Mack | Star Trek - Discovery 1: Gegen die Zeit | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 380 Seiten

Reihe: Star Trek - Discovery

Mack Star Trek - Discovery 1: Gegen die Zeit

Roman zur TV-Serie
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-95981-191-0
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman zur TV-Serie

E-Book, Deutsch, Band 1, 380 Seiten

Reihe: Star Trek - Discovery

ISBN: 978-3-95981-191-0
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Star Trek: Discovery ist die sechste Realfilm-Fernsehserie, die im Star-Trek-Universum spielt. Im Mai 2017 wird sie wöchentlich auf Netflix ausgestrahlt. Produzenten und Autoren der Serie sind u.a. Alex Kurtzman, der zuvor bereits die Filme STAR TREK (2009) und STAR TREK INTO DARKNESS produzierte, und Kirsten Beyer, die Hauptautorin der Buchreihe STAR TREK – VOYAGER.

Die Serie spielt 10 Jahre vor der Originalserie RAUMSCHIFF ENTERPRISE. Im Mittelpunkt der Serie steht das Raumschiff U.S.S. Discovery und die Hauptrolle ist ein weiblicher Underdog.

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1


Jon Bowen nahm zwei Stufen auf einmal, während er das Treppenhaus hinaufschoss, als stünden dieses und sein Hintern in Flammen. Die Operationsebene befand sich vier Etagen über seinem Quartier und er war nach zwei Stockwerken bereits außer Atem. An den meisten Tagen hätte er auf den Lift gewartet, aber an den meisten Tagen wurde die Bohrinsel auf Sirsa III auch nicht von einem tropischen Wirbelsturm durchgeschüttelt, der dafür sorgte, dass ihr Unterwasserbohrer eine Flut von Alarmmeldungen ausspie.

Eine Dreiergruppe Mechaniker raste die Treppen hinunter an Bowen vorbei. Er drückte sich mit dem Rücken an die Wand, um sie vorbeizulassen, da sie Werkzeuge, Kabel und klobige Notfallausrüstungen trugen. Keiner der Werkzeugschwinger nahm ihn zur Kenntnis, während sie vorbeirannten. Das war ihm nur recht. Schweiß rann aus seinem schütteren blonden Haar über seine Stirn, während er nach Atem rang. Sobald das Treppenhaus frei war, setzte er seinen Aufstieg fort und fluchte leise über den Schmerz in seinem Kreuz, die Muskelkrämpfe in seinen Oberschenkeln und den Schwindel in seinem Kopf.

Je näher er dem oberen Ende der Treppe kam, desto deutlicher hörte er die Alarmsirenen der Plattform – ein summender Schallangriff, der von den Klangtechnikern so optimiert worden war, dass er heulende Winde und heranrollende Wellen übertönte. Das Deck nahe der Tür, die nach draußen führte, war nass und der Flur zur Ops war erfüllt mit dem Hintergrundrauschen des Regens, der gegen das Äußere der Plattform klatschte. Bowen ignorierte die flackernden orangen Lichter und fortwährend heulenden Sirenen und eilte den engen Durchgang entlang in die überfüllte Ops.

Das blaue Licht der Anzeigenreihen stand in starkem Kontrast zu den flackernden, gelben Notfallleuchten über seinem Kopf. Besatzungsmitglieder bemannten jede Station, was mitten in der Nacht eher selten vorkam. Bowen ging auf den zentralen Besprechungstisch zu und rief: »Was zur Hölle ist hier los?«

Die Nachtschichtführerin, Lewa Omalu, überließ ihren Platz am Besprechungstisch Bowen und gab ihm das Headset des Koordinators, als sie beiseitetrat. »Der Bohrer hat irgendetwas getroffen.«

»Das soll er doch auch, oder nicht?«

Omalu zeigte auf eine blinkende Fehleranzeige auf dem Hauptsystemmonitor. »Er steckt fest.«

»Verfluchter Mist!« Bowen grollte leise noch einige unflätige Ausdrücke und vergrößerte das Sensorbild vom unteren Ende der Bohrwelle. »Was zur Hölle kann einen Plasmabohrer anhalten?«

»Dieselbe mit Duranium angereicherte Gesteinszusammensetzung, die uns überhaupt erst hierhergebracht hat.« Sie zeigte mit einem dunkelbraunen Finger auf einen Querschnitt des Meeresbodens. »Wir hatten gerade die letzte Sedimentschicht durchbrochen, als der Bohrer sich festfraß.«

Keine der Zahlen auf der Anzeige ergab für Bowen einen Sinn. »Dann ziehen Sie ihn heraus.«

»Welchen Teil von ›feststecken‹ haben Sie nicht verstanden?« Omalu bemerkte Bowens scharfen Blick und zügelte ihr Temperament wieder. »Ich habe alle Werkzeugschwinger, die ich entbehren kann, damit beauftragt, die Reserveenergie umzuleiten. Sobald wir den Bohrer im Rückwärtsgang wieder freibekommen, werde ich ihn zur Begutachtung des Schadens hochbringen. Danach schicke ich eine Sonde hinunter, um nachzusehen, was wir da vor uns haben.«

»Klingt gut.« Bowen schüttelte seine schlechte Laune ab. Es war eine ganz normale Nacht, eine der üblichen Pannen – nichts, worüber man sich aufregen musste. »Wird der Sturm zum Problem werden?«

Omalu blickte zu dem breiten Fenster aus transparentem Aluminium, das sich am südlichen Ende der Ops befand, und betrachtete den von Blitzen durchzogenen Ansturm von Wind und Regen, der auf die Bohrinsel eintrommelte. Sie warf Bowen einen skeptischen Blick zu. »Sie machen Witze, oder? Das ist nur ein Regensturm. In Lagos bin ich jeden Sommer durch Schlimmeres gesegelt, als ich noch ein kleines Mädchen war.«

»Dachte ich mir. Ich wollte nur sichergehen.« Er fragte sich, ob er wohl wieder einschlafen könnte, wenn er jetzt in sein Quartier zurückkehrte, oder ob er wach bleiben sollte, da in ein paar Stunden ohnehin Tagesanbruch war. Er fragte Omalu: »Ist in der Küche noch Kaffee?«

»Was glauben Sie?«

»Ich glaube, dass die Leute auf dieser Bohrinsel lernen müssen, neuen Kaffee aufzusetzen, wenn sie den letzten Tropfen ausgetrunken haben. Das gehört einfach zum guten Ton, verdammt noch mal! Sie wissen, was ich …« Die Lichter über ihren Köpfen erloschen. Das Deck schwankte auf und ab und warf Bowen gegen den Besprechungstisch. Omalu und ein halbes Dutzend andere Mitglieder des Ops-Teams taumelten und prallten zusammen gegen eine Konsolenbank. Der summende Alarm wurde durch eine brüllende Sirene ersetzt und beinahe jede Anzeige auf dem Hauptsystemmonitor schaltete von einer Sekunde auf die andere auf kritisch Rot.

Draußen vor dem südlichen Fenster schoss ein Feuerball aus einem der Kraftstofftanks und ein Lastenkran schwang von der Plattform weg und kippte zur Hälfte ins Meer.

Bowen erreichte den Besprechungstisch und öffnete einen internen Kanal. »Maschinenraum, Ops hier! Lagebericht!« Er hörte nur statisches Rauschen aus dem Kanal. Er schaltete auf einen anderen Kanal um. »Bohrerteam, Ops hier! Bericht!« Totenstille.

Omalu kämpfte sich zurück an Bowens Seite. »Hat uns etwas getroffen?«

»Woher soll ich das wissen?« Bowen hatte Schwierigkeiten, aus dem Chaos, das sich auf den Monitoren der Plattform entfaltete, schlau zu werden. »Wir haben verschiedene Brände auf den unteren Ebenen sechs und sieben. Keine Anzeigen von weiter unten.« Er wirbelte um die eigene Achse und sah den Bohrleiter an. »Ramayan! Was ist los?«

»Seismische Aktivität direkt unter uns«, sagte der Bohrleiter, der aus Mumbai stammte. Seine Stimme überschlug sich, weil er den Lärm der Alarmsirenen und ein seltsames Grollen übertönen musste, das sich durch die Aufbauten der Plattform fortpflanzte. »Der Meeresboden hebt sich sehr schnell! Der Bohrer wird zurückgedrückt …« Sein Bericht wurde von einer weiteren Explosion vor dem Fenster abgeschnitten. Das verbogene und eingerissene Bohrgehäuse schoss durch die Plattform hindurch nach oben, durchbrach ihr Dach und löste an verschiedenen Stellen Strukturversagen aus. Bowen beobachtete entsetzt, wie die Mitte der in dem neu entstandenen Loch verschwand, das durch den Ausstoß der riesigen Bohrvorrichtung entstanden war.

»Heilige Scheiße!«, murmelte Bowen. Lauter verlangte er: »Schadensberichte! Jetzt!«

Omalu antwortete als Erste: »Anstieg des Meeresbodens bestätigt. Alle unsere Stützpylonen sind gebrochen.« Sie schaltete eine Aufnahme von einem Sicherheitssensor auf der Außenseite zu. Ein Bild der Plattform tauchte über dem Besprechungstisch auf und zeigte, dass die beiden untersten Ebenen der gewaltigen Anlage bereits eingestürzt und in der tosenden See unter ihnen verschwunden waren. Sie hatten mehr als zweihundert Mitarbeiter – einschließlich dem größten Teil der Ingenieure – mitgerissen. Das Bild kippte, als die Plattform erneut ruckte und Bowen von den Füßen riss. Omalu umklammerte mit weiß hervortretenden Fingerknöcheln den Tisch. »Wenn diese Bohrinsel mehr als sechs Meter in irgendeine Richtung kippt, wird sie sinken.«

Entsetzen wirbelte Bowens Gedanken durcheinander. Die stand auf Pylonen aus Thermobeton, der mit Duranium verstärkt war. Sie hätten jeder Naturkatastrophe, mit der dieser Planet aufwarten konnte, standhalten müssen. Jetzt war die ganze Anlage kurz davor, im zweitausendvierhundert Meter tiefen Wasser zu verschwinden.

Es blieb keine Zeit, um Reparaturen zu veranlassen, und da der größte Teil der Ingenieure bereits tot war, gab es auch niemanden, der sie hätte ausführen können. Bowen hatte keine andere Wahl. Er drückte seine Handfläche auf ein biometrisches Feld auf dem Hauptsystemmonitor. »Computer, Evakuierungsalarm für alle Decks auslösen!«

, antwortete die männliche Computerstimme mit trockenem Londoner Akzent.

Bowen wandte sich von der Konsole ab und richtete sich auf. »Sehen Sie zu, dass Sie schleunigst hier rauskommen! Gehen Sie in eine Fluchtkapsel, ein Shuttle, irgendetwas! Los!« Der Raum leerte sich innerhalb von Sekunden. Bowen musste Omalu anstoßen, damit sie den Hauptsystemmonitor verließ. »Es ist vorbei, Lewa! Wir müssen los! Jetzt!« Sie fielen beinahe übereinander, als sie sich auf den Weg zum nächsten...



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