Lorenz | In der Seele ein Grauwolf (Heart against Soul 2) | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 260 Seiten

Reihe: Heart against Soul

Lorenz In der Seele ein Grauwolf (Heart against Soul 2)

Romantische Gestaltwandler-Fantasy in sechs Bänden
1. Auflage, Digital Original 2016
ISBN: 978-3-646-60282-1
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Romantische Gestaltwandler-Fantasy in sechs Bänden

E-Book, Deutsch, Band 2, 260 Seiten

Reihe: Heart against Soul

ISBN: 978-3-646-60282-1
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



**Folge der Fährte der Grauwölfe...** Endlich ist es Emma gelungen, das Geheimnis aufzudecken, das so lange zwischen ihr und Nate stand. Doch während sie sich ihm näher fühlt als je zuvor, scheint ihr normales Leben weiter entfernt, als sie es jemals für möglich gehalten hätte. Denn in ihrer Kleinstadt ist nun plötzlich sie diejenige mit dem Geheimnis. Und einem gefährlichen noch dazu. Verzweifelt versucht sie sich an ihr neues Leben zu gewöhnen, aber wie soll sie das Tier in sich kontrollieren, wenn sie noch nicht mal weiß, welche Bestie in ihr schlummert? //Textauszug: Ich rannte einfach los. Der Matsch spritzte in jede Richtung, als meine Schuhe auf den feuchten Boden trafen. Es hatte die ganze Nacht geregnet. Es dauerte nicht lange, bis mein Haar und die Anziehsachen vollkommen durchnässt waren. Aber es war mir egal. Ich spürte den Regen nicht und genau so wenig den Schmerz, als ich wegrutschte und auf mein Knie fiel. Ich spürte nur die Trauer, die nicht abklingen wollte. Es musste doch einen Weg geben, dem zu entgehen...// //Alle Bände der fantastischen Gestaltwandler-Reihe: -- Im Herzen ein Schneeleopard (Heart against Soul 1) -- In der Seele ein Grauwolf (Heart against Soul 2) -- In Gedanken ein Steinadler (Heart against Soul 3) -- Im Blut ein Schwarzbär (Heart against Soul 4) -- Im Wesen ein Löwe (Heart against Soul 5) -- In der Liebe ein Mensch (Heart against Soul 6) -- Heart against Soul: Alle 6 Bände in einer E-Box// Die »Heart against Soul«-Reihe ist abgeschlossen.

Anika Lorenz studiert und lebt in Berlin. Wenn sie nicht gerade bei schönem Wetter ihre Füße auf dem Tempelhofer Feld wärmt, ist sie auf dem Kunstmarkt an der Museumsinsel unterwegs. Immer dabei: ihr Notizbuch für Ideen und Eingebungen neuer Geschichten, die sie im alltäglichen Leben einfach überfallen. Wird ihr die Stadt doch mal zu viel, entspannt sie sich mit ihrem Hund bei einem ausgiebigen Waldspaziergang.
Lorenz In der Seele ein Grauwolf (Heart against Soul 2) jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1. KAPITEL


Oh … wie habe ich während dieser Zeit gehofft, dass du es bist.

Ich öffnete die Augen, Nates Worte schwirrten in meinem Kopf herum. Erst jetzt realisierte ich, dass ich doch noch eingeschlafen war.

Dieser Satz, dieser eine Satz, der deutlich machte, dass er Gefühle für mich hegte, hatte sich in mein Gedächtnis eingebrannt. Ja, ich war es, ich war die Gestaltwandlerin, nach der Nate gesucht hatte. Der Grund, warum er hierher in diese Kleinstadt gezogen war, die nicht viele Menschen als ihre Heimat auswählten. Es gab also kein Hindernis mehr zwischen uns. Alle meine Zweifel hatte er gestern ausgeräumt. Er empfand wirklich etwas für mich und ich … wenn ich ehrlich war, hatte ich auch schon seit langer Zeit Gefühle für ihn, viel länger, als ich mir eingestehen wollte. Auch das Geheimnis, wegen dem er mich auf Abstand haben wollte, existierte nicht mehr, seit ich wusste, was er war und was ich war. Wir waren beide Gestaltwandler, mit dem Unterschied, dass ich mich leider noch kein einziges Mal bewusst verwandelt hatte, bis jetzt nur während des Schlafs. Also wusste ich noch immer nicht, welches Tier ich war. Aber das war hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit und dann könnte ich mit Nate, Liam und Lana endlich in Tiergestalt durch die Wälder streifen. Natürlich erst, wenn ich mich einigermaßen unter Kontrolle hätte.

***

»Dana lässt dich schön grüßen.« Ich wollte meiner Grandma einen Kuss auf die Wange geben, aber sie wich zurück. Ich hatte vergessen, dass sie seit dem Tod meines Grandpas auf solche Liebesbekundungen allergisch reagierte.

Ich hatte meine Strategie geändert. Statt mit ihr über Nate und seine Freunde zu streiten, log ich sie regelmäßig an, so wie jetzt auch. Ich behauptete, dass die Arbeit bei Nate weiter ging, um die Vormittage ungestört bei ihm verbringen zu können und die Nachmittage verbrachte ich offiziell bei Dana oder Laura. Sie schöpfte keinen Verdacht. Das hoffte ich wenigstens.

»Möchtest du etwas essen? Ich habe Rührei gemacht. Es ist noch warm.« Sie strickte, während sie Radio hörte, und schaute starr auf ihre Nadeln.

»Ja, danke. Ich nehme mir was.« Ich holte mir einen Teller aus dem Küchenschrank, nahm mir etwas Rührei und setzte mich zu ihr an den Küchentisch.

Sie nickte leicht. »Anna hat mir gestern gesagt, dass sie wieder jemanden sucht. Möchtest du den Job bei dem Solter-Jungen nicht aufgeben?« Ich seufzte.

»Solange wir nicht fertig sind, werde ich dort nicht kündigen. Keine Sorge, lange wird es nicht mehr dauern«, versuchte ich sie zu beruhigen.

»Henry möchte nächsten Monat mit dem Dach beginnen.«

Ich nickte. »Super.« Aber sie war noch nicht fertig. »Bist du dir sicher, dass wir keinen Kredit aufnehmen wollen?«

»Mein Gehalt wird für die ersten beiden Semester reichen und dann können wir immer noch darüber nachdenken«, sagte ich.

»Aber du könntest dir einen Traum erfüllen und mit dem Geld eine Reise nach Europa machen. Du könntest die Sixtinische Kapelle, die Sagrada Familia und Häuser von Hundertwasser sehen.« Mein Mund klappte auf. Schlägt sie das gerade wirklich vor?

»Grandma, wir können nicht unser Haus in Zahlung geben, nur damit ich verreisen kann. Das kann ich einfach nicht tun.« Sie sah mich an und für einen Moment dachte ich Stolz in ihren Augen aufblitzen zu sehen. »Ich habe auch nach meinem Studium noch genug Zeit die Welt zu sehen.«

Ihre Stimme wurde laut. »Liegt das an diesem Nathan? Bist du in ihn verliebt?«

»Nein, nein!« Warum verstand sie es denn nicht? »Es geht hier um etwas viel Wichtigeres, nämlich um unser Haus.«

Bevor ich mich noch weiter mit ihr stritt, entschied ich mich lieber nach oben zu gehen. Ob das an ihrem Alter lag? Vielleicht wurde sie langsam wunderlich. Hoffentlich kam sie bald wieder zur Besinnung. Wenigstens hatten wir jetzt das Auto, das einige Zeit in der Werkstatt war, wieder und so hockte sie nicht den ganzen Tag keifend im Haus. Die Wochenenden wurden dadurch wesentlich erträglicher.

***

Am nächsten Tag fuhr ich zu Nate, mit dem Entschluss ihm zu vergeben. Nachdem er am Vortag so offen zu mir gewesen war, gab es keinen Grund weiter sauer auf ihn zu sein. Er hatte mir seine Gefühle offen gelegt, jetzt war ich an der Reihe ihm meine zu zeigen. Ich stieg gerade aus dem Ford aus, als mich Liam an der Hand packte. Mit voller Kraft zog er mich zur Beifahrerseite.

»Was machst du da?«, rief ich wütend.

»Steig ein«, befahl er und öffnete die Tür. Ich verschränkte die Arme und schaute ihn fragend an. »Was soll das?«, fragte ich.

»Ich erkläre es dir später. Erst fahren wir los. Die anderen wissen Bescheid.« Ich wusste, dass er nicht locker lassen würde, also gab ich nach. Was sollte denn auch Schlimmes passieren?

»Du hättest wenigstens mich fahren lassen können. Das ist mein Auto«, beschwerte ich mich, als wir uns auf der Landstraße befanden.

»Du kennst den Weg aber nicht.«

»Vielleicht doch, wenn du mir das Ziel sagen würdest.«

»Wir fahren ans Meer.« Ich schaute ihn zweifelnd an. »Wirklich? Und das ist mit den anderen abgesprochen?«

»Wir haben gedacht, du brauchst einen Tag, um abzuschalten.« Das hörte sich gar nicht schlecht an.

»Ich habe auch ein schönes Hotel rausgesucht, wo wir heute übernachten werden.«

»Ein Hotel?«, rief ich hysterisch. Ich konnte doch nicht mit ihm in ein Hotel gehen.

»Klar, gib es doch zu. Du wolltest dir schon immer mit mir ein Zimmer teilen. Diese erotische Spannung zwischen uns ist kaum mehr auszuhalten.« Meinte er das ernst? Doch dann sah ich sein grinsendes Gesicht und wusste, hoffte, dass er nur Spaß machte.

»Vorher gibt es aber Frühstück. Ich habe einen Riesenhunger«, entschied er.

Mir gefiel es ganz und gar nicht, dass ich weder wusste wohin es ging, noch, ob ich ein Zimmer oder sogar ein Bett mit ihm teilen musste. Liam war unberechenbar. Einerseits gefiel mir diese Charaktereigenschaft, andererseits machte sie mir auch Angst.

»Emma, es geht darum einmal loszulassen, die Kontrolle herzugeben, dein Ich zu verlieren, so wie es auch bei deiner ersten Verwandlung sein wird. Sieh es einfach als nette Übung an.« Das beruhigte mich in keiner Weise.

»Dann muss ich aber meine Grandma anrufen.« Ich nahm mein Handy aus der Hosentasche und war gerade dabei ihre Nummer anzuwählen, als Liam es mir wegnahm. Ohne zu zögern, schmiss er es einfach aus dem Fenster.

»Hey!«, brüllte ich und schaute zurück. »Halt sofort an!«

»Die Regel hatte ich wohl noch nicht erwähnt. Handys sind verboten.«

»Ja, aber du hättest es doch nicht gleich aus dem Fenster werfen müssen.«

»Lass los«, wiederholte er dreimal und sah mich ganz merkwürdig dabei an. Den Blick hatten bestimmt auch Sektenführer drauf, die gerade Unschuldige bekehren wollten. Je früher ich mich auf sein Spiel einließ, desto schneller würde ihm langweilig werden und er würde aufhören mich zu ärgern … hoffentlich.

»Meine Grandma wird mich umbringen, wenn ich nicht nach Hause komme.«

»Nicht, wenn ich es vorher mache.«

Wir fuhren auf den Parkplatz eines gewöhnlichen Diners, der ein Magnet für Trucker zu sein schien.

»Frühstück!«, rief er glücklich.

Es war nicht viel los. Gerade einmal drei Gäste saßen verteilt im rechteckigen Raum. Eine Kellnerin mit minzgrüner Arbeitskleidung schenkte uns noch nicht einmal ein Lächeln, sondern tippte lieber auf ihrem Handy herum. Die Speisekarten befanden sich schon auf dem Tisch. So musste sich die Frau noch weniger bewegen. Liam riskierte einen Blick in die Karte.

»Ach, das hört sich alles so lecker an. Ich glaube, ich bestelle einfach die gesamte Frühstückskarte.« Ich, naiv wie ich war, hielt das für einen Scherz und suchte mir die Pancakes aus. Irgendwann schien der schwarzhaarigen Frau ihr Handy zu langweilig geworden zu sein und sie setzte sich in Bewegung.

»Was darf's sein?«, fragte sie monoton, während sie auf ihren Notizblock schaute. »Ich hätte gerne einmal alle Frühstücksgerichte«, bestellte er. Ich riss die Augen auf. »Ach, und dazu einen Kaffee.« Liam schaute zu mir und die Kellnerin tippte ungeduldig mit dem Kugelschreiber auf den Block. Irgendwann warf sie mir einen genervten Blick zu, als ich immer noch nichts sagte.

»Haben Sie sich entschieden oder brauchen Sie noch etwas Zeit?« Völlig überrascht, dass sie, anstatt Liam für verrückt zu erklären, mich anblaffte, kam ich ins Stottern.

»Ich … ich … ich nehme das Gleiche. Nein, Quatsch. Ich wollte sagen, ich teile es mit ihm und einen O-Saft bitte.« Zufrieden konnte sie sich endlich von uns abwenden und marschierte davon.

»Was ist?«, fragte Liam, als ich ihn böse anschaute. »Wirklich? Die ganze Frühstückskarte?«

»Ich habe Hunger und wenn du so weiter machst, bekommst du nichts davon ab.« Der Tisch reichte nicht für Liams Bestellung, also musste die Kellnerin sogar noch mehr Einsatz zeigen und einen Tisch dazu stellen. Sie war davon ganz und gar nicht begeistert, aber sie maulte wenigstens nicht herum. Ich nahm einen Schluck aus meinem Glas und legte mir einen Pancake auf den Teller. Die Butter darauf fing schon langsam an zu schmelzen, während ich immer noch die Massen an Essen betrachtete.

»Das ist viel zu viel.«

»Und wenn schon. Ich habe es satt mich immer entscheiden zu müssen. Warum kann ich nicht wenigstens im Restaurant alles haben?« Darauf fiel mir nichts mehr ein. Lieber – als Liam beim Essen zuzuschauen konzentrierte ich mich auf mein eigenes. Ein großer Klecks Ahornsirup landete auf meinem...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.