Lukas | Perry Rhodan 2742: Psionisches Duell | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2742, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Lukas Perry Rhodan 2742: Psionisches Duell

Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal"
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-2741-9
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal"

E-Book, Deutsch, Band 2742, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2741-9
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Ein Richter lechzt nach Heilung - und ein Magier kämpft um sein Paradies Seit die Menschheit ins All aufgebrochen ist, hat sie eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Die Terraner - wie sich die Angehörigen der geeinten Menschheit nennen - sind längst in ferne Sterneninseln vorgestoßen. Immer wieder treffen Perry Rhodan und seine Gefährten auf raumfahrende Zivilisationen und auf die Spur kosmischer Mächte, die das Geschehen im Universum beeinflussen. Im Jahr 1516 Neuer Galaktischer Zeitrechnung steht die Milchstraße seit nunmehr zwei Jahren unter dem Einfluss des Atopischen Tribunals, einer noch immer weitgehend rätselhaften Organisation. Diese gibt vor, im Rahmen der 'Atopischen Ordo' für Frieden und Sicherheit zu sorgen. Welche Auswirkungen die Atopische Ordo haben kann, erfährt Perry Rhodan am eigenen Leib: Ihn hat es in die Galaxis Larhatoon verschlagen, die Heimat der Laren, die vor über eineinhalb Jahrtausenden als Mitglieder des Konzils der Sieben Galaxien eine beträchtliche Zeitspanne in der Milchstraße herrschten. In der Milchstraße regiert indessen nur noch formal das Galaktikum, die eigentliche Politik findet stets im Schatten der Onryonen statt, die von den Atopischen Richtern ihre Befehle empfangen. Einer dieser Richter bestreitet nun ein PSIONISCHES DUELL ...

LEO LUKAS Eine Blinddarmentzündung im Alter von 13 Jahren war schuld, dass Leo Lukas Bekanntschaft mit dem 'Erben des Universums' machte. Die Mutter des 1959 in Köflach/Österreich geborenen Lukas schenkte ihrem Sprössling ein Perry Rhodan-Heft. Und während sich der Bauch des Jungen auf dem Weg der Besserung befand, wurde sein Kopf vom Fieber der Begeisterung für die größte Science-Fiction-Serie der Welt erfasst. In den achtziger und neunziger Jahren entwickelte sich der Sohn einer Bergarbeiterfamilie zum Tausendsassa der österreichischen Kleinkunst-Szene: als erfolgreicher Kabarettist, Schauspieler, Regisseur und Autor, als scharfzüngiger Begleiter des politischen und gesellschaftlichen Lebens seines Heimatlandes. Seine erste Langspielplatte erschien 1990, sein erstes Buch mit dem Titel 'Otto Blumes fatale Reisen' kam 1991 heraus und ist längst vergriffen. 1992 folgte das Video 'Leo Lukas - ein Wunschprogramm'. 2000 publizierte Leo Lukas zusammen mit dem Zeichner Gerhard Haderer das Kinderbuch 'Jörgi der Drachentöter', das die Regierungsübernahme der österreichischen Mitte-Rechts-Koalition kritisch-satirisch aufs Korn nahm und sich monatelang in den vordersten Plätzen der österreichischen Bestsellerlisten hielt. Seine Texte wurden mehrfach mit dem 'Salzburger Stier' ausgezeichnet, dem wichtigsten Kleinkunstpreis des deutschsprachigen Raums. 2005 erhielt er außerdem den 'Österreichischen Kleinkunstpreis'. Oft verwendet er Mittel der Science Fiction, um beißende Kritik zu üben. So etwa in seinen Romanen 'Otto Blumes fatale Reisen' (1991) und 'Wiener Blei' (1998), der im Universum der Rollenspielserie 'Shadowrun' spielt. Daher ist es vielleicht kein Wunder, dass er schließlich gebeten wurde, einen Gastroman für die Perry Rhodan-Serie zu verfassen, die er all die Jahre aufmerksam verfolgt hatte. Lukas war begeistert: 'Stell dir vor, du warst mit 13 ein glühender Beatles-Fan, und Jahrzehnte später ruft dich plötzlich Paul McCartney an und fragt, ob du bei seiner nächsten CD mitwirken willst. Ungefähr so ist es mir ergangen, als mich der RUF aus Rastatt ereilte ...' Bereits mit seinem Erstling 'Die Astronautische Revolution' mit der Nummer 2059 erweiterte er das Perry Rhodan-Universum um eine ganz persönliche ironische Facette, die inzwischen nicht mehr aus der Serie wegzudenken ist. Aus dem Gastspiel wurde bald ein Dauerauftrag und aus dem von Berufs wegen skeptischen Leo Lukas ein Optimist: 'Ich glaube daran: Wenn sich die ganze Menschheit in derselben Weise weiterentwickelt wie die Perry Rhodan-Serie, dann schaffen wir's vielleicht wirklich einmal dorthin, wo wir hinwollen und hingehören. Ja, genau: zu den Sternen.'
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Wenn ihr einen Trottel braucht,

Schickt getrost nach mir.

Bin ich nicht zu sehr geschlaucht,

Ruf ich lauthals: Hier!

Ich diene euch von früh bis spät.

Doch wenn der Tag zur Neige geht,

Ist meine Furchtsamkeit verraucht,

Und ich zieh mein Rapier ...

Aus Yo'A'Chims Unerhörten Gesängen

2.

Getrübte Aussichten

Hoch über der Stadt Ays, dem See, den sie ringförmig umgab, und der Verbotenen Insel in der Mitte thronte auf einer schroffen Felsklippe die Sternwarte.

Das letzte Straßenstück war nicht mehr glasiert, sondern grob geschottert. Kaen fuhr, schwitzend und mit pfeifender Lunge, solange er den Schlaglöchern, Schlammpfützen und Schneeverwehungen auszuweichen vermochte.

Dann parkte er das Handmobil in einer von Tannennadeln und -zapfen übersäten Ausbuchtung, arretierte es und ging zu Fuß weiter. Der Henkel der Werkzeugkiste drückte hart auf Kaens Schulter. Aber das war er gewohnt.

Eine schmale Eisentreppe führte vom Fuß der Klippe im Zickzack hoch zur Warte. Das Geländer war so eiskalt, dass Kaen nach wenigen Schritten innehielt, die Arbeitshandschuhe aus der Kiste nahm und sie überstreifte. Unten am See mochte bereits der Frühling eingezogen sein, aber hier oben, in den Ausläufern des O'Aldituddo-Massivs, spürte man noch nichts davon.

Immer zwei Stufen auf einmal nehmend, stapfte Kaen hurtig hinan. Soviel er wusste, gab es an der Rückseite der Felsnadel einen Aufzug. Damit durften jedoch keine Personen transportiert werden, nur Material, hauptsächlich Verpflegung für die Astronomen.

Wind kam auf und strich über Kaens schweißnasse Haare und Kleidung. Ihn fröstelte.

Wenn er sich bloß nicht erkältete! Schreckliche Vorstellung, in den nächsten Tagen ans Bett gefesselt und der lüsternen Witwe ausgeliefert zu sein ...

Er beschleunigte. Insgesamt 192 Stufen galt es zu überwinden, mehr als auf jeder anderen ihm bekannten Treppe.

Mit jedem Schritt steigerte sich seine Vorfreude. Kaum einen Ort liebte er so sehr wie die Sternwarte von O'Aldituddo.

*

Umso enttäuschter war Kaen Emund, als sich herausstellte, dass die Astronomen bereits eine Besucherin hatten.

Es handelte sich um eine dürre, verhutzelte Frau weit jenseits der fünfzig. Sie trug Wanderkleidung in schreiend bunten, das Auge beleidigenden Farben. An der Garderobe hing ein ebensolcher Rucksack.

»Regera Daudy«, stellte sie sich vor. »Und du musst Kaen sein.«

»Muss ich?« Er strengte sich nicht sonderlich an, sein Missfallen zu verhehlen.

»Ich denke doch, mein Junge. Wir alle sind Gefangene des Schicksals. Niemand kann aus seiner Haut.«

»Außer ...«, setzte Kaen zum Widerspruch an, aber Magister Twitus warf ihm einen warnenden Blick zu. Daher sagte er stattdessen: »Außer, äh, Frage.« Vorsichtig ließ er den Werkzeugkasten zu Boden gleiten.

»Gewiss hast du Regeras Namen schon gehört«, sagte Magister Blotter, die andere Hälfte des Gelehrten-Duos. »Sie ist eine berühmte Dichterin. Für ihren Lyrikband ›Die Lilanen Quellen‹ hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten, eine davon überreicht durch die Verweserin höchstpersönlich.«

»Ach, unwichtig.« Gleichwohl wiegte sie sich geschmeichelt in den Hüften. »Nur eine Minderheit interessiert sich für Poesie. Unser übergroß gewachsener Freund beispielsweise dünkt mir eher ein Mann des Schraubenschlüssels als des Wortes.«

»Handwerklich ist er tatsächlich ein wahrer Tausendsassa.« Twitus schob sich zwischen Kaen und die Frau, als wolle er verhindern, dass es zu Tätlichkeiten kam. »Tausendfach Dank, dass du gekommen bist, mein Guter. Obwohl du sicherlich eine Fülle weitaus lohnender Aufträge hättest. Möchtest du etwas trinken oder eine Kleinigkeit essen?«

»Nein, danke. Kann mich nicht lang aufhalten.« Er schielte zur Dichterin hinüber.

Entweder kapierte sie den zarten Wink nicht, oder sie heuchelte, ihn überhört zu haben. Statt sich auf das Stichwort hin zu verabschieden, hängte sie sich bei Twitus ein und schmachtete den Magister an. »Wie reizend von euch, mir einen Rundblick über Ays zu gestatten. Selbst mit dem kleinsten Teleskop erkennt man ungleich mehr als mit freiem Auge.«

»Mehr Smog«, brummte Kaen.

So atemberaubend die Sicht aus den Fenstern des Wohnraums auf die fernen, schneebedeckten Gipfel der O'Aldituddo-Hauptkette war, so wenige Details ließen sich von der Stadt unterscheiden. Ays lag Jahr und Tag unter einer dichten, schmutzig braunen Dunstglocke.

Hunderte Fabriken betrieben Kohlenmeiler. Tausende und Abertausende Haushalte heizten und kochten mit allem, was brennbar war. Hinzu kam die Kessellage. In manchen Stadtteilen war die Luft buchstäblich zum Schneiden.

»Jungchen, mich drängt es keineswegs, Leuten in ihre verdreckten Schlafzimmer zu spähen. Mir steht der Sinn nach den großen, allgemeingültigen Strukturen. Ich möchte sie in den formalen Binnenstrukturen eines dramatischen Gedichtes widerspiegeln, das ich demnächst fertigstellen werde.«

»Regeras neuestes Werk soll bei der Angelobungszeremonie zur Uraufführung kommen«, ergänzte Blotter. Er strich sich Speichelfäden aus dem Kinnbart, der an eine seit vielen Generationen benutzte Toilettenbürste erinnerte.

»Wenn ihr mich fragt, ist Ays eine Zielscheibe für Riesen.«

»Wie?«, fauchte die Lyrikerin. »Was?«

Kaen hatte beiläufig vor sich hin geredet. Nun, da ihn plötzlich drei Augenpaare anstarrten, geriet er ins Stottern. »Äh ... Ich meine, die, die Grundstruktur. Konzentrische Kreise. Außen rum die Vorberge ...«

»Dann die Stadt«, setzte Blotter fort. »Dann der See. Oho, gar nicht schlecht! Fürwahr ein originelles Bild.«

»Jedoch unbrauchbar, weil unvollständig.« Daudy lachte spitz und vollführte eine wegwerfende Handbewegung. »Es fehlt ein Zentrum. Das wertvollste Ziel, das Schwarze, die Goldeichel, oder wie man das Innerste unter Bogenschützen nennt.«

»Aber ...«, begann Kaen.

Erneut stoppte ihn Twitus. »Unsere verehrte Literaturpreisträgerin hat sich besonders dem Lob des Schönen, Positiven, Erhebenden verschrieben. Du wirst verstehen, dass ihr eine Zielscheibe als Metapher zu trivial erscheint.«

Einen Satzteil hatte er durch ein Zwinkern unterstrichen: Du wirst verstehen ...

Endlich begriff Kaen, was der Magister ihm signalisieren wollte. Die verschrumpelte und doch so hochtrabende Dame mochte zwar eine gute Bekannte der beiden Astronomen sein, aber deshalb teilte sie nicht unbedingt deren Weltsicht. Da sie offenbar in einflussreichen Kreisen verkehrte, war es angeraten, seine Zunge im Zaum zu halten.

Ächzend erhob sich Blotter aus seinem Schreibtischsessel. »Komm, ich bringe dich hinauf in die Kuppel.«

*

Die technischen Wunderwerke, mittels derer Twitus und Blotter den Himmel vermaßen, jagten Kaen jedes Mal wieder Schauer der Ehrfurcht über den Rücken.

Allein die Fachausdrücke: Refraktor, Astrograf, parallaktische Montierung ... Nie hätte er es gewagt, eigenmächtig daran herumzubasteln. »Ist etwas kaputt gegangen?«

»Nichts Schlimmes, bloß wieder einer der verflixten Keilriemen. So oft du sie auch schmierst, irgendwann werden sie porös und reißen.«

»Gummi hält nicht ewig.«

»Leider.« Blotter deutete auf eine der geheimnisvollen Apparaturen. »Ich schäme mich fast, dich anlässlich einer solchen Lappalie hierherzubemühen. Aber siehst du, Twitus und ich, wir zwei sind schon so steif und ungelenk, wir müssten das halbe Nachführungsstativ zerlegen, um überhaupt heranzukommen. Derlei fällt uns täglich schwerer. Dir, dank deiner Größe und jugendlichen Geschmeidigkeit ...«

»Kein Problem. Ich schaue ja gern vorbei.«

»Zum Glück. Ich wüsste nicht, was wir ohne dich täten.«

Der untersetzte, krummbeinige Magister kramte nach dem Ersatzteil, fand es, reichte es Kaen und gab ihm ausführliche Instruktionen, wo und wie die elastische Schleife aus vulkanisiertem Kautschuk einzubauen war. Dann entschuldigte sich Blotter: Er wolle seinen in letzter Zeit ein wenig übersensiblen Partner nicht zu lange ganz allein Regera Daudys aufdringlicher Gegenwart aussetzen.

»Vielleicht geht sie ja bald.«

»Ich fürchte, die Dichterfürstin bleibt uns noch eine Weile erhalten. Sie möchte den Ablauf eines vollen Tages durchs Fernrohr beobachten und die Veränderungen alle zwei Stunden dokumentieren. Den Rhythmus der Stadt verschriftlichen, oder so.« Mit einer Geste des Bedauerns verschwand Blotter nach unten.

Kaen fluchte lautlos in sich hinein. Dieser Besuch des Observatoriums hatte sich endgültig als Zeitverschwendung erwiesen.

*

Klar, der Weitblick und die technischen Geräte faszinierten ihn. Aber in erster Linie war ihm die Sternwarte zu einer Art Pilgerstätte geworden wegen der Wissenschaftler, die sie bewohnten.

Seit fast einem halben Jahrzehnt lebten und arbeiteten Twitus und Blotter in dieser Abgeschiedenheit am Rande der Zivilisation. Einsiedler, nur eben zu zweit. Manchmal verhielten sie sich recht schrullig, wie ein altes Ehepaar. Möglicherweise waren sie das ja auch.

Na und? Kaen, der selbst am liebsten ungestört und unauffällig sein Leben lebte, würde sich hüten, in anderer Yo Privatsphäre herumzustochern.

Er hatte einen Grund dafür, dass er die beiden liebenswürdigen Zausel aufsuchte, wann immer sie seine Hilfsdienste anforderten. Sie mochten verschroben wirken, aber sie erfreuten...



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