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Lynn | Tempting Love - Hände weg vom Trauzeugen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Reihe: LYX.digital

Lynn Tempting Love - Hände weg vom Trauzeugen


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7363-0365-2
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Reihe: LYX.digital

ISBN: 978-3-7363-0365-2
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Traumpaar wider Willen

Was Madison Daniels auch versucht, Chase Gamble geht ihr einfach nicht aus dem Kopf. Wie auch, bei seiner charmanten Art und einem Lächeln, das verboten gehört - wie eigentlich alles an ihm. Und seit Chase ihr deutlich zu verstehen gegeben hat, dass Beziehungen für ihn ein rotes Tuch sind, geraten sie bei jeder Gelegenheit aneinander. Da Chase jedoch der Trauzeuge ihres Bruders ist, wollen beide das Kriegsbeil wenigstens für die Tage der Feier begraben - bis sie erfahren, dass das Hotel völlig ausgebucht ist und sie sich eine romantische Hochzeitssuite teilen müssen ...

'Prickelnd, romantisch, süß und natürlich ein Hauch von Drama!' Lovelybooks

Band 1 der Tempting-Love-Reihe von Spiegel-Bestseller-Autorin J. Lynn



J. Lynn wurde 1980 in West Virginia geboren und lebt heute mit ihrem Ehemann und ihrem Hund Loki zusammen. Der Wunsch, Autorin zu werden, entstand in den Mathestunden ihrer Schulzeit, als sie anfing, Kurzgeschichten zu schreiben, anstatt zu rechnen. Heute ist sie eine bekannte Liebesroman-Autorin, die es mit ihren Romanen regelmäßig auf die New-York-Times- und die Spiegel-Bestseller-Liste schafft. Mit ihren New-Adult-Romanen gelang ihr der internationale Durchbruch, und unter ihrem Pseudonym Jennifer L. Armentrout schreibt sie sehr erfolgreich Young-Adult- und Fantasy-Romane.

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1


Die elfenbeinfarbene Einladung mit der eleganten Schrift und den Spitzenverzierungen fühlte sich eher wie eine demütigende Zeitbombe an, die jeden Moment in Madison Daniels’ Gesicht explodieren konnte, und nicht wie eine wunderschöne Hochzeitsankündigung. Mann, sie hatte wirklich ein Problem!

Mitch, ihr drei Jahre älterer Bruder – ihr einziger Bruder –würde dieses Wochenende heiraten. Heiraten.

Sie freute sich total für ihn. Sie war begeistert. Lissa, seine Verlobte, war super, und Madison und sie hatten sich schnell angefreundet. Lissa würde ihrem Bruder niemals wehtun. Man hätte einen Hollywoodfilm über die beiden drehen können. Sie hatten sich im ersten Jahr an der University of Maryland kennengelernt, sich Hals über Kopf verliebt, direkt nach dem Studium tolle Jobs in großen Firmen bekommen, und der Rest war Geschichte.

Nein, Mitch und Lissa waren nicht das Problem.

Auch eine Hochzeit inmitten der Weinberge im Norden Virginias war definitiv nicht das Problem.

Nicht einmal ihre leicht verrückten Eltern, die einen überaus erfolgreichen Onlineshop namens DOOMSDAY ’R’ US besaßen und vermutlich Gasmasken an die Gäste austeilen würden, waren das Problem. Nein, wenn es sein musste, hätte Madison glatt einen Asteroiden mit der Aufschrift Hallo, hier bin ich, Erde bestiegen und sich sofort auf den Weg gemacht.

Ihr Blick fiel auf die Einladung, auf die Liste der anwesenden Brautjungfern und Trauzeugen ganz unten, und Madison verzog das Gesicht. Sie stieß den Atem aus, dass die langen braunen Strähnen, die aus ihrem unordentlichen Haarknoten gerutscht waren, nur so flogen.

Direkt neben ihrem Namen, nur durch ein paar unschuldige Pünktchen getrennt, stand in purpurner Tinte der Name des Trauzeugen: Chase Gamble.

Gott hasst mich. So musste es einfach sein. Tja, sie war die Trauzeugin, und jeder einzelne der Gamble-Brüder wäre als Trauzeuge in Ordnung gewesen. Aber nein, es musste Chase Gamble sein. Er war der beste Freund, der Vertraute, der Homie ihres großen Bruders – oder besser gesagt: der Fluch in Madisons Leben.

»Es ändert rein gar nichts, wenn du ständig auf diese verdammte Einladung starrst.« Bridget Rogers lehnte ihre mollige Hüfte an den Schreibtisch, und Madison blickte auf. Ihre Assistentin war ein lebendes Beispiel dafür, dass das, was für die einen eine Modesünde war, für andere wunderbar funktionieren konnte. Heute trug Bridget einen hellroten Bleistiftrock, kombiniert mit einer violetten Bauernbluse mit großen Punkten. Ein schwarzer Schal und Lederstiefel machten den Look perfekt. Faszinierenderweise sah sie wirklich gut in diesem Clownskostüm aus. Bridget traute sich was.

Madison seufzte. Ein bisschen Mut könnte sie jetzt auch gut gebrauchen. »Ich glaube, ich kann das nicht.«

»Tja, du hättest auf meinen Rat hören und mit Derek aus der Abteilung für Geschichte was trinken gehen sollen. Dann hättest du nun wenigstens wilden, animalischen Sex, statt die ganze Hochzeit über den besten Freund deines Bruders anzuschmachten. Einen Mann, der dich schon zweimal hat abblitzen lassen, wie ich dich kurz erinnern möchte.«

Bridget hatte ja recht. Schlau war sie auch noch.

»Was soll ich nur tun?«, fragte Madison und schaute aus dem Fenster ihres Büros. Alles, was sie sehen konnte, waren der Stahl und der Beton des Museums nebenan – des Smithsonian, das ihre Brust jedes Mal vor Stolz anschwellen ließ. Sie hatte hart dafür gearbeitet, eine der wenigen Privilegierten zu sein, die für diese großartige kulturelle Institution arbeiten durften.

Bridget beugte sich in Madisons Gesichtsfeld, um ihre Aufmerksamkeit zurückzuerlangen. »Wird Zeit, dass du dich zusammenreißt und damit klarkommst. Ja, du hegst eine heimliche, unsterbliche Liebe für Chase Gamble, doch wenn er bis heute nicht begriffen hat, wie toll du bist, ist der Mann eindeutig geisteskrank und es absolut nicht wert, sich seinetwegen so einen Kopf zu machen.«

»Ich weiß, ich weiß«, sagte Madison. »Aber er bringt mich einfach zur Weißglut!«

»So ist das mit den Männern, Süße.« Bridget zwinkerte.

»Ist ja okay, wenn er sich nicht für mich interessiert. Enttäuschend, doch damit komme ich klar. Ich könnte es ihm sogar verzeihen, dass er es sich das eine Mal, als wir fast im Bett gelandet wären, anders überlegt hat. Na ja, vielleicht.« Sie stieß ein tonloses Lachen hervor und blickte ihre beste Freundin Zustimmung heischend an. »Aber er lässt mich einfach nicht in Frieden. Stichelt in Anwesenheit meiner Familie herum und behandelt mich wie seine kleine Schwester, dabei will ich ihn doch einfach nur schütteln … und ihm die Klamotten vom Leib reißen.«

»Ist doch bloß ein Wochenende – das kann wohl kaum so schlimm sein, oder?«, fragte Bridget. Sie spielte die Stimme der Vernunft, dabei würde das garantiert das schlimmste Wochenende in Madisons ganzem Leben werden.

Sie warf die Einladung auf ihren Schreibtisch, lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und zog fast in Betracht, mal in der Abteilung für Geschichte anzurufen.

So lange sie zurückdenken konnte, war da Chase gewesen. Von Anfang an. Sie waren im selben Häuserblock in einem Vorort von Washington, D.?C. aufgewachsen. Ihr Bruder und Chase waren schon immer unzertrennlich gewesen. Was für Madison als Nesthäkchen der Familie bedeutete, dass sie nie etwas Besseres zu tun gehabt hatte, als Mitch und seinen Freunden hinterherzurennen.

Sie hatte Chase verehrt. Was nicht schwer war bei seiner maskulinen Schönheit, seiner Offenherzigkeit und den Grübchen, die verboten gehörten. Als Junge und Heranwachsender hatte Chase so eine beschützerische Ader gehabt, dass das Herz eines Mädchens ins Stocken geraten konnte. Er war jemand, der sich im Schneesturm das Hemd vom Leib gerissen und es einem Obdachlosen auf der Straße gegeben hätte, aber er hatte auch immer etwas Raues, Gefährliches an sich gehabt.

Chase war ein Typ, mit dem sich niemand freiwillig anlegte.

Zu Highschool-Zeiten war ein Junge im Auto vor dem Haus ihrer Eltern ein bisschen zu aufdringlich geworden. Chase war gerade aus der Haustür getreten, als er ihren gedämpften Protest gehört hatte, als eine Hand dorthingewandert war, wo sie sie nicht hatte haben wollen.

Nach diesem Intermezzo ging der Typ mehrere Wochen lang an Krücken.

Eine weitere Folge dieser »Rettungsaktion« war eine Schwärmerei, die sich bis heute nicht gelegt hatte.

Alle hatten gewusst, dass sie die ganze Highschool-Zeit über und in den ersten beiden Collegejahren eine Schwäche für Chase hatte. Gott, es war auch nicht zu übersehen, dass überall dort, wo Mitch und Chase hingingen, auch Madison früher oder später auftauchte. Jämmerlicherweise – ja, es war wirklich lächerlich – hatte sie sich nur an der University of Maryland eingeschrieben, weil die beiden dort studierten.

Doch alles änderte sich in ihrem dritten Jahr am College, an dem Abend, als er seinen ersten Nachtclub eröffnete.

Danach … tat Madison alles, was in ihrer Macht stand, um Chase aus dem Weg zu gehen. Nicht, dass das sonderlich gut funktioniert hätte.

Man sollte meinen, dass es in einer derart überfüllten Stadt wie Washington möglich sein sollte, dieser miesen Ratte aus dem Weg zu gehen, aber nein, die Naturgesetze waren unerbittlich und grausam.

Chase war einfach überall. Sie hatte sich eins der kleineren Apartments im ersten Stock der Galerie gemietet, und keine drei Wochen später kaufte Chase ein Penthouse im obersten Stockwerk. Selbst an Feiertagen saßen er und seine Brüder am Essenstisch der Familie Daniels, weil ihre Eltern die Gamble-Brüder wie ihre eigenen Söhne behandelten.

Wenn sie frühmorgens im Fitnessstudio ihre tägliche Alibi-Runde auf dem Crosstrainer absolvierte, war er natürlich schon da und stemmte Gewichte. Und wenn er dann aufs Laufband ging? Oh Gott, wer hätte gedacht, dass Wadenmuskeln so sexy sein konnten? Es war nicht ihre Schuld, dass sie ihn anglotzte und bei seinem Anblick vielleicht sogar ein bisschen sabberte. Womöglich war sie auch ein-, zweimal vom Crosstrainer gefallen, als Chase sein Shirt hob, um sich damit den Schweiß von der Stirn zu wischen, und dabei seine unglaublichen Bauchmuskeln freilegte.

Wer wäre davon nicht abgelenkt worden und auf die Nase gefallen?

Gott, selbst wenn Madison in den Laden an der Ecke ging, war Chase da und befühlte mit seinen wunderschönen, langen Fingern Pfirsiche. Diese Finger konnten sicher genauso virtuos Gitarre spielen, wie sie eine Frau in sexuelle Ekstase und darüber hinaus bringen konnten.

Denn Madison wusste es – oh ja, sie wusste, wie gut er war.

Na ja, vermutlich wusste inzwischen halb D.?C., wie geschickt seine Finger waren.

»Du hast wieder diesen Gesichtsausdruck.« Bridget zog eine Augenbraue hoch. »Den Blick kenne ich doch.«

Madison schüttelte heftig den Kopf. Sie musste wirklich aufhören, über diese Finger nachzudenken, aber vor ihrer Jugendliebe gab es kein Entkommen. Chase war der Inbegriff jeder ihrer Fantasien und Träume. Eine Schwärmerei, die sie nie abgelegt hatte, und der Grund dafür, dass sie es niemals länger als ein paar Monate mit anderen Typen aushielt, doch das würde sie nie und nimmer zugeben.

Chase war der Antichrist.

Ein unglaublich heißer Antichrist.

Ihr war plötzlich viel zu warm, sie zerrte an ihrer Bluse und warf der Einladung einen finsteren Blick zu. Es waren...


Lynn, J.
J. Lynn wurde 1980 in West Virginia geboren und lebt heute mit ihrem Ehemann und ihrem Hund Loki zusammen. Der Wunsch, Autorin zu werden, entstand in den Mathestunden ihrer Schulzeit, als sie anfing, Kurzgeschichten zu schreiben, anstatt zu rechnen. Heute ist sie eine bekannte Liebesroman-Autorin, die es mit ihren Romanen regelmäßig auf die New-York-Times- und die Spiegel-Bestseller-Liste schafft. Mit ihren New-Adult-Romanen gelang ihr der internationale Durchbruch, und unter ihrem Pseudonym Jennifer L. Armentrout schreibt sie sehr erfolgreich Young-Adult- und Fantasy-Romane.

J. Lynn wurde 1980 in West Virginia geboren und lebt heute mit ihrem Ehemann und ihrem Hund Loki zusammen. Der Wunsch, Autorin zu werden, entstand in den Mathestunden ihrer Schulzeit, als sie anfing, Kurzgeschichten zu schreiben, anstatt zu rechnen. Heute ist sie eine bekannte Liebesroman-Autorin, die es mit ihren Romanen regelmäßig auf die New-York-Times- und die Spiegel-Bestseller-Liste schafft. Mit ihren New-Adult-Romanen gelang ihr der internationale Durchbruch, und unter ihrem Pseudonym Jennifer L. Armentrout schreibt sie sehr erfolgreich Young-Adult- und Fantasy-Romane.



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