern, aus dem wir gemacht sind. Aus dem Rohmaterial, das uns zur Verfügung steht, werden wir das Beste machen.

Seit ein paar Jahren ist man in der Lage, Duplikate von klassischen Statuen herzustellen. In Souvenirläden kann man Dutzende von Davids, ganze Regale voller Replika der Sphinx oder Büsten von Cleopatra finden – Imitationen en masse, aber es gibt nur eine Ausführung von Ihnen. Sie sind einmalig.

Wo fangen wir an? Haben Sie auch einen Michelangelo-Komplex? Sehen Sie manchmal Menschen als Rohmaterial an, das nur darauf wartet, durch Ihre Experten-Hände bearbeitet zu werden? Kennen Sie nicht auch mindestens einen Menschen, den Sie „so schön“ formen könnten, wenn er oder sie nur Ihren weisen Worten zuhören würde?

Wenn es möglich wäre, andere Menschen umzuformen, wären mein Gatte Fred und ich perfekt, weil wir gleich von Anfang an aufeinander herumgehackt und an uns herummanipuliert haben. Ich wusste genau, wenn er nur ein bisschen lockerer wird, werden wir eine gute Ehe führen und viel Spaß haben; er dagegen wollte, dass ich ordentlicher werde und mein Leben durchorganisiere.

Auf unserer Hochzeitsreise stellten wir fest, dass wir sogar verschiedene Ansichten darüber hatten, wie man Weintrauben isst. Ich war es gewohnt, einen großen Bund frischer, kühler Weintrauben neben mich zu legen und immer gerade die zu pflücken, die mir gefiel. Bis zu dem Tag, an dem ich Fred heiratete, wusste ich nicht, dass es „Weintrauben-Essregeln“ gibt. Mir war nicht bekannt, dass auch die einfachsten Freuden des Lebens nur auf eine – die richtige – Weise genossen werden dürfen. Fred hat die „Weintrauben-Essregel“ erstmals zur Sprache gebracht, als ich verträumt auf der Veranda eines Bungalows in Cambridge (Bermuda) saß und Weintrauben auf meine Art genoss. Ich hatte nicht bemerkt, dass Fred mein unsystematisches Traubenpflücken beobachtete, bis er fragte: „Magst du Weintrauben?“

„Oh, ich liebe Weintrauben!“

„Dann nehme ich an, du würdest gerne wissen, wie man Weintrauben richtig isst!?“

Das riss mich jäh aus meinen romantischen Träumen, und ich stellte die Frage, die von da an für mich eine tägliche Routine wurde: „Was habe ich falsch gemacht?“

„Du machst es nicht falsch; du machst es nur nicht richtig.“

Ich konnte den Unterschied zwar nicht recht erkennen, aber ich habe es auf seine Art ausgedrückt und gefragt:

„Was mache ich nicht richtig?“

„Jeder weiß, dass man sich einen kleinen Zweig mit Trauben abschneidet und sie dann isst. Schau her!“

Fred holte sein Nagelscherchen hervor, schnitt einen kleinen Zweig ab und legte ihn vor mich hin. Als er so vor mir stand und mich von oben herab anlächelte, fragte ich:

„Schmecken sie dadurch besser?“

„Es ist nicht der Geschmack. Es geht einfach darum, dass so der große Bund Trauben länger seine Form behält und besser aussieht. So wie du Weintrauben isst – einfach hier und da eine abzupfen – sieht der Traubenpergel wie ein gerupfter Igel aus. Sieh dir das doch einmal an, all diese kleinen, nackten Stiele!“

Ich habe mich auf der Veranda umgesehen, ob irgendwo versteckte „Trauben-Ess-Preisrichter“ herumsaßen; es waren keine da, und so sagte ich:

„Wen stört das schon?“

Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass man zu Fred niemals: „Wen stört das?“ sagen darf; dieser kurze Satz ließ ihn rot anlaufen und grunzen:

Mich stört es, und das sollte genügen!“

Fred kümmerte sich wirklich um jedes kleinste Detail, und meine Anwesenheit in seinem Leben schien alles durcheinanderzubringen. Um mir zu helfen, machte Fred sich mit großem Eifer daran, mich in Form zu bringen. Und anstatt Verständnis für seine Weisheit aufzubringen, habe ich versucht, seine Strategien zu sabotieren und ihn langsam aber sicher mir ähnlicher zu machen.

Jahrelang haben Fred und ich aneinander herumgefeilt, poliert und geschliffen, aber keiner hat den anderen in irgendeiner Art und Weise besser gemacht.

Erst als wir das Buch Spirit Controlled Temperament (Geisterfülltes Temperament) von Tim LaHaye lasen, wurden uns die Augen geöffnet: Jeder von uns hatte versucht, den anderen zu formen. Wir haben nicht erkannt, dass jemand „anders“ sein konnte und doch nicht „verkehrt“. Ich habe festgestellt, dass ich eine Sanguinikerin bin, die aufregende Dinge erleben muss, um richtig glücklich zu sein. Fred dagegen ist ein Melancholiker, der sein Leben seriös und geordnet führen möchte.

Als wir das Buch weiterlasen und die Wesenszüge tiefer untersuchten, erkannten wir, dass wir beide auch etwas von einem Choleriker hatten, einem Menschen, der immer recht hat und alles besser weiß. Kein Wunder, dass wir uns nicht vertragen haben und nicht miteinander auskamen! Wir hatten nicht nur unterschiedlichste Ansichten, was unsere Interessen im Leben betraf, sondern waren auch völlig gegensätzliche Persönlichkeiten. Dennoch wusste jeder von uns beiden, dass nur er recht hatte. Können Sie sich eine solche Ehe vorstellen?

Es war eine Erleichterung zu erkennen, dass noch Hoffnung für uns beide bestand. Wir waren und sind in der Lage, die Wesenszüge des anderen zu verstehen und seine Persönlichkeit zu akzeptieren.

Während sich unser Leben veränderte, begannen wir, die Wesenszüge zu erforschen, darüber zu lehren und zu schreiben. Dieses Buch ist das Ergebnis von 15 Jahren Seminartätigkeit, Persönlichkeitsberatung und täglicher Beobachtung am „lebenden Objekt“. Diese Erfahrung ergibt einen humorvollen...


Littauer, Florence
Florence Littauer ist seit Jahren als Autorin des Bestsellers "Einfach typisch" auch in Deutschland bekannt. Neben ihrer Autorentätigkeit hält sie Seminare zu den Themen "Leiterschaft" und "emotionale Gesundheit". Sie lebt in den USA.

Florence Littauer ist seit Jahren als Autorin des Bestsellers "Einfach typisch" auch in Deutschland bekannt. Neben ihrer Autorentätigkeit hält sie Seminare zu den Themen "Leiterschaft" und "emotionale Gesundheit". Sie lebt in den USA.



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