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Lukas | Academy of Blood and Fangs: 2 Bände in einem Bundle! | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 720 Seiten

Reihe: Academy of Blood and Fangs

Lukas Academy of Blood and Fangs: 2 Bände in einem Bundle!

Fesselnde Slow Burn Romantasy an einer düsteren Vampirjäger-Academy in Rumänien
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-646-61232-5
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Fesselnde Slow Burn Romantasy an einer düsteren Vampirjäger-Academy in Rumänien

E-Book, Deutsch, 720 Seiten

Reihe: Academy of Blood and Fangs

ISBN: 978-3-646-61232-5
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



**Jägerin oder Gejagte?**  Reyva Van Helsing ist alles andere als begeistert, als sie an die renommierte Academy of Blood and Fangs in Rumänien geordert wird, um sich zur Vampirjägerin ausbilden zu lassen. Denn anders, als es ihre Abstammung vermuten lässt, hat die angehende Konditorin nichts mit Vampiren am Hut - und das bekommt sie auch zu spüren. Zu allem Überfluss entpuppt sich ihr Mitbewohner Phileas als entwaffnend gutaussehender Schotte und ihr größter Rivale. Als sie dann auch noch auf einer Mission gebissen wird, droht sie selbst zur Gejagten zu werden und Phileas zu ihrem größten Feind. Wenn da nicht diese knisternde Anziehung zwischen den beiden wäre, die Reyva das Leben retten könnte.  Willkommen an der Academy of Blood and Fangs. Mach deinen Abschluss - oder stirb.  //Dieser Sammelband enthält alle Teile der spannenden Romantasy-Dilogie.    -- Band 1: Academy of Blood and Fangs. Vampirherz  -- Band 2: Academy of Blood and Fangs. Schattenkuss//? 

Die Autorin Anna Lukas, Jahrgang 1999, lebt mit ihren drei Katzen in der Nähe von Stuttgart, wo sie ihren Master in Online-Marketing absolviert hat. Unter annas.inkspell bloggt die Autorin regelmäßig über Bücher und das Autorenleben. Anna Lukas schreibt seit ihrem zehnten Lebensjahr am liebsten Fantasyromane. Andere Themen, die sie interessieren, sind: Tierschutz, Städte-Reisen und Serien. Doch eine ihrer größten Leidenschaften sind natürlich Bücher.
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Kapitel 1


Phileas


Skeptisch fuhr ich mit den Fingerkuppen des Zeige- und Mittelfingers an dem rauen Asphalt entlang und zerrieb die Flüssigkeit zwischen meinen Fingern. Sie war glitschig, noch frisch. Ich hob den Finger prüfend in die Höhe und drehte das Handgelenk, um die Farbe der Flüssigkeit in den schwachen Strahlen des Mondlichts besser erkennen zu können.

Blut.

Kurz machte mein Herz einen Sprung. Die rote Flüssigkeit schimmerte bedrohlich, während die Schwerkraft an ihr zerrte und sich ein Tropfen löste, der träge um die Rundung meines Fingers floss und einen roten Film auf meiner Haut hinterließ. Eine Blutspur war das sicherste Indiz für einen Vampir – und einen begangenen Mord.

Nun kroch mir der Geruch des Blutes in die Nase. Angewidert rümpfte ich sie. Unwillkürlich musste ich an das Opfer denken, das hier irgendwo in den Gassen liegen musste. Lebte er oder sie noch? Oder hatte der Vampir den Menschen bereits bis auf den letzten Tropfen ausgesaugt?

Bei diesem Gedanken fröstelte es mich.

Ich stemmte die Hände in die Knie und richtete mich auf, um einen besseren Überblick über die Lage zu bekommen. So spät in der Nacht war selbst eine beliebte Stadt wie Edinburgh beinahe wie ausgestorben. Ab und zu stürzten ein paar betrunkene Touristen oder verliebte Pärchen aus den Pubs und machten sich eilig auf die Suche nach ihren Hotelzimmern. Ansonsten blieb es still.

Die Straße wurde von ein paar Laternen erhellt, sodass die Regentropfen auf den parkenden Autos wie Kristalle schimmerten. Zuletzt hatte es vor einer Stunde geregnet, dennoch war die schwache Blutspur nicht weggeschwemmt worden. Das bedeutete, die Spur war in der Tat frisch – und der Jäger mit etwas Glück nicht fern.

Ich schlich weiter vorwärts durch die Dunkelheit, während mein Blick wie gebannt über den Boden glitt. Die Spur führte um die Ecke.

Edinburgh war von unvorsichtigen Touristen gut besucht und die Gänge zwischen den alten Gebäuden stellten das perfekte Raubgebiet für einen Vampir dar.

Das Gässchen hier war eng, sodass ich mich zur Seite drehte und die Schultern gerade hielt, um nicht an den Betonwänden hängen zu bleiben. Ich war darauf bedacht, keinerlei Spuren zu hinterlassen. Vampire waren Meister darin, Gerüche wahrzunehmen. Dabei jagten sie selten allein in einer Stadt. Es war anzunehmen, dass dieser Blutsauger einer Sippschaft angehörte. Und sobald ich sein Herz mit einem Holzpfahl durchbohrt hatte, würde dieses Pack auf Rache sinnen.

Das Gefühl von Vergeltung kannte ich zu gut. Vergeltung machte abhängig. Sie war wie ein magisches Elixier, das mich morgens aus dem Bett zerrte, Adrenalin durch meine Blutbahnen jagte und jeden meiner Gedanken vergiftete.

Es war ein weiblicher Vampir, der meine ganze Familie ermordet hatte. Nur mich hatte sie am Leben gelassen, doch ich wusste nicht warum. Aus Spaß? Reiner Boshaftigkeit? Oder einfach, weil ein kleines Kind die geringe Blutmenge nicht wert gewesen war? Diese Fragen jagten seit dreizehn Jahren durch meinen Verstand und ich war darauf aus, sie zu beantworten. Deshalb hatte es mich zurück in meine Heimatstadt verschlagen, denn irgendwo hier hoffte ich die Antwort auf meine Fragen zu finden.

Der Gang endete. An einem Ziegelstein entdeckte ich einen weiteren Klecks Blut, der mich fast zwanghaft diese Richtung einschlagen ließ. Ich bog um die Ecke, als sich die Wände weiter voneinander entfernten und einen kleinen Innenhof freigaben. Hier schimmerte kein Laternenlicht, sondern lediglich die schwachen Strahlen des Mondes erhellten die Finsternis.

Ich blinzelte heftig, um mich an die Dunkelheit zu gewöhnen, während ich einen Fuß vor den anderen setzte.

Ein mir bekanntes Geräusch erklang. Ein Geräusch, das die Wände wie ein Echo einfingen und mir entgegenwarfen.

Eine gerissene Wasserleitung? Oder eine überlaufende Regenrinne? Doch ich wusste es besser. Viele Menschen verleugneten die Existenz von Ungeheuern – in ihrem Verstand waren sie nur unheimliche Fantasien. Monster mit messerscharfen Zähnen, blutrünstigen Augen und leichenbleicher Haut. Lediglich Geschichten, die man sich am Lagerfeuer zuflüsterte und den Kindern erzählte, um ihnen einen Schauder über den Rücken zu jagen. Doch all diese Geschichten waren wahr.

Kleck, kleck, kleck!

Unwillkürlich wanderte meine Hand unter den schwarz-weiß gestreiften Saum meiner Bomberjacke, wo sich in einem Holster ein Holzpfahl befand. Ich umgriff das eckige Heft und zog ihn behutsam an meiner Hüfte entlang, um auf keinen Fall ein unnötiges Geräusch von mir zu geben.

Kleck, kleck, kleck!

Jetzt hatte sich mein Augenlicht an die Dunkelheit gewöhnt, in meinem Inneren war der Hebel vom Menschen zum Vampirjäger umgelegt. Endlich erblickte ich das Monster.

Der Vampir hatte seine scharfen Zähne direkt in die Kehle einer jungen Frau gebohrt. Sie lag schlaff wie eine Puppe in seinen Armen, die sie fest umklammerten. Ihre blonden Strähnen waren hinter die Schulterblätter gerutscht und schaukelten bei jedem neuen Schluck des Vampirs auf und ab. Dabei hatte sich ihr eigenes Blut mit den Haaren verklebt, das bereits begann zu verkrusten und an Glanz zu verlieren. Ihre Augen starrten mich direkt an, doch sie waren leer. Die junge Frau war längst tot.

Angesichts der leichenblassen Haut erkannte ich, dass der Vampir beinahe jeden Tropfen Blut aus ihrem Körper gezogen hatte. Er nuckelte nur noch an ihr wie ein Kleinkind an einer Milchflasche. Keinen noch so kleinen Tropfen Blut ließ er verkommen.

Behutsam schlich ich vorwärts. Das Biest war auf seine Beute fokussiert und bemerkte meine Anwesenheit nicht. Von der Seite erhaschte ich einen Blick auf seine blutunterlaufenen Augen, unter der Haut traten die bläulichen Adern hervor und verrieten den Blutrausch. Selbst die Iriden hatten sich pechschwarz verfärbt.

Klatsch!

Erschrocken zuckte ich zusammen, als mir mein Fehler bewusst wurde. Nässe tränkte meine Schuhspitze. Ich warf einen Blick hinab auf die klaffende Pfütze, in die ich ungeschickt getreten war. Die Dunkelheit hatte sie zu gut verborgen.

Auch der Vampir hatte meine Dummheit bemerkt. Ruckartig riss er seine Fänge zurück und ließ die tote Frau los, wodurch sie nach hinten fiel und ihr Hinterkopf mit einem Knall gegen die Steinmauer stieß. Vermutlich wäre Blut geflossen, wenn sie nicht längst ausgetrocknet gewesen wäre.

»H…hm«, murmelte der Vampir, der sich in die Höhe streckte und sich genüsslich mit der Zungenspitze über die blutbefleckten Reißzähne leckte. »Was haben wir denn da für einen Leckerbissen?«

Mein Instinkt riet mir, nach hinten zu weichen, doch ich behielt einen kühlen Kopf. Dort hinten warteten lediglich enge Gässchen auf mich, die mich zwingen würden, dem Biest den Rücken zu kehren, um wegrennen zu können. Und wenn ich etwas in all meinen Jahren als Vampirjäger gelernt hatte, dann war es, dem Feind niemals seine Rückseite zu präsentieren.

Irritiert kräuselte der Vampir die Stirn, als ich standhaft blieb und mich keinen Millimeter rührte. »Interessant«, grübelte er laut und tippte sich mit dem Zeigefinger gegen das Kinn, wobei seine langen Klauen seine Unterlippe streiften. »Normalerweise liegt Angst in der Luft, wenn ein Menschlein mich sieht. Fühlst du keine Furcht, Leckerbissen?«, neckte er mich, während er einen Schritt weiter auf mich zumachte.

Nervös verkrampften sich meine Finger um den Holzpfahl in meiner Hand. Das Überraschungsmoment war verspielt. Hinter dem Vampir entdeckte ich einen schmalen Durchgang, der auf eine hügelige Wiese führte. Ein Fluchtweg – für mich oder den Vampir … Ich hatte nicht vor, ihn zu nutzen. Mein Blick fiel auf die tote Frau in der Ecke. Ich schuldete es ihr, das Monster ein für alle Mal vom Morden abzuhalten.

»Du solltest derjenige sein, der Angst hat«, stichelte ich, dann hob ich meinen Holzpfahl in sichtbare Höhe. »Du bist nicht der erste Vampir, den ich töten werde – und sicherlich nicht der letzte.«

Ein schiefes Grinsen schmiegte sich auf meine dünnen Lippen, als ich die Verwirrung und Skepsis in den Gesichtszügen des Ungeheuers aufflammen sah. Doch zu meiner Verwunderung hielt es nicht lange an.

»Dann hatte sie also in der Tat recht«, verkündete er mit finsterer Stimme.

Auf einmal gefror das Blut in meinen Adern. Konnte er tatsächlich sie meinen? Die Mörderin meiner Eltern, die ich seit Jahren vergebens durch die größten Städte der Welt verfolgte? »Wen meinst du?« Verzweiflung kämpfte sich in meiner Stimme an die Oberfläche.

»Sie wusste, dass du da sein würdest. Einer gut ausgelegten Blutspur kannst du nicht widerstehen.« Der Vampir verfiel in ein dreckiges Lachen und streckte seine Klauen, um mir noch näher zu kommen.

Ich merkte zu spät, was hier vor sich ging. Der Vampir war nicht meine Beute gewesen, sondern lediglich der Lockvogel. Die Beute hier war … ich.

Instinktiv wirbelte ich nach hinten. Das Funkeln dunkler Iriden sprang mir entgegen. Zwei weitere Vampire waren mir im Schutz der Dunkelheit gefolgt.

Mit ausgestreckten Klauen kam einer der Blutsauger näher und näher, er visierte meine Oberarme an, doch ich war schneller. Ich machte auf dem Absatz kehrt, streckte den Pfahl in die Höhe und rammte die Holzspitze direkt in sein verpestetes Herz. Sofort glühte ein goldener Strahl in seiner Brust auf, dann zog ich den hölzernen Spieß...



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