Lukas | Perry Rhodan 2592: Im Zeitspeer | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2592, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Lukas Perry Rhodan 2592: Im Zeitspeer

Perry Rhodan-Zyklus "Stardust"
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8453-2591-0
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Stardust"

E-Book, Deutsch, Band 2592, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2591-0
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Er nimmt den finalen Gang auf sich - und muss leiden wie kein Mensch zuvor In der Milchstraße schreibt man das Jahr 1463 Neuer Galaktischer Zeitrechnung - das entspricht dem Jahr 5050 christlicher Zeitrechnung. Seit einiger Zeit tobt der Kampf um die Polyport-Höfe, der mehrere Galaxien umspannt. Die sogenannten Polyport-Höfe sind Zeugnisse einer längst vergangenen Zeit, mit denen sich gigantische Entfernungen überbrücken lassen. Als die Frequenz-Monarchie aus einem jahrtausendelangen Ruheschlaf erwacht, beanspruchen ihre Herren, die Vatrox, sofort die Herrschaft über das Transportsystem und mehrere Galaxien. Die Terraner und ihre Verbündeten wehren sich erbittert - und sie entdecken die Achillesferse der Vatrox. Rasch gelingen ihnen entscheidende Schläge in der Milchstraße sowie in Andromeda. Allerdings sind damit nicht alle Gefahren beseitigt. Mit den Vatrox hängen zwei rivalisierende Geisteswesen zusammen, die weitaus bedrohlicher für die Menschheit sind. Gleichzeitig droht eine noch schlimmere Gefahr: der Tod von ES, jener Superintelligenz, mit der Perry Rhodan und die Menschheit auf vielfältige Weise verbunden sind. Rhodan muss das PARALOX-ARSENAL finden, um ES helfen zu können. Dabei ist ihm Lotho Keraete eine große Hilfe, aber die Lösung findet sich schließlich IM ZEITSPEER...

LEO LUKAS Eine Blinddarmentzündung im Alter von 13 Jahren war schuld, dass Leo Lukas Bekanntschaft mit dem 'Erben des Universums' machte. Die Mutter des 1959 in Köflach/Österreich geborenen Lukas schenkte ihrem Sprössling ein PERRY RHODAN-Heft. Und während sich der Bauch des Jungen auf dem Weg der Besserung befand, wurde sein Kopf vom Fieber der Begeisterung für die größte Science-Fiction-Serie der Welt erfasst. In den achtziger und neunziger Jahren entwickelte sich der Sohn einer Bergarbeiterfamilie zum Tausendsassa der österreichischen Kleinkunst-Szene: als erfolgreicher Kabarettist, Schauspieler, Regisseur und Autor, als scharfzüngiger Begleiter des politischen und gesellschaftlichen Lebens seines Heimatlandes. Seine erste Langspielplatte erschien 1990, sein erstes Buch mit dem Titel 'Otto Blumes fatale Reisen' kam 1991 heraus und ist längst vergriffen. 1992 folgte das Video 'Leo Lukas - ein Wunschprogramm'. 2000 publizierte Leo Lukas zusammen mit dem Zeichner Gerhard Haderer das Kinderbuch 'Jörgi der Drachentöter', das die Regierungsübernahme der österreichischen Mitte-Rechts-Koalition kritisch-satirisch aufs Korn nahm und sich monatelang in den vordersten Plätzen der österreichischen Bestsellerlisten hielt. Seine Texte wurden mehrfach mit dem 'Salzburger Stier' ausgezeichnet, dem wichtigsten Kleinkunstpreis des deutschsprachigen Raums. 2005 erhielt er außerdem den 'Österreichischen Kleinkunstpreis'. Oft verwendet er Mittel der Science Fiction, um beißende Kritik zu üben. So etwa in seinen Romanen 'Otto Blumes fatale Reisen' (1991) und 'Wiener Blei' (1998), der im Universum der Rollenspielserie 'Shadowrun' spielt. Daher ist es vielleicht kein Wunder, dass er schließlich gebeten wurde, einen Gastroman für die PERRY RHODAN-Serie zu verfassen, die er all die Jahre aufmerksam verfolgt hatte. Lukas war begeistert: 'Stell dir vor, du warst mit 13 ein glühender Beatles-Fan, und Jahrzehnte später ruft dich plötzlich Paul McCartney an und fragt, ob du bei seiner nächsten CD mitwirken willst. Ungefähr so ist es mir ergangen, als mich der RUF aus Rastatt ereilte ...' Bereits mit seinem Erstling 'Die Astronautische Revolution' mit der Nummer 2059 erweiterte er das PERRY RHODAN-Universum um eine ganz persönliche ironische Facette, die inzwischen nicht mehr aus der Serie wegzudenken ist. Aus dem Gastspiel wurde bald ein Dauerauftrag und aus dem von Berufs wegen skeptischen Leo Lukas ein Optimist: 'Ich glaube daran: Wenn sich die ganze Menschheit in derselben Weise weiterentwickelt wie die PERRY RHODAN-Serie, dann schaffen wir's vielleicht wirklich einmal dorthin, wo wir hinwollen und hingehören. Ja, genau: zu den Sternen.'
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Wer meint, der erste Schritt sei immer der schwerste, geht in die Irre.

Haikus von unterwegs

Prolog

Heldenquartett

Sie waren nahe dran.

Perry Rhodan spürte es mit jenem Instinkt, der ihn noch selten getrogen hatte. Ein unverkennbares Kribbeln im Hinterkopf signalisierte ihm, dass eine Krise, ein Wendepunkt unmittelbar bevorstand.

Ob dieses Gefühl auf seine schwache parapsychische Begabung zurückging, war ihm dabei herzlich egal. Jedenfalls konnte er es nicht bewusst hervorrufen.

Er wusste nur: Wenn es auftrat, dann … kam Großes.

Ramoz fauchte. Das Tier, das ebenfalls schon öfter eine gewisse präkognitive Veranlagung bewiesen hatte, verdrückte sich hinter Mondra Diamonds Beine.

Das Fell gesträubt, die zitternden Barthaare angelegt, starrte das Luchswesen in die Dunkelheit, die sich inmitten von MIKRU-JONS Zentrale ausbreitete. Die undefinierbare Schwärze hatte die Form einer Kugel und zugleich einer ebenen Fläche, eines Kleckses mit Krakenarmen, eines sich immer weiter öffnenden Mauls … Und sie dehnte sich aus, wuchs auf Rhodan und seine Gefährten zu.

Julian Tifflor wich einen Schritt zurück.

Auf Mondras Gesicht mischten sich Abscheu und Furcht.

Lotho Keraetes stählernes Antlitz hingegen zeigte genauso wenig Mimik wie Icho Tolots mächtiger Kuppelschädel.

Und Perry selbst lächelte.

Endlich, dachte er.

*

Endlich strebte dieses Unterfangen, das sich nervenaufreibend erfolglos dahinzog, seinem Kulminationspunkt zu.

Die Suche nach dem PARALOX-ARSENAL, erschwert durch den Umstand, dass keinerlei Ansatzpunkte, keine wie immer gearteten Spuren oder Hinweise vorgelegen hatten, trat in die entscheidende Phase. Sie waren nahe dran, das spürte Perry Rhodan.

Ein gewisser Teil der schwarzen Wand warf Wellen, verformte sich mehr und mehr zu einem Rachen. Tief drinnen deutete sich ein Lichtschein an, ein lockender grellweißer Punkt.

Licht am Ende des Tunnels …

»Ein Tor«, sagte Perry. »Man fordert uns auf einzutreten.«

Tiff schnitt eine Grimasse. »Wer öffnete es? Wer wartet auf der anderen Seite? Was wartet auf der anderen Seite? Das PARALOX-ARSENAL?«

Er klang pessimistisch. Als könne er es kaum glauben. Als traue er der Sache nicht.

Dass Tiff derzeit nicht gerade einen Quell überbordenden Frohsinns darstellte, war nur allzu verständlich. Sein Zellaktivator hatte vor fünf Stunden seine Tätigkeit eingestellt, plötzlich, ohne jegliche Vorwarnung.

»Beziehungsweise die ›Zeitkörner‹?«, setzte er fort, die Nase gerümpft. Hörbar missfiel ihm der Begriff. Er war noch nie ein Freund temporaler Komplikationen gewesen.

»Es hat unmittelbar mit uns zu tun«, sagte Perry begütigend. »Die Frage nach Prryns war auf uns Terraner abgestimmt. Kaum ein anderes Wesen hätte sie beantworten können.«

Genauer ausgedrückt: auf ihn. Eine mentale, wie in einem Canyon lange nachhallende Stimme war in ihren Gedanken erklungen: Wer zeigte Perry Rhodan, wie ESTARTU im Charif-System das Schwarze Loch Anansar erschuf?

Jede der fünf Personen in der Zentrale kannte die Antwort: Prryns. Der Name, wiewohl nicht gerade häufig erwähnt, war Bestandteil der terranischen Historie.

Nun meldete die Stimme sich erneut, verbunden mit starkem, mentalem Druck: Einer von euch wird gehen. Die anderen bleiben hier.

Der Auserwählte wird Leid auf sich nehmen wie kein Mensch zuvor. Er wird Belastungen erfahren wie kein Mensch zuvor. Er wird Geduld beweisen müssen wie kein Mensch zuvor.

Perry Rhodan versteifte sich. Das klang nach einem Spaziergang der eher strapaziöseren Sorte. Innerlich wappnete er sich bereits dafür.

Selbstverständlich fühlte er sich angesprochen. Wer sonst sollte gemeint sein?

Zumal in der Gedankenstimme ein Unterton mitklang, der ihm vertraut vorkam. Er wusste bloß noch nicht, wo er ihn hintun sollte.

»Leid, Belastungen und Geduld«, grollte Icho Tolot, während er seinen tonnenschweren Körper in Bewegung setzte. »Ich denke, dass mich eine derartige Herausforderung reizen könnte.« Er lachte so leise, wie dies ein Haluter unter äußerster Selbstbeherrschung zustande brachte.

»Ich könnte ebenso gut gehen.« Keraete überholte Tolot, blieb vor ihm stehen und blickte, die Arme vor der Brust verschränkt, zu ihm hoch.

Der Bote der Superintelligenz ES verbarg seine Emotionen wie immer gut. Jedoch lag die Vermutung nahe, dass er die Chance ergreifen wollte, einen Schandfleck auszumerzen.

Perry leckte sich über die Lippen, räusperte sich und setzte dazu an, ein Machtwort zu sprechen. Unzweifelhaft erwarteten seine Gefährten von ihm, dass er dem gut gemeinten Disput ein Ende setzte und die Verantwortung auf sich nahm.

Doch die hallende, mentale Stimme kam ihm zuvor.

Ihr habt keinen Einfluss darauf, wer den Schritt ins Anderswo machen wird. Legt die Hände auf die Dunkelheit und wartet die Entscheidung ab.

*

Tolot hob seine vier Arme. »Womit ich einen gewissen Startvorteil in diesem Wettstreit habe, meine Kleinen.« Er griff in die Schwärze der Wandung.

Als Nächster stellte sich ausgerechnet Julian Tifflor neben den Riesen von Halut; wohl weniger aus Überzeugung, als um seine Solidarität zu bekunden. Rhodan und Keraete folgten seinem Beispiel und streckten ebenfalls die Hände ins Dunkle, das sich nass, schmierig und uralt anfühlte.

Ein seltsames, fast weihevolles Pathos haftete der Szene an. Da standen sie, drei Terraner – wenngleich einer von ihnen einen nahezu unzerstörbaren Leib aus Metall belebte – und ein Haluter, der sich längst als Mensch verstand.

Wenigstens mischte Mondra sich ausnahmsweise nicht ein, sondern blieb bei Ramoz. Offenbar spürte auch sie, dass für die bevorstehende Aufgabe nur ein definitiv Unsterblicher in Frage kam.

Perry nickte Tiff, der ihn hoffnungsvoll ansah, aufmunternd zu. Diese Geste genügte.

Er musste es nicht laut aussprechen: Ich werde da hineingehen, das PARALOX-ARSENAL für uns und vor allem für ES erschließen – und ich bin zuversichtlich, dass sich dabei en passant auch eine Lösung für dein Problem mit dem Aktivatorchip finden wird. Wirst sehen, alles wird gut, alter Freund.

Das schwarze Maul öffnete sich ein klein wenig weiter. Der weiße Punkt ganz, ganz hinten verbreiterte sich zu einem Strahl, einer Zunge, einem Pfad.

Es ist entschieden, verkündete die Geistesstimme. Sie nannte einen Namen.

Er lautete nicht Perry Rhodan.

*

Zuerst glaubte er, sich verhört zu haben.

»Julian Tifflor? Das muss ein Irrtum sein!«, stieß Perry dann fassungslos hervor. »Nichts für ungut, Tiff – aber du bist ja wohl momentan der hierfür am wenigsten Geeignete von uns vieren. Dein Zellaktivator streikt. Somit wird deine Bewegungsfreiheit, sozusagen dein Zeitfenster, extrem eingeengt.«

»Vielleicht geht es darum, wer am wenigsten zu verlieren hat. Und am meisten zu gewinnen.«

»Trotzdem gebe ich Rhodanos recht. Die Funktionsstörung deines Aktivatorchips bedeutet einen zu hohen Risikofaktor.« Der Haluter zog eine seiner Hände aus der Wand und legte sie Tifflor behutsam auf die Schulter. »Deine Bereitschaft, dich aufzuopfern, ehrt dich. Jedoch solltest du Vernunft walten lassen. Mein Planhirn …«

»Ich bezweifle, dass uns Wahrscheinlichkeitsberechnungen weiterhelfen«, unterbrach ihn Tiff schroffer, als es sonst seine Art war. »Um diese Situation rational analysieren zu können, fehlen uns schlicht und einfach die Fakten.«

»Da stimme ich dir zu«, sagte Perry versöhnlich. »Dennoch musst du mir die Unterstellung gestatten, dass dich ein gewisser Defätismus antreibt. Wie es die Cowboys daheim zu formulieren beliebten: ›Ist die Kuh hin, soll auch das Kalb hin sein!‹ – Mit Verlaub, eine solche Einstellung führt selten zu positiven Ergebnissen.«

»Außerdem glaube ich nicht, dass wir uns einen weiteren Fehler leisten können«, ergriff auch Keraete Partei für Rhodan. »Bedenke …«

Es ist entschieden, wiederholte die mentale Stimme druckvoll. Es ist schon vor sehr langer Zeit entschieden worden. Julian Tifflor geht. Nur er, kein anderer.

*

Nur er, kein anderer.

Die Stimme verhallte. Das schwarze Tormaul schloss sich langsam.

Man bezeichnete Perry Rhodan nicht umsonst als Sofortumschalter. Ohne nachzudenken, warf er sich in die Öffnung.

Bevor er in die Finsternis eintauchte, sah er, dass die anderen es ihm gleichtaten; alle drei, auch Tifflor. Kurz hintereinander erklangen feucht schmatzende Geräusche.

Vielleicht war das ohnehin die bestmögliche Variante, trotz Tiffs aktueller Schwächung. Wieso sollten sie sich dem Willen einer mysteriösen Stimme unterwerfen? Deren Behauptung, bloß einer von ihnen könne zum PARALOX-ARSENAL transportiert werden, wurde durch nichts, aber schon gar nichts untermauert.

Zusammen verfügten sie über eine weit höhere Schlagkraft. Ja doch! Wahrscheinlich hatten sie soeben einen weiteren Test bestanden, indem sie sich nicht auseinanderdividieren ließen.

So musste es sein. So … musste … es …

Perry Rhodans Gedanken erlahmten. Seine Glieder erstarrten in weicher Eiseskälte.

Er nahm die Gefährten nicht mehr wahr; nahm überhaupt nicht mehr viel wahr – außer dem Pochen seines Herzens, das sich verlangsamte und...



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