Buch, Deutsch, Band 06, 219 Seiten, GB, Format (B × H): 144 mm x 221 mm, Gewicht: 381 g
Reihe: Hufspuren
Buch, Deutsch, Band 06, 219 Seiten, GB, Format (B × H): 144 mm x 221 mm, Gewicht: 381 g
Reihe: Hufspuren
ISBN: 978-3-7725-2366-3
Verlag: Freies Geistesleben GmbH
Das furiose Finale der Hufspuren-Reihe gipfelt in dem Traum aller jungen Reiterinnen: einer Pferdeschau, die am Faden einer märchenhaften Story Andalusier, Berber, Isländer, Friesen, Appaloosas und ihre Reiter von ihrer glänzendsten, aber auch gefahrvollen Seite zeigt.
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Dieses Pferd!, dachte Theres. Ich reite dieses Pferd!
Sie fühlte sich wie ein völlig anderer Mensch. Sie war nicht mehr
die blasse, dünne, ewig zwischen ‹vielleicht› und ‹eigentlich›
schwankende Kompassnadel. Sie war eine, die Bogatyr reiten
konnte! Ohne Sattel! Allein auf der Weide! Nicht ganz allein.
Sie war eine, der jemand nachschaute, schaute und starrte mit
offenem Mund und bewunderndem Blick.
Pardal saß auf einem seiner Araber, ebenfalls ohne Sattel, ohne
Zaumzeug sogar. Aber er ritt ja nicht. Er saß nur da, er war hier
Zuschauer. Im Mittelpunkt war sie und sie fühlte, wie dieses Pferd
sie zum Leuchten brachte. So ritt sie auf Pardal zu, ganz langsam
zuerst im Schritt, dann nahm sie die Zügel noch einmal auf
und ließ Bogatyr tölten. Er wurde kaum schneller, nur höher und
weiter warf er die Beine und in sanften Wellen floss seine Mähne
und bewegte sich ihr Haar. Nicht zu dicht bei Pardal ließ sie ihn
stehen … Bevor Theres Pardal auch nur zunicken konnte, sagte er:
«Du siehst aus wie eine Elfenkönigin.»
Na also! Das war doch was! Etwas vollkommen anderes, als wenn
ein Junge zu einem Mädchen sagte: «Du siehst aus wie eine
Basketballspielerin.» Jungen, die reiten! Nur die sagten so etwas.
Die anderen sahen das gar nicht.




