Lynds | Cold Heart | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 691 Seiten

Lynds Cold Heart

Thriller | »Der beste Verschwörungsthriller, den ich seit langem gelesen habe!« (Robert Ludlum)
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-96655-957-7
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Thriller | »Der beste Verschwörungsthriller, den ich seit langem gelesen habe!« (Robert Ludlum)

E-Book, Deutsch, 691 Seiten

ISBN: 978-3-96655-957-7
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Eine Frau, die der Schlüssel zu einer Weltverschwörung wird: Der Thriller »Cold Heart« von Bestsellerautorin Gayle Lynds jetzt als eBook bei dotbooks. Während einer Gerichtsverhandlung bricht die junge Anwältin Beth Convey plötzlich zusammen - als sie im Krankenhaus aufwacht, schlägt ein neues Herz in ihrer Brust. Die Transplantation hat ihr Leben gerettet, doch Beth empfindet nur nacktes Grauen: Sie wird von schrecklichen Albträumen gequält, spricht auf einmal fließend Russisch und kennt Details modernster Technologie, die nur ein Ziel hat: das Töten. Was ist im Krankenhaus wirklich mit ihr geschehen? Gemeinsam mit dem Journalisten Jeff Hammond findet Beth heraus, dass sie nun als einzige über das brisante Wissen eines KGB-Agenten verfügt, der unter rätselhaften Umständen ums Leben kam. Das Wissen um ein Attentat, das die ganze Welt in einen Abgrund stürzen könnte ... »Der beste Thriller, den ich seit langem gelesen habe!« Bestsellerautor Robert Ludlum Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der actiongeladene Spionage-Thriller »Cold Heart« von Gayle Lynds wird Spannungs-Fans von Dean Koontz und David Baldaccis »Atlee Pine«-Reihe begeistern! Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Gayle Lynds wurde in Nebraska geboren und wuchs in Iowa auf. Sie studierte Journalismus und arbeitete nach dem Abschluss viele Jahre lang als Reporterin sowie für den US-amerikanischen Geheimdienst. Ihre preisgekrönten Spionage-Bestseller wurden bislang in 20 Sprachen übersetzt; Erfolge feiert sie außerdem als Co-Autorin von Bestsellerautor Robert Ludlum. Heute lebt sie in Portland, Maine. Die Website der Autorin: gaylelynds.com/ Bei dotbooks veröffentlichte Gayle Lynds ihre Thriller: »Dark Memory - Liz Sansborough, Band 1« »Dark Shadows - Liz Sansborough, Band 2« »Buch des Verrats - Ryder und Blake, Band 1« »Kartell der Angst - Ryder und Blake, Band 2« »Spymaster« »Cold Heart« »Das Bernstein-Enigma«
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Prolog


Sie war ein Star.

Die Königin des Kosmos.

Beth Convey, eine tödliche Maschine.

Sie war in Raum 311 des Obersten Gerichts im Disctrict of Columbia. Die Luft war abgestanden, zum Schneiden dick; aber das war zu erwarten gewesen. Ganz gleich, in welchem Gerichtssaal sich ein Sensationsprozess dem Ende näherte, jedes Mal bedeutete es zu viele Tage bei geschlossenen Türen, zu viel Schwitzen, zu viel Zorn, Abscheu und sublimierte Gewalt, als dass die Luft frisch sein könnte. Die Neonröhren strahlten in unbarmherzigem, gleißendem Licht, und es gab keine Fenster, die durch frische Luft Erleichterung hätten verschaffen können. Dieser Raum im zweiten Stock des dreißig Jahre alten Gerichtsgebäudes war wie ein klaustrophobischer, holzgetäfelter Sarkophag.

Dennoch zeigte das Publikum, das sich im Saal drängte, reges Interesse an der Verhandlung, und schien die äußeren Umstände kaum zur Kenntnis zu nehmen. Die Leute saßen gebannt da, denn in diesem Scheidungsprozess, der die Schlagzeilen beherrschte, hingen von Beth Conveys Kreuzverhör Hunderte von Millionen Dollar ab, und niemand – besonders die Presse – wollte auch nur ein Wort verpassen.

Beth wandte sich an den Richter. »Ich bitte um die Erlaubnis, mit dem Zeugen sprechen zu dürfen, Euer Ehren.« Beth war für ihre eiskalte Ruhe bekannt, die sie vermutlich vom Vater geerbt hatte; schließlich war sie die Tochter von Jack Convey, genannt »das Messer«, Top-Verteidiger aus Los Angeles.

Richter Eric Schultz war ein großer Mann mit ernster Stimme und buschigen Brauen. Er blickte Beth durchdringend an. Beth hatte den Zeugen den ganzen Tag im Zeugenstand gehalten, und die Stimme des Richters besaß einen gereizten Unterton, als er nun erwiderte: »Also gut. Aber fragen Sie nur zur Sache, Ms Convey.«

Beth ging zum Zeugenstand. Sie spürte den sorgenvollen Blick ihrer Mandantin Michelle Philmalee im Rücken, während vor ihr der Gegenstand des Kreuzverhörs saß: Michelles Ehemann, der Industrielle Joel Mabbit Philmalee. Über seinem gestärkten weißen Hemdkragen war sein geröteter Hals zu sehen, und in seinen Augen flackerte Wut.

Vor dem Prozess hatten seine Anwälte ein Angebot für eine Regelung gemacht, die sie »vernünftig« genannt hatten: fünfzig Millionen – ein Bruchteil vom Wert des Unternehmens, das sich in seinem Privatbesitz befand. Das Angebot war beleidigend niedrig, und Michelle hatte abgelehnt, wodurch Beth zu einer Taktik gezwungen wurde, die leicht fehlschlagen konnte: Sie musste Joel Philmalee dazu bringen, dass sein ungestümes Temperament ihn während der Verhandlung verriet. Das war der Grund dafür, dass Beth ihn so lange im Zeugenstand schmoren ließ.

Dabei hatte sie geglaubt, das alles hinter sich zu haben. Sie hatte als Familienanwältin begonnen; inzwischen war sie auf internationales Recht spezialisiert. Mit ihren Kenntnissen der osteuropäischen, insbesondere der russischen Politik, ihrer Fähigkeit, sich auf Russisch und Polnisch ausdrücken zu können und ihrem Riecher für geschäftliche Dinge hatte Beth in Michelle Philmalees Auftrag in den ehemals kommunistischen Ländern so erfolgreich verhandelt, dass Michelle darauf bestanden hatte, auch bei ihrem Scheidungsprozess von Beth vertreten zu werden.

Beth seufzte innerlich. Sie hätte den Scheidungsfall lieber einem der anderen Anwälte ihrer Kanzlei übergeben, doch der Seniorpartner hatte entschieden abgelehnt. Die Kanzlei, Edwards & Bonnett, war entschlossen, auch in Zukunft für Michelle Philmalee zu arbeiten; deshalb musste alles so laufen, wie Michelle es wollte. Wenn Beth ihrer Mandantin zum Sieg verhalf, würde sie einen großen Sprung auf die Überholspur in Richtung Partnerschaft in der Kanzlei machen. Beth war kein Dummkopf, und so hatte sie Michelles Vertretung vor Gericht übernommen.

Nun blieb sie anderthalb Meter vor Joel Philmalee stehen. Ein Hauch teuren Herrendufts wehte zu ihr herüber, während sie sich innerlich bereitmachte und Joel fest anblickte. Seine Wut wuchs von Sekunde zu Sekunde. Beth unterdrückte ein Lächeln – und spürte, wie plötzliche Übelkeit sie überfiel.

Sie atmete tief ein und versuchte, das Gefühl des Unwohlseins niederzukämpfen. Ihre Stimme war tonlos und rau. »Trifft es zu, dass Sie Ihrer Frau die Leitung der Hotelkette anfänglich nur deshalb überlassen haben, weil Sie die Hotels für eine unbedeutende Investition hielten und geglaubt haben, Ihre Frau würde scheitern? Ja oder nein?«

Er blickte ihr direkt in die Augen. »Ich war der Meinung ...«

»Ja oder nein?«

Joel Philmalee schoss einen hasserfüllten Blick auf Michelle ab. »Nein!«

»Dann haben Sie Ihre Frau deshalb nicht gefeuert, weil ihre Prognose, der Bericht für das vierte Quartal würde zeigen, dass eine Expansionsstrategie richtig ist, sich als zutreffend erwies? Ja oder nein?«

»Ich glaube, man könnte sagen ...«

»Ja oder nein?«

»Niemals! Reicht Ihnen das? Niemals!«

Beth wusste, dass er log, doch sie konnte ihn nicht zwingen, seine Aussage zu ändern. Es kam ihr auch eher darauf an, dass der Richter sah, wie sie Joel Philmalee durch ihre Fragen wütend machte. Für Philmalee war Beth zu einem unverschämten, ärgerlichen Weib geworden – genau wie seine Frau.

Beth hatte Zeugenaussagen, Sitzungsprotokolle und Finanzanalysen vorgelegt, die zeigten, dass Michelle die entscheidende Rolle beim Wachstum der Firmengruppe gespielt hatte. Jetzt hatte Beth gehofft, einen weiteren wichtigen Punkt nachweisen zu können, ohne ihn offen anzusprechen: Joel Philmalee schlug Frauen. Beth wusste, dass dahingehende Gerüchte der Wahrheit entsprachen. Das Problem war jedoch, dass Michelle keine öffentliche Bestätigung haben wollte, ein Opfer häuslicher Gewalt geworden zu sein, nicht einmal, wenn es um ein Vermögen von einer halben Milliarde Dollar ging. Auf den Schlachtfeldern der Geschäftswelt hatte sie gelernt, dass es weit besser war, wenn ihr Krieg um eine finanzielle Regelung wie ein Wettkampf zwischen zwei Industriegiganten aussah. Wenn es ums Geschäft ging, glaubte Michelle, durfte man niemals schwach aussehen.

Beth war derselben Meinung, und wenngleich diese Strategie ihre Aufgabe schwerer gemacht hatte, war sie ihre einzige Hoffnung. Im Unterschied zu Bundesstaaten, in denen es Gütergemeinschaft gab, war im District of Columbia keine Halbe-Halbe-Teilung vorgesehen, wie Michelle sie wollte. Stattdessen verliehen die Gesetze den Anwälten großen Ermessensspielraum.

Beth kämpfte einen weiteren Anfall von Übelkeit nieder und unternahm den nächsten Vorstoß. »Mr Philmalee, stimmt es, dass Ihre Frau in verschiedenen Vorständen saß, dass sie weite Reisen unternommen hat, um Immobilien zu bewerten, und dass sie die Philmalee International vollkommen selbstständig aufgebaut hat? Ja oder nein?«

Er beugte sich vor. »Nein! Sie hat alles auf meine Anweisungen hin getan. Ich bin die Philmalee Group!«

»Bitte beschränken Sie sich auf Ja oder Nein, Mr Philmalee.« Beth bekam kaum noch Luft. Ihr Herz raste. In der vergangenen Woche hatte der Internist Stress als Ursache für Beths stets wiederkehrende Atemnot diagnostiziert und ihr geraten, alles langsamer anzugehen. Erst zweiunddreißig und schon bei der Arbeit kürzer treten? Unsinn. Dieser Prozess war zu wichtig.

Joel Philmalee wandte sich wütend an den Richter. »Muss ich mir das gefallen lassen, Euer Ehren?«

Judge Schultz schüttelte den Kopf. »Sie hatten reichlich Gelegenheit, die Sache zu regeln.«

»Aber meine Frau will die Hälfte meines Unternehmens!« Joel schoss einen hassvollen Blick auf Michelle ab.

Michelle presste mit finsterer Miene die Lippen zusammen. Sie war eine kleine Frau, sehr modebewusst; sie trug ein Pikee-Kostüm von Chanel und eine Armani-Brille mit rotem Rand. Sie ließ sich nichts von der Unruhe und Einsamkeit anmerken, die Beth in dem einen oder anderen schwachen Moment bei ihr beobachtet hatte. Doch Beth konnte Michelles Isolation sehr gut verstehen. Wie sie selbst, hatte auch Michelle die Arbeit zum Mittelpunkt ihres Lebens gemacht. Beth hatte es nie bereut, und soweit sie es beurteilen konnte, galt das auch für Michelle.

Beth bohrte weiter: »Das angemessene Wort ist unser, Sir. Ihr und Mrs Philmalees Unternehmen. ›Unser Unternehmen.‹ Die Philmalee Group. Sie beide arbeiteten ...« Beth unterdrückte ein Keuchen. Ein dumpfer Schmerz wühlte in ihrem Brustkorb, und unter ihrem Kostüm brach ihr der Schweiß aus. Nein. Sie durfte jetzt nicht schlappmachen, sie stand so kurz vor dem Sieg ...

Joel ballte die Faust. »Meine Frau hat einen Scheißdreck für die Firma getan!«

»Mr Philmalee, ich habe Sie bereits einmal wegen Ihrer Ausdrucksweise verwarnt«, sagte der Richter. »Beim nächsten Mal belange ich Sie wegen Missachtung des Gerichts.«

Mit Mühe zwang sich Beth, mit ruhiger Stimme zu sprechen. »Ihre Frau war die treibende Kraft im Unternehmen. Ohne Ihre Frau hätten Sie gar nichts. Sie hat Ihnen das Startkapital gegeben. Sie haben den Ruhm für ihre Ideen eingeheimst ...«

»Einspruch, Euer Ehren!«, rief Joels Anwalt.

»Abgelehnt«, sagte der Richter mit fester Stimme. »Fahren Sie fort, Frau Anwältin.«

Beth ließ nicht locker. »Ihre Frau hat die Strategien entworfen und Ihnen gesagt, wie Sie sie anwenden sollen. Nehmen Sie nur die Wheelwright-Transaktion. Das Oak Tree Plaza. Die Philmalee Gardens ...«

»Nein! Nein! Nein!« Knallrot im Gesicht, sprang Joel Philmalee auf.

Der Richter ließ den Hammer auf den Tisch knallen.

»Sogar die Philmalee International ...«, fuhr Beth fort.

Joel Philmalee schrie: »Du...



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